[RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

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Eriassa
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Re: [RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

Beitrag von Eriassa » 24. Juni 2019, 15:19

3.15 pm

Damien

Seine Vermutung war also richtig und Damien brummte als Antwort nachdenklich. Marcs Telefon klingelte und Scott vermutete, daß das jetzt Tess war, die sagte, daß alles in Ordnung war, aber so wie der andere Mann reagiert, war sie es nicht.
Scott bekam den Auftrag, schon mal reinzugehen und er nickte. Der Pförtner wies ihm nach Vorzeigen seiner Marke und auf Anfrage den Weg und so, wie sich der Geruch nach Desinfektions- und Einbalsamierungsmitteln und dem unvermeidlichen leichten Verwesungsgeruch steigerte, als er weiterlief, hätte er eine genaue Beschreibung gar nicht gebraucht, er hätte einfach ‚der Nase nach‘ laufen können.
Im Vorraum trug er sich in das Besucherbuch ein und nach ein paar weiteren Schritten öffneten sich große Schiebetüren. Der Geruch intensivierte sich noch einmal und Scott atmete durch den Mund. Im Raum standen Stahltische, auf denen normalerweise die Leichen lagen, diesmal waren zwei aber nur von den gefundenen Köpfen belegt; ein Mann in OP-Bekleidung beugte sich über einen der Köpfe.
„Hallo Doc“, grüßte Damien den Mann und stellte sich vor, „Damien Scott. Ich arbeite mit Marc Lawrence zusammen. Haben Sie schon was über die Herrschaften?“ Er wies zu den Tischen.
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Re: [RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

Beitrag von Draugluin » 11. Juli 2019, 15:35

3.30 p.m.

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Jenna stutzte, als Teresa einen seltsamen Laut von sich gab. “Was ist?“ fragte sie und versuchte, sich NICHT vorzustellen, dass gerade eine fette, haarige, schwarze, langbeinige, eklige Spinne über deren Hand lief. Vorsichtshalber hob sie ihre Hand schon mal außer Reichweite. Die Viecher hasste sie ja wie die Pest.

“Mach ich.“ versprach sie, als Teresa bat, das Feuerzeug ab und zu anzumachen.

Auf die Frage nach einer männlichen Begleitung von Teresa reagierte diese etwas gereizt. Na, in dieses Wespennest würde sie aber nicht noch weiter pieken. Ihre kleine Tochter würde zumindest über Umwegen nach ihr suchen. Zumindest würden vielleicht die Großeltern, die vergebens auf die kleine Maus warten würden, irgendwann hellhörig werden.
“Und deine Eltern wissen, wo du bist?“ hakte sie nach. Das klang nach übertrieben besorgten Eltern. Jenna hob eine Augenbraue, aber gut, dass man das im Dunkeln eh nicht sah. Ihre Mutter rief einmal im Monat an, um sich zu erkundigen, ob es ihr noch gutging, aber sie selbst käme auch im schlimmsten Alptraum nicht auf die Idee, die Herrschaften wissen zu lassen, wo sie sich gerade herumtrieb.

Eine Räuberleiter. Nunja, das brachte sie wenigstens einen Meter höher, vielleicht reichte das ja schon. Jenna ließ das Feuerzeug aufflackern und leuchtete Boden und Wände sowie die Decke ab.
“ok, ich stell mich hier an die Wand. Nimm du das Feuerzeug.“ Sie hatte bei der Räuberleiter sowieso keine Hand mehr frei.

Es wurde wieder dunkel und Jenna suchte nach Teresas Hand, um ihr das Feuerzeug behutsam in die Hand zu geben.
“Bitte nicht fallenlassen...“ bat sie. Das Ding war für sie kostbarer, als man denken konnte.
Dann stellte sie sich mit dem Rücken an die Wand, verschränkte die Hände und stupste damit Teresa an.
“Hier bin ich... na los...“
Je eher sie die blöde Falltür aufbekamen, desto besser. Sie musste nämlich auch mal aufs Klo...



3.25 pm

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Marc kannte den Weg, rannte aber, weil er völlig in Gedanken und Sorge war, an der großen Schwingtür vorbei. Als er am Hinterausgang wieder rauskam, schlug er sich vor den Kopf und riss sich zusammen. Aber damit scheiterte er kläglich. Sobald sie hier raus waren, würde er die verdammte Kirche auf den Kopf stellen. Moment... warum war er da nicht schon eher drauf gekommen.
Er rief die Auskunft an und liess sich mit Pater Malory verbinden. Der Empfang war im Untergeschoss eher lausig, also lief er die Treppe wieder hinauf. Beim Pater meldete sich dessen Hausangestellte. Der Pater wäre in einer Nachmittagsmesse und erst in einer Stunde wieder zu erreichen.
Und die Dame des Hauses hat jetzt auch keine Zeit mehr, versprach aber, mal einen Blick zu werfen, ob sie die junge Dame fände und diese gegebenenfalls zu bitten, doch mal anzurufen.

Mehr erreichte er nicht. Aber wenn es nur der Akku oder der Empfang war, würde Tess bestimmt Mittel und Wege finden, sich bei ihm zu melden.

Jetzt musste er aber schleunigst zu Damien, und sich über mögliche Informationen bei der Untersuchung der Köpfe schlau zu machen.

Als er endlich ankam, unterhielt sich Damien mit dem Pathologen.

„... mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit sagen, dass beiden der Kopf mit äußerster Kraft und Gewalt einfach abgerissen wurde. Die Blutgruppen stimmen überein und beide wurden in der jeweiligen Nacht getötet. Was wir allerdings feststellen konnten, dass die Köpfe mit irgendetwas festgehalten wurden, bzw. gegriffen. Mein Kollege untersucht noch die Abdrücke, die wir in den Schädelplatten gefunden haben. Es könnte sich um Zangen handeln oder etwas ähnliches...“

Der Doc fasste mit seinen behandschuhten Händen den Schädel des Architekten an und drehte ihn etwas ins Licht.

„Sehen Sie? Hier ist ein Abdruck und hier sind vier etwas näher beieinander. Und das auf beiden Seiten“

Die Abdrücke waren in den Schädel hineingedrückt, die Haut gab an den Stellen nach und hing wie eine kleine Blase nach draußen. Die einzelnen Abdrücke waren am Hinterkopf, die vier nebeneinanderliegenden an den Wangen.
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Re: [RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

Beitrag von Sionnach » 24. Juli 2019, 22:49

03:45 p.m.

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“Ich … es ist nur der Raum hier!“, beantwortete sie die Frage der anderen Frau. Oder vielmehr die Dunkelheit darin oder das es keinen Ausweg gab oder das Gefühl des Eingesperrtseins oder eine Mischung aus all dem und ihrer persönlichen Geschichte.

Vielleicht lag es an diesem Gedankenkarussell, dass sie Jenna nicht mehr folgen konnte. Ihre Eltern? Was sollte jetzt diese Frage? Aber ehe sie diese für sie recht sonderbare Frage ergründen konnte, scheuchte Jenna sie schon auf.
Sie folgte der anderen Frau zur Wand hinüber und versuchte sich im Funzellicht des Feuerzeugs die Umrisse der Falltür und deren Position zur Wand zu verinnerlichen.
Einen Moment später war es wieder dunkel um sie herum und sie spürte wie Jenna ihr etwas metallisches in die Hand drückte. “Ich pass auf!“, versprach sie leise, einfach weil es der Anderen wichtig zu sein schien.
Erst einmal steckte sie das Feuerzeug aber in ihre Hosentasche und zog ihre Stiefel aus. Um auf Jennas Schultern zu kommen würde sie in jedem Fall beide Hände brauchen, wenn sie es denn überhaupt hinbekommen würde und sicher würde sie ohne ihre Stiefel bessern Halt finden.
Blind tastete sie die Stellung von Jennas Händen ab, nachdem diese sie anstupste und setzte dann zögernd ihren verknacksten Fuß auf die Handflächen der anderen Frau und hielt sich an deren Schultern fest. “Auf drei…“ Sie zählte laut und stieß sich bei „Drei“ mit dem unverletzten Fuß vom Boden ab und versuchte sobald Jenna sie hochstemmte mit den Händen auch wieder Halt an der Wand zu finden.
Tatsächlich fand sie eine Spalte die sie nutzen konnte um sich noch ein bisschen weiterzuziehen und ihren Fuß auf Jennas Schulter zu platzieren.
Mit einem angestrengten Stöhnen stemmte sie sich hoch und stand gleich darauf mit beiden Füßen auf den Schultern ihrer „Mitgefangenen“. Zischend atmete sie aus als sie ihren rechten Fuß wieder belastete.
Erst als sie glaubte sicheren Halt zu haben und das protestierende Pochen in ihrem Knöchel weniger wurde, fingerte sie das Feuerzeug hervor und ließ es anschnappen.

Halb über Kopf hinter sich herumtastend versuchte sie gleichzeitig ihr Gleichgewicht zu halten, sich nicht die Finger zu verbrennen und irgendeinen Sinn in den Metallbeschlägen an der Falltür auszumachen. Aber egal wie sehr sie zog oder schob es rührte sich einfach nichts. “Das funktioniert nicht!“
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Re: [RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

Beitrag von Draugluin » 30. Juli 2019, 17:26

03:50 p.m.

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Nunja, besonders einladend war es hier unten nicht. Jenna gab einen zustimmenden Laut von sich.
Um so mehr war es an der Zeit, etwas zu tun, damit sie hier rauskamen.

Mit Hilfe des Feuerzeugs warfen sie noch einen Blick auf die Falltür von unten, bevor es wieder dunkel wurde.
Dann spürte sie etwas weiches auf ihren Händen und begriff, dass Teresa ihre Stiefel ausgezogen hatte. Auf drei drückte sich die andere Frau vom Boden weg und Jenna versuchte, so wenig wie möglich zu wackeln. Sie hob die Hände ein bisschen, damit Teresa besser auf ihre Schulter klettern konnte. Sobald sie mit beiden Füßen stand, gab sie ihr Halt, indem sie ihre Waden festhielt.

Eine gefühlte Ewigkeit lang war es dunkel und das Gewicht auf ihren Schultern schien immer schwerer zu werden.
Dann endlich ein kleiner Lichtschimmer. Teresa hatte das Feuerzeug an und hielt es an die Falltür. Feiner Sand rieselte auf ihren Kopf, als Teresa am Mauerwerk pulte, um den Mechanismus der Falltür zu finden.

Aber sie bekam die verdammte Tür nicht wieder auf.
“Ok, komm wieder runter.“ keuchte sie und liess die Beine los, um wieder die Hände zu verschränken. “Ich helf dir …“ sagte sie und berührte leicht Teresas Fuß, damit sie nicht blind im Dunkeln herumtastete und womöglich noch ihre Hand-Stufe verpasste.
“Jetzt runter.“ gab sie das Kommando, als ihre Hände so waren, dass Teresa bequem auch wieder runterklettern konnte.

“Wir müssen was anderes überlegen....“ Aber was? Zum rufen waren sie schon viel zu tief unten und durch die Gänge spaziert. erstmal müsste jemand ihrem Weg folgen und dann noch so schlau sein, nicht auch den Mechanismus der Falltür zu treffen, sonst lagen sie hier zu dritt oder viert.

Denk nach Jenna....

“Vielleicht tasten wir uns an den Wänden weiter. Irgendwo muss es doch auch einen Ausgang geben.“ Sinnloses Unterfangen vermutlich, aber nur herumsitzen und warten war nicht Jennas Ding.
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Re: [RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

Beitrag von Eriassa » 12. August 2019, 15:00

3.25 pm

Damien

Der Doc hatte Damien schon eine paar allgemeine Informationen über die Schädel zukommen lassen, bis Marc sich zu ihnen gesellte. Scott fand, als er zu Marc hinsah, daß er irgendwie ein bißchen durch den Wind aussah, aber konzentrierte sich wieder auf die Ausführungen des Pathologen.
Na ja, daß die Köpfe abgerissen worden waren, hatten sie ja schon vermutet, von daher war das nichts Neues, daß die Blutgruppen beider Männer übereinstimmten, wußten sie ja auch schon. Der Doc konnte aber doch noch mit etwas aufwarten, das sie noch NICHT wußten, was aber eigentlich logisch war.
„Festgehalten?“ Das war wirklich nur ein rethorisches Nachfragen, denn wenn etwas abgerissen wurde, muß es ja auch festgehalten werden. Daß es Zangen waren, konnte Scott wiederum nicht glauben und er blickte kurz zu Lawrence.
Der Arzt zeigte ihnen an den Schädeln, was er gefunden hatte und wieder sah er zu Marc und das Wort ‚Klauen‘ lag ihm auf der Zunge, diese Vorstellung war ihm doch ihm doch lieber als ‚Hände‘. Er sagte jedoch nichts dergleichen, weil er sich nicht sicher war, inwieweit er vor anderen außerhalb ihres kleinen Kreises offen sprechen konnte.
In Marcs Richtung sagte Damien deshalb neutral: „Denkst Du auch, was ich denke?“ Dabei hob er allerdings die Hand und wackelte leicht mit den Fingern.
So, wie die Haut an den vom Doc gezeigten Stellen aussah, konnte man auch vermuten, daß die Finger heiß gewesen waren. Sicher war aber, daß das, was auch immer hier gerissen hatte, hinter dem Opfer gewesen war.
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Re: [RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

Beitrag von Sionnach » 14. August 2019, 18:06

04:10 p.m.

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So sehr sie auf mit den Fingern an der Tür herum zerrte und drückte die rührte sich keinen Millimeter. Vermutlich konnte sie so wie sie hier unter der Decke hing einfach nicht genug Kraft entwickeln um den Mechanismus auszulösen.
“Mal ehrlich, welcher Trottel baut sowas überhaupt in seinem Keller ein?!“, maulte sie ungnädig vor sich hin und ignorierte das kalte Gefühl zwischen ihren Schulterblättern.

Als Jenna sie zum runterkommen aufforderte ließ sie das Feuerzeug zuschnappen und steckte es in ihre Hosentasche, ehe sie vorsichtig mit dem Fuß nach Jennas Hand tastete.
Auch wenn die ihr half und sie selbst vorsichtig war, konnte sie nicht verhindern schmerzhaft zu zischen, als sie den Fuß mit ihrem Gewicht belastete.
Auf dem Boden angekommen ließ sie das Feuerzeug wieder aufleuchten, um ihre Stiefel wieder zu finden.
“Hier …“ Sie hielt Jenna das Feuerzeug wieder hin um die Hände frei zu bekommen um die Stiefel wieder anzuziehen. Nicht nur das ihre Füße inzwischen eiskalt waren, es lagen auch überall spitze Steinchen auf dem Fußboden.

Jenna schien unterdessen in Aktionismus zu verfallen, der Psychologenteil in ihr analysierte sehr ungefragt, dass das vermutlich die Art der anderen Frau war mit ihrer Angst und Sorge umzugehen.
Angst und Sorge die sie durchaus teilte, denn auch wenn Marc und Damien wussten wo sie war, war das hier ja trotzdem nicht gerade ein leicht zu findender Ort. Aber finden würden sie sie. Das musste sie sich immerfort wieder vorsagen, weil alles andere einfach undenkbar war.
Aber etwas anderes machte ihr im Augenblick auch noch mehr Sorgen.
“Jenna … vielleicht … sollten wir uns nicht zu viel bewegen.“, gab sie zu bedenken. Es war inzwischen mal wieder dunkel, so dass sie die andere Frau nicht ansehen konnte. “Ich … denke einfach nicht, dass hier irgendwo Luft rein kommt und so groß ist diese Kammer auch nicht, dass wir unendlich viel Sauerstoff hier drin haben würden!“ Und im Grunde.. glaubte sie auch einfach nicht, dass es hier noch einen anderen Ausgang gab. Das würde doch jedem Sinn so einer Fall komplett widersprechen. Aber das sagte sie lieber nicht laut.
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Re: [RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

Beitrag von Draugluin » 12. September 2019, 15:36

3.40 p.m.

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Mit aller Kraft versuchte sich Marc auf den Pathologen zu konzentrieren. Er blickte auf den Schädel. Damiens „Festgehalten“ beschwörte ein fieses Bild vor seinem inneren Auge hervor.
Ein Bild, dessen Inhalt er lieber nicht laut aussprach. Jedenfalls nicht jetzt.
“Äußerst brutal…“ murmelte er nur und beugte sich ein Stück hinab, um sich die die kleinen Einbuchtungen genauer anzusehen.
Wahrscheinlich dachte Damien das gleiche, wie er. Marc nickte. “Gut möglich, ja...“ Das waren recht eindeutig Klauen. Marc meinte sogar, die spitzen in den runden Einbuchtungen sehen zu können und erschauerte. Aber hier unten im Keller war es kalt.
Viele Gefühle rauschten durch ihn und erzeugten ein äußerst unangenehmes Kopfkino.

“Vielen Dank... ich glaube, das hilft uns schon weiter. “ wandte er sich an den Pathologen und winkte Damien dann, mit ihm nach draußen zu gehen.

Erst als er an der frischen Luft war, atmete er tief durch. Ein Blick auf sein Handy zeigte, dass sich Tess immer noch nicht gemeldet hatte.
“Wir fahren in die Kirche.“ verkündete er. “Steig ein.“ Sein Auto stand schließlich fast vor der Tür.

“Tess wollte heute vormittag in die Kirche und jetzt erreiche ich sie nicht mehr.“ klärte er Damien auf. “Sie hat ihre Tochter nicht vom Kindergarten abgeholt...“ Marc beendete den Satz nicht. Damien konnte sich sicher denken, was er dachte:
Da war irgendetwas passiert.
Am schlimmsten war, dass sie nicht einmal IHN angerufen hatte, damit er die kleine Maus abholte.



04:15 p.m.


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Welcher Trottel baute Falltüren in einen Keller?
“Ein Trottel, der entweder scharf auf zu neugierige Mädchen ist oder ein Trottel, der irgendwas zu verbergen hat.“
Wenn letzteres der Fall war, musste man aber auch irgendwie wieder herauskommen aus diesem finsteren Verließ. Apropos Verließ ...“Du hast nicht zufällig eine Fackel oder sowas gesehen?“ fiel ihr ein.

Teresa mit ihrem umgeknickten Knöchel gab einen Schmerzlaut von sich, als sie wieder auf dem Boden war. “Bis du heiratest, ist das vorbei ... hat meine Grandma immer gesagt.“ versuchte sie, ihre neue Freundin etwas aufzumuntern. “Oder bist du schon?“
Als Teresa ihr das Feuerzeug zurückgab, nahm sie es erleichtert an, strich zärtlich darüber und steckte es in ihre enge Jeanshosentasche.

Teresa gab nun aber zu bedenken, dass ihnen hier unten der Sauerstoff knapp werden könnte.
“Mach keinen Scheiß...“ stieß sie hervor. Hier unten in diesem .... Grab ... zu ersticken war das Letzte, was sie vorhatte.
“Mal angenommen, das ist eine Falle. Dann sehen wir zwar alt aus, aber so alt ist auch das Gemäuer, das ist doch nicht mehr dicht. Da muss Luft reinkommen. “
Gegenteilig dazu hielt sie selbst die Luft an und hielt ihre Hände in die Höhe. Sah sicher albern aus, aber es war dunkel und Teresa sah es nicht. Aber so wollte sie fühlen, ob es nicht doch einen Luftzug gab.

“Und wenn das Ding hier so eine Art Fluchttunnel ist?“ schlug sie vor.
“Irgend so ein finsterer Bube treibt sein Schindluder, rennt in die Kirche, tritt auf den geheimen Mechanismus, lässt sich in die Tiefe fallen und rennt hier dann unerreicht von dannen...“ Im Dunkeln liess sich zwar gut tasten, aber man übersah wohl auch so ziemlich jedes Loch oder Unregelmässigkeit in der Wand.

“Scheiße….“
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