Valarclan (III) - Im Glanze der Zwei Bäume

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Abend-Stern
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Re: Valarclan (III) - Im Glanze der Zwei Bäume

Beitrag von Abend-Stern » 17. Dezember 2011, 14:00

und das 17. Türchen öffnet sich

Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern
Hans Christian Andersen

Es war so gräßlich kalt; es schneite und es begann dunkler Abend zu werden. Es war auch der letzte Abend des Jahres, Silvesterabend. In dieser Kälte und in dieser Dunkelheit ging auf der Straße ein kleines, armes Mädchen mit bloßem Kopf und nackten Füßen; ja, sie hatte zwar Pantoffeln angehabt, als sie von Hause wegging, aber was nützte das schon! Es waren sehr große Pantoffeln, ihre Mutter hatte sie zuletzt benutzt, so groß waren sie, und die verlor die Kleine, als sie über die Straße eilte, während zwei Wagen so erschreckend schnell vorbeifuhren. Der eine Pantoffel war nicht zu finden, und mit dem andern lief ein Knabe davon; er sagte, den könne er als Wiege brauchen, wenn er selbst einmal Kinder bekomme.

Da ging nun das kleine Mädchen auf den nackten, kleinen Füßen, die vor Kälte rot und blau waren. In einer alten Schürze trug sie eine Menge Schwefelhölzer, und ein Bund hielt sie in der Hand. Niemand hatte ihr den ganzen Tag hindurch etwas abgekauft; niemand hatte ihr einen kleinen Schilling gegeben. Hungrig und verfroren ging sie dahin und sah so eingeschüchtert aus, die arme Kleine! Die Schneeflocken fielen in ihr langes, blondes Haar, das sich so schon um den Nacken ringelte, aber an diese Pracht dachte sie wahrlich nicht. Aus allen Fenstern glänzten die Lichter, und dann roch es auf der Straße so herrlich nach Gänsebraten; es war ja Silvester- abend, ja, daran dachte sie!

Drüben in einem Winkel zwischen zwei Häusern, von denen das eine etwas mehr vorsprang als das andere, dort setzte sie sich hin und kauerte sich zusammen. Die kleinen Beine hatte sie unter sich hochgezogen; aber es fror sie noch mehr, und nach Hause zu gehen, wagte sie nicht. Sie hatte ja keine Schwefelhölzer verkauft, nicht einen einzigen Schilling bekommen. Ihr Vater würde sie schlagen, und kalt war es zu Hause, sie hatten nur eben das Dach über sich, und da pfiff der Wind herein, obwohl in die größten Spalten Stroh und Lumpen gestopft waren. Ihre kleinen Hände waren beinahe ganz abgestorben vor Kälte. Ach! Ein kleines Schwefelhölzchen könnte guttun. Wenn sie es nur wagen würde, eines aus dem Bund zu ziehen, es gegen die Wand zu streichen und die Finger zu erwärmen! Sie zog eins heraus, ritsch! Wie es sprühte, wie es brannte! Es war eine warme, helle Flamme, wie ein kleines Licht, als sie, es mit der Hand umschirmte. Es war ein seltsames Licht: dem kleinen Mädchen war es, als säße es vor einem großen, eisernen Ofen mit blanken Messingkugeln und einem Messingrohr. Das Feuer brannte so herrlich, wärmte so gut; nein, was war das! Die Kleine streckte schon die Füße aus, um auch diese zu wärmen - da erlosch die Flamme. Der Ofen verschwand, sie saß mit einem kleinen Stück des abgebrannten Schwefelhölzchens in der Hand.

Ein neues wurde angestrichen, es brannte, es leuchtete, und wo der Schein auf die Mauer fiel, wurde diese durch- sichtig wie ein Schleier; sie sah gerade in die Stube hinein, wo der Tisch gedeckt stand mit einem blendendweißen Tischtuch, mit feinem Porzellan, und herrlich dampfte die gebratene Gans, gefüllt mit Zwetschgen und Äpfeln; und was noch prächtiger war: die Gans sprang von der Schüssel herunter, watschelte durch die Stube, mit Messer und Gabel im Rücken; gerade auf das arme Mädchen kam sie zu. Da erlosch das Schwefelholz, und es war nur die dicke, kalte Mauer zu sehen.

Die Kleine zündete ein neues an. Da saß sie unter dem schönsten Weihnachtsbaum; er war noch größer und schöner geschmückt als der, den sie bei der letzten Weihnacht durch die Glastür bei dem Kaufmann gesehen hatte. An den grünen Zweigen brannten tausend Kerzen, und bunte Bilder, gleich denen, welche die Schaufenster schmückten, sahen auf sie herab. Die Kleine streckte beide Hände in die Höhe - da erlosch das Schwefelholz; die vielen Weihnachtslichter stiegen höher und höher. Sie sah, jetzt waren sie zu den hellen Sternen geworden, einer von ihnen fiel und hinterließ einen langen Feuerstreifen am Himmel. »Jetzt stirbt jemand«, sagte die Kleine, denn die alte Großmutter, die einzige, die gut zu ihr gewesen, aber nun tot war, hatte gesagt: wenn ein Stern fällt, geht eine Seele hinauf zu Gott.

Sie strich wieder ein Schwefelhölzchen gegen die Mauer, es leuchtete ringsumher, und in dem Glanz stand die alte Großmutter, so klar, so schimmernd, so mild und lieblich.

»Großmutter«, rief die Kleine, »oh, nimm mich mit! Ich weiß, du bist fort, wenn das Schwefelhölzchen ausgeht, fort, ebenso wie der warme Ofen, der herrliche Gänsebraten und der große, gesegnete Weihnachtsbaum!«

Und sie strich hastig den ganzen Rest von Schwefelhölzern an, die im Bund waren. Sie wollte Großmutter recht festhalten; und die Schwefelhölzer leuchteten mit einem solchen Glanz,
daß es heller war als der lichte Tag. Großmutter war früher nie so schön, so groß gewesen; sie hob das kleine Mädchen auf ihren Arm, und sie flogen in Glanz und Freude so hoch, so hoch dahin; und dort war keine Kälte, kein Hunger, keine Angst, sie waren bei Gott.

Aber im Winkel beim Hause saß in der kalten Morgenstunde das kleine Mädchen mit roten Wangen, mit einem Lächeln um den Mund - tot, erfroren am letzten Abend des alten Jahres. Der Neujahrsmorgen ging über der kleinen Leiche auf die mit den Schwefelhölzern dasaß, von denen ein Bund fast abgebrannt war. Sie hatte sich wärmen wollen, sagte man. Niemand wußte, was sie Schönes gesehen hatte und in welchem Glanz sie mit der alten Großmutter eingegangen war zur Neujahrsfreude.




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Re: Valarclan (III) - Im Glanze der Zwei Bäume

Beitrag von Tara-Racheengel# » 18. Dezember 2011, 14:43

18. Türchen


Linzer Kugeln ;)
Zutaten : 100g Magarine
100g Zucker
1 Ei
1/2 TL Lebkuchengewürz (nach belieben)
75g gem. Mandeln
75g gem. Haselnüsse
150g Mehl
120g (oder mehr) getrocknete Cranberries
Alles zu einem Teig verarbeiten, wallnussgroße Kugeln formen. Auf ein mit Backpapier belegtes Belch setzen, mit Milch bepinseln (muss nicht sein) und im vorgeheizten ofen bei 180° (Umluft 160°)ca. 25min. backen

Rumkugeln
100g Butter,
100g Puderzucker,
200g Vollmilchschokolade,
100g Zartherb Schokolade,
4EL Rum (ich hab weißen genommen, weil der midler ist I) ),
Schokostreusel oder Kakaopulver

Butter sehr schaumig rühren, Puderzucker durch ein Sieb zur Butter geben, Schokolade im Wasserbad schmelzen. In das Butter/Zucker-Gemisch die flüssige Schokolade und den Rum einrühren. Den Teig ca. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Hände in kaltes Wasser tauchen und mit Hilfe eines Löffeln kleine Kugeln formen. Die Kugeln im Kakaopulver oder in den Streuseln wälzen

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Re: Valarclan (III) - Im Glanze der Zwei Bäume

Beitrag von xxArwen1989xx# » 19. Dezember 2011, 20:46

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Die Wichtelmänner
Gebr. Grimm

Es war ein Schuster ohne seine Schuld so arm geworden, dass ihm endlich nichts mehr übrigblieb als Leder zu einem einzigen Paar Schuhe. Nun schnitt er am Abend die Schuhe zu, die wollte er den nächsten Morgen in Arbeit nehmen; und weil er ein gutes Gewissen hatte, so legte er sich ruhig zu Bett, befahl sich dem lieben Gott und schlief ein.

Morgens, nachdem er sein Gebet verrichtet hatte und sich zur Arbeit niedersetzen wollte, so standen die beiden Schuhe ganz fertig auf seinem Tisch. Er verwunderte sich und wusste nicht, was er dazu sagen sollte. Er nahm die Schuhe in die Hand, um sie näher zu betrachten: Sie waren so sauber gearbeitet, dass kein Stich daran falsch war, gerade als wenn es ein Meisterstück sein sollte.

Bald darauf trat auch schon ein Käufer ein, und weil ihm die Schuhe so gut gefielen, so bezahlte er mehr als gewöhnlich dafür, und der Schuster konnte von dem Geld Leder zu zwei Paar Schuhen erhandeln.

Er schnitt sie abends zu und wollte den nächsten Morgen mit frischem Mut an die Arbeit gehen, aber er brauchte es nicht, denn als er aufstand, waren sie schon fertig, und es blieben auch nicht die Käufer aus, die ihm so viel Geld gaben, dass er Leder zu vier Paar Schuhen einkaufen konnte. Er fand frühmorgens auch die vier Paar fertig; und so ging's immerfort, was er abends zuschnitt, das war am Morgen verarbeitet, also dass er bald wieder sein ehrliches Auskommen hatte und endlich ein wohlhabender Mann ward.

Nun geschah es eines Abends, nicht lange vor Weihnachten, als der Mann wieder zugeschnitten hatte, dass er vorm Schlafengehen zu seiner Frau sprach: »Wie wär's, wenn wir diese Nacht aufblieben, um zu sehen, wer uns solche hilfreiche Hand leistet?«

Die Frau war's zufrieden und steckte ein Licht an; darauf verbargen sie sich in den Stubenecken, hinter den Kleidern, die da aufgehängt waren, und gaben acht.

Als es Mitternacht war, da kamen zwei kleine, niedliche nackte Männlein, setzten sich vor des Schusters Tisch, nahmen alle zugeschnittene Arbeit zu sich und fingen an, mit ihren Fingerlein so behend und schnell zu stechen, zu nähen, zu klopfen, dass der Schuster vor Verwunderung die Augen nicht abwenden konnte. Sie ließen nicht nach, bis alles zu Ende gebracht war und fertig auf dem Tische stand, dann sprangen sie schnell fort.

Am andern Morgen sprach die Frau: »Die kleinen Männer haben uns reich gemacht, wir müssten uns doch dankbar dafür bezeigen. Sie laufen so herum, haben nichts am Leib und müssen frieren. Weißt du was? Ich will Hemdlein, Rock, Wams und Höslein für sie nähen, auch jedem ein Paar Strümpfe stricken; mach du jedem ein Paar Schühlein dazu.«

Der Mann sprach: »Das bin ich wohl zufrieden.« Und abends, wie sie alles fertig hatten, legten sie die Geschenke statt der zugeschnittenen Arbeit zusammen auf den Tisch und versteckten sich dann, um mit anzusehen, wie sich die Männlein dazu anstellen würden.

Um Mitternacht kamen sie herangesprungen und wollten sich gleich an die Arbeit machen, als sie aber kein zugeschnittenes Leder, sondern die niedlichen Kleidungsstücke fanden, verwunderten sie sich erst, dann aber bezeugten sie eine gewaltige Freude.

Mit der größten Geschwindigkeit zogen sie sich an, strichen die schönen Kleider am Leib und sangen:

»Sind wir nicht Knaben glatt und fein?
Was sollen wir länger Schuster sein!«

Dann hüpften und tanzten sie und sprangen über Stühle und Bänke. Endlich tanzten sie zur Tür hinaus. Von nun an kamen sie nicht wieder, dem Schuster aber ging es wohl, solang er lebte, und es glückte ihm alles, was er unternahm.



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Re: Valarclan (III) - Im Glanze der Zwei Bäume

Beitrag von Melilot Beutlin » 20. Dezember 2011, 17:13

Türchen Nummer 20

Marzipan-Lebkuchen

Zutaten für ca. 70 Stück:

250 g Zucker
2 Eier
1 TL Zimtpulver
1 TL Lebkuchengewürz
1/2 TL Nelkenpulver
1/2 TL Muskatnußpulver
abgeriebene Schale von
1/2 unbehandelten Zitrone
350 g Mehl
1 TL Natron
50 g flüssiger Honig
200 g Marzipanrohmasse
100 g gewürfeltes Orangeat
100 g gewürfeltes Zitronat

Außerdem:

200 g Kuvertüre
geschälte, ganze Mandeln

Zubereitung:
Zucker zusammen mit Eiern und allen Würzzutaten schaumig rühren. Das Mehl mit dem Natron vermischen, zusammen mit dem Honig dazugeben und das Ganze zu einem glatten Teig verkneten. Die Marzipanrohmasse mit dem Orangeat und dem Zitronat vermengen und unter den Teig kneten. Zugedeckt an einem kühlen Ort über Nacht ruhen lassen.
Den Backofen auf 175°C vorheizen. Backpapier auf ein Blech legen, den Teig darauf fingerdick ausrollen und im Ofen etwa 20 Minuten backen. Den Lebkuchen noch heiß in kleine Rechtecke schneiden.
Die Kuvertüre im Wasserbad auf höchstens 40°C erwärmen (nicht wärmer, sonst wird die Schokolade anschließend grau), und die Lebkuchen jeweils damit überziehen. Mit halben Mandeln verzieren




Adventskränze und andere Zweige

Den Adventskranz findet man während der Vorweihnachtszeit in fast jedem Zuhause. Während im letzten Jahrhundert noch für jeden Tag eine Kerze angezündet wurde, haben Adventskränze heute nur noch ein Licht pro Woche. So wie der Adventskranz meist aus immergrünen Tannenzweigen besteht, zeigen auch andere Bräuche den Wunsch der Menschen vergangener Jahrhunderte nach Frischem und Lebendigem im Winter: Obstzweige (vor allem Kirschzweige), die am Barbaratag (4.12.) geschnitten und an einem warmen Ort ins Wasser gestellt blühen an Weihnachten. Bitte beachten: Die Zweige müssen entweder vor Sonnenaufgang oder beim Vesperläuten (also gegen 18 Uhr) geschnitten werden. Weniger bekannt als die Barbarazweige ist die Tradition des Adonisgärtleins. Gerstenkörner, die Anfang Dezember in eine Tonschale gesät werden, sind mit ein wenig Glück bis Weihnachten zu frischen grünen Gräsern herangewachsen.
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Re: Valarclan (III) - Im Glanze der Zwei Bäume

Beitrag von Ninglor » 21. Dezember 2011, 19:04

Das 21. Türchen

Ein flandrischer Hirtenhund
von Françoise Sagan
Monsieur Ximenestre hatte große Ähnlichkeit mit einer Zeichnung von Chaval: beleibt, stumpfsinnig im Ausdruck und im übrigen sympathisch. Doch in diesen ersten Tagen des Monats Dezember trug er eine tiefbekümmerte Miene zur Schau, die in jedem, der ihm begegnete und der ein Herz besaß, das wilde Verlangen erweckte, ihn anzusprechen.
Schuld an diesem Kummer trug das bevorstehende Weihnachtsfest, dem Monsieur Ximenestre, obwohl ein guter Christ, dieses Jahr mit Widerwillen entgegensah, denn er besaß nicht einen Groschen mehr, um Madame Ximenestre, die sehr auf Geschenke aus war, seinen nichtsnutzigen Sohn Charles und seine ausgezeichnet Kalypso tanzende Tochter Augusta zu bescheren. Nicht einen Groschen, genau das war seine Situation. Und von einer Gehaltserhöhung oder Anleihe konnte nicht die Rede sein. Beides war ohne Wissen Madame Ximenestres und der Kinder schon in Anspruch genommen worden, um dem neuen Laster dessen, der ihr Ernährer sein sollte, zu genügen - kurz, um die unselige Leidenschaft des Monsieur Ximenestre zu stillen: das Spiel.
Nicht etwa jenes banale Spiel, bei dem Gold über einen grünen Teppich rieselt, noch jenes, bei dem über einen anderen grünen Teppich Pferde jagen, sondern ein Spiel, das - in Frankreich noch unbekannt - unglücklicherweise in einem Café des Pariser XVII. Bezirks in Mode war, wo Monsieur Ximenestre jeden Abend am Heimweg einen roten Martini trank: das Spiel der kleinen Pfeile, das mit einem Blasrohr und Tausendfrancnoten gespielt wurde. Sämtliche Stammgäste waren vollkommen närrisch damit, bis auf einen, der aufhören mußte, weil er an Herzasthma litt. Ein Australier, den niemand in der Gegend kannte, hatte das aufregende Spiel eingeführt. Es hatte sehr bald zur Bildung einer Art von Klub geführt, der in dem rückwärtigen Saal tagte, wo der spielbegeisterte Wirt das kleine Billard geopfert hatte.
Kurz gesagt, obgleich seine ersten Versuche sehr vielversprechend gewesen waren, hatte Monsieur Ximenestre sich hier ruiniert. Was tun? Von wem sollte er noch Geld ausborgen, um die Handtasche, den Roller und den Plattenspieler zu bezahlen, die, wie er aus einigen sehr unzweideutigen Andeutungen bei Tisch wußte, von ihm erwartet wurden? Die Tage vergingen, in aller Augen begann die Vorfreude aufzuleuchten, und vom Himmel fiel munter der Schnee. Monsieur Ximenestre bekam eine gelbe Haut und hoffte krank zu werden. Vergebens.
Am Morgen des 24., als Monsieur Ximenestre das Haus verließ, folgten ihm drei Augenpaare mit beifälligem Blick, denn die tägliche Hausdurchsuchung von Madame Ximenestre hatte noch nicht zur Entdeckung der erwarteten kostbaren Pakete geführt. Er läßt sich Zeit, dachte sie mit einiger Bitterkeit, aber ohne die geringste Unruhe.
Auf der Straße wickelte sich Monsieur Ximenestre seinen Schal dreimal um den Hals, und diese Geste führte ihm, sekundenlang, einen Ausweg vor Augen, den er glücklicherweise rasch wieder von sich wies. Er ging weiter in seinem schleppenden, gutmütigen Bärentrott und landete auf einer Bank, wo der Schnee ihn schnell in einen Eisberg verwandelte. Der Gedanke an die Pfeife, die Ledermappe und die rote, völlig untragbare Krawatte, die ihn, wie er wußte, zu Hause erwarteten, machte das Maß des Jammers voll.
Ein paar beschwingte Fußgänger, blaurot vor Kälte und um jeden Finger Bindfäden von Paketen geschlungen, kurz, Familienväter, die dieses Namens würdig waren, gingen an ihm vorüber. Eine Limousine blieb zwei Schritte von Monsieur Ximenestre entfernt stehen; ein Traumwesen mit zwei kleinen Spitzen an der Leine stieg aus. Monsieur Ximenestre, sonst gewiß kein Verächter des schönen Geschlechts, betrachtete die Dame ohne das geringste Interesse. Dann irrte sein Blick über die Hunde, und ein lebhaftes Leuchten trat plötzlich in seine Augen. Er befreite sich von dem Schneeberg, der sich auf seinen Knien gesammelt hatte, und mit einem Ausruf, den der Schnee, der ihm vom Hut in Hals und Augen stürzte, halb erstickte, richtete er sich behende auf.
Zum Pfandstall, rief er aus. Der Pfandstall war ein ziemlich trostloser Ort voll trauriger oder aufgeregter Hunde, die Monsieur Ximenestre ein wenig erschreckten. Seine Wahl fiel schließlich auf ein Tier von recht undefinierbarer Rasse und Farbe, das aber, wie man sagt, gute Augen hatte. Und Monsieur Ximenestre nahm an, daß unendlich gütige Augen notwendig wären, um eine Tasche, einen Plattenspieler und einen Roller zu ersetzen. Er taufte seine Errungenschaft sofort auf den Namen Médor, befestigte sie an einem Strick und betrat die Straße.
Médors Freude verschaffte sich umgehend in einer wilden Raserei Ausdruck und übertrug sich sehr gegen seinen Willen auf Monsieur Ximenestre, den so viel tierische Lebenskraft einfach überrumpelte. Er wurde ein paar hundert Meter weit in starkem Trab mit fortgezogen (die Bezeichnung galoppieren konnte man schon seit langer Zeit nicht mehr auf Monsieur Ximenestre anwenden) und landete schließlich bei einem Passanten, der etwas über diese abscheulichen Viecher vor sich hin brummte. Wie ein Wasserskifahrer überlegte Monsieur Ximenestre, ob er nicht lieber den Strick loslassen und nach Hause gehen sollte. Aber Médor sprang bellend und begeistert an ihm hoch, sein gelbliches, schmutziges Fell war voll von Schnee, und einen Augenblick lang dachte Monsieur Ximenestre, daß ihn schon lange Zeit niemand mehr so angeblickt hatte. Sein Herz schmolz. Er senkte seine blauen Augen in die kastanienbraunen Médors, und sie erlebten einen Augenblick unaussprechlicher Süße.
Médor kam als erster wieder zu sich. Er setzte sich wieder in Bewegung, und das Rennen nahm seinen Fortgang. Monsieur Ximenestre dachte vage an den blutarmen Dackel, den er neben Médor gesehen, aber überhaupt nicht beachtet hatte, da er der Ansicht war, daß ein Hund kräftig sein müßte. Im Moment flog er buchstäblich seinem Haus entgegen. Sie machten nur eine Minute bei einem Café halt, wo Monsieur Ximenestre drei Glas Grog und Médor drei Stück Zucker zu sich nahm. Letztere waren eine Spende der mitfühlenden Wirtin: Und bei dem Wetter, das arme Vieh, nicht einmal einen kleinen Mantel hat es! Monsieur Ximenestre, am Ende seiner Kräfte, antwortete nicht.
Der Zucker wirkte belebend auf Médor, doch was an der Tür der Ximenestres läutete, war nur noch ein Gespenst. Madame Ximenestre öffnete, Médor stürzte vor und Monsieur Ximenestre, schluchzend vor Erschöpfung, fiel in die Arme seiner Frau.
Aber, was ist denn das? Wie ein Schrei quoll es aus Madame Ximenestres Brust.
Das ist Médor, sagte Monsieur Ximenestre, und in einer letzten verzweifelten Anstrengung fügte er hinzu: Frohe Weihnachten, meine Liebe!
Frohe Weihnachten? Frohe Weihnachten? kam es halb erstickt von Madame Ximenestre, was willst du damit sagen?
Wir haben doch heute den 24.? Nicht wahr? rief Monsieur Ximenestre, der in der Wärme der Geborgenheit wieder zu sich kam. Und zu Weihnachten schenke ich dir, schenke ich euch, verbesserte er sich, denn seine Kinder kamen mit weitaufgerissenen Augen aus der Küche, schenke ich euch Médor. Hier!
Und mit entschlossenem Schritt begab er sich in sein Zimmer. Doch dort sank er sogleich aufs Bett und ergriff seine Pfeife, eine Pfeife aus den Kriegsjahren 1914 - 1918 von der er zu sagen pflegte, die hat schon allerhand erlebt. Mit zitternden Händen stopfte er sie, zündete sie an, steckte seine Beine unter die Steppdecke und erwartete den Angriff.
Und kurz darauf trat auch sehr bleich - furchterregend bleich, dachte Monsieur Ximenestre bei sich - Madame Ximenestre in sein Zimmer. Monsieur Ximenestres erster Reflex war der eines Soldaten im Schützengraben: Er versuchte sich völlig unter seiner Steppdecke zu verkriechen. Es war nichts mehr von ihm zu sehen als eine seiner spärlichen Haarlocken und der Rauch seiner Pfeife. Aber das genügte dem Zorne von Madame Ximenestre:
Kannst du mir sagen, was das für ein Hund ist? Er ist eine Art flandrischer Hirtenhund, glaube ich, entgegnete schwach die Stimme von Monsieur Ximenestre.
Eine Art flandrischer Hirtenhund? Madame Ximenestres Stimme wurde noch einen Ton schriller. Und weißt du, was dein Sohn zu Weihnachten erwartet? Und deine Tochter? Ich, ich zähle nicht, das weiß ich... Aber sie! Und du bringst ihnen dieses abscheuliche Tier mit!
Médor kam gerade rechtzeitig herein. Er sprang auf Monsieur Ximenestres Bett, legte sich neben ihn und bettete sein Haupt auf dem seines Herrn. Tränen der Zärtlichkeit, die glücklicherweise unter der Steppdecke verborgen blieben, traten seinem Freund in die Augen.
Das ist zuviel, sagte Madame Ximenestre, wahrscheinlich weißt du nicht einmal, ob der Hund nicht tollwütig ist!
In welchem Falle ihr zu zweit wäret, erwiderte Monsieur Ximenestre kalt.
Diese abscheuliche Antwort bewirkte Madame Ximenestres Abgang. Médor schleckte seinen Herrn ab und schlief ein. Um Mitternacht brachen Monsieur Ximenestres Ehefrau und Kinder, ohne ihm ein Wort zu sagen, zur Mitternachtsmesse auf. Ein leichtes Unbehagen überkam ihn, und um dreiviertel eins beschloß er, Médor für fünf Minuten hinauszuführen. Er band sein dickes Halstuch um und wandte sich mit langsamen Schritten der Kirche zu; Médor schnüffelte an jeder Haustür.
Die Kirche war überfüllt, Monsieur Ximenestre versuchte die Tür aufzudrücken - vergeblich. So blieb er denn, das Halstuch bis unter die Augen hinaufgeschoben, vor dem Kirchentor im Schnee stehen, und aus dem Inneren klangen die Gesänge der guten Christen an sein Ohr. Médor zerrte derart an seinem Strick, daß sich Monsieur Ximenestre schließlich niedersetzte und den Strick an seinem Fuß befestigte. Kälte und Aufregung hatten den ohnedies nicht sehr beweglichen Geist Monsieur Ximenestres nach und nach erstarren lassen, so daß er nicht mehr wußte, was er tat. Außerdem wurde er von der Flut der ausgehungerten Gläubigen überrascht, die sich sehr überstürzt aus der Kirche ergoß. Er hatte nicht mehr die Zeit aufzustehen und den Strick zu lösen - schon hörte man eine junge Stimme ausrufen: Oh, der hübsche Hund! Oh, der arme Mann!... Warte, Jean Claude.
Und ein Hundertfrancstück fiel auf die Knie des halbbetäubten Monsieur Ximenestre. Stammelnd stand er auf, und der mit Jean Claude Bezeichnete gab ihm, gerührt, noch ein Geldstück und den Rat, angenehme Weihnachten zu verbringen. Aber, stammelte Monsieur Ximenestre, aber, ich bitte Sie . . .
Jeder weiß, wie ungeheuer ansteckend Wohltätigkeit sein kann. Alle, oder fast alle Gläubigen, die durch das rechte Kirchenschiff herauskamen, entrichteten Monsieur Ximenestre und Médor ihren Obolus. Halb betäubt und ganz mit Schnee bedeckt, versuchte Monsieur Ximenestre vergebens, sie davon abzuhalten.
Madame Ximenestre und ihre Kinder hatten die Kirche durch das linke Schiff verlassen und waren nach Hause gegangen. Bald daraufkam Monsieur Ximenestre, entschuldigte sich für seinen Scherz vom Nachmittag und gab jedem von ihnen die entsprechende Summe für sein Geschenk. Das Weihnachtsessen verlief sehr vergnügt. Dann legte sich Monsieur Ximenestre neben Médor, der mit Truthahn vollgestopft war, zu Bett, und sie schliefen beide den Schlaf der Gerechten.


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Viele die Leben verdienen den Tod , und viele die Tod sind verdienen das Leben. Kannst du es ihnen geben? Dann sei nicht so rasch mit deinem Urteil bei der Hand. Denn selbst die Weisen können nicht alle Absicht erkennen.

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Re: Valarclan (III) - Im Glanze der Zwei Bäume

Beitrag von Silmë » 22. Dezember 2011, 21:34

...und das 22. Türchen öffnet sich leise knarrend...

Viele Geschichten wurden gepostet, leckere Rezepte - daher heute mal meine absolute Lieblingsbastelarbeit zur Weihnachtszeit. Kinder ab 5 Jahren sind auch schon fleißige Helfer und haben ihren Spass daran:

http://www.youtube.com/watch?v=zVDhKiAjCyE

Heraus kommt dann sowas:
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Elfirin
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Re: Valarclan (III) - Im Glanze der Zwei Bäume

Beitrag von Elfirin » 23. Dezember 2011, 10:30

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Die Geschichte vom Weihnachtsmarkt


Am Tage vor Weihnachten war das Wetter hell und klar und der Schnee festgefroren. Da sagte die Tante zu den Kindern: Heute führe ich Euch auf den Weihnachtsmarkt, lasst Euch schnell die Mäntelchen anziehen und die Hütchen aufsetzen!
Das brauchte sie nicht zweimal zu sagen, in einem Augenblick waren die Kinder fertig und nun ging es hinaus in den frischen, klaren Morgen. Man dachte aber gar nicht an die Kälte, denn in den Straßen war ein so geschäftiges Hin - und Herrennen, ein so hastiges Treiben, als ob der schönste Frühlingstag angebrochen wäre. Und fast ein Frühlingsanblick war es auch, als die Tante nun mit den Kindern in die Straße einbog, welche zum Markte führt. Sie hielt Georg und Mathildchen an beiden Händen und so gingen sie durch zwei lange, dichte Reihen von Fichten - und Tannenbäumen aller Art, groß und klein, hell - und dunkelgrün, die sich prächtig ausnahmen auf dem weißen, funkelnden Schnee. Um die Bäume herum war ein Drängen und Schieben, dass man kaum vorbei konnte, und überall begegnete man Leuten, die ihre Bäume schon nach Hause trugen.
Aber, Tante, sagte Mathildchen, ich dachte, das Christkindchen bringt Alles, und nun holen sich doch da die Menschen ihre Christbäume selbst nach Hause.
Das ist wahr, sagte die Tante, aber Du vergisst, dass sie das Christkind alle hierher geschickt, und unsichtbar geht es jetzt mit dem Nikolaus umher und sieht und hört Alles, was hier vorgeht. Es gibt jetzt so viele Menschen auf der Welt, dass die Beiden mit dem besten Willen nicht mehr alle Geschäfte allein fertig bringen können und da müssen sie sich schon von den großen Leuten ein wenig helfen lassen. Verstehst Du das?
Ja, Tante, ganz gut, antwortete Mathildchen und befriedigt gingen sie weiter nach dem Markte, wo eine Bude neben der andern stand, angefüllt mit begehrenswerten Herrlichkeiten. Auch da ging es munter zu und namentlich vor dem Puppenladen standen ganze Reihen von Kindern, die zusahen, wie die Puppen sich an langen Fäden hin - und herschaukelten.
Georg und Mathildchen sperrten Mund und Nase auf, die Tante aber ging bald da, bald dort an eine Bude, sprach leise einige Worte und ließ dann geheimnisvoll etwas in ihre große Markttasche gleiten.
Tante, kaufe mir auch etwas, bat Mathildchen, die Puppe mit dem rosa Kleid möchte ich gerne haben, die gefällt mir!
Mir auch kaufen, eine Peitsche! rief Georg. Ihr seid klug, sagte die Tante, Ihr wollt also schon heute und morgen noch einmal beschert haben? Ja, Tante, recht gern! rief das kleine mutwillige Volk und - was wollte die gute Tante machen? Sie kaufte die Puppe und die Peitsche und als sie erstere gerade dem Mathildchen hinreichen und in die ausgestreckte Hand geben wollte, hörte sie hinter sich sagen: Ach, wenn doch die schöne Puppe mein wäre! Sie sahen sich Alle um, da stand ein Häuflein Kinder beieinander, vier oder fünf, die waren ganz blau und rot gefroren, denn sie hatten nur schlechte, dünne Kleider an und der Wind zerzauste ihre gelben, unbedeckten Haare. Das Kind, welches gesprochen, war ein wenig kleiner als Mathildchen und streckte immer noch die Hand nach der Puppe aus, obgleich die größeren es am Rocke zupften und ihm wehrten. Ach, es hätte doch gar zu gern auch einmal in seinem Leben eine schöne, neue Puppe gehabt, aber es waren arme Kinder, für die Niemand den Christbaum schmückte und die sich mit dem bloßen Ansehen und Wünschen begnügen mussten.
Möchtest Du die Puppe haben? sagte die Tante freundlich zu dem kleinen Mädchen und Mathildchen zog sie am Kleid und flüsterte: Liebste Tante, kaufe dem Kinde doch auch Eine!
Die Tante aber schüttelte den Kopf und da das kleine Mädchen nicht antwortete, sondern jetzt verschämt wegsah, fragte sie den größten Knaben, ob sie Geschwister seien, wie sie hießen und wo sie wohnten. Er gab auf Alles ordentlich Antwort, die Tante schrieb es in ihr Notizbuch, dann nickte sie den Kindern freundlich zu und ging weiter. Aber Tante - sagte Mathildchen ganz erstaunt. Komm' nur schnell, lautete die Antwort, es ist viel zu kalt, um lange still zu stehen und wir haben noch eine Menge Geschäfte. Nicht wahr, Mathildchen, die Puppe mit dem rosa Kleid gibst Du gern dem kleinen Mädchen und Georg überlässt seine Peitsche dem dicken Jungen mit der Schmutznase, der gerade so groß ist wie er? Ja, Tante, sehr gern! riefen die Kinder, aber sie sind ja nicht mehr da, wir haben sie im Gedränge verloren! Nur Geduld, sie werden sich schon wiederfinden. Da hat uns das unsichtbare Christkind einen Teil seiner Arbeit übertragen und wir müssen und eilen, dass wir unsere Sache gut machen. Ihr werdet schon sehen, wie das ist.
Nun kaufte die Tante noch allerlei hübsche Spielsachen ein, auch einige warme Kleidungsstücke, dann verschiedenes Gebackenes, Glaskugeln, Wachskerzen und zuletzt ein kleines Bäumchen, das Mathildchen zu ihrer höchsten Freude eigenhändig nach Hause tragen durfte. Das kleine Volk verging fast vor Neugierde, was es mit all' den Dingen geben sollte, die Tante sagte aber nur: Wartet bis heute Abend!
Der Abend kam und mit ihm die trauliche Erzählerstunde. Die Kinder saßen eng an die Tante gedrückt und Georg seufzte so recht aus Herzensgrund: Ach, jetzt brauchen wir nur noch einmal zu schlafen - und dann ist das liebe Christkindchen da! fuhr Mathildchen fort und klatschte dabei jubelnd in die Hände. Aber Tante, was erzählst Du uns denn heute?
Heute erzähle ich Euch eine Geschichte vom Weihnachtsmarkt, die ist noch viel schöner als die unsrige werden wird; hört mir recht aufmerksam zu.
Vor vielen, vielen Jahren, als Ihr noch lange nicht auf der Welt waret, ist der Weihnachtsmarkt schon eben so schön gewesen, als heute und alle Kinder der Stadt, die armen wie die reichen, gingen hin, sich die Herrlichkeiten zu betrachten. Das Christkind hatte schon damals die Gewohnheit, sich unbemerkt unter die Menge zu mischen; über sein weißes Kleid hatte es einen langen, dunklen Mantel gezogen und sein Blondköpfchen unter einer Kapuze versteckt. Niemand konnte es erkennen, und so hörte es, was die Leute miteinander redeten, was sie sich wünschten und vornehmlich achtete es auf die Kinder, ob sie sich bescheiden oder habgierig und unartig auf dem Weihnachtsmarkt benahmen. Gegen Abend kam es an eine Bude, in der waren die schönsten Kinderspielsachen des ganzen Marktes zu finden, und sie war ganz umdrängt von Kindern, die voll Sehnsucht und Bewunderung die wundervollen Puppen, die Kochherde, die zierlichen Porzellangeschirre, die Puppenmöbel, sowie die buntaufgezäumten Pferdchen, die Flinten, Trommeln und Trompeten betrachteten. Eines machte das Andere auf immer neue Wunder aufmerksam und Christkind freute sich an ihrer Freude und lachte fröhlich mit ihnen. auf einmal sah es ganz am Ende der Bude ein kleines Mädchen von etwa zehn Jahren stehen, das einen schweren, zappelnden Buben auf dem Arm hielt, der fortwährend in die Höhe reichte, so dass die Kleine große Mühe hatte, ihn festzuhalten. Sie musste sehr arm sein, denn sie hatte ein ganz dünnes Röckchen an und ihre Arme waren halb entblößt, aber das Haar war ordentlich gekämmt und in zwei feste Zöpfe geflochten, unter denen ein Paar dunkelblaue Augen gar gutmütig und freundlich hervorschauten. Sie lächelte bald dem Brüderchen zu, bald betrachtete sie die schönen Dinge mit einer Freude, dass man sich selber darüber freuen musste. Christkindchen ging zu dem Mädchen, legte ihm leise die Hand auf die Schulter und sagte mit seiner süßen Stimme: Liebes Kind, die Sachen da gefallen Dir wohl sehr gut; wähle Dir etwas davon aus, was Du am liebsten haben möchtest, ich will es Dir zum Weihnachtsgeschenke geben.
Das Kind ward dunkelrot vor Freude, seine Augen leuchteten und durchliefen die bunte Reihe, die vor ihm prangte. Da reichte das Brüderchen wieder jauchzend mit dem Händchen empor. Das Mädchen drückte das Kind an sich, folgte seinem verlangenden Blick und sagte dann schüchtern, indem es die Augen niederschlug: Wenn sie mir wirklich eine Freude machen wollen, so geben sie meinem Brüderchen die goldglänzende Trompete, die da oben hängt, er möchte sie gar zu gern haben.
Dem guten Christkind kamen die Tränen in die Augen, als es das hörte. Das war ein Kind nach seinem Sinn. Es gönnte dem Brüderchen lieber eine Freude, als sich selbst. Schnell nahm Christkind die Trompete herunter, reichte sie dem Brüderchen hin, das hell auflachte und ging weiter.
Da hätte doch das Christkind dem guten Mädchen auch etwas geben können! rief Mathildchen eifrig.
Sei nur ruhig und höre weiter zu, Christkind machte es noch viel besser. Da es alle Menschen kennt, so wusste es, dass das brave Schwesterchen, welches seinen Bruder so lieb hatte, Mariechen hieß, dass seine Eltern sehr arm waren und sie ganz am Ende der Stadt in einem alten, kleinen Häuschen wohnten.
Am nächsten Abend war Weihnacht. Schon flammten überall die Christbäume, jauchzten und lärmten die Kinder, in dem kleinen Häuschen aber war es dunkel und still. Wir sind zu arm, wir können das Christkind nicht bestellen, sagte die Mutter zu ihren fünf Kindern, als sie beieinander saßen und Eines derselben fragte, ob nicht das Christkind auch zu ihnen käme. Dabei weinte sie und die Kinder taten es auch. Nur der kleine Bruder war vergnügt, der schmetterte laut auf seiner Trompete und das gute Mariechen, welches das älteste der Geschwister war, einte auch nicht und sagte: Ach, wir sind doch vergnügt, wir haben einander ja so lieb. Auf einmal aber ward es lebendig vor dem kleinen Hause; es klingelte so sonderbar und leise durch die dunkle Nacht und da kam ja wahrhaftig ein Eselein einhergetrabt, neben dem ging ein dunkler Mann mit einem weißen, langen Bart und auf dem Esel saß ein wunderschöner Engel, mit weißen, glänzenden Flügeln und einem lichtblauen Gewande, das war wie der Winterhimmel mit flimmernden Sternen ganz übersät. Das konnte ja wohl Niemand anders sein, als unser liebes Christkind mit seinem getreuen Nikolaus. Der band das Eselchen an der Türe fest, Christkind stieg ab, machte leise die Türe auf und Nikolaus trug die schweren Tragkörbe, die er dem Esel abgenommen, in das Haus hinein.
In der Küche stellte sie Alles nieder, dann schellte Christkind laut und lange, dass sie drinnen in der Stube Alle in die Höhe fuhren und nach der Türe liefen, um zu sehen, was das bedeute. Dass es so kommen würde, hatte sich der Nikolaus schon vorgestellt; er stand darum vor der Stubentüre und rief, als sie aufging, mit seiner Bärenstimme hinein: Es soll Niemand heraus kommen, als das Mariechen!
Da flohen Alle vor furcht wieder zurück und nur Mariechen kam unerschrocken heraus und sagte: Da bin ich, was soll ich tun?
Komm' in die Küche! brummte der Nikolaus jetzt etwas sanfter und als sie hineinkam, da war diese ganz erfüllt von dem wunderbarsten Glanze und Mariechen sah das Christkind leibhaftig vor sich stehen. Nun erschrak es so sehr, dass es fast umgefallen wäre, Christkind aber fasste es in die Arme, küsste es auf die Stirne und sagte: Kennst Du mich noch? und als Mariechen erstaunt mit dem Kopfe schüttelte, fuhr es fort: Aber ich kenne Dich, so wie ich alle guten und braven Kinder kenne. Ich war die Frau, die Dir gestern auf dem Weihnachtsmarkt die Trompete für den Bruder gab, weil Du ihm lieber als Dir eine Freude gönntest und darum komme ich, um heute auch dir ein Vergnügen zu bereiten. Weil du so gerne gibst, sollst du jetzt Deinen lieben Geschwistern und Deiner Mutter an meiner Stelle bescheren. Ist Dir das recht?
Das gute Mariechen schluchzte laut vor Freude: O Christkind, rief es, so viel verdiene ich ja gar nicht. Weine jetzt nicht, Mariechen, sondern eile Dich, wir müssen wieder fort, sagte Christkind, gehe hinein in die Stube und schicke sie Alle in die Kammer, damit wir anfangen können.
Mariechen wusste nicht, ob es träume oder wache, aber es lief hinein in die Stube und rief zwischen Weinen und Lachen: Macht Euch schnell Alle hinein in die Kammer und guckt ja nicht durch's Schlüsselloch, es kommt etwas sehr Schönes!
Die Mutter wollte erst fragen, aber Mariechen bat sie so herzlich, mit den Geschwistern hinein zu gehen, dass sie sich fügte. Dann schloss Mariechen schnell die Türe hinter ihnen zu, lief in die Küche, dann wieder herein und holte auf Christkindchens Geheiß ein weißes Tuch aus dem Schrank, das es über den alten, schwarzen Tisch breitete. Nun fing der Nikolaus an auszupacken und seine Siebensachen in die Stube zu schleppen. Mitten auf den Tisch stellte er einen Christbaum, der war über die Maßen schön geschmückt und mit Lichtern ganz übersät. Der Baum stand in einem Moosgärtchen, in dem weideten weiße, flockige Schafe mit goldnen Halsbändern und langen, roten Beinen und ein Schäfer saß auf einem Felsen und blies auf seiner Schalmei, man hörte es aber nicht. Dann wurde um den Baum herum große Herzlebkuchen gelegt, für die Mutter und jedes der Kinder einen. Auf jedem schichtete Christkind ein Häufchen Äpfel, Nüsse und Anisgebackenes auf und legte die Päckchen daneben, die Nikolaus ihm reichte. Da war für die Mutter ein warmes Tuch, Für Gretchen ein Kleidchen und eine schöne Puppe, für Hans eine Mütze und ein Lesebuch, für Jakob ein Kittel und eine Flinte und für den kleinen Trompeter, der spaßiger Weise auch gerade Peterchen hieß, warme Schuhe und Strümpfe und ein Paar wundernette Pferdchen mit roten Zäumen.
Mariechen half auspacken und auflegen und war ganz außer sich vor Freude. Als sie fertig waren, sagte Christkind: Für Dich Mariechen, habe ich nichts, was meinst du dazu?
O, liebes Christkind, rief Mariechen und hob die gefalteten Hände in die Höhe, ich bin doch die Glücklichste von Allen; Du gibst mir das Schönste und Beste, indem ich den Andern bescheren und ihre Freude sehen darf. Recht so, meine Kleine, antwortete das Christkind und küsste Mariechen wieder auf die Stirne, Bleibe so gut und liebevoll und es wird Dir wohl gehen auf Erden und alle Menschen werden Dich lieben!
Wir müssen fort, mahnte der Nikolaus, wir sind noch lange nicht fertig.
Ich komme schon, alter Brummbär, sagte Christkind, breitete seine Flügel auseinander, lächelte Mariechen noch einmal freundlich zu und - fort waren sie. Nur ganz aus der Ferne hörte man noch Eselchens Glöcklein erklingen.
In dem engen Häuschen aber erhob sich jetzt ein Jubel und Jauchzen, wie es in keinem der reichen, stattlichen Häuser froher und herzlicher gewesen. Auf Mariechens Ruf waren sie aus der dunklen Kammer herausgestürzt, standen erst einen Augenblick wie versteinert und dann brach die helle Freude los.
Ach, was für ein schönes Kleid! - Wie, eine Flinte für mich? Ich schieße euch alle tot: Pfiff, Pfaff, Pfuff! - Ein Buch, ein Buch! Daraus lese ich Euch vor! - Zieh, Gaul, zieh! So ging es wohl eine Viertelstunde lang ohne aufzuhören, man war fast taub von dem Lärm.
Aber Mariechen, Du hast ja gar nichts, riefen auf einmal die Geschwister, nachdem sie sich an ihren Geschenken und dem strahlenden Christbaum satt gesehen. Die Mutter, die bis dahin nur durcheinander gelacht und geweint hatte, nahm ihr Mariechen in den Arm, küsste und drückte es fest an sich und sagte zu den Andern: Seht Ihr nicht, dass sie das Beste bekommen hat. Weil sie so gerne gibt, durfte sie uns geben, und das ist immer noch zehnmal seliger als nehmen. - Wie nun die Tante schwieg, denn die Geschichte war zu Ende, blieben die Kinder noch ein Weilchen sitzen, dann sagte Mathildchen:
Tante ich möchte die rosa Puppe, welche Du mir heute gekauft hast, gerne dem kleinen Mädchen bescheren, das wir heute auf dem Markt gesehen. Wenn wir nur wüssten, wie es heißt und wo es wohnt!
Und ich will die Peitsche bescheren! rief Georg. Wollt Ihr gerne? sagte die Tante; nun, das ist schön, da haben wir ja alle drei den gleichen Gedanken, und ich weiß auch, wie die Kinder heißen und wo sie wohnen. Heute Abend erlaubt Euch die Mama ein Stündchen länger aufzubleiben; da sollt Ihr mir eine ganz Weihnachtsbescherung für sie rüsten helfen!
Georg und Mathildchen klatschten vor Freude in die Hände und liefen geschäftig hin und her der Tante zu helfen. Erst wurde das Tannenbäumchen hereingebracht, welches sie auf dem Markte gekauft hatten, wurde in ein Moosgärtchen gesteckt, in dem gleichfalls rotbeinige Schafe weideten, und hernach feierlich die große Tasche herbeigeschleppt, die so viele Schätze verschlungen hatte und sie nun alle wieder herausgeben musste.
Die Kinder bekamen Nadel und Faden, damit fädelten sie die Glasperlen ein, dann wickelten sie feinen Draht um die goldnen und silbernen Nüsse und knüpften lange Seidenfäden an die Konfektstücke. Die Tante hing Alles auf, befestigte die Kerzchen an dem Baume und bald stand er fertig geschmückt vor ihnen. Dann wurden die Spielsachen und Kleidungsstücke, welche die Tante besorgt, herbeigeholt, für jedes Kind ein Päckchen davon gemacht und sein Name darauf geschrieben. Dass die rosa Puppe und die Peitsche mit dabei waren, versteht sich von selbst.
Sie waren kaum fertig, als es anklopfte und eine Frau hereintrat, die gar ärmlich, aber reinlich gekleidet war. die Tante begrüßte sie freundlich und sagte zu ihr: Liebe Frau, da haben wir, mein Mathildchen, mein Georg und ich eine kleine Christbescherung für Ihre Kinder hergerichtet. Nehmen Sie Alles mit sich, verstecken sie es daheim und morgen Abend, wenn es fünf Uhr schlägt, zünden Sie den Kinderchen den Christbaum an, da brennt er gerade zur selben Zeit mit dem unsrigen. Die Frau war überglücklich; sie drückte der Tante die Hand, küsste Georg und Mathildchen und packte dann mit deren Hilfe Alles wohl zusammen.
Nun waren aber die Kinder sehr müde, so wie die Tante auch. sie setzte sich mit ihnen noch einen Augenblick auf das Sofa und nahm jedes in einen Arm, da sagte Mathildchen, indem es sein Köpfchen an die Schulter der Tante legte: Tantchen, ich bin so vergnügt! Ich denke gar nicht mehr daran, dass morgen schon Weihnachten ist, ich meine, es habe mir schon beschert!
Ich bin auch vergnügt, mein Goldkind, antwortete die Tante, denn das gibt eine Bescherung nach meinem Sinn. Aus den großen, allgemeinen Bescherungen, wo die armen Kinder in fremden Häusern und unter den Augen von fremden Leuten in einen Saal mit einigen Christbäumen getrieben werden, wo sie sich kaum umzusehen, noch weniger sich laut zu freuen wagen, und dann, wenn sie heimkommen, ihr dunkles Stübchen noch dunkler finden, mache ich mir im Grunde nicht viel. Wenn ich ein König wäre, müsste am Weihnachtsabend in jedem Häuschen, wo Kinder sind, ein Christbaum brennen und wäre er auch nicht größer als meine Hand! die Tante sagte das eigentlich nur für sich, denn die Kinder hätten es doch nicht verstanden und schliefen auch schon halb. -
Als es aber wieder Abend ward, da brauchte die Tante nichts mehr zu erzählen, denn da war der heilige Christ selber gekommen und hatte alle Wünsche, Träume und Hoffnungen in glückselige Wirklichkeit verwandelt. Georg und Mathildchen waren außer sich vor Freude, sie wussten kaum, was sie zuerst und am meisten bewundern sollten. Mathildchen stand vor einer herrlichen Puppenküche und war bereits in voller Tätigkeit, einen Kuchen zusammen zu rühren, da rief sie plötzlich aus Ihrem Jubel heraus: Ach Tante, eben denke ich dran! Jetzt ist es auch hell bei den armen Kindern und beschert es bei ihnen. Das ist doch noch das Allerschönste! Ja, das Allerschönste! wiederholte Georg von seinem neuen Schaukelpferde aus.

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Haushälterin, Drachen- und Zwergenbotschafterin im Hobbitclan

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Re: Valarclan (III) - Im Glanze der Zwei Bäume

Beitrag von Ilumíre Flammenfeder » 24. Dezember 2011, 11:54

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Hillerström hilft dem Weihnachtsmann


Der Weihnachtsmann kommt durch den hohen Schnee gestapft, aber Lars der Elch ist noch nicht da. „Du wolltest doch erst in zwei Tagen kommen“, sagt der Schneehase, „dann ist doch erst Weihnachten!“ „Diesmal müssen wir früher los, es hat zu viel geschneit“, seufzt der Weihnachtsmann, „wir müssen einen Umweg machen, wir können nicht den Weg über den Gletscher nehmen wie sonst.“ „Aber ich weis nicht, wo Lars ist“ murmelt der Schneehase, „den kannst du nicht mitnehmen.“
„Stimmt“, sagt der Weihnachtsmann. Er stapft zu den Elchen Kalle und Dörtje. „Diesmal müssen wir früher los“, sagt er, „der Schnee…“ „Jetzt können wir noch nicht mit“, meint Kalle. „Wir müssen noch das Essen für unsere Kinder herrichten“, sagt Dörtje, „all die Zweige, Blätter und Rinden – das dauert eine Weile.“ „Stimmt“, nickt der Weihnachtsmann.

Er stapft zu dem Esel Björn. „Aber Weihnachtsmann“, schimpft Björn, „meine Beine sind für diesen hohen Schnee doch viel zu kurz, da kommen wir beide nicht weit.“ „Stimmt“, sagt der Weihnachtsmann und stapft weiter. 'Was nun?, denkt er. Wie kommen die Weihnachtsgeschenke zu den Menschenkindern? In dieser Höhle hier ruhe ich mich erst mal aus und denke nach.'

Er setzt sich auf den weichen Boden. Hat da jemand geschnarcht? Ja hab ich denn geschlafen?, fragt er sich. Der Boden, auf dem er sitzt, bewegt sich. „AAAH!“, erschrickt der Weihnachtsmann. Unter ihm gibt es einen Erdrutsch und der Weihnachtsmann wird zur Seite geschleudert. Wo hat er sich ausgeruht? Auf einem … einem großen, zotteligen Eisbären. „Wirklich – immer dasselbe!“, schimpft der Eisbär. „ Es gibt doch keinen Winter, in dem ich nicht bei meinem Winterschlaf gestört werde! Wenn es nicht eine Fuchsfamilie ist, dann sind's raschelnde Fledermäuse, wenn's nicht Fledermäuse sind, dann sind es auftauende Eiszapfen: platsch, platsch, platsch machen die Tropfen. Das nervt! Ich heisse Hillerström und du?“
„Ich bin der Weihnachtsmann.“ „Nie gehört“, murmelt Hillerström und gähnt. „Schlaf halt weiter“, sagt der Weihnachtsmann. „Nee, jetzt hab ich Hunger!“, ruft Hillerström. Er geht in eine Ecke, riecht an einem Topf, schlabbert, schmatzt, rülpst – fertig. „Willst du auch was?“, fragt er. „Nein, danke“, sagt der Weihnachtsmann schnell, „nun schlaf weiter.“ „Wenn ich das jetzt so schnell wieder könnte“, beschwert sich Hillerström. „Dann hab ich eine Idee“, sagt der Weihnachtsmann. „Jetzt lernst du das Weihnachtsfest kennen, Hillerström, es bringt allen Frieden und Liebe. Du kennst es nicht, weil du zu der Zeit immer schläfst.“ „Hmh“, sagt Hillerström. „Ich bringe den Kindern Weihnachtsgeschenke. Und weißt du was? Du bringst mich zu ihnen hin, jetzt.“ „Hmh“, macht Hillerström wieder und gähnt mit aufgerissener Schnauze.
„Wir müssen über den Berg ins Tal“, sagt der Weihnachtsmann, „du kommst wie gerufen!“
„.Hmh“, macht Hillerström wieder. Aber er lacht. Da klettert der Weihnachtsmann auf seinen Rücken, sie holen den Sack mir den Geschenken und dann geht's die Berge hinunter. „Ist das viel Schnee! Mensch, ist der Winter herrlich!“, ruft Hillerström. Der Weihnachtsmann hat Mühe sich festzuhalten. Seine Mütze weht im Wind. Sein Lachen poltert mit ihnen den Berg hinunter. Der Sack rumpelt. Der Schnee stiebt in alle Richtungen. „Huiii!“, ruft der Eisbär gut gelaunt.

Als sie endlich in das obere Tal hineinschauen können, halten sie an. „Sieht das nicht schön aus!“, sagt Hillerström. „Was sind das alles für kleine Lichter da unten?“ „Trolle haben die Lichter angezündet, damit sie uns den Weg zu den Kindern zeigen“, antwortet der Weihnachtsmann. „Ich mach ein kleines Verschnaufpäuschen“, sagt Hillerström. Der Weihnachtsmann steigt ab und – auf einmal ist Hillerström tief und fest eingeschlafen. Kein Rütteln hilft. Da steht der Weihnachtsmann mit seinem Sack voller Geschenke und neben ihm liegt ein Eisbär im Tiefschlaf. „Da bleibt mir nur eines übrig“, sagt der Weihnachtsmann, „mich auch aszuruhen.“ Er lehnt sich an Hillerström. Und blinzelt mit den Augen, Und schläft ein. Tief. Er wird erst wieder wach, als an ihm gezerrt, gezupft und gezogen wird. Vor ihm stehen Lars, Kalle und Dörtje. „Weihnachtsmann, so geht das doch nicht“, sagt Lars, die Schneeschwalbe hat uns geholt. Ohne sie wärt ihr hier eingeschneit.“ „Und die Geschenke kommen so auch nicht zu den Kindern“, meint Dörtje. „Wir tragen dich und den Sack jetzt“, schlägt Kalle vor. „Nein“, sagt der Weihnachtsmann, „das habe ich mit Hillerström angefangen und jetzt machen wir das auch zusammen weiter!“ Er kneift Hillerström ein bisschen in den Po. Lars zwickt ihn. Kalle rüttelt an ihm. Aber Hillerström schläft weiter. Da fliegt die Schneeschwalbe ganz nah an Hillerströms Kopf und flüstert ihm etwas ins Ohr. Und – Hillerström wacht auf. „Hillerström, es geht weiter“, sagt der Weihnachtsmann. Wieder saust der Weihnachtsmann auf Hillerström zu Tal. Seine Mütze weht. Sein Lachen dröhnt. Der Sack rumpelt. Der Schnee stiebt in alle Richtungen. „Huiii!““ rufen Lars, Kalle und Dörtje. Sie laufen hinterher. Schon erscheint das erste Dorf.

„Wohnen hier die Kinder?“, fragt der Eisbär neugierig. „Ja“, sagt der Weihnachtsmann und steigt ab. „Bleibt hier“, flüstert er, „ich gehe und verteile die Geschenke.“ Als er zurück kommt sieht er in die hilflosen Gesichter der Elche. Hillerström liegt mitten im Schnee und – schläft. „Schon wieder!“, seufzt der Weihnachtsmann. „Hat jemand die Schneeschwalbe gesehen?“ Da ist sie schon. Sie setzt sich auf Hillerströms Hals und flüstert ihm etwas ins Ohr. Und da wacht Hillerström wieder auf. „Schneeschwalbe, was flüsterst du Hillerström ins Ohr?“, fragt der Weihnachtsmann. „Von grünen Wiesen, wilden Bächen und großen Fischen“, sagt die Schneeschwalbe, „Kurz, ich erzähle ihm vom Sommer.“ „Ach Hillerström“, seufzt der Weihnachtsmann, „darf ich dich überhaupt von deinem Winterschlaf abhalten?“ „Ja“, sagt Hillerström, „aber ich will die Kinder sehen.“

Leise tapsen sie zu einem Haus, vorsichtig schauen sie durch ein Fenster. „Da , den dreien, die dort m Bett liegen, haben wir heute was gebracht“, flüstert der Weihnachtsmann. Hillerströms Augen strahlen.
„Alle sollen was kriegen, wir müssen weiter“, sagt er. „Aber ich will immer die Kinder sehen! Dann schlaf ich auch nicht mehr ein. – Schenken ist so schön!“ „Schenken ist das schönste Geschenk“, lächelt der Weihnachtsmann. „Und das – das ist Weihnachten.“


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Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes und ruhiges Weihnachtsfest.
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Re: Valarclan (III) - Im Glanze der Zwei Bäume

Beitrag von -Dís- Eichenschild# » 31. Dezember 2011, 18:26

Lange flog der Rabe von Eadon bis er zu den Valar kam um auch dort eine Nachricht zu hinterlassen:

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Vom 31.12.2011 bis zum 07.01.2012 wird es bei uns feine Speisen geben.
Die Zwerge zeigen euch, soweit Interesse besteht ihr Handwerk und die einzelnen Abteilungen ihres neuen Heimes, und natürlich ist auch für Musik gesorgt.
So kann also jeder kommen, der sich gerne ein paar Minuten, Stunden, oder auch Tage, zu uns gesellen mag.
Über Besuch freut sich:
Der Zwergenclan

Den schönen Geschichten die hier erzählt wurden lauschte der Rabe auch noch. Wirklich ein schöner Kalender den ihr da habt.
Zum Gruß nickt der Rabe und flog weiter.

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Re: Valarclan (III) - Im Glanze der Zwei Bäume

Beitrag von Ilumíre Flammenfeder » 31. Dezember 2011, 22:06

*reinflattert*

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danke für deinen besuch dis! *noch eine kleine stärkung mitgibt*
wir werden gerne einmal bei euch vorbeischauen. :k: :x:
komm gut heim in deine gefilde und mahal begleite dich!
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Re: Valarclan (III) - Im Glanze der Zwei Bäume

Beitrag von xxArwen1989xx# » 3. Januar 2012, 01:58

Hallo ihr Lieben!

Ich hoffe ihr seid alle gut im neuen Jahr angekommen!

Bei mir ist im Moment alles sehr aufregend. Ich ziehe mit meinem Freund zusammen,um genau zu sein MORGEN :bounce:
Ich glaube nicht, dass er weiß worauf er sich da einlässt :D

*leise durch die Bäume wandelt*

Ich hoffe ihr werdet hier auch wieder munterer. Sobald alles in der neuen Wohnung steht und die Kisten ausgepackt sind werde ich sicherlich auch wieder öfters hier sein.

@Ilu
Du hattest übrigens richtig geraten. Ich war dein Wichtel. Schön, dass dir die Sachen gefallen haben.

@Tinu
Wie waren deine Klausuren? Die hast du doch jetzt noch vor Weihnachten geschrieben.

Ich muss schon wieder weg.... fühlt euch gedrückt! :x:

Tinu von und zu Earráme#
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Re: Valarclan (III) - Im Glanze der Zwei Bäume

Beitrag von Tinu von und zu Earráme# » 5. Januar 2012, 21:19

*kommt gerade von den Zwergen wieder*
*flattert mit allen Kräften gegen den Sturm an*
*landet etwas wackelig, aber sicher*
*besser als die Bruchlandung bei den Zwergen* I)

Hallo Ihr Lieben!

Jupp, es ist Zeit wieder aufzuwachen! :bounce:
Nichts mit Winterschlaf, Ihr Lieben! Bei den Zwergen gibt's ne große Feier und bei den Hobbits wird bei Kaminfeuer und heißem Met gerätselt. Also, auf auf, lasst es uns auch gemütlich machen hier!
Im Gegensatz zum letzten Winter lädt das Wetter ja nicht gerade zu langen Spaziergängen oder Skilaufen ein.

*facht das Feuer an*
*wischelt die letzten Plätzchenkrümel vom Tisch*
*setzt frischen Tee auf*
*Holt Met aus dem Keller*
*gießt den Met in einen groooßen Kupferkessel und hängt ihn über's Feuer*
*stellt ein paar Stollen auf den Tisch, die ihr der liebe alte Koch der Zwerge zugeschoben hat*

@Weihnachten und Silvester

Na, wie war's bei Euch über die Feiertage? Bei mir stressig... und zwischendurch hatte ich auch noch eine fiese Erkältung.
Aber zu Silvester war ich schon wieder in Zürich. Die haben hier ein richtig großes und schönes Feuerwerk veranstaltet. Direkt am See. Und irgendwie hatte ich den Eindruck, dass die Schweizer gesitteter böllern als die Deutschen - zumindest hat niemand mit Raketen oder Böllern nach anderen Leuten geworfen. Und die einzigen, die ein bisschen herumgegrölt haben, waren Deutsche. I) I)


@Arwen

:x:
Na dann mal viel Glück und Freude mit Deinem Freund! Das ist ja mal ein Grund zum Feiern! Super!

Tja, meine Klausuren sind leider noch nicht ganz vorbei, deswegen musste ich ja nach Weihnachten auch noch mal zurück in die Schweiz. Du hattest schon Recht, vor Weihnachten war schon eine Klausurenwoche. Die ist auch super gelaufen. :D Aber jetzt im Januar sind auch noch zwei Klausuren und außerdem sämtliche Abgabefristen für Hausarbeiten. :(
Und die beiden Klausuren, die noch ausstehen, sind auch noch mit Abstand die Schwierigsten - das sind die in Computerlinguistik. Ihr wisst, die Freaks :( , von denen ich erzählt hatte...
In dem einen Fach in Computerlinguistik habe ich ne 6 als Vornote (nicht schockiert sein - das ist hier in der Schweiz die beste Note ;) ). Aber wie es aussieht, bin ich in dem anderen Fach um einen halben Punkt durchgerasselt. Ich darf zwar beide Klausuren mitschreiben, aber in der Klausur für das letztere Fach muss ich jetzt mindestens eine 4,5 schreiben (entspricht in Dtl. einer 2,5), um zusammen mit meiner Vornote ein bestanden zu erreichen. :roll:


@Der kleine Hobbit

Naaa? Schon den Trailer gesehen? Der ist ja soooooooo cool! :rotate:
In den anderen Clans wird gerade debattiert, ob man nicht gemeinsam in den Film gehen könnte. Es wird sogar von einem Kino allein für EW-ler geträumt. :mrgreen: Cool, oder?

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Re: Valarclan (III) - Im Glanze der Zwei Bäume

Beitrag von Shatala » 8. Januar 2012, 02:19

Hallo werte Valar... habe leider nur kurz Zeit, aber ich möchte euch informieren, dass endlich Eure Clanvorstellung im Übersichtstread eingefügt werden konnte und das ist von Gollumfallen übernommen worden, die ich gestern anschrieb, weil ich seit Monaten auf Dschimleys Antwort wartete und Boro auch nicht an den Tread mehr rankann, da gesperrt.

Hoffe es ist soweit OK, liebe Silme. Bitte um Nachricht an Gollumfallen, wenn noch etwas geändert werden soll.

Alles Liebe zum Neuen Jahr und zum nächsten Film *hups im Dreieck* :bounce:
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Re: Valarclan (III) - Im Glanze der Zwei Bäume

Beitrag von Ilumíre Flammenfeder » 13. Januar 2012, 23:01

*reinflattert und erst mal ein feuer im kamin anfacht*

hallo meine lieben!

@wetter
meine güte ist das ein kalter wind. ich war mit dem hund draußen und es windet eisig über die felder.


@weihnachten und silvester
es war schön und geruhsam. heiligabend mit den kindern zusammen gesessen und nach der bescherung
einfach die ruhe genossen. :look:
am 1. feiertag waren wir eingeladen und mein mann konnte nicht mit, da er leider eine erkältung hatte.
am 2. feiertag musste ich arbeiten.
silvester war auch ruhig daheim mit dem traditionellen dinner for one. ohne das geht nichts. :))
dingo war allerdings sehr nervös und nicht so begeistert von der knallerei, während quentin sich nicht zuckte. es war ihm vollkommen egal so ruhig wie er schien. nicht mal versteckt hat er sich.

@bibi
natürlich habe ich mich sehr gefreut. ich finde gar keine worte. die tasse mit meinem namen ist
einfach eine tolle idee und ich liebe sie einfach. :rotate:
quentin freute sich auch sehr über die knabberstangen.
umzug nun alles geschafft? steht das haus noch? :))

@zwerge
ich habe sie auch besucht und auch ein paar gastgeschenke dort gelassen. ich denke sie können sicher etwas wundervolles mit erschaffen. :look: und eine wunderschöne heimstatt haben sie. :rotate:

@shatala
ich hatte die clanbeschreibung schon vor einer weile an boro geschickt, da wir sie im clan so besprochen
und ausgearbeitet hatten. boro schrieb mir auch, dass sie nicht reinkommt. finde es toll von gollum es eingestellt zu haben und ich denke nicht dass wir etwas ändern werden. waren ja alle mit einverstanden. :-)
und bei uns gibt es kein oberhaupt mehr.

@hobbit
ich hab mir noch nix angesehn. will mich noch nicht drauf einlassen, ehe ich weis ich kann dann auch ins kino. I)
aber in so einen ewler-kino-traum würde ich auch mitträumen. :rotate:
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xxArwen1989xx#
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Re: Valarclan (III) - Im Glanze der Zwei Bäume

Beitrag von xxArwen1989xx# » 24. Januar 2012, 19:20

*reinschwirr*

Hallo ihr Lieben!

*umschaut*

Hier ist es ja wieder reichlich still geworden :? Aber naja, das zeigt ja eigentlich nur, dass wir alle ein ausgefülltes Real Life haben, was?

Ich für meinen Teil bin gut in meiner neuen Wohnung angekommen. Mittlerweile ist auch alles gestrichen und eingeräumt. Bald kommt noch die neue Küche und dann kann ich endlich ganz nach Belieben meiner Backleidenschaft nachgehen. Ich kann es kaum erwarten! :bounce:
Mit meinem Freund gibt es momentan noch ein paar kleinere Reibereien, weil wir beide eine unterschiedliche Auffassung der Begriffe sauber und ordentlich haben und ich glaube er findet mich leicht pedantisch, aber damit muss ich wohl leben^^

@Ilu
Die Idee mit der Tasse kam mir eigentlich erst nach der Teerose... weil Teerosen bringen ja nichts, wenn man keine Glastassen hat. Und nicht jeder Teetrinker mag Glastassen. Ich selber ziehe Porzellan bei normalem Tee auch vor. Deshalb die Glastasse - damit man das Blümchen auch gut sehen kann. Hast du es mittlerweile ausprobiert? Ich bin ja ein ganz großer Fan von Teerosen :) Ich find die so faszinierend!

@Tinu
Sind die Coputerlinguistikklausuren schon vorbei oder bist du immernoch fleißig am lernen? Bei mir fängt das ganze Spektakel jetzt erst an :/

@alle anderen
in welchen Löchern habt ihr euch verkrochen??

*noch einmal schnell am warmen Feuer wärmt und wieder hinaus in die kalte böse Welt schwirrt*

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Tara-Racheengel#
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Re: Valarclan (III) - Im Glanze der Zwei Bäume

Beitrag von Tara-Racheengel# » 26. Januar 2012, 14:53

*aus ihrem Nest rausgekrochen kommt*

Guten Morgen *gähn*streck*

Winterschlaf ? Gerne ! Wo ?
Ich bin momentan sehr gut von der Arbeit eingespannt. Seit 1.1. bin ich stv. Leitung einer Station, zudem bin ich 5 Stockwerke aufgestiegen. Das heißt lernen, viel lernen. Lernen über Chirurgie, über Führungskraftdasein, über den ganz normalen Wahnsinn des Alltags. :look:
Bisher machts Spaß !
Zu Hause les ich momentan nur noch Fachlektüre ... begeister mich jetzt nicht so, muss ich sagen.

Ich wünsche allen hier noch ein schönes und glückliches neues Jahr
*hust* ...
ich vergess das irgendwie ganz gern.
Wir waren im Winterurlaub - fast ohne Winter ... zur Silvesterzeit. Es war ein echt schönes Silvester - kleine Feier; wir waren nur zu viert, weil 3 Leute abgesprungen sind. Unsere Ferienwohnung war mitten am Lipno Stausee - riesig !
Und über Silvester gab es sogar viel Schnee!
Die Tschechien brauch viel Raketengedöns, ich fühl mich in Deutschland immer als eine der letzten die wieder ins Haus gehen, aber da war nach 2 Stunden noch nicht richtig Schluß. Und eigentlich wurde den ganzen Abend schon geböllert und Raketen abgeschoßen, so das wir schon die Vermutung hatten um 24°° ist Schlafenszeit - da gibts dann nichts mehr I)

@ Tinu, wie sind die Pralinen zur Weihnachtszeit geworden ?
Meine Rumkugeln (ich glaube ich hatte das Rezept in den Kalender gepackt) fand ich am besten :look:
Und zu Ostern nenn ich sie einfach Rumeier I)

@ arwen
Ihr wohnt noch nicht mal richtig zusammen und habt schon Probleme mit der Ordnung ? :look:
Bei uns teilt sich das ganz gut auf, ich brauch saubere Umgebung und er hat nen Ordnungswahn ;)

@ Hobbittrailer - soooooo schöööööööön! *träum*
Ein EWler Kino - wär echt cool ! Aber für nen Film durch halb Deutschland zu reisen ... ich glaube nicht das das viele machen würden.
Bei unserer kleinen Stammtischtruppe gehts ja schon darum ob in original oder auf deutsch . Ich vermute wir gehen alle zusammen ins Kino - und dann trennen wir uns I)

Ich muss nochmal sagen das ich unseren Adventskalender sehr schön fand und es einfach super mit der Beteiligung daran geklappt hat !!! :x:

Wie schon befürchtet wird es hier langsam wieder ruhiger;
ich seh das als nicht so schlimm an, wenn wir mal weniger Zeit haben, müssen wir nicht drei Seiten nachlesen :look:

Machts gut !
Wünsche euch schon mal n schönes Wochenende, meins beginnt heute und hört am Sa. auf ...
*alle lieb umärmelt* :k: :x:

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Re: Valarclan (III) - Im Glanze der Zwei Bäume

Beitrag von Ilumíre Flammenfeder » 21. Februar 2012, 22:01

*reinflattert*

hallo meine lieben!

:k: :x:

meine güte wie die zeit im moment rennt. man steht auf, geht arbeiten, es ist we und schon wieder geht alles von vorne los. :shock:
aber wenigstens geht so der winter rum. :look: :))

@bibi
schon richtig eingelebt mittlerweile? is ja nun schon ein wenig zeit vergangen. küche schon eingeweiht?
ich hab mich noch nicht an die teerose getraut, weil ich noch nie eine hatte. I) ist die nur einmal verwendbar (sry für die dumme frage)? aber ich freu mich schon sie an einem schönen abend aufblühen zu sehn. :rotate:
ich finde die tasse superschön. normal nehm ich auch meine porzellan-humpen aber manche tees trinken sich iwie schöner aus meinem neuen schmuckstück! :look:
vielen dank noch mal! :k: :x:


@kalender
ich fand ihn auch wunderschön gelungen und les immer noch zwischendrin nach. I)

@hobbit
ich bin schon so gespannt. und mal sehn ob wir das mit dem stammtisch auch so wie geplant schaffen :look:

@ews
ich bin so unglücklich das das ews dieses jahr ausfällt. hab so ein tolles kleid genäht und hoffe sehr es nächstes jahr am ews tragen zu können. eingeweiht wird es nun am m-ews bei yani. dann wenn wir zur buchmesse gehn. dort rennen jede menge cosplayer rum und wir ewsler fallen da gar nicht auf. I)
die kinder haben auch neue kleider bekommen und werden sie im august bei eadon tragen wenn wir aufs cave gladium gehn. :rotate:

sonst hab ich die woche urlaub und war heute mit den mädels in der eishalle. war sehr schön bis auf manche rowdies die keine rücksicht nehmen. eine frau wurde umgerempelt und bekam wohl nen ellbogen in die bws. und ein junge fiel deswegen und hat sich evtl den arm gebrochen. :roll:

werde mich nun bei einer schönen tasse tee hinsetzen und noch ein paar perlen und stickereien auf meinen phönix platzieren. ;)

*sich gemütlich mit allem ans feuer setzt*
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Re: Valarclan (III) - Im Glanze der Zwei Bäume

Beitrag von Ilumíre Flammenfeder » 7. April 2012, 18:57

*reinflatter, den staub wegpust und saubermacht*

hust! meine güte liegt hier noch ein winterstaub rum! HATSCHIIIIIIIIIIIIIIII!!!!!!!!!!!

*frische luft reinlässt und blumen hinstell*

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*ein körbchen auspackt und eier versteckt*

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ich hoffe nur es regnet nicht noch weiter, bei uns war es heute so nasskalt und eklig dass man meinen könnte es sei herbst. am dienstag is mein urlaub um und ich darf wieder arbeiten. dann wird das wetter wieder schön... *seufzt*
nunja. was macht ihr schönes zu ostern?
meine kinder freun sich aufs suchen. leider fällt es ja ins wasser und ich muss alles in der wohnung verstecken. aber ich denke sie freuen sich trotz allem. :look:
sonst werden wir gemütlich zu hause bleiben wenn das wetter so bleibt und schöne filme schaun.

gestern haben wir den akazienhof angesehn da meine kinder evtl dort reiterferien machen wollen.
sie waren ja schon 2x auf reiterferien, aber auf der seufertranch. das hat ihnen sehr gut gefallen und auch viel spaß gemacht. mein mann hat nun mal einen reiterhof mit islandponies gefunden und das ist dieser akazienhof. das sind echt niedliche pferde die fast ein wenig plüschig aussehn... :))
meine kids waren hin und weg. mal sehn was sie machen. müssen ja nicht immer beim gleichen hof ferien machen.

*sich einen tee macht und ans fenster setzt*
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Re: Valarclan (III) - Im Glanze der Zwei Bäume

Beitrag von xxArwen1989xx# » 11. April 2012, 12:44

*hereinhuscht*

Oh, die Blumen hier sind ja wunderhübsch! Danke Ilu, dass du den Winter ausgetrieben hast, wurde ja auch mal Zeit. In meiner Wohnung gibt es im Moment auch immer frische Blumen, gerade wenn das Wetter nicht so mitspielt heitern die bunten Pflänzchen doch immer wieder auf.

Hatten deine Kinder Spaß beim Eiersuchen? Sowas gibt es bei uns leider schon lange nichtmehr, aber wahrscheinlich bin ich dafür auch einfach zu alt I)

Als Kind und auch als Teenager habe ich auch jedes Jahr Urlaub auf Reiterhöfen gemacht. Mit Sommerurlaub am Strand konnte man mich da nicht so ködern, reiten war viiieeel besser. Auf Islandponies bin ich leider noch nie geritten, aber ich finde Tölten sieht sehr klasse aus, soll aber angeblich auch schwierig sein. Ich wünsche deinen Kindern jedenfalls viel Spaß dort1

Ich hoffe ihr hattet alle ein schönes Osterfest!

Viele liebe Grüße,
Bibi

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Re: Valarclan (III) - Im Glanze der Zwei Bäume

Beitrag von Melilot Beutlin » 14. April 2012, 13:44

Liebe Ilu

Herzlichen Glückwunsch zum Burzeltag und für das Neue Lebensjahr Alles Liebe und Gute wünsche ich dir.

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