Schreiberlinge im Wäldchen

Der Platz für eure selbstgeschriebenen Geschichten/Gedichte, selbstgefertigten Gewandungen/Cosplays, Basteleien, Malereien und sonstige Eigenkreationen.
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FrauGaladriel_
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Schreiberlinge im Wäldchen

Beitrag von FrauGaladriel_ » 30. Mai 2016, 19:44

Ich dachte mir, ich mache mal ein Thema für alle auf, die gerne schreiben.
Ich würde mich freuen, wenn ihr auch mal kleine Geschichten von euch reinstellt oder euch mit mir über das Hobby schreiben austauscht.
Ich hoffe, dass es in diesem Thema viel Leben geben wird und viele Schreiberlinge sich hier einfinden werden.

Hier mal der Anfang einer Geschichte, die ich gerade schreibe.
Ich schreibe am liebsten Krimis, Mystery und Horror und auch Science Fiction, und mich würde echt mal interessieren, was ihr so am liebsten schreibt.

4. Februar 2016

Bis vor zwei Tagen habe ich ein völlig normales Leben geführt, ein Leben das aus 8 Stunden Arbeit am Tag, abendlichen, vor dem Fernseher verzehrten Fertiggerichten und Wochenenden, an denen ich mit meinen Freunden etwas unternahm, bestand.
Das alles erscheint mir jetzt so fern, fast so, als ob es in einem anderen Zeitalter geschehen wäre. Heute ist Samstagabend und meine Welt ist jetzt eine ganz andere als noch am Donnerstag. Sonst bin ich Samstags immer mit meinen Freunden in der Disco oder im Kino, aber heute ist mir überhaupt nicht nach Ausgehen und Spaß haben, und deswegen habe ich schon am Nachmittag mein Smartphone ausgeschaltet und den Stecker aus dem Telefon gestöpselt. Ich brauche jetzt viel Zeit, denn ich muss in Ruhe über all das nachdenken, was ich in den letzten Tagen erlebt habe. Ich stehe noch immer völlig neben mir und frage mich ob ich mir das alles vielleicht nur einbilde und dabei bin, den Verstand zu verlieren.
Draußen ist es längst dunkel und im Fernsehen läuft Dr. Who, eine Serie, von der ich sonst gar nicht genug bekommen kann. Doch heute rauscht die Handlung nur so an mir vorbei und ich kann jetzt schon nicht mehr sagen, was in der letzten Folge, die vor einer Stunde lief, geschehen ist.
In der jetzigen Folge sind Claire und der Doctor in einer unheimlichen Stadt, so etwas wie die Winkelgasse in Harry Potter, eine Straße, die für normale Menschen nicht sichtbar ist. Mir laufen eisig kalte Schauder über den Rücken bei dieser Episode...eine Straße die normale Menschen nicht sehen können...das kommt dem was ich in den letzten zwei Tagen beobachtet habe schon sehr nahe.
Gegenüber des Hauses in dem ich seit über 13 Jahren wohne, stand ein alter Schuppen, in einer Lücke zwischen zwei großen Mietshäusern, er wirkte immer wie ein vergessenes Relikt aus einer Zeit, als dieser Stadtteil noch bäuerlich geprägt gewesen war. Noch vor dem Krieg stand hier kein einziges Haus und es erstreckten sich Ackerflächen soweit das Auge reichte, und dieser Schuppen stammte ganz offensichtlich noch aus dieser Zeit, wie die sich in den verwitterten Steinmauern befindenden Einschusslöcher, die vermutlich noch aus noch dem Krieg stammen, belegen. Es war einfach nur ein alter Schuppen, ein Überbleibsel aus einer bäuerlich geprägten Zeit, das ich nie sonderlich beachtet habe. In dem mit Schiefersteinen gedeckten Dach befanden sich bereits mehrere große und kleine Löcher, durch die manchmal Vögel hineinflogen.
Solange ich hier wohne hat niemand jemals Ausbesserungsarbeiten an dem Schuppen vorgenommen, und vermutlich tat das schon vorher niemand. Er verfiel immer mehr, und die anderen Bewohner der Straße schenkten ihm wohl genauso wenig Beachtung wie ich das tat.

Vor zwei Tagen, während ich auf der Arbeit war, wurde der Schuppen abgerissen, was wohl schon längst überfällig geworden war. Laut Vermieter soll diese Lücke mit Fahrradgaragen gefüllt werden, das habe ich wenige Tage vorher per Post erfahren und es hat mich nicht sonderlich interessiert, da ich kein Fahrrad habe.
An diesem Donnerstagabend hatte ich, müde von der Arbeit, eine Pizza bestellt und dann Frauentausch angeschaut, eine zugegebenermaßen nicht sonderlich anspruchsvolle Fernsehsendung in der zwei Frauen für mehrere Tage die Familien tauschen. Meist geht es dabei recht derb zu, und an diesem Abend tauschte die stark übergewichtige Cindy aus Berlin mit dem Ordnungsfimmel mit der schlanken, aber schlampigen Berit aus Köln. Das ist das Konzept dieser Sendung, man wählt Frauen aus, die sich so stark von einander unterscheiden, dass man sicher sein kann, dass es zu derben Konflikten kommt. Am Ende der Sendung trafen Berit und Cindy sich in einem Lokal das auf halber Strecke lag und zofften sich dort ganz derbe, während ich mir das letzte Stück meiner Pizza Crazy Dog in den Mund schob.
Die Fensterläden hatte ich längst heruntergelassen, nachdem es dunkel geworden war, und nun sah ich ein Blitzen hinter dem Fenster, ein Blitzen wie man es bei Gewittern häufig sehen kann.
Allerdings war mir auch bewusst, dass es in einer kalten Februarnacht keine Gewitter gibt. Kurz darauf blitzte es noch einmal, und dann erneut, ohne dass man das für Gewitter typische laute Donnergrollen hörte. Ich fand das sehr merkwürdig und öffnete einen der Fensterläden um mir das genauer anzuschauen. Was ich dann sah, ließ mir regelrecht das Blut in den Adern gefrieren. Der orangefarbene Schein der Straßenlampen(seitdem die Stadt Energiesparlampen verwendet, wirkt das Licht immer orange, während es vorher eher leuchtend gelb war), spiegelte sich an den maroeden Steinwänden des alten Schuppens wieder. Jener Schuppen, der heute abgegrissen worden war, dessen Schutt man bereits mit LKWs fortgefahren hatte, so dass nur eine flache, ebene Erdfläche zurückblieb, war plötzlich wieder da, und im Schein der orangefarbenen Straßenlampen wirkte er irgendwie surreal, wenn nicht gar gespenstisch. Wie eine Szene aus einem Horrorfilm in dem gleich Freddy Krüger um die Ecke kommt.
Ich rieb mir die Augen, weil ich nicht glauben konnte was ich da sah. Doch als ich die Augen wieder öffnete, war der Schuppen immer noch da, und er sah genauso aus wie er vor dem Abriss am heutigen Tag ausgesehen hatte. Mit einem einzigen Unterschied: Durch die an mehreren Stellen wurmstichigen Läden des einzigen Schuppenfensters schimmerte ein helles Licht, von einer Leuchtkraft wie ich es noch nie gesehen hatte. Und in all den Jahren in denen ich hier wohnte, hatte ich noch nie Licht hinter den Fensterläden gesehen.
Mein Magen rebellierte ganz gewaltig, und ich hatte das Gefühl, als ob mir meine mit Hot Dog Würstchen, Röstzwiebeln und Gurken belegte Pizza jeden Moment wieder hochkommen könnte.
Panisch entfernte ich mich vom Fenster und ließ den Fensterladen wieder herunter, weil ich nicht wollte, dass wer oder was auch immer sich dort in diesem Schuppen, der eigentlich gar nicht mehr dort stehen dürfte, befand. Was auch immer es sein mochte, ich hatte das Gefühl, dass ich dieses Geheimnis lieber nicht ergründen wollte, da es mich womöglich sonst in den Wahnsinn treiben würde.
Frauentausch war zu Ende und nun lief gerade eine Dokumentation über Drogensüchtige, die unter Halluszinationen leiden. Ich nehme keine Drogen...aber könnte es nicht sein, dass mir auf der Arbeit in der Kantine jemand etwas in mein Getränk gemischt hat, als ich kurz auf die Toilette ging? Nicht alle Kollegen und Kolleginnen sind mir wohlgesonnen und in unserem Unternehmen herrscht ein massiver Konkurrenzkampf unter den Mitarbeitern. Da wäre manch einem sicherlich jedes Mittel recht um einen Widersacher auszuknocken. Und morgen früh muss ich eine Präsentation abhalten, von der für mich sehr viel abhängt, wenn das gut läuft, könnte für mich auch eine Beförderung drin sein, eine Beförderung, auf die auch meine Erzfeindin Meike Sander aus ist.
Ja, so muss es sein, dieses Miststück Meike, das in der Kantine gleich am Nebentisch saß, muss mir wohl etwas in meine Cola gemischt haben, irgendeine Droge, als ich auf dem Klo war.
Und diese Droge löst bei mir Halluszinationen aus, so dass ich Schuppen sehe die gar nicht da sind. Schade, dass ich nicht beweisen kann was Meike getan hat, sonst wäre sie nämlich erledigt. Aber ich werde mich an ihr rächen, das habe ich mir fest vorgenommen.
Bis morgen früh wird die Wirkung der Droge, was auch immer es auch gewesen sein mag, bestimmt nachgelassen haben, und dann wird auch der Schuppen verschwunden sein.

Ich zappte mich ein wenig durch die Kanäle, um mich abzulenken. Nachdem ich mir eine Doku über Kelten, dann noch eine über die Machtergreifung der Nazis und noch die Hälfte eines Filmes, in dem eine Prinzessin sich in ihren Leibwächter verliebt hat, angeschaut hatte, war es bereits 1 Uhr und ich beschließe ins Bett zu gehen, obwohl ich kein bisschen müde war (ob das wohl an der Droge lag, dass ich so aufgedreht war?) da für mich um sechs Uhr am Morgen die Nacht wieder vorbei sein würde.
Doch nachdem ich mich drei Stunden lang unruhig hin und hergewälzt hatte ohne Schlaf zu finden stand ich wieder auf und schaute noch zwei Stunden fern, bis es Zeit war, mich zur Arbeit fertigzumachen. Verdammt, wie sollte ich nach dieser schrecklichen Nacht nur die Präsentation gut hinbekommen? Ich hatte mich zwar seit Wochen darauf vorbereitet, doch nach dieser schlaflosen Nacht würde ich das sicherlich nicht so gut hinbekommen wie ich es eigentlich geplant hatte.
Ich war hundemüde und nervlich am Ende.

Schritte auf der Straße...bestimmt der Rentner, der immer frühmorgens die Zeitungen austrägt. Und es fuhren auch bereits erste Autos durch die Straße, entweder Menschen die von der Nachtschicht zurückkehrten oder solche, die noch früher in ihren Arbeitstag starten mussten als ich.
Meine Hände zitterten vor Anspannung als ich zum Fenster ging und die Fensterläden hochzog. Ob die Drogen wohl jetzt nachgelassen hatten und meine schaurige Halluszination mit dem Schuppen vorüber war?
Ich atmete erleichtert auf, als ich sah, dass der Schuppen fort war....logisch, es war nur eine Halluszination gewesen, er war nie dagewesen. Erleichtert ging ich duschen, frühstücken und zur Arbeit, wo ich trotz des wenigen Schlafes meine Präsentation gut und überzeugend hinbekam und vom Chef sogar ein ob für meine gute Arbeit einheimste. An diesem Mittag setzte ich mich in der Kantine mehrere Tische von meiner Kontrahentin entfernt hin und ließ mein Getränk nicht unbeaufsichtigt.
Als ich nach einem langen Arbeitstag nach Hause kam, war ich hundemüde und ging davon aus, dass ich in dieser Nacht schlafen würde wie ein Baby. Hätte ich an jenem Abend, als ich mir gut gelaunt und von Erleichterung erfüllt, chinesisches Essen bestellte, schon erahnen könnten, was mich in der folgenden Nacht erwartete, wäre ich wahrscheinlich völlig durchgedreht.


So, das war mal der Anfang meiner neuen Geschichte an der ich gerade arbeite.
Bin gespannt, ob es außer mir noch weitere Schreiberlinge im Wäldchen gibt, würde mich echt freuen, und ich würde auch gerne mal was von euch lesen.
Bin nämlich nicht nur Schreiberling sondern auch begeisterte Leseratte :)

Winterpercht
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Re: Schreiberlinge im Wäldchen

Beitrag von Winterpercht » 30. Mai 2016, 20:33

Ich schreibe keinen langen Texte, aber ich verbreche den Großteil der Texte der Metal-Band Schattenvald. Uns gehts dabei um ein wenig Historie gemischt mit ein wenig fränkischer Sagenwelt. Das ganze ganz unterschiedlich in Sachen Reimschemata, manchmal sehr locker, manchmal sehr streng, wie es halt gerade vom Krach her passt, der dazu läuft.

Folgender Text stellt Bezüge zum 30-jährigen Krieg her (sollte es zumindest):

Der Winterkönig

Horch her, horch her, kannst du es hör'n,
Donner grollt im Hochgebirg' und legt sich peitschend ins Geäste
Der Winter feiert Leichenfeste, weiß und kalt und niemals ruhend.

Gleich eines Königs wohlgeboren, schwirrt in Klarheit Flockenwinde
Auf krumme Leiber, blutig schwarz,
zerfetzt vom Kriege, blass verloren.

Was bleibt von eurem groben Fechten,
stürmend wird er euch bedecken, Starrer Tod auf kahlem Berge,
lachend lüstern eisig knackend
sein Antlitz grimmig zu euch recken.

Die Mächte eures stillen Heeres, zerschmettert zwischen ihresgleichen,
am Ende bleibt auf ewig nur, das Vergessen ihrer Taten,
doch glimmt ein Wand'rer auf dem Pfade,
Lichterglanz und trauten Schein, sprechen bitter eure Leichen
allein von Winterkönigs Totengnade.


(20.03.2009 Für Schattenvald)


Das nächste ist ein wenig apokalyptischer und spaciger. Da sind zwischendrin im eigentlichen Text noch Zitate eingefügt, unter anderem von Oppenheimer, die habe ich hier einfach mal rausgelassen, der Sinn wird auch so klar.

Ulysses letzte Fahrt

Schwarz glänzend in der Sonne fährt das Schiff in edler Pracht
Es strahlt voll Wehmut alter Geister, beißend in der e'wgen Nacht
An Bord verwesen Hades' Kinder, Geschwüre gleich im trauten Schein
Entfacht in Fässern schwebt die Ladung, ein Knarren schmerzt in Mark und Bein

Seit Pluton brennt das grelle Licht, gen Uran' wird die Reise gehen
Das Triebwerk ist schon längst zerstört, das Schiff will noch die Erde sehen
Um zu vernichten, was geschaffen, allein durch Menschen Teufelshand
Keiner wird es je bemerken, getilgt vom Sternenhimmelsband

Brenne Feuer, brenne heiß, kein Wort umgibt den Zedernbaum
Im nuklearen Sternenwind, Ogygia birst im Weltenraum

Tartaros, erhebe dich!

Brenne Flamme, brenne hell, die Trümmer jagen durch das All
Im nuklearen Sternenwind, des Menschen letzter Sündenfall

Brenne Mensch, brenne aus, Antares' zeugt von deiner Schand
Im nuklearen Sternenwind, glimmt Helios letztes Flammenband



Das nächste ist dann eine Vertextung einer fränkischen Sage, das ist weit weniger ernst, haha:

Der kopflose Ritter

Weit vorm Woldstaa drunt in Zell stieg a Reiter aus der Höll
Sein Schädel unterm Orm hot trong, der wurd ihm grausig runtergschlong.
Wall er a Mägdla hat verführt - zu seiner Lebtog, des is gwieß! -
Der Voder hot na aufgespürt, den Lüstling vo der Tochter stieß!
Mit seiner Hacken hot er ihm den Schädel von der Schulter triem,
Doch lang lag d'Ritter net darnieder, mit ruda Aang kehrte er wieder.
Den Nüschel unterm Orm hat gnumma is er mitm Gaul gschwind noch entkumma.
Wall er vom Deifl ward verführt - zu seiner Lebtog, des is gwieß! -
Des ew'ge Lehm ihn hat grührt, an Pakt mit Blut er machen ließ,
Und mit dem Messer hot er ihn auf Ziegenhaut brav unterschriem.
So ist der Lump zur Mitternacht bei Lichtmess aus seim Schlaf erwacht,
Und weiterzong ist d'wilda Jagd, der Ritter sucht a neia Magd.
Wall ihn der Drang nach Mord hat grührt - nach seiner Lebtog, des ist gwieß! -
Am Woldstaa hot ers aufgespürt, a einsams Madla an sich riss.
Die hot sich gwehrt, des könnt ihr glahm, gschleidert hot ers gechern Baam.
So, seids eich gwieß, ihr junga Mägd, wenns eich Nachts zum Berg verschlägt,
An Lichtmess und zur Mitternacht, gehts net allah, gebts auf eich acht!
Der Reiter wart scho, passts fei auf! Der zerrt eich auf sein Hengst mit nauf,
Und schlaafd eich in die Felsen nei, do hilft ka Zetern und ka Gschrei!


Naja, nix weltbewegendes, aber passt ganz gut zur derben Musik :twisted: ;D

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Re: Schreiberlinge im Wäldchen

Beitrag von FrauGaladriel_ » 30. Mai 2016, 20:41

@Winterpercht

Wow, deine Gedichte gefallen mir echt gut, du hast wirklich Talent.
Besonders gut gefallen hat mir dein Gedicht "Der Winterkönig", das Gedicht jagt einem kalte Schauder über den Rücken und kritisiert den Krieg auf eine sehr poetische Art und Weise.
Das Gedicht ist auch so geschrieben, als ob es aus der Zeit des Dreißigjährigen Kriegs stammen würde, das hast du sehr gut hinbekommen.
Das zweite Gedicht gefällt mir auch sehr gut, das hat etwas Schauriges, da laufen einem beim Lesen auch kalte Schauder über den Rücken, das zweite Gedicht hat irgendwie was von Apokalypse.
DAs dritte Gedicht finde ich auch sehr gut, ist das frankische Mundart in dem Gedicht?
Sehr schön auf jeden Fall, danke fürs Reinstellen. Ich habe ja eine Vorliebe für Schauriges und Poetisches da waren deine Gediche für mich genau das Richtige :)

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Re: Schreiberlinge im Wäldchen

Beitrag von Elfirin » 31. Mai 2016, 16:29

Also ich schreibe auch. Nicht nur RPG, wie viele ja sicher mitbekommen haben, sondern auch FanFiction. Aber ich glaube ich bin nicht so besonders gut... Durchschnitt vielleicht. Ich schau mal ob ich was hab, das ich euch mal zeigen kann. Meistens sind das dann eher Herr der Ringe, Supernatural oder Akte X Fan Fictions. Bin nicht sicher ob das so euer Thema ist.

@ Percht
Ich find auf die schnelle gerade kein Herzchen Smilie.
Aber deine Gedichte sind wunderschön...

Edit: ?

@ Hexe
Veröffentlichst du das auch oder schreibst du das nur so für dich?
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Re: Schreiberlinge im Wäldchen

Beitrag von FrauGaladriel_ » 31. Mai 2016, 16:33

@Elfirin

Ich bin auch nur Durchschnitt, das Schreiben macht mir aber Riesenspass und ich denke, das ist das Wichtigste beim SChreiben, dass es einem großen Spaß macht und einen in andere Welten versetzt, man sich kreativ ausleben kann.
Ich liebe Akte X und Herr der Ringe, würde mich freuen ,wenn du da mal FAnfics von dir reinstellst, ich lese solche Fanfics sehr gerne.
Fanfics hab ich auch viele geschrieben, meist Herr der Ringe oder Star Trek, hab noch ganze Ordner voll aus meiner Teenagerzeit.
Veröffentlich habe ich bisher noch nichts, hatte mal was an Verlage geschickt aber nur Absagen bekommen, seitdem hab ich es nicht wieder versucht und schreibe nur noch für mich oder stelle Geschichten von mir online.

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Re: Schreiberlinge im Wäldchen

Beitrag von Gimlix » 31. Mai 2016, 18:59

@ Winterpercht, die haben mir auch sehr gefallen. :bounce: Sehr verschieden in ihrer Art, aber sie treffen das Thema sehr gut.

Beim dritten Gedicht mußte ich gleich an Sleepy hollow" denken. Ich habe den film gerade erst wieder auf DVD gesehen. :twisted:

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Re: Schreiberlinge im Wäldchen

Beitrag von Elfirin » 31. Mai 2016, 19:29

@ Hexe
Da geb ich dir Recht. Es muss aber auch Spaß machen sonst bringt das ganz nichts.
Inzwischen schreibe ich neben Rollenspielen einiges. Blogge auch ein bisschen, aber das kann man vielleicht nicht mit zählen.

Du bist Akte X Fan? Dann schau doch mal im Serien Thread vorbei, würd mich da auch über Unterhaltungen freuen.
Ich schau dann auch mal was ich mich traue euch zu zeigen. Veröffentlich in dem Sinne hatte ich auch nicht gemeint. Aber es gibt ja diverse Foren oder Seiten wo man seine Geschichten einstellen kann.
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Re: Schreiberlinge im Wäldchen

Beitrag von FrauGaladriel_ » 1. Juni 2016, 13:51

@Elfirin

Der Spaß ist das Wichtigste beim Schreiben, wenn ich schreibe, sehe ich alles bildlich genauso vor mir, als ob ich ein Buch lesen würde, nur das sich beim SChreiben eben die Handlung selbst bestimmen kann, das ist schon sehr reizvoll.
Wobei manchmal die Handlung auch eine Art Eigenleben entwickelt und die Geschichte hinterher anders ausgeht als ich es geplant hatte...das ist a gerade das Interessante dabei, dass sich eine Geschichte manchmal anders entwickelt als man selbst dachte.
Rollenspiele habe ich auch mal in einem anderen Forum gespielt, ist aber ein paar Jahre her, meistens lösen sich Rollenspiele ja irgendwann auf, wenn manche User nicht mehr auftauchen und man dann zu wenige Spieler hat.
Aber irgendwann möchte ich auch mal wieder in einem Rollenspiel mitmachen, leider ist hier im Wäldchen für mich nichts Passendes dabei.
Prima, ich schaue gerne mal im Serienthread vorbei, ist schön, sich mal über Akte X unterhalten zu können.
Ich hab die Serie schon damals in den 90ern geliebt, meine Eltern erlaubten mir die immer abends zu schauen, wenn ich gute Noten hatte.
Die neuen Folgen finde ich auch ganz gut, muss aber sagen, dass ich die aus den 90ern viel viel besser fand.
Wenn du mal was reinstellst, werde ich es gerne lesen, besonders über Akte X Fanfics freue ich mich.
Gibt auch ne seite, Fanfiktion.de, dort gab es auch zu Akte X mehrere Fanfics zu lesen. Ich finde das ist eine der besten fanfic seiten die es gibt, man findet dort Fanfics zu fast allen Romanen und zu fast allen Serien die es gibt.

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Re: Schreiberlinge im Wäldchen

Beitrag von Elfirin » 1. Juni 2016, 16:28

Das hatte ich auch schon ein paar Mal. Geschichten nehmen manchmal ihren ganz eigenen Lauf und verändern sich wie von selbst. Manche Ideen kommen einem ja auch erst beim schreiben. Je mehr man schreibt umso kreativer ist man, so geht es mir jedenfalls. Im Moment bin ich extrem kreativ was ein Supernatural RPG anbelangt. Egal was mich jemand fragt oder wir besprechen mir fällt oft was ein.

Genau die Fanfic Seite hätte ich jetzt auch genannt. Da bin ich auch registriert und da sind auch zwei aktuelle Akte X Geschichten von mir drin...

@ RPG
Was wäre denn für dich RPG technisch passend?

@ Akte X
Dazu sag ich dann mehr wenn du dich dort gemeldet hast.
Möchte hier ja kein Off schreiben. ;)
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Re: Schreiberlinge im Wäldchen

Beitrag von FrauGaladriel_ » 1. Juni 2016, 17:22

@Elfirin

Schön, dass du auch bei Fanfiktion.de bist. Ich werde deine Geschichten auf jeden Falll mal lesen :)
Heißt du dort auch Elfirin?
Ich war dort mal als Hexenkönigin angemeldet ist aber schon ein paar Jahre her, und ich hatte dort auch nur zwei Geschichten veröffentlicht, waren Charmed Fanfics.
Mir geht es auch so, je mehr ich schreibe, umso mehr neue Ideen bekomme ich. Und manchmal sind es ganz normale Alltagserlebnisse die mich inspiriren, dann ist die Geschichte plötzlich in meinem Kopf.
Was Rollenspiele betrifft, da wäre mir am liebsten entweder eines von Akte X, Star Trek(meine Lieblinsserie "Raumschiff Enterprise, das nächste Jahrhundert", oder Herr der Ringe. Ich habe auch eine eigene Rollenspielidee, sowas wie Harry Potter, aber im Deutschland des 17. Jahrhunderts, als die Inquisition vermeintliche Hexen und Zauberer verfolgte. Es wäre eine Zauberschule der von Hogwarts ähnlich, aber eben in einer sehr gefährlichen Zeit. Wie du an meinem Nickname sicherlich schon erkennst, habe ich eine Vorliebe für Magisches :)
Schon als kleines kind hab ich die Bibi Blocksberg Kassetten geliebt, schon damals hatte ich eine Vorliebe für Hexen.
Ich werde die nächsten Tage auch mal im Akte X Thema reinschauen und da meine Meinung über die neue SErie schreiben. Sie ist sehr gut gemacht, aber meine Favoriten werden immer die Folgen aus den 90erJahren bleiben, ich hab mich richtig gefreut, dass neue Folgen gemacht wurden, die alten hab ich alle mehrmals schon angeschaut.

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Re: Schreiberlinge im Wäldchen

Beitrag von Elfirin » 30. Juni 2016, 16:10

@ Hexe

Ja, ich heiße dort genauso… Gerade vor kurzem noch etwas Supernatural mäßiges geschrieben, was aber eigentlich auch aus einem Rollenspiel Gedanken entsprungen ist. Nur musste die Idee raus, im RPG dauert es aber noch eine Weile bis wir soweit sind.

Im Moment schwebt mir aber auch schon länger eine Herr der Ringe/Mittelerde RPG Idee im Kopf herum, die ich gerne umsetzten möchte. Ich glaube es dauert aber noch ein bisschen bis ich sie hier einstellen kann und sehe ob daran genügend Interesse besteht um ein RPG zu werden. Das wird sich dann erst noch zeigen.
Deine RPG Idee klingt auch gar nicht mal so schlecht. Warum probierst du dich damit nicht? Oder findet man das in einen anderen Forum?
Im Akte X Thread wirst du übrigens vermisst… *gg*
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Re: Schreiberlinge im Wäldchen

Beitrag von FrauGaladriel_ » 6. Juli 2016, 14:38

@Elfirin

Oh, schön, willst du dieses Mittelerde Rpg hier im Wäldchen eröffnen?
Falls ja, dürfte ich da mitmachen? Die Rollenspiele die es hier gibt, sagen mir nicht so zu, ich würde mich über ein Herr der Ringe Rpg freuen.
Ich werde dann demnächst wenn ich Zeit hab mal bei Fanfiktion.de reinschauen und mal eine deiner Geschichten lesen.
Ich war schon Jahre nicht mehr dort, aber ich werd jetzt bald mal wieder da reinschauen.
Hier im Forum bin ich mir nicht sicher, ob meine Rpg Idee hier gut ankommen würde, nicht jeder findet ja das Thema Hexen interessant...aber vielleicht mache ich mal einen Entwurf und versuche es doch mal.
Ich finde, gerade für Hobbyautoren sind Rollenspiele sehr interessant, weil man dabei nicht nur eigene Ideen umsetzt, sondern auch von den Ideen der anderen inspiriert wird.
Ich habe auch schon per PM Rollenspiele gemacht, mit nur einer Person, auch das hat mir immer sehr viel Spaß gemacht.
Auch wenn es wohl noch etwas dauert wie du schreibst, ich freue mich, dass du ein Herr der Ringe Rpg planst, und würde mich freuen, wen ich da mitschreiben kann. :)

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Re: Schreiberlinge im Wäldchen

Beitrag von DarthSheep » 6. Juli 2016, 17:16

Da werd' ich mich doch auch gleich mal verewigen, mit dem Prolog meiner eigenen Geschichte.
Ich weiß, sie ist noch verbesserungswürdig. ^^

Es war eine atemberaubende Nacht. Sanft schien das Licht des Vollmondes auf das grüne Tal hinab. Zahlreiche Felder waren hier angelegt und kleine Gebäude erbaut worden. Bei näherer Betrachtung fielen die detaillierten Zeichnungen an jedem der Gebäude auf und erzählten eine Geschichte. Eine Geschichte aus der alten Zeit dieses Landes. Eine Zeit des Krieges, Leid und endlosen Schmerzes. Doch darum kümmerte er sich nicht, während er einer Gestalt folgte, die durch das sanfte Licht des Mondes auf ein großes und sehr ansehnliches Gebäude zumarschierte.
Auch hier waren die Zeichnungen gut sichtbar. Doch waren sie um eine Spur detaillierter als an den übrigen Häuser der Stadt. Hier wurde jedoch eine andere Geschichte erzählt. Sie erzählten von den Taten jenes Mannes, der sein Leben in diesem Gemäuer verbrachte. Der Schatten jedoch blickte ausdruckslos auf die Bilder jüngeren Datums und verweilte in seinem Versteck. Erst als sein Ziel in dem Haus verschwand, trat er aus der Dunkelheit in das fahle Licht, welches der Mond auf eines der Hausgemälde warf. Seine Hände, von langer Arbeit und Folter mit Narben übersät, strichen über die feinen Linien. Auf dem Mund, welcher durch eine Kapuze verborgen war, zeigte sich ein veächtliches Lächeln. 'Alles erstunken und erlogen.', dachte sich die schattengleiche Person. Doch er war nicht gekommen, um hier zu stehen.

Behende sprang er auf den nächstbesten Baum, flink und geschmeidig wie eine Katze. Eines der Küchenfenster stand offen. Von dort strömte der angenehme Duft eines Kuchens an seine Nase. Der Schatten lächelte triumphierend und setzte sich in Bewegung. Dem überraschten Küchenmädchen schnitt er kurzerhand mit dem Dolch, den er flugs gezogen hatte, die Kehle durch. 'Auf ins Getümmel.', dachte er sich. Wie gut, dass die meisten Herrschaften, ob Gast oder nicht, heute zu Tisch saßen. Nachdem er den Leib des Küchenmädchens in der Vorratskammer versteckt hatte, ging er gemächlichen Ganges auf eine weitere Tür zu. Langsam zog er das Schwert aus der Scheide und stieß urplötzlich die Tür zum Speisesaal auf.
Was nun geschah war eine regelrechte Wohltat für den Schatten. Sein riesiges Schwert mit der schwarzsilbernden Klinge schnitt wie Butter durch die Leiber. Ihm war es gleich, wen er tötete. Wenn er auf seinem Weg zu seinem Ziel ein paar unbedeutende Leben nehmen musste, war es wohl so. 'Alles unnötige Opfer', dachte er, während er die Klinge aus dem Leib eines Edelmannes zog, der sich ihm in den Weg gestellt hatte. Jenem sah er ins Gesicht. In den Augen des Schattens lag eine beinahe trauriger Blick, der wohl sogar nicht zu ihm gepasst hätte. Doch dann folgte das Lächeln. Ein Lächeln, welches die Mordlust widerspiegelte, geboren aus Wut, Angst und grenzenlosem Hass. Und so zog er mordend bis in den zweiten Stock des Gebäudes. Er hinterließ eine Spur der Verwüstung. Teppiche und Wände waren voll von dem Blut der Angestellten, dem Blut der Unschuldigen. Erst vor einer großen Flügeltür blieb er stehen, atmete zwei Atemzüge lang nur ein und aus. Dann flog die Tür auf, in tausend kleine Splitter zerberstend.
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~kleiner verrückter roter Ehedrache von Avrina~

vielbeschäftige Kekslieferantin von Ela :D

~ehemals Amariel van Ibelin / Nibinae~
~Drache inkognito als Schaf~


von Norunn ernanntes Nebelwald-Maskottchen ;D

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Re: Schreiberlinge im Wäldchen

Beitrag von FrauGaladriel_ » 7. Juli 2016, 12:25

@Amalina

Mir gefällt an deiner Geschichte, dass du alles sehr gut beschreibst, man hat bereits nach den ersten Sätzen alles lebendig vor dem inneren Auge. Und der Anfang macht auch sehr neugierig, weil man gerne erfahren möchte, warum der Protagonist all diese Leute tötet, will er Rache nehmen, oder ist er von einem Krieg traumatisiert?
Dein Text macht neugierig, man möchte mehr über den Protagonisten und seinen Werdegang erfahren, ich würde mich freuen, wenn du mal irgendwann eine Fortsetzung reinstellen würdest.
Für mich ist es als Leserin immer wichtig, dass ich gleich von Anfang an von der Geschichte in den Bann gezogen werde und mehr lesen möchte, wenn ich beispielsweise ein Buch lese, sind die ersten vier SEiten entscheiden, wenn ich dann nicht in die Geschichte reingezogen werde, sie mich richtig in den Bann zieht, lese ich das Buch meist nicht weiter.

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Re: Schreiberlinge im Wäldchen

Beitrag von DarthSheep » 7. Juli 2016, 16:53

@Hexenkönigin

Oh... dankeschön für dieses wirklich aufbauende Lob. Darüber freut sich doch jeder Schreiberling.
Und dabei habe ich mich bei der Beschreibung noch sehr zurück gehalten und überlasse viel dem Leser.

Aber sicherlich werde ich einmal eine Fortsetzung schreiben. Der Prolog ist noch nicht ganz zu Ende geschrieben. Ich hoffe, ich komme nach meinem Umzug dazu, den weiter zu schreiben und den Beginn des ersten Kapitels zu schreiben.
Aber ich schreibe nicht nur diese. Ich habe bereits ein Frühlingsgedicht geschrieben.^^
Wenn du es lesen willst ,such ich es mal raus und stell es hier rein. :)
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Re: Schreiberlinge im Wäldchen

Beitrag von FrauGaladriel_ » 7. Juli 2016, 18:06

@Amalina

Das freut mich, dass du die Geschichte nach deinem Umzug weiterschreiben willst, ich bin schon sehr gespannt wie es weitergeht :)
Und dein Gedicht würde ich auch gerne lesen, dichten kann ich selbst nicht besonders gut, lese aber sehr gerne Gedichte.

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Re: Schreiberlinge im Wäldchen

Beitrag von DarthSheep » 8. Juli 2016, 18:42

So nachdem ich jetzt ein wenig herumgekramt habe, ist mir dann doch das Frühlingsgedicht in die Hände gefallen.

Warm die Sonne scheint auf das Blätterdach,
lässt erglitzern sanft den kleinen Bach.
Blumen erwachen aus tiefstem Schlaf,
der Vögel Gesang erklingt in Wald und über Flur.

Der Sonne Schein ergrünt so sanft des Baumes Geweih,
ein Leben in des Baches Fluten erwacht.
Knospen blühen, zeigen sich in vollster Pracht.
Ein fröhlich' Lied erwärmt mein Herz.

Das Blätterdach erfüllt von reinstem Leben,
des Baches Wasser nährt Pflanz' und Tier.
Klein und Groß erfreut von der Blumen Pracht.
Der Vögel Schwingen sich erheben in die Unendlichkeit.

Der Wald aus tiefstem Schlaf nun erwacht.
Der Sonne Schein, ein warmes Licht im Herzen,
spendet Leben für Pflanz' und Tier,
bringt Fröhlichkeit, erhebend wie der Vögel Schwingen.
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Re: Schreiberlinge im Wäldchen

Beitrag von FrauGaladriel_ » 11. Juli 2016, 15:17

@Amalina

Dein Frühlingsgedicht gefällt mir sehr gut, beim Lesen habe ich das Erwachen des Frühlings wirklich lebendig vor Augen gesehen, mir die singenden, fliegenden Vögel, die leuchtend grünen Blätter und die Blumen vorgestellt.
Du kannst wirklich gut dichten, und hast in dem Gedicht den erwachenden Frühling sehr gut eingefangen.

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Re: Schreiberlinge im Wäldchen

Beitrag von Bregolas Erynaur » 17. Juli 2016, 10:52

Vorbemerkung
Tief aus den Archiven eines alten Elben, habe ich hier eine Geschichte. Eine von Dreien, die einmal Teil eines Zyklus über das Leben zweier Elbenbruder werden sollte. Der eine oder andere hier, mag den betreffenden elbischen Charakter kennen, der mich seinerzeit durch viele Rollenspielrunden im EW-Chat und später auch Foren begleitete.



I Aear cân nin na mar!

Die Wassermassen rollten heran. Gierig, gefräßig wie Heuschrecken machten sie sich über den Küstenstreifen her. Schäumend brachen sie sich an den Felsen des Strandes, ihre Gischt hoch hinauf in die Lüfte spritzend. Dann wichen sie wieder zurück, dabei bemüht soviel des Strandes wie nur möglich mitzureißen um schließlich wieder erneut gegen die Felsen zu branden. Hin und her ging dies, fort und fort, ein einziges großes Spiel der Wellen. So als würden Ulmo und Aule gegeneinander um diesen Felsen Strande ringen. Nie siegte jemand von ihnen, mal ward es Ulmo, der ein weiteres Stückchen des Strandes errang, doch gleich im nächsten Moment entriss es ihm der Valar’sche Weltenschmied wieder. Das grollende Brausen der Wellen vermischte sich mit dem Gekreische der über der See kreisenden Möwen und dem pfeifenden Winde zu einer großen Sinfonie, zu einem großen Thema. Schon seit Anbeginn Ardas ward es von den Valar gesungen, weit entfernt in den Hallen von Eru. Und doch, ward es nur ein Teil der Großen Sinfonie der Schöpfung.
Der altgewordene Elb saß auf einem der Felsen, inmitten der brausenden Fluten und lauschte voller Faszination. Sein Haar schwarz wie Ebenholz, durchzogen von vielen grauen Strähnen, seine Augen geschlossen und die feingliedrigen, zerfurchten Hände vor der Brust gefaltet. Immer wieder traf ihn die aufspritzende Gicht mit spitzen Wassernadeln, seine grüne Reisekleidung ein einziger Schwamm, der mehr und mehr des Meeres in sich aufsog, doch der Silvan zeigte keine Reaktion. Kein Zusammenzucken, kein Verziehen der Miene, nichts. Fast schien es so, als würde er hier auf seinem Felsen im Meer schlafen. Ein Narr, der dies glaubte, denn ein Eldar schlief niemals. Schlaf, das war etwas, dass den sterblichen Edain auszeichnete, ein Eldar jedoch meditierte, wenn er Ruhe und Erholung brauchte.
Über ihm kündigten dunkle Wolkenberge, das Herannahen eines Sturmes an. Immer wütender schlugen Ulmos Gischtreiter gegen die felsige Küse, angespornt durch die schrillen Rufe der Möwen. Hörte man genau hin, am besten noch mit dem Gehör eines Elben, so konnte man in der Ferne leisen Gesang vernehmen, den der Wind vom Meer her zur Küste trug. Eine leise, schier traurige Melodie ward es, eine Melodie voller Sehnsucht. Von den Tiefen des Ozeanes und der Geborgenheit in seinem Schoße sprach sie, vom Lande unter den Wellen. Von stürmischen Nächten und unglücklichen Schiffern, die samt ihrer Mannschaft hinab ins Meer gerissen wurden, von fernen unerforschten Insel am Ende der Welt. Von der Heimat weit hinter der See, dort, wo die weißen Gipel der Pélori in den schwarzen Satin des Himmels stachen, ihn zum Teil sogar durchstießen, von den Weißen Stränden im Gesegneten Land.

Der Waldelb meditierte nicht - nein! -, ganz versunken war er im Lauschen auf diese bezaubernden Klänge, die tief in sein Innerstes vordrangen. Lange hatte er sie zurückgehalten, ihre lange Zeit widerstanden, ward er stark geblieben, doch nun... Das Lied hatte das Gefühl wieder zutage gebracht, aus seinem Inneren gerissen, bis es die inzwischen nur noch dünne Oberfläche der Selbstbeherrschung durchbrach. Die Augenlider des Elben flatterten und ein tiefer Seufzer entdrang seiner Kehle als er die Meeres blauen Augen öffneten. Zitternd krallte er seine Hände in den schwarzen Fels, als ihn das Gefühl stärker denn je übermannte.
S e h n s u c h t.
Wieder seufzte der Silvan, während sein Blick über die stürmische See glitt. Erneut klatschte eine tobende Welle gegen seinen Sitzplatz und schleuderte ihm salzige Gischt in die Augen. Als sich das Wasser wieder zurückzog, riss es mit dem Land ebenso auch die Tränen des alten Mannes mit sich fort. Fahrig wischte er sich über die geröteten Augen, denen immer neue Tränenperlen entkullerten. Gemächlich suchten sie ihren Weg über die Wangen des Elben hinab zu seinem Kinn. Erneut umfing ihn das kalte Wasser, brausend, zerrend, nicht imstande ihn mit sich fort zuziehen. Dafür hielt ihn die Sehnsucht viel zu sehr in ihrem energischen Griff.
Traurig starrte der Alte gen Westen, dort wie sie weit hinter dem Weltenende lag. Sie, seine Heimat, sein Paradies. Der Drang dorthin zu fahren, ward in den letzten Monaten seines Aufenthaltes an der Küste immer stärker und stärker geworden, mit jedem Tag, den er hier auf seinem Felsen verbrachte. So vieles hatte er schon in seinem tausendjährigen Leben gesehen und erlebt. So vieles, einfach nur zu vieles. Freude, Glück, Leid, Schmerzen Tod und doch, ward es ihm nicht vergönnt gewesen sich dauerhaft an einem Orte heimisch zu fühlen. „Heimat“, dieser Begriff stellte ein Fremdwort für ihn dar. Ein Leben lang auf der Suche, am Ende doch gescheitert und schließlich hier an der Küste angelangt, in der Hoffnung hier die erwartete Ruhe zu finden. Und doch... Zu greifbar ward das Paradies hier von der Küste aus, keiner der Eldar ertrug es dauerhaft, dem Gesegneten Land so nah und gleichzeitig doch so fern zu sein. Es gab nur einen Weg zum Ziel, der gerade Weg über das Meer, und kein Innehalten auf seiner Mitte. Dem Elben blieb nur noch eine einzige Möglichkeit: Die letzte Reise, mit dem Schiff nach Westen. Nur dort würde er eine Heimat finden, nur Valinor versprach Geborgenheit, Ruhe und Glück.

Erneut seufzte der Silvan, als er sich nun langsam auf dem glitschigen Felsen erhob. Noch einmal schweifte sein Blick über das Meer gen Westen, dem Ziel seiner Reise. Dann sprang er in die Fluten und watete zum Strand zurück. Wild rissen die Wellen an seinen Beinen, so als wollten sie ihn nicht mehr fortlassen, es kostete ihn alle Anstrengung, ihnen zu entrinnen. Endlich dann, erreichte er schweißgebadet den sicheren Strand und machte sich auf den Weg zum kleinen Hafen ganz in der Nähe. Als er eilende Schritte hinter sich hörte, blieb der Mann stehen und wartete. Keuchend und nach Atem ringend kam sein alter Freund Beregorn neben ihm zum Stehen.
„Amroth, was machst du denn? Wohin gehst du?“
Sanft legte der Angesprochene dem Dúnadan die rechte Hand auf die Schulter. Ein glückliches Lächeln machte sich auf seinem Gesicht breit, sodass ihn sein Freund erstaunt anblickte. Schon lange hatte er den Elben nicht mehr so befreit lächeln gesehen. In letzter Zeit war sein Freund immer stiller und nachdenklicher geworden, immer verschlossener und ganz und gar abwesend.
Leise antwortete ihm Amroth nun:
„Beregorn, mellon nîn. I Aear cân nin na mar!”



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Beregorn, mellon nîn. I Aear cân nin na mar! – Beregorn, mein Freund. Das Meer ruft mich heim.
»If they give you ruled paper, write the other way.«
Juan Ramón Jiménez
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Re: Schreiberlinge im Wäldchen

Beitrag von DarthSheep » 17. Juli 2016, 17:04

Hach, allein bei dem Namen werden so schöne RP-Erinnerungen wach. ^^
Es ist so wunderschön geschrieben, wie ich es von dir kenne ^^
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