Shades I: Durch die Wüste

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Torm Nebelwolf
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Shades I: Durch die Wüste

Beitrag von Torm Nebelwolf » 19. Juli 2017, 15:47

Ich denke, einen besseren Einstieg als diesen hier gibt es nicht :) (vergesst nicht, es sollte möglichst interaktiv sein, hier verlassen Elben wie wir sie noch aus dem Silmarillon kennen das erste mal ihren Dschungel und entdecken die Welt "da draußen" erst noch - Besprechung hier: viewtopic.php?f=12&t=3073)

Als wir auf unserem Weg nach Norden die Gebirgshöhen verließen, tat sich ein atemberaubendes Bild vor uns auf. Wüste. Sand und Stein … und diese trockene Hitze. Es war entsetzlich, klar. Ich hatte, seit ich mich in dieser Welt zurechtgefunden hatte, immer nur diese feuchte, sättigende Luft des Regenwaldes auf meiner Haut gespürt, und nun diese sengende Sonne, die drohte, mich in einen Nebelstreif aufzulösen, der in den wolkenlosen Weiten des Himmels wohl ebenso vergeblich seinesgleichen suchen würde, wie ich in den Ebenen der Erde nach meinesgleichen...

Die untergehende Sonne warf einen roten Schimmer auf die vorüberziehende Karawane. Von Ferne konnte man die eleganten grünen Gewänder sehen, die schwarzen, weißen und orangenen Tüchter, die sie zum Schutz vor Sand und Sonne um ihre Köpfe gewickelt hatten, und den scharfen Blicken der Dschungelkriegern entgingen natürlich auch nicht die scharfen und krumm geschliffenen Säbel, die sie an ihren Seiten trugen. Ihre Bögen waren aus gutem Material, aber sicherlich waren sie damit nicht ganz so treffsicher wie unsergleichen.

„Die Dschinn haben uns Meldung von Euch erstattet, Fürst Thenucal. Es hieß dass es Kämpfe in den Wäldern gegeben hat und Ihr eine neue Heimat nördlich eures Dschungels sucht. Ich bin Mashurak, der Stratege unserer Karawane aus dem Königreich der Milythim von Qaraaba, und sehr erfreut, Eure Bekanntschaft zu machen. Es muss entsetzlich für Euch sein, aus dem Schutz von Berg und Anhöhen in diese Ebene einzutreten.“

Thenucal entgegnete schroff: „Der Umweg über die Sawannen wäre sicherlich nicht weniger anstrengend gewesen, wir hätten uns dort wohl ebenso in der Trockenheit verloren!“

„Aber wenn wir weiter nach Norden reisen wollen, zu den Palästen der Hochelben, müssen wir die Wüsten durchqueren, wo es wirklich nur Sand gibt, und die schlimmste Trockenheit, die man sich vorstellen kann. Wir geleiten Euch gerne auf diesem Weg und geben Euch Schatten und Wasser, wenn Ihr uns dafür in der Nacht beschützt.“

„Welche Ziele hätten wir dann? Wir haben unsere Freunde, die Meerelben, aus den Augen verloren, und wissen aber, dass sie nördlich dieser Gebirge einen neuen Stützpunkt suchen. Welche anderen Elben gibt es? Meister Mashurak, Ihr kennt Euch bestimmt aus. Ich weiß überhaupt nichts über die Welt dort außerhalb des Dschungels, und alleine die Unholde in diesen Gebirgsregionen zu bekämpfen, war für uns eine ungeahnte Herausforderung.“

„Nahezu alle Königreiche der Hochelben, Fürst Thenucal, sind unter den eisernen Waffen der Menschen zu Staub gefallen. Sie haben sich daher mit den Führern unserer Stämme verbündet, in unser Geschlecht eingeheiratet und dienten uns als Priester.“

„Wir suchen die Elben, die noch vom Glanz der alten Vorzeit erfüllt sind, bevor die Menschen die Macht ergriffen und diese Welt Allvaters Magie beraubten. Gibt es noch Elben, die nicht mit euren Stämmen verschmolzen sind, sondern sich unabhängig bewahrt haben? Was ist weiter nördlich?“

„Geschätzter Fürst – die letzten Paläste der Hochelben sind im Verborgenen, und die Angehörigen ihrer Rasse sind wohl vor allem in menschlichen Städten anzutreffen, wo sie sich im Lauf der Zeit so verlieren werden wie Edelsteine im Wüstensand. Wir haben den Elben und ihrer Priesterschaft viel zu verdanken. Ein Teil der Hochelben wanderte weiter in den Westen und fand unter der Knute der Königreiche weitere Elben, mit denen sie das Geschlecht der Geywirim begründeten. Doch mussten auch viele von diesen noch weiter nach Nordwesten wandern. Welche Elben dort noch leben, ist ungewiss. Wahrscheinlich haben sie sich mit all den Dschinn, die dort in Feld, Wald und Gewässer leben, verbunden, vielleicht auch mit anderen Menschen.“

„Diese Dschinn sind von gleicher Art wie wir, und eine Symbiose von ihrem Blut und unserem wird wohl keinen größeren Schaden bringen, als mit dem der Menschen. Dieses Mischblut kann ein Segen sein. Eure Milythim scheinen den Elben freundlich gesonnen, und unsere Brüder und Schwestern der Meerelben berichten von entsprechenden Begegnungen. Gestattet mir folgendes: Wenn wir eure Karawane durch das Königreich Fayumadi bis zurück in die Wüste von Qaraaba begleiten, möchte ich drei Töchter aus eurer Art zur Zeugung gemeinsamer Kinder erhalten und mit euren Stammesführern sprechen. Ihr gebietet im Nordwesten über die Wüste von Qaraaba und im Südosten über die waldreichen Küsten von Kumarikanda und seid damit unsere wichtigsten Verbündeten. In der Wüste können wir nicht bleiben, und Kumarikanda, obwohl es doch früher Teil unseres Reiches war und dort noch viele Elbenstämme unseres Geschlechts leben sollen, ist nicht unser Ziel. Wenn es uns aber gelingt, eine Brücke der Freundschaft bis in die Wälder Kumarikandas zu bilden, die sich weiter südlich hinter den Inseln und Küsten befinden, können wir von dort Verstärkung anfordern. Dann haben wir die Chance, das Königreich Fayumadi und alle anderen Königreiche zu überrennen, die sich nördlich und westlich von euch erstrecken. Auf diese Weise würden wir die Geywirim finden, die westlichen Hafenstädte einschließlich Aelndasidh den Meerelben zugänglich machen, und dann wäre der Weg frei zu allem, was noch von unserer Art zu retten ist.“

Mashurak verneigte sich. „Gewiss, ich bin zwar kein Kriegsstratege, sondern nur für das Überleben der Händler und Reisenden verantwortlich, aber ich werde Eurem Wunsch nachkommen. Ich denke, die Führer unserer Stämme werden euer Angebot als große Chance wahrnehmen, auch weil wir, wie ich erwähnte, den Elben viel zu verdanken haben. Aber seid bedacht! Wer weiß schon, von welchem Wuchs und Wesen jene Elben sind, die jenseits der uns bekannten Hochelben im Nordwesten der Welt leben. Und der Nordosten, der von unserem Land durch Gebirge und Meer geschieden ist, ist gänzlich unerforscht. Wer weiß welche Bedrohungen eines Tages über diese Berge und Meere kommen. Wir können also nicht gleich alle Kraft auf Kriege an den Westgrenzen richten. Das nur vorab, damit Ihr über die Situation Bescheid wisst.“

Der Tross der beiden Völker setzte sich in Bewegung, und in der sternklaren Nacht zogen sie durch die dürren Ebenen von Tusuli, dem Königreich Fayumadi entgegen. Hinter diesem Königreich, das einst die Pforte der Geywirim zur Freiheit gewesen war, wartete die Freiheit nun auch auf sie. Doch wer lebte da noch dort und was für Begegnungen würden stattfinden? Welche Lebensgemeinschaften waren dort noch, hinter dem Küstennebel der legendären Hafenstadt Aelndasidh, die nördlich von Fayumadi liegt?
Zuletzt geändert von Torm Nebelwolf am 24. Juli 2017, 01:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Shades I: Durch die Wüste

Beitrag von Torm Nebelwolf » 19. Juli 2017, 23:56

Die Kälte, die in der Wüste herrschte, war unvorstellbar gewesen angesichts der starken Hitze, die noch am Tag geherrschaft hatte. Unseren elbischen Begleitern gefiel sie überhaupt nicht. Zwar froren wir nicht wie all die Menschen, die sich in Decken hüllten, aber wir waren sie vollkommen ungewohnt. Jede Bewegung ging langsamer, es war so ungefähr wie das Eintauchen in tiefere Zonen der Gewässer, aber hatte nicht die schützende Erfüllung dieser Gewässer. Im Gegenteil - auch nachts war dort nichts als Wind und Trockenheit. Den Elben missfiel das sichtbar, denn so hatten auch sie ihre Körper vor der Witterung zu schützen und konnten nicht frei reiten. Doch allen Beteiligten war klar, dass das nicht die dauerhafte Lösung sein könnte. Schließlich würden sie dauerhaft wohl in noch ganz andere Regionen reisen müssen und auch dort mit dem Klima zurechtkommen. Eine früher oder später erfolgende Anpassung machte das unvermeidlich.

"Es wird Zeit, sich schlafen zu legen," bemerkte Mashurak. "Im Schutz der Nacht ist hierfür die beste Gelegenheit. Und den größten Schutz bieten Eure Krieger, so dass auch die starken Männer sich erholen können." Thenucals Blick wanderte weiter auf den Horizont, und studierte aufmerksam den Halbmond und die Sterne. "Mir wäre es am liebsten, wir würden hier gar nicht rasten," schnaubte er. "Ich bin unruhig und neugierig!" Mashurak hielt seine Hände zum Himmel. "Der Mond ist unser ständiger Begleiter und zählt für uns die Tage und Jahre. Doch er ist klug, hin und wieder sich zurückzuziehen. Selbst am Tag fällt auch noch das Licht auf ihn, doch dann ist er wieder unter der Erde verschwunden. Und auch wir sollten uns dorthin betten. Aber wir haben nichts zu befürchten, richtig? Was gibt es zu erzählen über eure Krieger?"

Thenucals Blick berührte die Augen seiner kampfbereiten Krieger. "Wenn Ihr wollt, kann ich Euch gerne ein paar davon vorstellen!" Mashurak nickte. "So erzählt mir mehr über euer Gefolge."
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Re: Shades I: Durch die Wüste

Beitrag von Vanir » 20. Juli 2017, 23:11

Er saß auf einen der Karren. Er sah auf seine Hand, zwischen zwei Finger, dem Ringfinger un dem Daumen, war ein Ring. Dúlinn drehte diesen einige male hin und her, sah sich diesen näher an und dachte an seine Heimat. Seine roten Augen stachen aus der Kapuze hervor. Sie sahen auf den den Ring hinab und fingen die feinen Gravuren darin ein. Er atmete ruhig aus und konnte dabei seinen Atem sehen, der sich in Form von feinem Nebel zeigte. Die Nacht war nicht dafür gedacht um zu schlafen, jedenfalls nicht für Dúlinn. Die Nacht war sein Tagwerk, seine Lieblings Zeit des Tages. Er war, im wahrsten sinne des Wortes, eine Nachteule. Er lauschte in die Nacht hinein und konnte einige Stimmen hören, doch nicht heraushören, noch nicht. Seine Stirn bildete feine Falten. Die Stimme kannte er nicht. Es wurden mehr fremde Stimme, die ihm nicht bekannt vor kamen. Leise erhob er sich aus dem Karren der Karawane und schlich sich davon. Er war neugierig was es für Neuigkeiten gab und wer konnte besser unerkannt lauschen, als ein Nachtelb und dazu noch ein Ranger. Die Mundwinkel von Dúlinn hoben sich leicht. Er tauchte ein in die Schatten der Nacht, seine Augen, noch immer stachen sie hervor, sahen hinauf zum Mond, der die einzige Lichtquelle am Himmel war, die ihn vielleicht verraten könnte. Er schlich weiter voran und blieb dann stehen. Seine Augen vielen auf Mashurak. Seine Augen verengten sich leicht als der männliche Ranger, was in seiner Heimat eine Seltenheit ist, beobachtete die Gruppe um Mashurak und Thenucal.
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Re: Shades I: Durch die Wüste

Beitrag von Torm Nebelwolf » 21. Juli 2017, 00:44

"Wir sind nun schon die zweite Nacht unterwegs, Mashurak. Ihr tätet besser daran, euch auszuruhen, wenn es wirklich noch 10 Tagesmärsche bis Quraaba sind." Mashurak schüttelte den Kopf. "Die Aufregung ist zu groß. Wer weiß, was uns alles noch erwartet. Die sandigen Ebenen von Fayumadi ermöglichen eine weite Sicht, aber wer weiß, was dort lauert. Wenn sie uns mit Pfeilen beschießen..."
"... dann erledigen wir sie, noch bevor sie auch nur einen von uns getroffen haben, so wie die Schützen von heute mittag."
"Wenn sie uns einkreisen..."
"... dann springen wir auf ihre Reittiere und stoßen sie allesamt aus den Satteln."
"Wenn sie mit Schwertern über uns herfallen..."
"... dann müssen sie zeigen, ob sie ihre Hände genauso schnell führen können, wie wir."
Mashurak seufzte.
"Aber gerade das ist es. Ich weiß nicht, ob Eure kämpferischen Fähigkeiten im völligen Wüstensand noch so gut wirken werden, und keiner von Euch hat, wenn ich Euch richtig verstanden habe, jemals das Schwert gegen ein anderes erhoben. Ihr kämpftet stets nur mit Pfeilen, Peitschen und Speeren."
"Uns entgehen keine Gegner, Mashurak, und die Menschen sind so träge, dass sie nicht mal in unsere Nähe kommen werden. Keiner wird unseren Zug aufhalten, und Fayumadi wird uns den Durchgang gewähren müssen, oder seine Verteidigungsanlagen werden noch vor dem geplanten Ansturm fallen."
"Wenn ihr meint, Thenúcal."
"Wir wuchsen in den dunklen, verschlungenen Tiefen des Dschungels auf. Jede Raubkatze, die nachts auf die Bäume steigt, war keine Bedrohung für uns. Da werden es die Figuren in dieser Wüste wohl nicht sein. Wir schicken einen Späher los, der die Umgebung erkunden soll."
Auf Thenúcals Wink hin setzte sich einer der Elben in Bewegung, warf sich einen Mantel um und entfernte sich von der Karawane. Das Laufen war anstrengend in dem trockenen Gras, aber jeder Baum verhieß ihm im Zweifelsfall sicheren Halt.
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Re: Shades I: Durch die Wüste

Beitrag von Vanir » 23. Juli 2017, 11:42

Dúlinn bliebt ruhig, gegen den Karren gelehnt, sitzen und lauschte den Worten. Worte die er nicht ganz verstand. Den Zusammenhang nicht. Er wusste um die Vergangenheit der Elben und der Menschen. Er wusste um die Gefühle beider Völker. Er biss sich leicht auf die Unterlippe. Die Worte gefielen ihm nicht. Er erhob sich und näherte sich der Gruppe ruhig. Er näherte sich Thenucal und Mushurak von der Seite. Er musterte beide für den Moment. "Die Wüste ist nicht eure Heimat und ihr solltet sie respektieren. Ansonsten verschlingt sie euch.", er nahm die Kapuze von seinem Kopf und entblößte sein Gesicht damit. Er sah beide an, sein Gesicht spiegelte die Ernsthaftigkeit seiner Worte wieder. "Dazu solltet ihr die Menschen nicht unterschätzen, was passiert ist, ist nicht umsonst passiert. Auch dies könnte Gefährlich enden einen Feind zu unterschätzen, besonders wenn man ihn nicht kennt. Das führt nicht nur zu eurem, sondern auch zu unseren Tod." Dúlinn stand nun wenige Meter vor den beiden, die Hände hinterm Rücken gefaltet und die beiden abschätzenden anblickend, wartete er ab.
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Re: Shades I: Durch die Wüste

Beitrag von Amalina » 23. Juli 2017, 15:26

Neben einem der zahlreichen Karren stand die junge Elbin, lauschte mit einem halben Ohr den Männern, behielt allerdings mit ihren Augen den schlafenden kleinen Elben in ihrer Nähe im Blick. Sie hatte erst Bedenken gehabt, ihn mitzunehmen, aber er hatte seine Schwester solange bearbeitet, bis sie schließlich doch zugesagt hatte. Ihr gefiel dieser ganze Ort einfach nicht. Sie war für den Wald geschaffen, nicht für die Wüste. Hier verlor sie sämtlichen Vorteil, für den sie in ihrer kleinen Ansammlung so bekannt war.
Doch als das Gespräch der beiden Männer mehr in die Tiefe ging und auch der Nachtelb sich nun einmischte, seufzte sie auf. Auf der einen Seite hatte der Nachtelb natürlich recht. Dies war fremdes Land für ihr Volk und sie würden erst lernen müssen, sich der Umgebung anzupassen, aber auch der Mitstreiter ihres Volkes hatte Recht. Leicht stieß sie sich nun von ihrem Platz ab, machte ein paar Schritte auf die drei Männer zu und umfasste ihren Speer, den sie bei sich trug etwas fester. Doch was sollte sie dazu erwidern? Sie sah es doch wie der Andere. Nichts aus ihrer Heimat war noch eine Bedrohung für sie. Und was war mit den Menschen? Ciarda warf einen Blick zu dem kleinen Elben herüber, der seelenruhig zu schlafen schien. "Wir sollten weder Land noch Leute unterschätzen. Auch wenn wir im Dschungel die Meister waren, hier sind wir es nicht.", meinte sie dann mit ruhiger Stimme, nachdem sie sich nun zu den drei Männern herumgewandt hatte und die Kaputze von ihrem Kopf genommen hatte.
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Re: Shades I: Durch die Wüste

Beitrag von Torm Nebelwolf » 23. Juli 2017, 18:28

Mashurak und Thenúcal fuhren erschrocken zusammen. Die begleitenden Elben, die vorne an der Karawane standen, erhoben ihre Waffen und blickten unsicher auf den Fremden, während eine der Frauen hatte sich eben ihrem Standort genähert. Thenucal runzelte verärgert die Stirn. Wie hatte dieser Fremde geschafft, sich anzuschleichen? Dieses Versagen war ihm peinlich gegenüber den Menschen, auf deren Vertrauen sie nun für lange Sicht angewiesen waren. "Mashurak - wer ist das? Seine Kleidung und sein Gesicht gleichen eurem Volk nicht einmal annähernd!"
"Ähm. Ich befürchte, das ist einer von Eurer Rasse. Aber welcher ist mir unbekannt. Die Muster auf seinem Umhang erinnern mich an die Kleider der Aysirddhi, unserer nördlichen Nachbarvölker. Vermutlich kommt er von dort?"
Thenucal gebot den Elben, die Waffen zu senken. Zu Dulinn: "Wer bist du, und warum schleichst du dich an unsere Expedition? Nicht einmal meine Stammesgeschwister konnten sich mir je so unbemerkt nähern." Seine Stimmung verkrampfte sich nahezu, als er einsehen musste, dass Ciarda recht hatte. Aber vor Menschen hatte er eigentlich keine Furcht. Ihre Häuser waren sehr schnell entdeckt, ihre Schritte gut hörbar, ihr Geruch war ihm aus dem Wald gut bekannt - aber auch da fiel ihm wieder auf, dass die trockene Luft seine Nase stark geschwächt hatte.
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Re: Shades I: Durch die Wüste

Beitrag von Vanir » 23. Juli 2017, 18:46

Aus den Augenwinkel sah er zur Lebin die ihm zu gestimmt hatte, mehr oder minder. Er nickte leicht, dann sah er zu Thenucals und musterte diesen. Es amüsierte ihn das Thenucal bis vor kurzem seine Anwesenheit nicht bemerkt hatte, es macht erneut die Überlegenheit der Nachtelben, der Ranger, klar. Seine Mundwinkel hoben sich leicht. "Dúlinn Tharr, Ranger des Finsterwaldes und Kind der Ayesydi.", er machte eine kurze Pause und bestätigte mit den Worten die Aussage von Mashurak. Dúlinn sah ihn geduldig an, dann sah er zu Thenucals und beantwortete die weiteren Fragen. "Ich reise schon einigen Tagen mit eurer Karawane. Unter der Kapuze falle ich unter eures gleichen nicht sonderlich auf. Und gefragt jene abzusetzten wurde ich auch nicht.", er zuckte leicht mit den Schultern. Noch immer stand er ruhig vor den Männern. Die Hände hinterm Rücken gefalltet, sein Blick ruhig auf die Männer gerichtet, die Elbin aber nie aus den Augen lassend. Er fühlte sich nicht sicher in dieser Umgebung, doch verspürte er auch keine Furcht. Er musste und wollte Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen. Reaktionen, wie das ziehen von Waffen würde nur zu Eskalation eines interessanten Zusammentreffens führen.
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Re: Shades I: Durch die Wüste

Beitrag von Amalina » 23. Juli 2017, 19:30

Ciarda musste doch etwas amüsiert lächeln, als die zwei Männer so erschrocken zusammenfuhren. Sie hätten wohl nicht gedacht, dass sich zwei Andere einmischen würden. Und scheinbar hatte sich der andere Mann so angeschlichen, dass sie ihn nicht bemerkt hatten. Es verwunderte sie zwar etwas, aber gut... Dann stellte er sich aber vor und sie neigte leicht ihren Kopf, wobei ein paar schwarze Strähnen in ihr Gesicht fielen. Kurz hielt sie den Atem an und horchte hinter sich, dachte sie doch, dass sie eine raschelnde Bewegung gehört hatte. Aber da war nichts. Da spielten ihr wohl ihre Sinne einen Streich. Gut, Sion schlief noch. So wandte sie sich wieder zu den drei Männern herum, packte ihren Speer etwas lockerer. Auch wenn sie die Deckung niemals ganz fallen lassen würde, eine restliche Vorsicht war auf offener Ebene immer da.
"Wo wir schon dabei sind... Ciarda Mahthildin.", erklärte sie dann mit ruhiger Stimme, zumindest schien es so, als wäre sie ruhig. Aber war sie das? Nun eigentlich nicht. Sie war angespannt, lag sie doch fast immer auf der Lauer, um eventuellen Gefahren schnell begegnen zu können. Aber dann stimmte sie dem Ranger zu. "Da ist durchaus was dran." Stimmt. Niemand hatte ihn dazu aufgefordert. Daher fragte sie sich, warum er das gerade jetzt tat.
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Re: Shades I: Durch die Wüste

Beitrag von Torm Nebelwolf » 23. Juli 2017, 20:38

Thenucal fasste sich nachdenklich in die Haare. "Das ist ... verblüffend. Dass mir das nicht aufgefallen ist. Und ich dachte, es wären noch einige Tagesmärsche zu den ersten Elben. Mashurak, ist Euch bekannt, was dieser erzählt?"
Mashurak schüttelte den Kopf. "Zuerst gewiss ja, aber ich traue der Sache nicht. Die Menschen aus dem Königreich, wo er angibt herzustammen, haben mehrmals versucht unser Land zu verheeren und uns oft als Söldner gegen die Fayumadi vor sich hergetrieben. Dieser Elb gehört nicht zu unseren Priesterlehrern. Seine Haut ist dunkler als die der Hochwohlen, nicht ganz so dunkel wie unsere menschliche oder Eure nahzu schwarze, aber doch in einem gewissen farblosen Stich." Seine Augen musterten Dulinn genau. "Die Priester erzählen nicht viel gutes über diese Elben. Sie gelten als wild, unmoralisch und schmutzig und meiden für gewöhnlich uns Sterbliche."
"Das mag sein," überlegte Thenucal. "Doch die Sterblichen führen ständig Krieg gegen ihresgleichen, und ich bin froh, einen weiteren Angehörigen unserer Art gefunden zu haben. Immerhin ist er ehrlich und gibt sich zu erkennen." (zu Dulinn) "Was veranlasst dich, zu uns zu kommen? Und vor welchen Gefahren willst du uns warnen? Ich fürchte nicht einmal die Türme und Mauern von Fayumadi!"
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Re: Shades I: Durch die Wüste

Beitrag von Vanir » 23. Juli 2017, 21:05

"Gewiss.", er nickte leicht. "Gehöre ich nicht zu den Priestern die euch lehrten. Die euch dinge zeigten und verstehen ließ.", sein blick hatte sich zu Mashurak gerichtet. seine roten Augen blieben auf ihn, sie nahmen ihn auseinander. Stück für Stück. Merkmal für Merkmal, wurde der sterbliche analysiert und ein geschätzt. Dann sah er zu Thenucal. Er hatte eine Antwort gestellt und Dúlinn besaß die Dreistigkeit ihn warten zu lassen. "Türme und Mauern.", sprach er ihm nach und wartete einen Moment bevor er weiter sprach. "Man muss sie nicht fürchten, wenn man weiß wie man sie umgehen kann, austricksen kann. Sie sind steinernde Riesen, erstarrt durch die kälte von Stahl und Eisen. Nein, ich will euch nicht vor Fayumadi warnen oder vor anderen gefahren. Es gibt nichts das ich euch sagen kann, das euch jetzt helfen wird, doch kann ich etwas tun um euch zu helfen. Beizeiten, doch wir weiteren reisen, gemeinsam, solltet ihr einverstanden sein, will ich wissen mit wem ich es zu tun habe. Ich reise ungerne mit Namenlosen.", er sah kurz zu Ciarda und nickte ihr dankend zu, Ihren Namen hatte er mitbekommen.
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Re: Shades I: Durch die Wüste

Beitrag von Torm Nebelwolf » 24. Juli 2017, 01:40

Thenucals nachdenklicher Blick wanderte wieder über die Hügel in der Ferne, die sich schon bald in Sanddünen verwandelten. "Ich fürchte mich weder vor Steinen noch vor Riesen ... aber vor diesem entsetzlichen Eisen. Aber die Art, wie du über diese kalten harten Materialhaufen sprichst, gefällt mir. Auch hoffe ich, durch dich neue Wege erschließen zu können. Aelndasidh ist unser Ziel, und von dort werden wir mit Schiffen weiter in den Westen reisen. Dafür brauchen wir sicherlich einen guten Führer, der hier bewandert ist. Vielleicht habe ich später noch ein paar Fragen an dich."
Er führte Mashurak auf die andere Seite der Karawane und ging mit ihm ein paar Schritte zurück. "Mashurak, die Tiere sollten sich ausruhen. Vielleicht nutzen wir die Gelegenheit, unsere Kräfte neu zu sammeln." Mashurak warf einen Blick auf Ciarda und Dúlinn. "Ihr traut dem Fremden?" "Nicht mehr, als jedem anderen, den ich sehe. Aber meine Krieger sind wachsam, und er gehört zu meinen verlorenen Verwandten, und diese Spur möchte ich nicht aufgeben." Dass er sich im Zweifelsfall ohne zögern sofort auf die Seite des Elben gestellt hätte, auch, wenn er Böses im Schilde führte, und ihm diese Entdeckung wichtiger war als jeder Vertrag, wollte er gegenüber seinem menschlichen Partner natürlich nicht offen aussprechen. "Was erzählen denn die Alten über seine Rasse, nun können wir offen reden."
Mashurak bewegte seinen Schnurrbart hin und her. "Sie leben im Verborgenen, meiden das Tageslicht, wie vermutlich auch jedes andere Licht und sollen in der Vorzeit einen Pakt mit den Dämonen der Tiefe geschlossen haben, anstatt mit den Hochwohlen in das göttliche Licht zu ziehen, aus dem sie eigentlich geschaffen wurden. Darum haben sie ihr göttliches Licht verloren und gelten als die schwarzen Bewohner des Erdreichs, die die Kunst der Hochwohlen nicht zu schätzen wissen, und aller Leuchtsäulen, Zierbäume und gefallener Sterne spotten." Er hielt einen Augenblick inne. "Aber ich kann mir vorstellen, dass ihre Wildheit bei Euch eher auf Sympathie stoßen wird, und vermutlich ist das ja nützlich."
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Re: Shades I: Durch die Wüste

Beitrag von Amalina » 24. Juli 2017, 06:36

Immernoch hörte Ciarda nur mit halbem Ohr zu, ließ ihren Blick erst zwischen den drei Männern schweifen, ehe sie zurück zu dem Wagen blickte, wo diese kleine Gestalt seelenruhig zu schlafen schien. Leicht zog sich ihre Stirn in Sorgenfalten, wenn sie an diese besagten Türme und Mauern dachte. War Sion bereit für so etwas? Er war noch jung, vielleicht zu jung. War es wirklich eine kluge Entscheidung gewesen, ihn mitzunehmen? Ciarda hüllte sich in Schweigen, lauschte den ausführlichen Erklärungen des Mashurak. Mit einem doch misstrauischem Blick bedachte sie besagten Dúlinn. Schwarze Bewohner des Erdreichs also... Mit der freien Hand fuhr sie sich über das Gesicht, behielt den Mann aber sehr genau im Blick. Den würde sie nicht eine Sekunde aus den Augen lassen. Sie mochte einen durchaus zielstrebigen und sturen Charakter haben, allerdings war sie auch vorsichtig, zumindest, wenn sie etwas hatte, was sie vor Gefahren zu schützen hatte. Nun, jetzt gab es keine Umkehr mehr. Sie musste alles tun, um den Jungen darauf vorzubereiten. Und wie aufs Stichwort machte sie aus dem Augenwinkel eine Bewegung aus, wie sie diese kleinere Elbengestalt von der Lagerstatt erhob und munter auf die Elbin zumarschierte. Erst hielt der Junge inne, betrachtete mit großen Augen, die aber voller Neugier strahlten den ihm absolut fremden Elben, ehe er die freie Hand seiner Schwester ergriff.
Sicherlich wäre es ungewöhnlich anzusehen, dass Thenucal ein kleines Elbenkind mitnahm, aber Ciarda hatte ihm versichern können, dass der Junge von Nutzen war. Er mochte nicht viel reden, hatte aber durchaus andere Begabungen. Mit eiligen Handbewegungen malte Sion Wörter in die Luft, die wohl nur seine Schwester verstand. Es ließ sie lächeln. Er fragte, wer diese fremde komische Elb war, der sich mit den anderen beiden unterhalten hatte. Ciarda schloss daraus, dass der Junge schon länger wach sein musste. "Ein verlorener Verwandter, Sion. Wie lange lauscht du denn schon?", meinte sie und die Jägerin musste schmunzeln. Da bewies der Junge mal wieder, wie leise er wirklich sein konnte. Sie vergaß manchmal sein Talent, sah in ihm noch das kleine Elbenkind, dessen Leben sie schützen musste. Der Junge malte wieder etwas in die Luft, was Ciarda erneut lächeln ließ. "Und hast du sonst noch etwas gehört?", fragte sie ganz bewusst, was Sion aber den Kopf schütteln ließ. Ein wenig erleichtert atmete die Elbin aus und sah nun selbst in die Ferne. Keinerlei andere Dinge. Gut.
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Re: Shades I: Durch die Wüste

Beitrag von Vanir » 24. Juli 2017, 15:08

Dúlinn blieb stehen und sah den beiden für den Moment hinter her. Seine Augenbraue, die rechte, hob sich leicht als er hörte worüber sie redeten, jedenfalls den Teil mit seinem Volk, hörte er in einigen Teilen. Narren, dachte er sich und drehte sich dann um, zu Ciarda und Sion. Er jetzt entdeckte er den jungen Elb, an der Seite von Ciarda. Er musterte Sion für einen Moment, sah dann hoch zu Ciarda, dann nach einige Zeit wieder zu Sion. "Geschwister nehme ich an?", meinte er dann zu Elbin und sah zu ihr. "Nun...verloren eher weniger.", meinte er dann und machte nur ne kleine Pause. "Ihr gehört zum Namenlosen?", ihm viel ihn dem Moment auf das er sein Namen nicht genannt hatte, oder hatte er es überhört. Er wusste es nicht, aber vielleicht konnte Ciarda ihm ja helfen oder ihn berichtigen, was bereits eine Hilfe war. Eine kleine, aber wichtige. Dúlinn wollte nicht mit ganz fremden reisen, das war gefährlicher als mit Menschen zu reisen, auch wenn er manchen Menschen mehr vertrauen zu sprach als so manchen Elb.
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Re: Shades I: Durch die Wüste

Beitrag von Amalina » 25. Juli 2017, 22:22

Ciarda hob leicht den K opf an und folgte der kleinen Hand Sions, die nun wieder vorbei an ihr zu dem 'Verlorenen' zeigte. Sie musste lächeln. Aufmerksam war der Kleine wirklich. Sanft strich sie dem Jungen über das kürzere Haar und richtete sich dann langsam auf. "Ja, kleiner Bruder.", meinte sie kurz und knapp und sie umgriff Sions Hand fester. Ein gesundes Misstrauen gegenüber diesem Elben wäre vielleicht nicht so schlecht, würde Sion ihn nicht die ganze Zeit mit großen Augen ansehen und immer wieder hastig irgendwelche Bilder in die Luft malen. Vielleicht sollte sie erwähnen, dass der Junge so gut wie gar nicht sprach. Bis heute verstand sie nicht warum. "Er redet nur selten.", versuchte sie sich an einer kleinen Erklärung, aber dann nickte sie und sie sah zu jenem Platz wohin der Besagte verschwunden war. "Allerdings habe ich nicht den gleichen Enthusiasmus wie der Herr Thenucal." Sie meinte einmal seinen Namen so gehört zu haben. "Wie ich schon sagte: Im Dschungel mögen wir die Meister sein, aber hier ist das nicht der Fall."
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Re: Shades I: Durch die Wüste

Beitrag von Vanir » 25. Juli 2017, 22:51

"Dafür scheinen die jüngsten Wesen da zu sein um uns zu führen.", er deutete auf jene Menschen und musterte Sion dann leicht. "Es müssen wichtige Dinge sein, dich euch hier her führen, nur wenige würden Kinder mit nehmen, gerade wenn es kleinere Geschwister sind.", er sah zur Elbin. "Ein interessantes Paar, dennoch.", er nickte leicht und lächelte freundlich. "Aber es ist gut jemanden dabei zu haben den man vertrauen kann hier draußen. Unsere Art. Egal welcher Abstammung ist fremd hier draußen und viele sterbliche mögen keine Fremden mit Spitzenohren. Jedenfalls war es das was ich er lebte.", er rieb sich das rechte Ohr, welches mit zwei Ringen 'verschönert' war. "Zurück zu Thenucal. Was wird unser Ziel sein? Er scheint recht besessen von Fayumadi zu sein.."
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Re: Shades I: Durch die Wüste

Beitrag von Torm Nebelwolf » 2. August 2017, 00:22

"Betretenes Schweigen? Wir stehen kurz vor einem Feldzug in eine neue Existenz, und man könnte meinen, alle möchten am liebsten wieder in ihre Hütten und Betten zurückkehren."
Thenucal stapfte kopfschüttelnd vorwärts. Seine harten Worte verschleierten aber nur, wie froh er doch war, dass so viele aus dem Clan seinem Aufruf gefolgt waren, und er selbst dem Kind die Chance geben konnte, sich zu beweisen.
Mashuraks müde Augen sahen unsicher nach ihm.
"Na, ich wäre wohl ganz froh, wieder in meiner Hütte sein zu können. Aber wir haben noch so viel vor uns. Fayumadi hat ein dichtes Netz aus Türmen, Mauern und Heerlagern, mit denen sie sich gegen die Angriffe aus dem Osten wehren. Mit Euch sind wir zwar sicher vor den Räubern, aber ob die Soldaten uns so ohne weiteres passieren lassen?"
Mashurak war offenkundig nicht an einem weiteren Gespräch interessiert, denn kaum hatte er das gesagt, legte er sich zur Ruhe, und nun erstarben auch die letzten Schritte der Kamele, und schließlich kam der ganze Tross zur endgültigen Nachtruhe.
Thenucal wollte nach Dúlinn Ausschau halten, aber er entdeckte ihn nicht in dieser Dunkelheit und wusste auch nicht, wie er ihn hätte rufen sollen.
"Wenn die Sonne aufgeht," sagte er laut, aber vorgeblich zu sich selbst, "werden wir entscheiden, ob wir gleich die Waffen gegen die Befestigungen erheben, ob wir uns auf Verhandlungen einlassen, oder ob es vielleicht einen dritten Weg gibt!"
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Re: Shades I: Durch die Wüste

Beitrag von Amalina » 2. August 2017, 22:09

Die junge Elbin konnte nicht anders. Sie musste seufzen und für einen Moment wandte sie ihren Blick in die Richtung, in die Thenucal verschwunden war. Sie kannte ihn nicht so gut, aber er gehörte zu ihrem Volk. Und für sie war das wie eine große Familie. Und Familie war etwas, was Sion brauchte. Er brauchte Beständigkeit. Gut, sie hatte Thenucal erst unter Beweis stellen müssen, warum sie ein Kind mitnahm. "Natürlich ist es ungewöhnlich, dass ich ihn mitgebracht habe, aber er hat seine Talente. Er mag jung sein, aber sein Talent als Spion und Heiler sind unverkennbar. Darin bilde ich ihn aus.", meinte sie sehr zuversichtlich. Das war zwar nur die halbe Wahrheit aber das musste sie dem Anderen ja nicht unbedingt unter die Nase reiben. "Und selbst wenn sie uns nicht mögen. Das alles kommt mit der Zeit."
Dann hörte sie aber die laute Stimme, ebenso wie Sion, der sofort die Hand seiner Schwester nahm. Sanft strich sie über die kleine Elbenhand, als wolle sie ihn beruhigen. Waffen gegen die Befestigungen... Das war kein Ort für ihn. Sie würde sich überlegen müssen, wie sie ihn da beschützen sollte. Sie schluckte schwer, schloss für einen Moment die Augen, atmete dann aber wieder tief aus. "Ihr habt ihn gehört. Er gehört zwar zu meinem Volk, Dúlinn, aber sein Anliegen kenne ich nicht so genau." Nein, sie würde nichts verraten. Wenn Ciarda eines war, dann dem Anführer ihres Volkes absolut loyal gegenüber. Sie hatte zwar Bedenken, allerdings hatte sie diese laut geäußert. Zumal sie eine für andere weitaus größere Verantwortung hatte.
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Re: Shades I: Durch die Wüste

Beitrag von Vanir » 2. August 2017, 22:48

Dúlinn sah in die Richtung aus der Thenucals laut sprach. Er verschränkte die Arme vor der Brust und schwieg eine weile, bevor er begann zu sprechen. Zur Elbin, ihr gegenüber und Sion, sofern er zu hörte und auch etwas sagen wollte. "Dann sind wir beide, für den Moment blind und folgen nur einem kleinen Licht.", er sah von Thenucals Richtung zur Elbin. "Lasst uns abwarten was die Sonne und der nächste morgen uns bringen wird. Ich kenne das Reich nicht, jedenfalls nicht gut.", er rieb sich leicht das Kinn und musterte Sion. "Spion und Heiler. Eine ungewöhnliche Mischung.", seine Mundwinkel zuckten leicht in die höhe. "Ich hoffe ich werde deine Heilkünste nicht so schnell in Anspruch nehmen, aber sollte es der Fall sein. So lege ich volles Vertrauen in deine Künste.", er lächelte den Jungen sanft an und sah dann zu seiner Schwester. "Ich will eure Loyalität zu ihm nicht in Frage stellen, ich würde das selbe tun, wenn er zu meiner Art gehört.", er nickte leicht. "Dennoch wüsste ich gerne mehr. Warum will er dieses Reich, diese Stadt vernichten, angreifen.", er blickte nachdenklich drein. "Euer Anführer ist ein Rätsel, wie die Luft die wir Atmen.", er hob seinen Blick aus seiner Nachdenklichkeit und sah Ciarda entschuldigend an. "Es ist Nacht, es ist besser wenn ihr Schlaf findet, morgen wird abenteuerlich."
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