DRAGAO LAGRIMA - Neue Hoffnung

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Dragao
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DRAGAO LAGRIMA - Neue Hoffnung

Beitrag von Dragao » 4. Juni 2010, 16:19

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~ Neue Hoffnung ~


Es dauerte eine Weile, bis die Dragaoaner zaghaft aus der grauen Ascheschicht krochen, die die Welt bedeckte. Alles sah nach Tod, Verderben und dem endgültigen Ende aus. Unter all dem grauen Staub war nicht nur ihr Leben, wie sie es bisher kannten und liebten, sondern auch ihre Hoffnung tief verschüttet.

Doch die verbliebenen guten magischen Wesen dieser Welt zogen aus, um die verbliebenen Bewohner wachzurütteln.
Sie wussten, dass die Drachen nicht gänzlich zerstört waren und sie gaben die Hoffnung in kleinen Tropfen weiter. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich schliesslich diese Kunde von Dorf zu Dorf.

Überall wurden die Dörfer vom Unrat und vom Ascheregen befreit und ein jeder bemühte sich, daran zu glauben, dass der Wind tatsächlich noch von Silia ausging. Dass der Regen, der die Dächer vom Staub befreite aus Akashas Willen entstand, dass das Feuer, dass ihre Häuser und Hütten wärmte und ihre Speisen kochte vorhanden war, weil Taris noch existierte und dass der Boden unter ihnen fruchtbar war und ihnen Nahrung spendete, weil es Kiron noch gab.

Je mehr sie spürten, dass alles immer noch so weiterging, weil die Kraft der Drachen noch vorhanden war, desto mehr richteten sie sich auf und glaubten an eine Zukunft.
Die Schwarzen machten es ihnen nicht leicht und immer wieder zogen Tod und Verderben über kleine und grosse Dörfer, aber die Dragaoaner waren nicht unterzukriegen.

Sie feierten ausgiebig, wenn es ihnen gelungen war, einen Angriff der schwarzen Meute zu vereiteln. Jede tote Werwolf- oder Greifenreitergruppe wurde bejubelt und begossen und für jede zu Staub zerfallenen Geister- oder Zentaurentruppe wurde ein Fass geöffnet.

Das Leben nahm in vielen tausend Jahren wieder einigermassen normale Ausmasse an und die Hoffnung und der Glaube verfestigte sich.

Doch die Truppen der Schwarzen schlug zu. Immer und immer wieder und bei jedem neuen Schlag unerbittlicher als je zuvor.
Dörfer wurden ausgelöscht und neu aufgebaut, nur um wenige Jahre später erneut dem Erdboden gleichgemacht zu werden.

Einige Dörfer klammerten sich fest an die Hoffnung, andere gaben auf. An den Orten, wo die Bewohner aufgaben, ziert nun ein toter Fleck Erde das Land. Es wächst hier nichts mehr... Nicht solange es wieder Wesen gibt, die das Erdreich mit Hoffnung und Glaube tränken.

Eines Tages verbreitete sich das Gerücht, dass Menschen aus einer anderen Welt kommen würden.
Wem, wenn nicht ihnen sollte es gelingen, den Schwarzen ein Schnippchen zu schlagen, sie zu überlisten und dafür Sorge zu tragen, dass die Drachen wieder über ihre Welt kreisen sollten ?

Die Dragaoaner blühten auf, sie hatten wieder einen grossen Schub Hoffnung erhalten...

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Re: DRAGAO LAGRIMA - Neue Hoffnung

Beitrag von Dragao » 4. Juni 2010, 16:19



Es schien ein kleiner Raum zu sein, doch es war schwer zu erkennen, denn nur der Schein einer einzelnen Kerze erhellte sanft das Dunkel. Hier und dort ließen sich Dinge an den Rändern der Helligkeit erahnen, aber zu schemenhaft, um ihre wahre Gestalt zu enthüllen.
Die Kerze stand auf einem kleinen Tisch unter etwas, das ein kleines Fenster zu sein schien, auch wenn kein Licht hinein fiel. Auf einem Stuhl vor diesem Tisch saß, über ein riesiges Buch gebeugt, ein scheinbar uralter Mann.

Er schrieb. Es war das, was er tat: schreiben.
Von dem Moment, da der erste Drache seinen ersten Atemhauch über dieses Land getan hatte, war er schon da gewesen und würde da sein, bis das letzte Leben des letzen Geschöpfes verlosch. Dann würde er das Buch schließen und aufhören zu sein.
Bis dahin schrieb er.
Eine helle Seite für jeden Tag und eine schwarze Seite für jede Nacht und wie viel auch immer geschah, es würde immer alles auf dieser Seite stehen.
Er schrieb nur, was war und was er schrieb, würde sein.
Er schrieb in dem Moment, da es geschah und wenn er es schrieb, dann geschah es.
Er kommentierte nicht, er wertete nicht, denn sein Schicksal war es, ein Chronist zu sein.
Böses und Gutes schrieb er gleichermaßen nieder.

So schrieb er, als die Fremden kamen, am 21 Tag des 8 Monats des 8998 Jahres nach der Versteinerung der Drachengötter.

Und als der Kosmos, die Heimat dieser Welt, erschüttert wurde, von ihren Bewohnern weitgehend unbemerkt, auch da schrieb er.

Dort konnte man lesen von einem Mädchen, dass keines war, sondern nur ein Trug des Herrn der schwarzen Lande und wie der Magier, der solange von seiner Heimat getrennt gewesen war, einschritt, um den, der ihn heim begleitet hatte, vor dem Straucheln zu bewahren. Er war da ebenso von dem Unglauben seiner Mitreisenden zu lesen, wie auch von den Ängsten und Zweifeln, die dieser Angriff hinterlassen hatte.

Er schrieb von einem Ring, verloren und zurückgewonnen und von dem Geheimnis, dass dieser solange Jahre gewahrt hatte und dass nun die Frau mit dem Falken weiterhütete und mit sich trug, nicht wissend welche Bedeutung es einmal haben mochte.

Von dem ersten Mal, dass ein Elf auf einem Greifen fliegen durfte, von der Wiederentdeckung der kleinen Schmunze, die zwischen den vielen Seiten, seines Buches fast vergessen waren, von der Heimkehr eines Prinzen mit seiner Gefährtin, von einer Botschaft an den Schattenmagier.

Die Feder kratzte leise über das Papier und Worte formten sich, die einen Aufbruch beschrieben und Abschied von den Mitreisenden, die zurückblieben, einem erkrankten jungen Mann und einer Frau, die nie zu wissen gelernt hatte, was ihre Besonderheit war.
Dann den Beginn einer Reise ins ferne Akinea, die unter keinem guten Stern zu stehen schien. Erst kostete eine zerstörte Brücke Zeit und brachte Schwierigkeiten, als die Furt überquert werden musste, dann ein Angriff durch eine Schar marodierender Zentauren.

Und auch den Kampf schrieb er, Schwertstreich für Schwertstreich. Davon, dass nicht immer Kraft den Sieg begründete, sondern Klugheit, Geschick und besonders Glück das Ende der Zentauren entschieden. Aber es war dort auch von einem kleinen Zentauren zu lesen, der nur einen Augenblick lang einen Freund in einem Kobold fand.
Er schrieb von einem Blitz aus heiterem Himmel, als das Weltgefüge sich verschob und sich die Waage der dunkeln Seite zu neigte.
Die Fremden und ihre Wegbegleiter waren verletzt, verwirrt, bedurften der Ruhe und suchten sie in der Rast in einem kleinen Ort.

Doch es war nicht die Ruhe, die sie sich gewünscht hätten. Denn da stand auch von einer jungen Frau zu lesen, die der Herr des Totenlandes zu sich holte, die er verführte und von der er, ohne dass er selbst es wünschte, mehr erhielt, als seit Äonen ein Wesen ihm zu schenken bereit war. Von einer Flucht durch die leeren Hallen Tyrions schrieb er, von einem verschütteten Elixier.
Und schließlich von der Rückkehr dieses Mädchens und der Unruhe, die es brachte, als sie ihren Gefährten ihr Geheimnis preisgab.

Und auch von Träumen schrieb er auf die dunkle Seite seines Buches, denn die Träume waren nur ein anderes Erscheinungsbild der Welt die er schrieb.
Er berichtete davon, wie ein Mahr eine Träumerin heimsuchte, ihren Vater als Schreckgespenst missbrauchte, um sie zweifeln zu lassen an dem wer sie war und was sie hoffen durfte, um durch Angst ihren Willen zu schwächen, damit sie nicht wagte sich der Forderung des Magiers zu wiedersetzen.
Es träumte viel, dieses Mädchen, es träumte hauchfeine Gespinste von etwas, dass sein konnte, von einem erwachten Drachen und gerechter Strafe. Aber diese Seiten seines Buches waren noch ungefüllt und würden es noch lange Zeit bleiben.
Und nicht zuletzt berichtete er von dem kühnen Vorhaben der Traumboten, von Träumen die zu ihren Träumern sprachen und sie baten, sie auch ins Wache zu rufen, um der Welt und den Träumen zu helfen.

Auch erwähnte er in seinen Aufzeichnungen die Begegnung eines schüchternen Waldmädchens mit einem der beiden grössten Magier dieser Welt. Und es war fast, als lächelte er einen Moment, als er zu Papier brachte, dass hier etwas geschehen war, was niemand für möglich gehalten hätte. Der Magier hatte sein Ziel nicht erreicht.

Und als er all dies geschrieben hatte, blätterte er wieder eine Seite um, als mit dem sinkenden Vollmond ein neuer Tag begann...

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Re: DRAGAO LAGRIMA - Neue Hoffnung

Beitrag von Dragao » 4. Juni 2010, 16:23

ZEITSPRUNG


Die Gruppe der Auserwählten verweilte insgesamt drei Tage in der kleinen Siedlung „Birkenwald“. Wunden wurden versorgt und gepflegt. Die paar Tage waren zum Ausruhen von dem Schreck des Zentaurenangriffes einfach notwendig.

Tamina war wie versprochen wieder zur Gruppe zurückgekehrt. Avi und Domido hatten sich in der Scheune wiedergefunden und vertragen und auch sonst wurden alle Unstimmigkeiten der Gruppe aus dem Weg geschafft.

*****************************


Am Morgen des 31. Tages wurden die Sachen wieder zusammengesammelt und auf den Pferden verstaut.
Zeitig war die Gruppe aufgebrochen und am Abend kurz vor der Dämmerung beschloss man, die vor ihnen liegende Siedlung nicht anzusteuern, da die Bewohner dieser Siedlung nicht gerade mit Gastfreundschaft gesegnet waren und man Ärger einfach aus dem Weg gehen wollte

So wurde ein notdürftiges Lager aufgebaut, ein Feuer entfacht und - wie so oft - trug jeder zum allgemeinen Wohlbefinden bei.
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Re: DRAGAO LAGRIMA - Neue Hoffnung

Beitrag von Sionnach » 4. Juni 2010, 17:06

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Azimuth hatte sich vorgenommen, sein sich selbst gegebenes Versprechen, mehr für Tamina da zu sein, besser einzuhalten. So war er während des Rittes sowieso nicht von ihrer Seite gewichen und auch in den Nächten hatte er sich dicht an sie gekuschelt.

Auch an diesem Abend huschte er wieder wie ein Schatten hinter Tamina her.
“Geht es dirrr auch gut? Ist auch alles in Orrrdndung?“ fragte er immer mal wieder und sicherheitshalber fasste er ständig nach ihren Beinkleidern.

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Seit sie zu der Gruppe zurückgekehrt war, hatte Tamina sich von den anderen zurückgezogen und hielt sich meist ein Stück abseits. Oft hing sie ihren Gedanken nach und versuchte sich auszumalen, was ihr Verbleiben bei den Gefährten tatsächlich für sie bedeuten könnte, sollte sie in einen Konflikt zwischen der Gruppe und Azrael geraten oder vor eine Entscheidung gestellt werden, die sie nicht wirklich treffen wollte. Aber so sehr sie sich auch das Gehirn zermartete, sie konnte nicht vorhersagen, wie sie und auch alle anderen handeln würden. Wenn sie blieb, konnte sie nur abwarten, bis es soweit war, um der jeweiligen Situation zu begegnen und ihr blieb nur die Hoffnung, dass es dann glimpflich für alle abging.

Auch mit Auri und Marlow hatte sie nicht mehr viel geredet. Nachdem Lea und Asterius wieder gegangen und sie zu ihren beiden Freunden zurückgekehrt war, waren ihr die richtigen Worte nicht mehr eingefallen und nach mehreren verzweifelten Versuchen, ihre Situation zu den Auserwählten zu erklären, nahm Auri sie in die Arme und Tamina gab es auf. Irgendwann würde die Zeit zum Reden und für Erklärungen sein, doch sie war einfach zu aufgewühlt und enttäuscht, gleichzeitig jedoch zu erschöpft und zu müde, um noch einen klaren Gedanken zu fassen, obwohl es mitten am Tag war. Also redeten sie nicht mehr darüber und verbrachten stattdessen einen ruhigen Nachmittag miteinander, Auri erzählte uralte Geschichten von Dragao und Marlow und sie hörten beide zu. Es war unglaublich, was Auri alles über Dragao zu erzählen wusste und irgendwann vergaß Tamina ihren Kummer, wenigstens für diesen Tag.

Früh am Abend rollte sie sich dann an dem Feuer, das Marlow nicht erlöschen ließ, zusammen und schlief ein. Mit der Gewissheit, dass die beiden in der Nähe waren, verabschiedete sie sich am nächsten Morgen und kehrte wie versprochen den anderen zurück.

****
Tamina nahm gerade die Pferdebeutel von Windfangs Rücken, um für Azimuth und sich das Nachtlager zu bereiten, als ihr kleiner Freund einmal mehr an ihrer Hose zupfte und fragte, ob mit ihr alles in Ordnung sei. Der Kobold war ihr einziger Freund und so höflich-freundlich sich ihr gegenüber auch die meisten der Gruppe benahmen, ließ sie doch niemanden mehr näher an sich heran. Jetzt hockte sie sich hin und lächelte Azimuth an. Sie war den ganzen Tag über nicht sehr gesprächig gewesen, kein Wunder also, dass er unruhig war.

Es geht mir gut und es ist alles in Ordnung. Aber ich bin hungrig, was ist mit dir?

Tamina wusste nicht, ob jemand jagen gehen würde oder ob noch Essensreste da waren. Sie selber hatte nichts mehr, was sie zur Versorgung aller beisteuern könnte.

Wir könnten auf Eiersuche gehen, noch ist es hell. Was meinst du?

Eigentlich war Azimuth kein Freund von Baumklettereien, doch mit ein wenig Glück fanden sie Gelege von Bodenbrütern.

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Morthond sicherte die Gruppe meist nach hinten ab. Das geschah fast zwangsläufig, da Roux sich natürlich bei Kerrêl aufhielt und er in ihrer Nähe sein wollte. Außerdem konnte er so einige besser im Auge behalten, die sich seiner besonderen Aufmerksamkeit erfreuen durften. Tamina verhielt sich unauffällig und Kithras blieb wie stets mehr verschwunden, als dass er sich sehen ließ. Und doch war er in der Nähe, wie Morthond ab und zu feststellte.

Am späten Vormittag hatte er ein verletztes, junges Wildschwein, das anscheinend einem Raubtier begegnet und ihm vermutlich gerade so entkommen war, aufstöbern können und es zu dem Greifen gebracht, der nun endgültig akzeptiert zu haben schien, dass er und Roux, also Roux und er... nun ja, zusammengehörten. Und ebenso sollte die Gruppe das hinnehmen. Morthond verhielt sich höflich, teilweise sogar freundlich, achtete jedoch trotzdem auf eine gewisse Distanz.

Sie hatten einen recht günstigen Platz für ein Nachtlager gefunden und nachdem Morthond Gumb von Sattel und Waffen befreit hatte, ließ er den Blick über die sich für das Nachtlager sortierende Gruppen, entdeckte Feyon und ging zu ihm.

Wir sollten Nachtwachen aufstellen. Noch einen so überraschenden Kampf wie den gegen die Zentauren können wir uns nicht leisten. , sprach er leise den Silberelfen an.

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Nach einem ruhigen ereignislosen Tagesritt, beschloss man vor der nächsten Siedlung im Freien zu übernachten. Ein Lager wurde errichtet, jeder wußte inzwischen, was er zu tun hatte. Der Ritt hatte Feyon gut getan, nirgends konnte er so gut nachdenken, als auf dem Rücken eines Pferdes, unterwegs durch das Land. Der Elf kümmerte sich zunächst wie immer um Lyx und half dann den anderen beim Errichten des Lagers. Morthond kam auf ihn zu und erzählte von seinen Gedanken bezüglich einer Wache.

Feyon nickte .. ja.. wir können gerne Wachen einteilen und erklär mich auch gern bereit dazu, ich kann gerne die letzte Wache zu Morgen hin übernehmen. Bekannterweise war dies die langweiligste und am schwersten durchzuhaltende Wache, aber er sah den Tag gern erwachen. Wir haben das immer mal wieder gemacht, aber meist sind wir auch wieder nachlässig geworden. Zentiara ist auf eine sehr eigenen Art immer wach und wir Elfen schlafen ohnehin unterwegs nur halb, ich bin oft Teile der Nacht wach und habe ohnehin einen sehr leichten, wachsamen Schlaf. Ich nehme an, daß es bei Dir, Solan, Llynia, Asterius .. und Kithras ... auch so sein wird ..., aber gerade jetzt nach den letzten Ereignissen hast Du sicherlich recht... . Bei der Erwähnung von Kithras lag ein leichtes Zögern in seiner Stimme, den er war sich definitiv nicht sicher ob dieser sie vor einer Gefahr wirklich warnen würde, aber das zu erläutern war gegenüber Morthond sicherich nicht notwendig. Inzwischen wußte Morthond weitgehend wie die Gruppenmitgleider einzuschätzen waren, sowohl für die Gruppe insgesamt, als auch für ihn selbst.

Feyons Blick glitt über die Gefährten, sie wirkten müde und noch immer angespannt. Die Ereignisse mit den Zentauren, ihre halbverheilten Verletzungen und später die Sache mit Tamina und Azrael zehrte noch immer an ihnen. Feyon sagte nachdenklich : Es wird noch ein langer, anstrengender Weg bis zu den Zwergen werden... und damit meinte er weniger die eigentliche Entfernung.



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Josh hatte ich nach einer Weile dann doch überredenlassen mit zum Frühstück zu kommen. Der Name Junan ging Karen seltsamerweise nicht mehr aus dem Kopf, obwohl es doch wahrscheinlich nur ein Traumgespinst des Jungen war. Aber bald zog der Tag ins Land, sie kümmerte sich noch um Pierres Wunde und er und sie versuchten die nutzen um längst fällige Gespräche zu führen. Für Karen war es schön wieder in Pierres Armen einzuschlafen, ihm wieder näher zu sein und doch war es nicht wie vor den Ereignissen in Andorga. Aber vielleicht waren sie auf dem Weg ihre Beziehung doch wieder zu festigen und nicht zu schwächen, alles war im Wandel ... auch die Verbindung der beiden.

***

Am nächsten Lagerplatz angekommen wußte sofort jeder was zu tun war und Karen kümmerte sich ums Feuer , machte sich dann an einem Bach etwas frisch und kümmerte sich anschließend auch gleich um die Vorbereitung des Abendessens. Dinge wie Tee auf dem Lagerfeuer zuzubereiten und das Vorbereiten des Essen waren für sie alle schon zu Selbstverständlichkeiten geworden über die niemand mehr nachdenken mußte. Jeder Handgriff sass ..

Nachdem vorläufig alles vorbereitet war, setzte sich Karen ans Feuer und schenkte sich erstmal einen Becher Tee ein ... noch war jeder mit irgendwas beschäftigt, Vinya und die anderen Pferde grasten schon friedlich über die Graslandschaft und Karen sah dem ganzen Treiben eine Weile einfach zu.

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Morthond nickte beifällig zu den Worten des Silberelfen. Auch wenn er den Meisten aus dieser Gruppe nicht allzu viel zutraute, so erschien ihm Feyon doch nach und nach in einem anderen Licht und er fühlte, wie er sich dem Mann gegenüber ein wenig öffnete. Nicht zu weit, notfalls würde er die Tür schnell wieder ins Schloss werfen, sollte es notwendig sein, nur beschlich ihn immer mehr das Gefühl, dass es weder nötig sei, noch dazu kommen würde. Ob diese Empfindung jedoch trog oder sich bewahrheiten würde, würde sich noch zeigen.

Dann übernehme ich die erste Wache, wenn sich alle zur Ruhe begeben haben. , erklärte er Feyon. Dass sie nachlässig geworden waren, hatte er bemerkt und auch, dass diese Gruppe die unangenehme Eigenschaft hatte, gerade am Abend auseinanderzulaufen. Doch nun war er ja da und es würde sich einiges ändern.

Wir sollten darauf achten und den anderen einschärfen, dass sie nach Einbruch der Dunkelheit beieinander bleiben. Im Falle eines Angriffs kann die Gruppe nur stark sein, wenn sie zusammenhält. Einzelne werden schwer zu schützen sein. , gab er zu bedenken und nickte dann.

Ja, der Weg wird noch anstrengend genug und wir wissen nicht, wem wir als nächstes begegnen. Was meinst du, werden die Zwerge uns überhaupt bei sich einlassen?

Auch wenn er als Elf Tharik und Thorek mittlerweile respektierte, aber sie in Deragond in das Haus seines Vaters zu führen... nun ja, ins Gästehaus... vielleicht....

Fragend blickte er Feyon in die dunklen Augen.

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Nick war für die drei Tage Ruhe die ihnen gegönnt waren wirklich dankbar. Llynia hatte in der Zeit seine Armwunde öfter mit Umschlagen versorgt und die Wunde war gut am heilen so das er seinen Arm wieder ohne große Probleme benutzen konnte. Auch hatten sie die Zeit für Spaziergänge und zum reden genutzt und Nick hatte ein wenig mehr über die Elfen allgemein und Llynias bisheriges Leben erfahren, sowie auch er ihr über sich und sein Leben mehr erzählt hatte. Die Nächte hatte sie in der relativen Sicherheit der Siedlung etwas abseits der anderen verbracht um sie ungestört nahe sein zu können, aber auch der Schlaf war nicht zu kurz gekommen, da sie die letzten beiden Morgen erst aufgestanden waren als die Sonne schon höher am Himmel stand.

***

Am Morgen des Aufbruchs hieß es dann wieder beizeiten aufzustehen und alles für die Weiterreise bereit zu machen und da alle Hand in Hand arbeiten ging es auch sehr früh weiter. Der Ritt verlief ruhig und ereignislos und trotz einer nahen Siedlung, errichteten sie am Abend ein Lager in einigem Abstand dazu, da den Leuten wohl keine große Gastfreundschaft nachgesagt wurde.

Auch er und Llynia versorgten zuerst ihre Pferde und halfen dann mit, das rasch ein Feuer brannte und Proviant und Wasserschläuche dort für alle bereit lagen. Wollen wir uns etwa die Umgebung ansehen, schlug er Llynia vor, als das Lager soweit fertig war. Nach dem langen Ritt sehnte er sich nach etwas Bewegung und sich etwas umsehen konnte ja auch nicht verkehrt sein.
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Die Ruhepause war für die meisten dringend notwendig gewesen und Taria hatte die Zeit tagsüber öfter mit Ileana und Abends mit Robin verbracht. Ansonsten hatte sie die Gelegenheit genutzt ihre Kleider zu säubern und zu flicken, hatte immer mal wieder das kleine Wiesel von Dummheiten abgehalten und sich auch öfter etwas von der Siedlung entfernt und einfach die Stille genossen.

***

Sie hatten sich wieder auf den Weg gemacht und nach einem ereignislosen Tagesritt kümmerte Taria sich um ihr Pferd, als das sie Sona inzwischen ansah, es hatte zwar ein bisschen gedauert, aber inzwischen waren sie und die Stute Freunde geworden. Während sie das Pferd striegelte, beobachtete sie das treiben beim errichten des Lager und bekam auch das Gespräch zwischen Morthond und Feyon mit.

Sie strich der Stute nochmal sanft über den Hals und ging langsam auf die beiden Elfen zu. Ich könnte die Wache um Mitternacht übernehmen, bot sie an und zuckte leicht die Schultern, da sie damit klar machte den beiden zugehört zu haben. Einen Moment sah sie Feyon nachdenklich an, da er sie bei den möglichen Wachen nicht aufgezählt hatte, wusste er vielleicht nicht genauer über ihre Fähigkeiten Bescheid, zumal sie ja nie offen darüber geredet hatte.

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Den Rückweg über war sie schon mehr als schweigsam geblieben, man hätte es auch stumm nennen können, verzettelt in viel zu viele Gedanken. Weil sie nicht sicher war, dass etwas anderes gut daran gewesen war herzukommen, als das <b>As</b> seine Waffe wieder hatte oder ob sie es eher noch schlimmer gemacht hatte oder eben ob es doch wichtig war oder nicht oder vielleicht?
Auch wenn sie nicht anders empfinden konnte als sie empfand, bedauerte sie das alles doch. Zum Großteil um Taminas Willen, aber zu einem anderen Teil aus recht egoistischen Gründen. Die Gesellschaft der jungen Frau hatte ihr gefallen, die letzten Tage auf dem Ritt, einfach unbeschwert und fröhlich mit einander umzugehen, jemand der vielleicht hätte zu einer Freundin werden können, das fehlte ihr mehr oder weniger unbewusst ein wenig. Und jetzt war es … ach keine Ahnung was es war.

Was sie wusste, dass sie für den Augenblick keine Lust hatte irgendwem zu begegnen mit dem sie reden „musste“ , also brachten sie nur Kelpies Sattel wieder in die Scheune nahm das Pferd aber wieder mit hinaus, was sollte er hier im Stall stehen. Sie ließen das Pferd auf einer nahegelegenen Wiese grasen und hatten sich in seiner Nähe einen Platz im hohen Steppengras gesucht, um einfach zur Ruhe zu finden, die Wolken zu beobachten und den Tag an sich vorbeiziehen zu lassen.

Sie blieben noch länger in der Siedlung einige Verletze brauchten noch Schonung und sie alle erst mal wieder Raum um zu sich zu finden und es gab auch noch das eine oder andere was besprochen werden musste. Sie erzählte am nächsten Abend von ihrem Traum mit Junan und dessen Warnung vor dem Nachtmahren.
Und um noch etwas war nicht länger möglich vor sich her zu schieben. Morgen Nacht war Vollmond und es blieben nunmal nicht viele Möglichkeiten.
Also wurde am nächsten Nachmittag ein Platz in einer Entfernung von etwa einer Stunde zum Ort gesucht, an dem es möglich war die Wölfe unentdeckt in Käfige zu sperren. Anders als vielleicht zu erwarten gewesen war, protestierte Kithras mehr der Form halber als wirklich energisch, es schien selbst für ihn klar zu sein, dass er wenn er sich hier quer stellte seinen Platz in der Gruppe riskierte.
Die Beiden würden die Nacht dort draußen allein verbringen, niemand zur Wache oder Begleitung, für den Fall, dass die Käfige nicht hielten. Es mochte vernünftig sein und logisch… und es war dennoch ganz und gar nichts was sie akzeptieren wollte. Aber hier durfte sie ihren irrationalen Anwandlungen keinen Ausdruck verleihen, weil wenn es eben nicht zu verhindern war, sie kein Recht hatte es As noch schwerer zu machen. Also sagte sie nichts sondern legte ihm nur ihre Kette um den Hals. Wenigstens ein Stern der heute Nacht über dich wacht.

Die Nacht war unruhig, viel zu ungewohnt war es schon wieder ohne die Wärme eines anderen Körpers neben sich einzuschlafen und die letzten Tage waren zu wenig anstrengend gewesen, als dass der Schlaf jetzt ein Recht zu fordern hatte. Aber irgendwann kam der Schlaf eben doch. Als sie sehr früh am Morgen erwachte, war das erste was sie bemerkte eine kleine warme Stelle an ihrem Bauch, um die sie sich im Schlaf zusammengerollt hatte und die sich jetzt in der anbrechenden Dämmerung als wuschelmähniger Kobold entpuppte.
Sie wollten weiter, so dass heute alle früher auf waren als an den letzten Tagen, aber während bald gepackt war und noch gefrühstückt wurde, machte sie sich mit Domi schon mal auf den Weg. Ruhe hätte sie ohnehin nicht bevor sie wusste das alles in Ordnung war und Beide brauchten ihre Sachen und etwas zu essen – worin wohl auch der Grund Domis Eifer mitzukommen lag. Weniger Leute mit denen man sein Frühstück teilen musste.
Zuvor hatte sie Llynia für alle Fälle um die Heilsalbe gebeten, die sie ihr auch mit einer Ermahnung sparsam zu sein mitgegeben hatte.

Beide Männer wirkten erschöpft und übernächtigt, wenngleich Kithras seltsamerweise kaum verletzt zu sein schien, während As ungleich übler zugerichtet war. Nichts desto trotz war es kaum möglich nicht zu merken, dass sie froh war in einigermaßen in einem Stück wieder vorzufinden.
Sie überließ es dem Kobold das Frühstück zurecht zu machen – auch wenn das so in etwa war wie einen Fuchs zu bitten auf die Hühner zu achten und kümmerte sich so gut wie möglich um die Verletzungen … nur theoretisch bei beiden. Das Kithras Essen und Hilfe gleichermaßen knurrig ablehnte… was sollte man schon anderes tun als mit den Schultern zu zucken.

Nachdem sie die anderen abgepasst hatten, ließ sie Kelpie neben Ascar aufschließen und gab Llynia den kleinen Tiegel zurück. Viel hab ich nicht gebraucht… trotzdem Danke. Die Wunden würden auch so schnell heilen, hatte sie sich sagen lassen, so dass As nicht gewollt hatte, dass die Salbe verschwendet wurde und es außer bei einem besonders unschönem Kratzer rundheraus abgelehnt hatte.

Der Tag schien sich endlos hinzuziehen, vor allem deshalb weil sich die Landschaft wie in einer Endlosschleife zu wiederholen schien und als sie sich entschieden ein Lager aufzuschlagen, war der Abend nicht mehr fern.
Domi flitze wie gewöhnlich kaum vom Pferd geholt davon, um zu sehen wo sie gelandet waren und wie er helfen konnte.
Während irgendjemand ein Feuer entfachte, half sie mit die Pferde abzusatteln und zu versorgen.
Bis das erledigt war, wirkte der Platz doch schon recht … gemütlich würde sie es nicht nennen, aber doch so als könnte man es die Nacht über hier aushalten, auch wenn die wechselnde Jahreszeit und wohl auch die Nähe zum Gebirge, es nicht mehr so ganz zuließen, die Illusion von Sommer aufrecht zu erhalten.
Ihren Körper im Gehen der Länge nach durchstreckend trat sie hinter As , legte die Arme um ihn herum und ihren Kopf an seinen Rücken.
Froh das wir für heute angekommen sind? Bist du … in Ordnung?
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Llynia und Nick hatten die Tage in der Siedlung genossen, hatten viel Zeit miteinander verbracht, viel von einander gelernt und sich viel besser kennen gelernt.
Viel zu schnell kam der Morgen des Aufbruchs, und sie ritten mit kurzen Pausen bis es langsam dämmerte.
Nachdem sie gemeinsam ihre Pferde versorgt hatten, halfen sie dabei, das Lager aufzubauen.

Als der Schotte dann vorschlug, sie könnten sich ja die Umgebung ansehen, nickte die Elfe begeistert.
Das ist eine gute Idee! antwortete sie lächelnd.

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Er hätte es wahrscheinlich vor niemandem, schon gar nicht seinem Bruder, zugegeben, aber auch Thorek war über die drei Tage ganz froh, in denen sie sich etwas Ruhe gönnen konnten. In der Vollmondnacht vor dem Aufbruch, sorgte Zentiara dafür das von den Wölfen keine Gefahr drohte und wie sich zeigte waren die Käfige wohl wirklich sicher. Zumindest diesmal hatte es funktioniert.

***

Von der Siedlung hielten sie sich lieber fern, da sie Gastfreundschaft dort nicht erwarten durften und machten am ersten Abend der Weiterreise etwas entfernt davon Rast. Bald war das Lager für die Nacht bereitet, die Tiere versorgt und nach kurzer Zeit brannte auch schon ein Feuer. Auch wenn noch nichts zu sehen war, noch waren sie zu weit weg, ging sein Blick in die Richtung in der er Akinea wusste und er seufzte leise. Auf der einen Seite konnte er kaum erwarten dort anzukommen, doch der Gedanke an die Unterredung mit ihrem König machte ihm auch Sorge, das würde nicht einfach werden.
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Der Abend war relativ bald gekommen und eigentlich waren insgesamt die Tage recht schnell vorbei gewesen. Sie hatten noch etwas mehr Zeit in dem kleinen Ort verbracht, als er gedacht hätte, doch es hatte ihn nicht gestört. Mit Josh gab es immer etwas zu tun und eine ganze Menge zu entdecken.
Zusätzlich dazu hatte er sich auch mit Avi aussprechen ’müssen’. Glücklicher weise gab es da nicht so viel zu besprechen, wie er befürchtet hatte und sie hatten doch einiges an schöner Zeit verbringen können – rücklings im Gras liegen, den Sonnenstrahlen zuschauen, Bilder in den Wolken suchen oder Kieselsteine werfen.

Der Vollmond war dadurch jedoch ebenfalls recht schnell gekommen und er hatte es sich nicht nehmen lassen zuzusehen, wie Zentiara die Käfige heraufbeschworen hatte. Es tat ihn schon ein wenig leid für Asterius, Kithras war da schon ein wenig anders. Der andere Wolf war ihm noch immer unheimlich und das würde sich vermutlich auch nicht so bald ändern. Dazu hatte der Mann viel zu viel Spaß daran sie zu ärgern.
Nachdem die Wölfe in ihren Käfigen verstaut waren, machten sie sich irgendwann wieder auf den Weg zurück zum Lager. Dort angekommen unternahm er nicht mehr viel und kugelte sich schlussendlich auf Leas Bauch ein. Dort war es über Nacht am wärmsten.

Am nächsten Morgen war er früh wieder mit Lea auf den Beinen, um Asterius etwas zum Frühstück zu bringen. Er musste ja sicher gehen, dass der Wolf sich auch erholen konnte.
Leise grinsend betrachtete er sein Werk, Das sah doch schon echt appetitlich aus!

Der nächste Tag flog ebenfalls geradezu herum und so machte es auch keinen großen Unterschied, dass er diesmal nicht hatte herumtoben können, sondern auf einem Pferd sitzen musste. Gegen Abend erreichten sie endlich ihren Rastplatz und der Kobold flitzte fast augenblicklich los, um alles zu begutachten und für sie zu annektieren.
Joooosh ? Spielen wir Kieselwerfen?“ Sein Blick glitt von dem Jungen zu Lea und Asterius und er begann zu grinsen. Mit den beiden im Team würde es sicher spannender werden. Lieb blinzelnd kam er zu ihnen hinüber. ”Ihr dürft mitspielen..“

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Nay hatte auf Zentiaras Antwort nur leicht den Kopf geschüttelt, sie sorgte sich nicht so sehr um Taminas körperliche Unversehrtheit, sondern ehe psychischen Druck dem sie eh schon ausgesetzt war, und der sich noch steigern würde sollte sie das jetzt auch noch versuchen. Und das es vielleicht ohne ihr Zutun geschehen würde... Nay glaubte nicht an diese Art von Schicksal. Wofür sollte man denn dann noch Entscheidungen treffen, wenn sie eh vorbestimmt waren? Doch Zentiara ging dann erstmal mit den Zwergen mit, die etwas mit ihr besprechen wollten. Nay hatte noch zuende gefrühstückt, und sich dann zurück gezogen. Die meiste Zeit die sie in dem Dorf verbrachten, hatte sie sich irgendwo verkrochen und sich ausgeruht, sie hatte erst jetzt gemerkt, wie anstrengend die letzte Zeit gewesen war. Irgendwann wurde ihr zwar langweilig, aber jegliche Motivation, aufzustehen und etwas zu unternehmen, fehlte ihr. So hing sie ihren Gedanken nach, genug zum nachdenken hatte sie ja.. Und es wurde noch mehr, als Lea ihnen von Júnan und dem Nachtmahr erzählte. Diese Neuigkeit war alles andere als beruhigend, sie waren somit nicht mal mehr in ihren Träumen sicher... Der Schlaf liess daraufhin in dieser Nacht noch länger auf sich warten.

******

Nay war froh, dass sie endlich wieder losgeritten waren, ausruhen zu können war zwar schön gewesen, aber am letzten Tag hatte sie dann doch eine nicht verdrängbare Unruhe erfasst. Still war sie den Tag über am Rand der Gruppe mitgeritten, deie Umgebung war nicht gerade abwechslungsreich, und auch nicht sonderlich schön, obwohl sie immer wieder Kleinigkeiten entdeckte, die die natürliche Magie, das Leben, der Welt wiederspiegelten: ein mit Tau benetztes Spinnennetz, dass in der Morgensonne glitzerte, ein hellblauer Schmetterling, der fröhlich zwischen den spärlichen Blumen umherflatterte, ein Kanninchen das vorsichtig aus seinem Bau lugte, nur um sich gleich wieder zu verstecken, und dann doch wieder nach draussen zu schauen...

Die Sonne stand schon tief als sie schliesslich anhielte und das Lager errichteten. Nay half, wie auch alle anderen, mit, und so waren sie schon bald fertig. Fröstelnd holte sie sich ihren Umhang aus der Tasche, man merkte inzwischen das der Sommer so gut wie vorbei war. Wie sollte das erst werden wenn es richtig kalt wurde? Sie fror schon jetzt Nachts, und es war noch nichtmal richtig Herbst...

Unschlüssig sah sie sich um, bis ihr Blick auf Zentiara fiel und sie sich erinnerte das sie sie schon die ganze Zeit etwas fragen wollte. Dennoch zögerte sie erst, ging dann aber doch auf die Hexe zu. Zentiara? sprach sie sie leise an, und wartete bis die Hexe sich ihr zugewand hatte. Ich wollte Dich noch fragen... kurz stockte sie, sah zu Boden und dann doch wieder in Zentiaras violette Augen. Was ist mit Satoru passiert...?

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Zu seinem Glück war die Vollmondnacht relativ bald vorbei. Und zu seiner Überraschung verlief sie sogar sehr glimpflich – für ihn auf jeden Fall. Asterius wirkte hingegen nur halb so unbeschadet. Eigentlich wirkte der Wolf eher, als wäre er in eine Horde wildgewordener Elfen geraten, die hatten auch immer eine Schwäche für Messer und hinterließen dementsprechend Schnittwunden auf Körpern.
Lea tauchte pünktlich am nächsten Morgen auf und entlockte ihm ein leichtes Augenrollen. Das war doch nicht mehr wahr. Kithras kickte einen Stein zur Seite und beobachtete, wie sich die junge Grauweltlerin um den Wolf kümmerte, Den kleinen Kobold hatte sie natürlich auch mitgebracht und er verdrehte abermals die Augen. Auf diese Nervensäge konnte er sehr gut verzichten. Doch für den Augenblick war es nicht zu ändern und er tat sein bestes ihn zu ignorieren und die Hilfeversuche in bekannter Manier abzuweisen. Sie würden es auch nicht mehr lernen!

Der nächste Reisetag verging relativ schnell und problemlos. Die paar Kratzer, die er sich doch zugefügt hatte, hinderten ihn nicht erwähnenswert und so war es für ihn kein Problem mit den Pferden mitzuhalten. Er hielt sich wie gewohnt in einigem Abstand und nutzte jede Deckung, um wenigstens ein wenig den Jagdcharakter für sich zu behalten. Natürlich würde er niemandem etwas tun oder gar jemanden töten, doch wenigstens für sich selbst konnte er so tun.
Leicht grinsend blieb er in einigem Abstand stehen und beobachtete, wie sich ganz automatisch wieder um die Errichtung des Lagers gekümmert wurde. Sie waren.. Ihm fehlten dafür die Worte. Es war kaum zu glauben.


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Die Vollmondnacht war die reinste Folter für ihn gewesen und das ein oder andere mal wäre der kleine Anhänger beinahe gefallen, weil er der dünnen und durchaus empfindlichen Kette doch etwas zu nahe gekommen war. Doch jedes Mal passierte, wie durch Geisterhand geschützt, nichts.
Am nächsten Morgen war Lea fast sofort nach seinem Erwachen an seiner Seite, um sich um seine Wunden zu kümmern. Er war ihr sehr dankbar und obwohl er niemals zugegeben hätte, dass es so war, wusste er nicht mehr, wie er diese Nächte zuvor ohne ihre Hilfe hinter sich gebracht hatte.

Ihre Hilfe tat gut und auch Llynias Creme tat ihr Übriges. Das Brennen der Kratzwunden ließ langsam aber sicher nach und ermöglichten ihm so auch den Pferden folgen zu können. Er war nicht ganz so schnell wie normal, doch er schaffte es dennoch ohne übergroße Probleme mitzuhalten. Am nächsten Tag würden die Wunden kaum noch zu sehen sein, doch zumindest zu Beginn behinderte das neue Körpergefühl doch ein wenig.

Gegen frühen Abend erreichten sie endlich den Platz, an dem sie lagern wollten und Asterius musste zugeben, dass er doch froh darüber war. Endlich ein wenig Ruhe zu finden würde ihm gut tun und ihm fehlte Lea auf eine Weise, die er so nicht erklären konnte.
Domido lenkte ihn von seinen Gedanken ab, indem er ihnen anbot mit ihm etwas zu spielen und er sah fragend von dem kleinen Kerl zu der jungen Gälin an seiner Seite. ”Was…hältst du von der Idee?” Er kannte das Spiel nicht und er hatte auch nicht gedacht , dass er jemals in die Verlegenheit kommen würde es zu versuchen.

Er legte seine Hände auf ihre, die sich vor seiner Brust zusammen gefunden hatten und lehnte sich ein wenig gegen sie. Ja..alles in Ordnung. Ich bin..nur ein wenig müde. Es ist doch immer..etwas anstrengend. Aber morgen wird schon wieder alles..wie immer sein. Er lächelte leicht und strich mit dem Daumen über ihren Handrücken. Ist mit dir alles in Ordnung?

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Nicht nur ihretwegen war sie froh irgendwo angekommen zu sein. Auch weil – wenn er es vermutlich auch nie zugeben würde – auch die Kraft eines Werwolf irgendwo mal an einer Grenze ankam und sie hoffte, sie würden noch eine ganze Weile auskommen ohne die herausfordern zu müssen.
Mit geschlossenen Augen lauschte sie ihren langsam vertickenden Herzschlägen und war es einfach zufrieden, die vertraute Schwere von As Körper wieder zu spüren, als er sich gegen sie lehnte. Wärme und Zufriedenheit waren manchmal sehr einfach und mit allen Sinnen zu erfassen möglich.

Müde und erschöpft zu sein, hatte er nun jedes Recht. Das ist gut. , antwortete sie nur schlicht auf die Versicherung, dass er morgen wieder ganz ok sein würde und fragte sich zugleich im Stillen wie lange es wohl brauchen würde, diese Versicherung auch für sich verinnerlichen zu können, so dass sie daran glaubte.
Ja, sicher mir geht es gut. Immerhin hatte ja auch nicht sie die letzte Nacht, als tobendes Raubtier verbracht.
Du hast mir gefehlt. , flüsterte sie, bevor eine koboldige Stimme sie wieder in einen aufmerksameren Zustand beförderte.

Kieselwerfen? Kleine Fragezeichen hüpften fröhlich in ihren Augen auf und ab und lenkten ihren Blick von einem herzerweichendem Koboldblick zu einem fragendem von As .
Aber… sie sah in die Runde, das Lager war so weit es etwas zu errichten gab fertig, warum also nicht?
Ok… Josh und du gegen Dom und mich! Zustimmte sie mit leichtem Übermut zu, löste ihre Arme von As und sah sich nach dem Jungen um.
Es sei denn natürlich du willst gleich aufgeben… ihr habt keine Chance.
Leiser und nur für As Ohren bestimmt, fuhr sie fort. Zumindest wenn ich rausfinde wie das Spiel funktioniert!
Damit knuffte sie ihn leicht und stellte sich fröhlich lachend neben Domido und redete in normaler Lautstärke weiter.
Aber Jungs erst müsst ihr mir unwissender Fremdweltlerin mal erklären wie das geht! Domi … wie spielt man Kieselwerfen?

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Tamina ging für ihn in die Hocke und lächelte. Azimuth betrachtete dieses Lächeln ausgiebig. War’s echt ?
“Hm... “ macht er nachdenklich und bei dem Wort „hungrig“ grinste er.
“Ich auch!“ Es folgte ein heftiges Nicken.

“Eier ?“ Sein Gesichtsausdruck wandelte sich von eben noch begeistert auf leicht bis mittelschwer skeptisch.

“Die wachsen auf Bäumen.“ gab er zu bedenken.
“Wie wärrre es denn mit Brrrombeerrren?“ Die dicken, dunkelroten und saftigen Beeren waren schon fast ganz reif und somit auch schon fast ganz süss.

“Oderrr...“ Er legte den Kopf schräg und sah sie an.
“...du Eier, ich Brrrombeerren... und vielleicht sogar Weintrrrauben. Die lassen wir im Krrrug liegen und haben in wenigen Tagen leckerrren Wein.“
Er leckte sich geniesserisch über die wulstigen Lippen.

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Re: DRAGAO LAGRIMA - Neue Hoffnung

Beitrag von Sionnach » 4. Juni 2010, 17:19

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Zentiara fand die langweilige braune Reisekleidung zwar sehr praktisch, aber hexische Eleganz war eben durch nichts zu ersetzen.
Kaum waren sie ausser Sichtweite der kleinen Siedlung, erstrahlte sie schon wieder in ihrem lila Glanz und fühlte sich gleich besser.

Am diesem Abend schlugen sie noch einmal ihr Lager auf der Ebene auf. Die spärlichen Bäume gaben einfachen Halunken keine wirkliche Deckung und gegen die richtigen Halunken müssten sie sowieso anders vorgehen.

Feyon und Morthond beschlossen, sich die Wache zu teilen und sie, sich ans Feuer zu setzen und zu überlegen, wie sie dem kauzigen Zwergenkönig am besten begegnete, als sich Nay zu ihr gesellte.

“Du kannst mich immer fragen, Nay .“ erwiderte sie lächelnd.
Ihre Frage kam allerdings völlig unerwartet. Alles hätte sie gedacht, aber nicht, dass sich das junge Mädchen um den uralten Krieger sorgte.

Satoru ... sie war es, die damals die Entscheidung getroffen hatte, ihn vor dem eigentlich sinnlosen Tod zu bewahren, damit er seinen Beitrag zur Welt leisten konnte. Doch offenbar hatten die schwarzen Kräfte schon zu sehr gewirkt und sie war machtlos dagegen.

“Sein Körper ... ist zu Staub zerfallen und hat sich mit der Erde verbunden. Vielleicht wächst irgendwann genau dort eine Pflanze, die sich kraftvoll erhebt.“ antwortete sie leise.
“Und seine Seele ...“ Zentiara liess den Kopf leicht sinken. Satoru wurde von Nick getötet und mittlerweile wussten auch die Grauweltler, wohin die Seelen der Getöteten gingen.
“...vielleicht findet auch sie irgendwann ihren Frieden.“

Nun hob sie den Kopf wieder und sah die junge Frau an.
“Warum interessiert es dich?“ erkundigte sie sich neugierig.

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Welch eine dumme Frage! Natürlich war Azimuth hungrig und nicht nur, weil sie wenige Pausen gemacht und zumeist durchgeritten waren, sondern weil er es ziemlich oft war. Es erstaunte sie immer wieder, welche Mengen an Essen im Vergleich zu diesem kleinen Körper der Kobold verzehren konnte.

Wo das nur alles blieb?

Selbst wenn er meinte, dass er richtig satt sei, was selten genug vorkam, war nicht ein noch so kleines Bäuchlein an ihm zu erkennen, geschweige denn, auch nur ein Spur Fett. Während sie in ruhigen Zeiten schon die eine oder andere sanfte Rundung an sich feststellen konnte, schien das bei Azimuth wohl nie der Fall zu sein. Aber vielleicht waren Kobolde da einfach anders. Und zur Zeit war sie selber auch eher dürr.

Eigentlich hatte sie nicht rechte Lust, allein auf den Bäumen herumzuklettern, während Azimuth unten am Boden blieb. Sie hatte geahnt, dass ihm das nicht behagen würde, allerdings versüßte er ihr den Verzicht mit der Aussicht auf Brombeeren. Sofort lief ihr das Wasser im Mund zusammen.

Das ist eine wundervolle Idee. Lass uns Brombeeren sammeln... und Weintrauben. Aber meinst du, die wachsen hier?

Sicher war sie sich nicht, aber vielleicht hatten sie ja Glück. Kurz blickte sie in die Runde. Alle waren mehr oder minder dabei, sich für die Nacht einzurichten, doch da es noch hell war, sollten sie einen kleinen Ausflug riskieren können.

Sollten wir nicht jemandem Bescheid sagen?

Nachenklich blickte sie Azimuth an. Auch wenn Tamina sich ein wenig zurückgezogen hatte, so hatte sie sich vorgenommen, keinen Anlass für Tadel oder Misstrauen zu geben.

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Besonders für Miriel war Aidan froh das die Gruppe entschieden hatte eine längere Rast einzulegen, so konnte sie ihre Schulter eine Weile schonen und auch Feyon sah ab und zu danach.
Am zweiten Morgen in der Siedlung, war er schon früh wach und während er die noch schlafende Miriel liebevoll betrachtete, ging ihm ihr Problem mit dem viel zu großen Schwert ihres Vaters, einmal mehr durch den Kopf. Am Vortag hatte er die kleine Schmiede entdeckt und jetzt fasste er den Entschluss den Schmied zu fragen ob er eine Lösung für das Problem wusste. Leise, um seine Freundin nicht zu wecken, erhob er sich, nahm das Schwert mit und verließ die Scheune.

Auch wenn der Mann hier nicht viel damit zu tun hatte, sich eher um die Werkzeuge, Pflugscharren und dergleichen kümmerte, so kannte er sich doch auch mit der Waffenschmiedekunst aus und da es eine willkommene Abwechslung war, war er auch sofort bereit das Schwert für eine kleine Person zurecht zu machen. Von ihm über ihre Größe und Statur informiert, machte der Schmied sich gleich an die Arbeit und Aidan verließ mit gemischten Gefühlen die Schmiede. Vielleicht hätte er vorher mit Miriel darüber reden sollen, aber er hatte sich von Eifer des Schmieds anstecken lassen und so einfach zugestimmt, das Schwert sofort zu ändern.

Miriel vermisste das Schwert nicht und da er nicht wusste wie er sie darauf ansprechen sollte schob Aidan das eigentlich unbedingt nötige Gespräch immer wieder hinaus. Dennoch genoss auch er die beiden recht unbeschwerten Tage die sie noch in der Siedlung verbrachten und sie redeten und lachten viel miteinander. Um auch die anderen besser kennenzulernen, suchte er auch ab und zu das Gespräch mit einigen aus der Gruppe, wobei es ihm bei einigen leichter fiel als bei anderen.

***

Bei der Abreise steckte das Schwert wieder in der Scheide, so das die kürzere und etwas schmälere Klinge nicht zu sehen war und die kleinen Änderungen die der Schmied auch am Griff und Parier vorgenommen hatte, waren Miriel noch nicht aufgefallen. Dennoch würde er endlich mit ihr darüber reden müssen, doch da sie recht zügig los wollten verschob er es erneut, nahm sich aber fest vor das am Abend endlich nachzuholen.
Der Ritt verlief ruhig und ereignislos und als sie am Abend das Lager aufschlugen, halfen auch er und Miriel , nach dem versorgen ihrer Pferde, mit.

Als das Feuer munter prasselte und Karen den Tee bereitete, zog er Miriel etwas auf die Seite, nahm sie dann aber zuerst nur wortlos in den Arm, noch nach Worten suchend, wie er ihr beibringen sollte das er ihr Schwert hatte eigenmächtig ändern lassen.

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Taria kam heran, sie hatte ihnen wohl zugehört. Morthond runzelte leicht die Brauen, erst hatte er sie zurechtweisen wollen, hielt ihr dann aber zugute, dass sie behilflich sein wollte.

Warum nicht. Dann beginne ich, Taria übernimmt die Zeit um Mitternacht und du dann bis zum Morgen. , meinte er zu Feyon und teilte die Abschnitte ein.

So hätte jeder von ihnen genug Zeit, um sich auszuruhen. Ob er selber den Rest der Nacht schlafend verbringen würde, wusste er noch nicht. Vielleicht striff er auch einfach durch die nähere Umgebung, denn er vermutete, dass Roux zumindest für eine kurze Zeit mit Kerrêl aufsteigen würde.

Nachdenklich musterte er Taria.

Solltest du aber zu müde sein, dann sag das. Ich übernehme dann deine Wache.

Nicht dass sie noch einschlief. Immerhin war es ein zwar ereignisarmer, doch langer Reisetag gewesen.

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Llynia war sofort damit einverstanden, sich etwas umzusehen und er nickte ihr erfreut zu. Bevor sie los gingen blickte er sich noch einmal nach den anderen um und sein Blick blieb einen Moment bei Josh, Domi, Lea und As hängen. Es wirkte unbeschwert, wie die beiden Kleinen die Großen zum spielen aufforderten, doch genau diese Unbeschwertheit erinnerte ihn auch daran das sie in ihrer Aufmerksamkeit nicht nachlassen durften, weil sie allzu schnell zerstört werden könnte. Sein Blick blieb dann noch einen Moment länger an Asterius hängen, dem der Aufenthalt im Käfig deutlich mehr zugesetzt hatte als Kithras . Nun, vielleicht weil er sich gegen das Tier in seinem inneren zur Wehr setzte, anders als es eben bei Kithras der Fall war. Auch den anderen Wolf streifte sein Blick, ohne auf ihm zu verweilen, dann wandte er sich wieder Llynia zu.
Wir... sollten am besten in Sichtweite bleiben, meinte er feststellend und schlug außerdem vor. Aber lass uns trotzdem noch jemand Bescheid sagen, das wir uns die Umgebung etwas ansehen.
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Taria entging nicht das Morthonds Brauen sich leicht runzelten, dennoch nahm er ihren Vorschlag an und teilte die Wache auf sie drei auf.
Gut, stimmte sie dem knapp zu, doch sie irrte sich, als sie annahm das damit alles geklärt war. Seinen musternden Blick fragend erwidernd, hob sich eine ihre Brauen etwas, bei den dann folgenden Worte.
Würde ich mir nicht zutrauen wach zu bleiben, hätte ich nicht angeboten einen Teil der Wache zu übernehmen, teilte sie ihm mit deutlich frostig klingender Stimme mit, musterte ihn nun ihrerseits und fügte noch mit einem kam merklichen, aber eher spöttisch wirkenden Lächeln um die Mundwinkel hinzu. Aber solltest du damit Probleme haben... ich helfe immer gern.
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Avi war - wie so oft - zwischen den ganzen Wesen der Gruppe umhergeflogen und hatte sich hier und da auf eine Schulter gesetzt und ein bisschen geplaudert.
Als sie am Abend Rast machten und sich jeder mit den Abendessenvorbereitungen beschäftigte, konnte sie nicht viel mithelfen und als sich der erste zur Rast ins Gras gesetzt hatte, sauste sie drauf los.

Karen hatte bei ihr sowieso einen Stein im Brett, als sie ihr einen Mini-Becher gezaubert hatte. Der zerfiel zwar immer wieder, aber solange sie keinen bessern hatte, rollte sie immer wieder das Blütenblatt zum Becher zusammen. Auch wenn sie es mit beiden Händen festhalten musste, konnte sie doch draus trinken.

So schwirrte sie also von der Seite zu Karen und hielt ihr den Blütenbecher mit einem frechen Grinsen vor die Nase.
“Ist denn da für eine kleine liebe Fee auch ein Schlückchen über?“

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Azimuth blickte fast entrüstet zu Tamina auf.
“Glaubst du, ich will Brrrombeerrren suchen, wenn es hierrr keine gibt ?“
Bei den Weintrauben war er sich zwar nicht so sicher, aber gucken konnte man ja mal.

Bescheidsagen ?
Azimuths Blick ging durch die Runde.

“WIR SAMMELN BEERRREN!!!!“ rief er laut zu den anderen , nickte Tamina zu und grinste : “Ferrrtig!“

Dann griff er nach ihrer Hand. “Komm schon, es ist doch nicht ewig hell....“ Und schon zerrte er sie hinter sich her.

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Keno hatte sich an diesem Abend auf einem der grösseren Steine, die vereinzelt im und um das Lager herumlagen gesetzt.
Die Verwandlung würde bald beginnen und ausser einem spärlichen Baum und ein paar Steinformationen und kargen Büschen gab es nichts, hinter dem er sich so gut hätte verbergen können, dass niemand sehen würde, wie sehr er bei der Verwandlung litt.

Zu weit wegfliegen wollte er aber auch nicht. Mit gesenktem Kopf sass er da und starrte auf den Boden. Ileana würde sicher gleich kommen und dann würden sie gemeinsam einen Platz suchen. Es war zwar noch Zeit und er wusste nicht, ob sie vielleicht noch etwas anderes vorhatte, aber etwas Besseres, als zu warten, hatte er im Moment nicht vor.

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Nein, natürlich nicht. Verzeih. Sicher weißt du ganz genau, wo wir die Beeren finden können und ich sollte nicht an deinen Fähigkeiten und Erfahrungen zweifeln.

Tamina zuckte ein wenig zurück, sie war dünnhäutig und empfindlich geworden, wog sicher manche Bemerkung schwerer auf, als sie gemeint gewesen war. Und doch hatte es ihr ferngelegen, Azimuth irgendwie verärgern zu wollen. Das Problem, die anderen zu unterrichten, dass sie nach Beeren suchen wollten, löste er auf eine ihm eigene Weise. Er verkündete es laut genug, dass sicher alle es mitbekommen hatten. Dann fasste er ihre Hand und wollte sie schon mit sich ziehen.

Warte bitte noch einen Moment. , bat sie ihn und ging noch schnell zum Feuer, wo sich Karen und einige andere der Gruppe eingefunden hatten. Die Grauweltlerin wurde gerade von Avilinia umschwirrt, die ihr einen winzigen blütenartigen Becher vor das Gesicht hielt. Azimuth und ich wollen die Zeit bis zur Dunkelheit nutzen, um ein paar Beeren zu sammeln. Hast du vielleicht einen Korb, wo ich sie hineintun könnte? Karen nickte freundlich und suchte ihr einen aus dem Berg des Gepäcks heraus, der neben dem Feuer lag. Ich hoffe, wir finden genug.

Tamina lächelte scheu, dann kehrte sie zu Azimuth zurück und ergriff wieder seine Hand.

Welche Richtung?

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Azimuth hob bei Taminas Worten eine Augenbraue.

Nahm sie ihn hopps ? Das tat sie ja oft und gern, auch wenn das immer zu seinem Unwillen geschah. Aber scheinbar lag es in der Natur der Menschen, Kobolde immer wieder auf den Arm zu nehmen.
Dabei sollte es doch eigentlich andersrum sein.

Azimuth atmete tief durch und sagte lieber nichts. Tamina schien derzeit zu empfindlich zu sein.

Sie riss sich auch von seiner Hand los, um persönlich Bescheid zu sagen. Naaaaaaa dann hätte er sich seine Mühe doch sparen können.

Menschen !!!

Wenigstens tat sie etwas Sinnvolles und brachte einen Korb mit.
“Guuuuuuut.“ grinste Azimuth und mit Tamina an der Hand stapfte er in Richtung der Steinhäufchen. Dahinter kraxelten sicher ein paar brummige Beeren herum, die man pflücken konnte.

“Weisst du, warrrum die Brrrombeerrren heissen?“ fragte er mit einem schelmischen Gesichtsausdruck.

“Weil die brrrrummen.“ Er kicherte herzhaft.

“Und die Errrdbeerrren? Und die Himbeerrren ? Und die Heidelbeerrren ? Und die Wachholderbeerrren ? Und die Brrraunbärren?“ zählte er nacheinander auf, liess eine Pause, die aber zu kurz war, als das Tamina hätte antworten können.

“Du weisst es nicht.“ schob er dann eilig hinter, liess ihre Hand los und flitzte die letzten Meter zu den Steinen.

“Errrsterrr!!!“

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Kieselwerfen war ja eigentlich nur interessant, wenn es auch ein richtiges Opfer gab, auf das man werfen konnte. Aber Joshua ahnte, dass Domido damit bloss den Weitwurf meinte. Und da war er nicht gut drin. Schlecht sogar. Genauso schlecht, wie beim Treffen von den vermeintlichen Opfern.

“Joaaaaaaaaaaaah....“ antwortete er also gedehnt und schlenderte mit den Händen in den Hosentaschen hinter Domido her.

Asterius und Lea wollten tatsächlich mitspielen und mit Asterius hatte er sicher einen spitzenmässigen Werfer im Team.
Schon strahlte er übers’s ganze Gesicht.

“Was kriegt der Gewinner?“ wollte er wissen, krempelte die Ärmel hoch und stellte sich neben Asterius.
Er sah zu dem Mann hoch und blinzelte gegen die untergehende Sonne. “Schaffen wir locker, ne ?“

Als Lea meinte, das sie keine Chance hatten, lachte er ihr frech ins Gesicht “Frauen konnten noch nie zielen.“

Grinsend wartete er ab, bis Domido Lea erklärte, wie das ging. Dass Asterius das wusste, davon ging er einfach aus. Männer wussten sowas...

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Es war recht ruhig am Lagerfeuer, jeder war noch mit irgendwas anderem beschäftigt und so sah Karen einfach ein wenig vor sich hin und hing ihren Gedanken oder auch den Nichtgedanken nach. Kurz schreckt sei auf als plötzlich Avi gut gelaunt vor ihr herumschwirrte... , dann aber lachte sie freundlich .. “.. aber natürlich habe ich hier für Feenprinzessinen ein Schlückchen Tee... „ . Sie nahm Aviliniah das winzige Blattgefäß ab und füllte ihr einen Tropfen Tee hinein ... dann gab sie diesen der Fee zurück. Wieder einmal war Karen bezaubert von diesem kleinen wunderschönen Wesen.

In dem Moment kam gerade Tamina ans Feuer, im Hintergrund brüllte Azimuth sie wollen Beeren sammeln gehen und Tamina wiederholte das leiser. Karen grinste und nickte, stand auf und kramte aus den Sachen einen brauchbaren Korb hervor. Sie sah sich noch im Stehen etwas um, frage sich ob es hier wirklich irgendwo Beeren gab und meinte “..dann viel Glück beim Suchen... „ , gab sie Tamina noch freundlich mit auf den Weg. Beinahe hätte sie ihr noch gesagt, sie sollten sich nicht zu weit vom Lager entfernen, aber gerade im letzten Moment besann sie sich eines anderne. Tamina war erwachsen und Azimuth war es auch, sie würden wissen was richtig ist...... Kurz stockte Karen. Wußten sie das wirklich? Wußte Tamina das wirklich ..? In ihren Gedanken und sah den beiden dann nachdenklich hinterher.

Dann setzte sie sich wieder zu Avilinah die an ihrem Tee nippte .... “Wohin wird das alles bloß führen... „ seufzte die Estländerin leise und schaute Avi an .

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Taria kam ihnen näher und offensichtlich hatte sie das Gespräch mitgehört. Sie bot sich für eine der Wachen an und Feyon fing ihren Blick auf. Er lächelte sah die junge Frau dabei aber nachdenklich an. Sie war etwa zur gleichen Zeit zur Gruppe gestoßen wie auch er, damals im Moor. Sie war nicht freiwillig gekommen, sondern war verletzt gewesen, eine Weile mit ihnen gereist und hatte sich erst dann entschlossen bei der Gruppe zu bleiben. Seltsamerweise hatte er mit Taria noch wenig Kontakt gehabt, dabei war sie eine angenehme ruhige Frau, mit Sinn für geradlinige praktische Lösungen. Zumindest das war ihm im alltäglichen Umgang in der Gruppe aufgefallen. Sie war auch zäh und langes Reisen gewohnt, jedenfalls hatte er bei ihr noch nie irgendwelche Ermüdungserscheinungen entdeckt oder sie auch nur jemals jammern gehört. Er nickte gerade als Morthond ihr antwortete.

Er nickte wieder, Morthonds Vorschlag war sinnvoll und dem gab es nichts hinzuzusetzen. Morthond setzte dann zu Taria noch einen Gedanken nach, was aber bei Taria nicht so gut ankam, wie Feyon leicht amüsiert feststellte. Als Taria noch einen Satz nachschob und nun ihrerseits Morthond den gleichen Vorschlag machte, hätte er beinahe laut aufgelacht, verkniff sich das aber und das Lachen verstecke sich in einem Glitzern in den dunklen Augen. Er ahnte daß der Prinz das nicht so gut aufnehmen würde. Er sagte dann zu Taria und Morthond .. “.. Du bist es wohl aus Deiner Zeit in der Du allein gelebt hast, gewohnt nachts zu wachen, nehme ich an.... „ . Er lächlte Taria an. Eigentlich hätt er gern mehr über die junge Frau erfahren, jetzt nachdem sie schon mal ins Gespräch kamen, aber die doch leichte Spannung in der Luft verbot das im Augenblick. Aber das sie ein geraume Zeit ihres Lebens alleine durch die Lande gezogen war hatte er in irgendeinem Gespräch einmal mitbekommen.

Dann machte er eine kleine Pause und meinte... “Gut.. das hätten wir als geregelt .. was .. haltet ihr jetzt von einem Becher Tee... ?„ Er hatte gesehen daß Karen Wasser aufgesetzt hatte und der würzige Duft von frisch aufgebrüten Kräutern zog schon übers Lager. Außerdem... sich ans Feuer zu setzten und Tee zu trinken half ungemein gegen überflüssige zwischenmenschlich Spannungen, deren Auflösung meist nur einem Gespräch bedurfte.

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Er sah stolz zu seiner Mitstreiterin, die ziemlich siegessicher wirkte. Sehr gut, gegen Asterius hatte er allein sicher keine besonders große Chance. Der Wolf sah aus, als würde er gut werfen können..allerdings brachte Kraft allein ihn da auch nicht weiter, denn sie spielten nicht das normale Kieselwerfen. Das war viel zu langweilig und sie hatten auch keinen im Team, der war wie der doofe Dietrich , der herumtorkelte, als hätte er gegorene Beeren gegessen und nicht merkte, wenn man ihn bewarf.
Schade eigentlich, das hätten sie jetzt gut brauchen können.. Wenigstens machte Josh auch mit. Sonst hätten sie erst noch lang einen weiteren Mitspieler suchen müssen und das wäre bestimmt nicht so einfach gewesen. Jemanden wie Kithras wollte er zumindest nicht dabei haben. Der alte Grummelkopf.

Gedanklich streckte Domido dem Wolf die Zunge heraus, dann wandte er sich wieder Lea zu. Im ersten Moment wollte er sie völlig perplex ansehen, da sie Kieselwerfen nicht kannte, doch sie lieferte die Erklärung gleich mit. Das war natürlich verständlich. Also nickte er gnädig und nahm einen Stein vom Boden auf, um ihn der jungen Gälin zu zeigen.
Klar, kein Problem. Er grinste und drehte den Stein in seiner Hand. Normal spielt man mit einem Opfer, aber der dumme Dietrich ist nicht da, deshalb spielen wir anders. Es geht darum, dass wer den Stein am weitesten wird und ihn dabei am öftesten hüpfen lässt, der hat dann gewonnen. War doch ganz einfach, oder? Gut, das mit dem Hüpfen war seine Idee, aber das machte es spannender..

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Er nickte leicht, als sie auf seine Worte nur ein Das ist gut hören ließ. Er wusste ja, dass sie auf seine Regenerationskräfte noch nicht so ganz vertrauen konnte, doch er wusste, wie er sie einschätzen musste und machte sich deshalb keine Sorgen. Bisher hatte er keinen Vollmond länger als höchstens 3 Tage noch nachgespürt und diese Nacht war mehr als ein Desaster gewesen. Damals hatte er noch in Pandoras' Diensten gestanden. Doch das war schon eine Weile her.. Also denk jetzt nicht daran!
Du hast mir auch gefehlt , antwortete er leise, froh über diese Ablenkung von seinen Gedanken und schmiegte einen kurzen Augenblick lang seine Wange an ihr Haar, bevor auch er sich von Domido ablenken ließ. Kieselwerfen also...

Josh erklärte sich auch sofort bereit mit ihm in einem Team zu spielen und Asterius lächelte ihm leicht zu und nickte langsam. Er wollte den Jungen nicht enttäuschen und er wusste nicht, ob er wirklich gut in diesem Spiel sein würde..doch wenn er diesen Gedanken äußerte, würde der Junge auch nicht zufrieden sein. Also blieb ihm nur auf das Beste zu hoffen.
Unterschätze sie lieber nicht, Frauen sind klug. Sie hat sicher eine Taktik , erklärte er in verschwörerischem Ton Josh und sah dabei mit einem angedeuteten Grinsen zu Lea . Domido erklärte unterdessen bereits, worum es in dem Spiel ging. Sonderlich kompliziert klang das Ganze in seinen Ohren nicht gerade.. Das war sicher zu machen.
Ja, gute Frage. Was bekommt der Gewinner?

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“Zu einem Apfelbaum!!!“ platzte es aus Avi heraus.
Sie sah Tamina hinterher, die sich einen Korb hatte geben lassen. (:D)

Erstmal trank sie jedoch einen grossen Schluck Tee und setzte sich dann auf Karens Bein.
“Sie weiss, dass der Apfel fällt. Sie muss nur rechtzeitig dasein, um ihn aufzufangen.“

Avi schüttelte den Kopf. Karen verstand sicher überhaupt nichts. Und sie war im Vorteil, weil sie kurz vor ein paar Tagen mit Tamina über ihre Fähigkeiten, in den Träumen in die Zukunft zu sehen, gesprochen hatte.

Also setzte sie den Becher ab und musterte Karen kurz.
Tamina trifft Azrael in ihren Träumen. Und in der Zukunft. Sie weiss, was er vorhat und sie muss doch nur zur richtigen Zeit das richtige tun. Und wir ... wir wissen es auch und wir können ihr helfen, sie an die Stelle führen, wo der vermeintliche Apfel fällt.“
Ob Karen jetzt besser verstand, was sie meinte ?
Und ob sie selber noch wusste, was sie meinte ?

Avi runzelte die Stirn und leerte den kleinen Becher.

“Wieso sind die Dinge, die so einfach klingen immer so schwer ?“

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Die Tage der Ruhe hatten auch ihm sehr gut getan und er hatte sie genutzt, um sich ein wenig weiter mit Karen auszusprechen und sich ihr wieder ein wenig weiter anzunähern. Noch war es nicht wie vor dem Zwischenfall mit der Kreatur des schwarzen Magiers, doch sie waren auf einem guten Weg.
Der nächste Reisetag verlief recht ereignislos, wofür er durchaus dankbar war. Sein Arm war nicht so schlimm, dass sie ihn zu jedem Moment behinderte oder einschränkte, doch nach einem langen Ritt machte sie sich durchaus durch ein leicht schmerzhaftes Pochen bemerkbar.

Deshalb benötigte er auch ein wenig länger dafür Calypso abzusatteln und kam erst ans Feuer, als es bereits entzündet war. Gerade verließ Tamina den Platz wieder und Karen begann ein Gespräch mit Avilinia. Pierre setzte sich schweigend zu den beiden und nahm sich ebenfalls einen Becher voll Tee, dachte jedoch bereits über die Frage der jungen Fee nach.
Wielleischd..weil das, was so einwach klingd, genau das isd, woran sisch unser Leben misst. Was tun wir denn anderes als Tag wür Tag neue Aufgaben su bewältigen? Und was wäre das Leben..o'ne ein paar Schwierigkeiten? Er lächelte leicht und schüttelte dann den Kopf. Außerdem glaube isch..isd das Leischde..nischd selten falsch.

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Ein leises Funklen im Blick vertagte sie, weitere Definitionen oder Ideen zum fehlen auf irgendwann später, zu viele Kinder und Kobolde.
Wobei Josh zuerst nicht ganz so überzeugt von Domis Idee wirkte, so in etwas geschlagene 5 Sekunden lang.

Nach Domidos Spielregelerläuterung, entschied sie spontan, in Zukunft vorsichtiger mit Spielaufforderungen von Kobolden zu sein und erst nach den Regel zu fragen, denn es klang doch so als wäre es üblich auf irgendjemanden zu werfen. Dietrich? Ah ja…

Na gut also Steinweitwurf mit Hüpfen… jaaaaaaaaaaaaaa… so toll hüpften Steine ja nun nicht… waren ja keine Flummis.
Ach nein… können sie nicht? Himmel wenn, die hier schon als Kinder so anfingen, war es kein Wunder. Das wollen wir doch erst mal sehen! Lachend zwinkerte sie dem Jungen zu.

Hm, Taktik… nee Trick höchstens. Sich unschuldig umschauend suchte sie den Boden nach passenden Steinchen ab. Wenn es hier ja von etwas genug gab dann von Steinen. Der Gewinner… bekommt vom Verlierer Sandwiches gemacht! Einverstanden? , schlug sie vor und sammelte ein paar Steine auf.

Ladies first. Oder? Und ich darf werfen wo ich will ja?
Damit drehte sie sich zum Bach um und ließ den Stein flach über das Wasser schießen, wo er eins, zwei, vier .. mal hoppste und dann unterging, große Kreise auf dem Wasser hinterlassend.
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(Ich hoff da war jetzt ein Bach … ich mein es gelesen zu haben, war mir aber jetzt nicht mehr sicher… passte aber grad so schön.)
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Re: DRAGAO LAGRIMA - Neue Hoffnung

Beitrag von Sionnach » 4. Juni 2010, 17:58

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Wenn man einen Stein warf, dann platschte der auf den Boden. Da war nix mit hüpfen.
Enttäuscht sah Joshua Domido an und blickte dann zu Asterius auf.
“Tack-Tick? Wozu braucht sie eine Uhr ?“
Die bei ihm zuhause in Mutters Küche machte aber auch Tick-Tack und nicht Tack-Tick.

Der Gewinner bekam laut Lea nur Säntwitschs ?

“Was sind Säntwitschs?“ fragte er irritiert und sah dem Stein hinterher, wie er über das Wasser des kleinen Baches pitschte.

“Ochhhhhhhhhhhhhh“ machte er und schob die Unterlippe vor.
“Das ist gemein!!! Nicht auf dem Wasser, das kann ja jeder.“ beschwerte er sich und stemmte die Fäuste in die Seiten. So würde er doch nur verlieren. Er wollte aber nicht verlieren. Noch weiter konnte er seine Unterlippe aber nicht vorschieben und so verzog sich sein Gesicht auch noch weinerlich. Gleich würde die erste Träne kullern.

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Leas Reaktion auf die Erklärungen des Kobolds wirkten ein wenig so, als wäre sie nicht so begeistert davon, dass Kieselwerfen im Normalfall mit einem Opfer gespielt wurde. Besonders angetan war er von diesem Gedanken allerdings auch nicht, zumal er sich vorstellen konnte, dass es durchaus böse enden könne, wenn der Stein die Person im falschen Moment und vor allem an der falschen Stelle traf. Der menschliche, elfische und auch koboldische Körper war eben doch empfindlicher, als man häufig glauben wollte.
Allerdings brauchte er sich darüber den Kopf jetzt nicht zerbrechen, denn wie Domido bereits erklärt hatte, gab es hier keinen Dietrich und auch sonst niemanden, der das Opfer spielen wollte.

Joshs doch sehr geringes Zutrauen schien Lea nicht zu gefallen und auch Asterius sah den Jungen für einen Moment lang von der Seite her an. Er wusste natürlich von der Einstellung vieler Männer in diesem Land, auch wenn die meisten Mitglieder der Gruppe es anders hielten und akzeptierten, dass die Frauen selbstbestimmt und vor allem selbstbewusst waren. Ihm gefiel es ebenso und er wäre froh gewesen, wenn auch der Junge diese Züge übernommen hätte.
Wer weiß, was die Zeit mit sich bringt. Vielleicht ändert sich alles.

Er hob eine Braue und beobachtete, wie sie begann Steinchen zu sammeln. Er wusste zwar nicht nach welchem Schema sie suchte, doch dass sie nur bestimmte Steine aufnahm, war ihm klar. Du hast nicht zufällig vor mir deinen Trick zu verraten, oder?
Den Einsatz fand er ebenfalls in Ordnnung und da der Begriff schon häufger genutzt worden war, konnte er sogar etwas damit anfangen und somit Josh den Sinn dahinter erklären. Sandwiches sind belegte Brote. Wenn wir gewinnen brauchst du dich nicht um dein Frühstück kümmern. Ein guter Einsatz, den auch die Kleinen problemlos einhalten konnten.

Er sah aber doch überrascht den Jungen an, als dieser nicht verstand, was er mit Taktik meinte. Eigentlich hatte er diesen Begriff nicht als besonders schwer empfunden..aber vielleicht war es auch nur seiner Vergangenheit zu verdanken? Erklären musste er es jedoch nicht, da Domido bereits zu einer Antwort angesetzt hatte.
Lieber konzentrierte er sich auf Lea , die gerade durchaus gekonnt den Stein über das Wasser hüpfen ließ. Er stieß einen leisen, anerkennenden Pfiff aus und legte den Kopf leicht schräg. Du bist wirklich gut.
Der Wolf hob ebenfalls eine Hand, um den Stein zu werfen, doch er landete nur mit leisem Poltern und einer kleinen Staubwolke im Sand ein paar Meter entfernt. Dumm gelaufen.

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Er hatte ein gutes Gefühl mit Lea in seinem Team. Ein wirklich, wirklich gutes sogar. Und es trog ihn nichtmal! Er jubelte los, als sie den Stein so gekonnt über das seichte Wasser springen ließ und hoppste applaudierend neben ihr auf und ab. Asterius versuchte es als nächstes, scheiterte jedoch kläglich und ernetete hämisches Gelächter von Seiten des Kobolds, das allerdings mehr an das Lachen einer Hyene erinnerte, als er immer hysterischer wurde und schließlich mit hochrotem Kopf hinten über kippte, um gleich darauf wieder breit grinsend neben Lea zu stehen und ebenfalls zu einem Wurf anzusetzen.
Sein Stein sprang nur zwei Mal, doch immerhin besser als der Wolf. Die beiden hatten keine Chance. Sie waren einfach viel zu gut.

Nebenbei begann er für Josh zu erklären. Taktik heißt, wie du planst etwas zu machen. Also wenn du Hunger auf Honig hast, dann kletterst du ja auch nicht auf den Baum und greifst ins Bienennest. Erst musst du die Bienen mit Rauch betäuben, damit sie nicht stechen oder du erschreckst sie mit einem Bär... du bist dran.

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Nay liess sich mit untergeschlagenen Beinen neben Zentiara nieder, so, dass sie seitlich zum Feuer sass und die Hexe anschauen konnte. Die Frau meinte, dass sie sie immer fragen konnte. Dennoch schien ihre Frage sie zu überraschen, zumindest kam es Nay so vor, und es dauerte einen Moment, ehe Zentiara antwortete. Zu Staub zerfallen... Einfach so? Verwirrt sah sie die Hexe an. Zentiara sprach jedoch schon weiter, sagte das vielleicht eines Tages eine kräftige Pflanze dort wachsen würde wo sich der Staub mit der Erde vermischt hatte. Als sie dann aber von seiner Seele zu sprechen begann, verstummte Zentiara und senkte den Kopf. Das Ganze schien die Hexe zu bedrücken, und Nay fragte sich, was da passiert war.

Er ist also tot.....? meinte sie leise, halb Feststellung, halb Frage. Traurig blickte Nay in die Flammen, eigentlich hätte sie es sich denken können, denken müssen... Aber es war dennoch anders es jetzt mit Gewissheit zu wissen... Satoru war als tot... Der stolze Krieger, mit dem sie sich manchmal so gut verstanden hatte, und dem sie sogar näher gekommen war, und der dennoch oftmal so unnahbar gewesen war... Wie konnte das sein? Er war doch unsterblich, es sei denn, er folgte nicht mehr seiner Mission... Hatte er das getan? Hatte er sich gegen die Drachen gestellt?

Zentiara fragte sie, warum sie das interessierte, und Nay sah kurz vom Feuer auf zu ihr hoch. Ich wusste nicht, was mit ihm passiert war... Ich hab nur gemerkt, dass er am Morgen nicht mehr da war. Und ich konnte nicht fragen... Ihr Blick wanderte wieder zum Feuer. das war doch n dem Tag wo Zen... Nay verstummte und zuckte mit den Schultern, dass würde der Hexe als Erklärung reichen. Fröstelnd zog sie den Umhang näher um sich, auch wenn das gegen diese Art Kälte nie helfen würde.

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Azimuth grinste ihr beifällig entgegen, als sie mit dem Korb, den Karen ihr herausgesucht hatte, wieder zu ihm zurückkehrte. Daran hatte er sicher nicht gedacht, doch wie sollten sie die vielen Beeren, falls sie tatsächlich welche finden sollten, zu den anderen zurückbringen? Obwohl Tamina sich ziemlich von ihnen zurückgezogen hatte, war es ihr plötzlich sehr wichtig, ihnen die kleine Freude zu machen. Natürlich nur, wenn sie Beeren mochten. Doch vorstellen, dass es nicht so sein könnte, konnte sie sich eigentlich nicht. Jeder mochte Beeren. Gut, Kithras vielleicht nicht so, dem sollte sie vielleicht einen Bären mitbringen.

Hand in Hand zogen sie los und Tamina blickte sich zweifelnd um. Sollte es hier tatsächlich Brummbeeren geben? Die Landschaft war karg und es gab jede Menge Steine, größere und kleine. Manche lagen einfach nur so rum, andere hatten sich zu Haufen zusammengefunden. Gut, auch etliche fast mannshohe Büsche gab es ihr und vielleicht wuchsen die Brummbeeren auch dort. Doch letztendlich würde sie sich auf Azimuth verlassen müssen, denn sie kannte zwar Blau-, Schwarz-, Him- und Erbeeren, die auch in ihrem Tal wuchsen, doch Brummbären waren ihr auf ihren Streifzügen durch den Wald nahe ihres Dorfes nicht begegnet. Um ehrlich zu sein, sie kannte sie überhaupt nicht.

Ob Azimuth sie auslachte, wenn sie es ihm eingestand? Er hatte manchmal so eine Art, dass sie nicht wusste, ob sie ihm böse sein sollte. Nur zu gern schien er sie manchmal auf den Arm nehmen zu wollen, dabei war sie die größere und stärkere von ihnen.

Und was hat es dir eingebracht? Hast dich mit einem Magier eingelassen und dich glatt mit denen überworfen, die eigentlich deine Gefährten sind!

Tamina schluckte hart, nur zu oft quälten sie ihre eigenen Gedanken und nur selten konnte sie ihnen entfliehen. Allerdings schaffte Azimuth genau das in diesem Moment. Er riss sie aus ihren Gedanken und lenkte sie ab.

Dass Brummbeeren brummen, weiß ich auch. , rief sie ihm hinterher und eilte ihm im nächsten Moment nach. Darum heißen sie ja so.

Wenn sie nur noch wüsste, wie sie aussahen!

Mittlerweile war auch sie an dem recht großen Steinhaufen angekommen, der von etlichen, dornigen Ranken der Schwarzbeere überzogen war. Bei genauerem Hinsehen entdeckte sie auch die dunkelblauen bis schwarzen Früchte, die in ihrer Form den Himbeeren ähnelten, nur eben größer waren und viel süßer schmeckten.

Hmmmmm, die hast du in deiner Aufzählung vergessen. Kennst du überhaupt Schwarzbeeren?

Natürlich kannte er sie, es gab sie immerhin fast überall, sogar in den Wäldern. Tamina pflückte sofort eine Handvoll von den Früchten und steckte sie sich in den Mund.

Was sind denn nun Brummbeeren? , fragte sie ihn und leckte sich mit einer plötzlich blau aussehenden Zunge den süßen Saft von den Lippen.

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Hm… was bekomme ich dafür ihn dir zu verraten? , erkundigte sie sich mit überhaupt gar keinem lauerndem Unterton *hust* und blinzelte ihn übermütig an, während As die Erklärung von Sandwiches übernahm.

Eine Uhr? Irgendwie war es seltsam ein so gewöhnliches Wort von Josh zu hören. Es gab schon Uhren hier? Seltsam, damit hätte sie jetzt am wenigsten gerechnet, vermutlich weil es bei ihnen zu der Zeit an die sie Dragao erinnerte, so etwas noch nicht gegeben hatte. Schon gar nicht in einer Bauersküche. Sie musste dringend aufhören Dinge als gegeben anzusehen. Aber es war verflixt schwierig, immer daran zu denken einfach alles in Zweifel zu ziehen.

Ok…. Jetzt passierte irgendwie zu viel auf einmal. Domis erlitt einen an Kollaps erinnernden Freudenanfall und Josh zeigte eine starke Tendenz im nächsten Augenblick in Tränen auszubrechen. Eigentlich brach man mit fünf Jahren nicht so schnell in Tränen aus, allerdings ging vermutlich die Anspannung dieser Reise auch an dem Jungen nicht spurlos vorbei. Eigentlich ein Wunder, dass er sich überhaupt so gut hielt.

Sie zuckte leicht mit den Schultern, soo gut war sie nun nicht. Wie oft ein Stein hoppste war mehr Glück als alles andere. Hm… auf jeden Fall besser als du. Mo run. , stichelte sie gutgelaunt, nach As Wurf und beobachtete dabei den Kobold bis der sich wieder gefangen hatte und außer Gefahr schien. Aber dafür warst du weiter... , lenkte sie gleich darauf mehr um Josh Willen ein. …aber nun sag nur du kannst nicht Steine flitschen? , fragend sah sie den Mann an.

Natürlich hatte Domis Erklärung für Taktik etwas mit Essen zu tun. Wie konnte es auch anders sein? Kobolde würden vermutlich auch ein Modell des Weltalls mit Essbarem begreiflich machen können. Und was machst du wenn der Bär auch hunger hätte? , lachte sie frei heraus los, weil ihr diese Taktik doch wenig gesundheitsförderlich schien.

In der Zeit die Domi brauchte, um zu werfen beugte sie sich zu dem kleinen Jungen hinunter und flüsterte ihm verschwörerisch zu: Du kannst es doch genauso machen wie ich. Schließlich sollte das hier nur Spaß machen und das Kind schmollen müssen.
Problem war nur… einer von beiden würde ohnehin schmollen, entweder der Junge oder der Kobold.
Kurz grübelte sie mit leicht schräggelegtem Kopd, bis sich ihre Miene aufhellte. Wenn ihr verliert bring ich euch ein Spiel bei, dass ich öfter gespielt hab als ich kleiner war. Wer in diesem Fall das „ihr“ war ließ sie wohlweislich offen. DAS war jetzt Taktik, wer auch immer verlor oder gewann, auf jeden Fall wäre derjenige schnell wieder abgelenkt.
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Llynia pflichtete Nick bei, als dieser meinte, sie sollten auf jeden Fall in Sichtweite bleiben.
Das ist auf jeden Fall besser, auch wenn ich nicht hoffe, daß etwas passiert! antwortete sie dann.
Die Elfe nahm an, daß er gerne Karen Bescheid sagen wollte, und wartete daher, daß er das tun würde.

Kurz fiel ihr Blick auf Keno , der ein Stück entfernt auf einem Stein saß, und sicherlich auf Ileana wartete. Gerade trat diese auch zu ihm, und strich dem Falken liebevoll über das Gefieder.

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Es wurde langsam dunkel und Ileana spürte, daß ihre Verwandlung nahte. Sie blickte sich um und suchte Keno , entdeckte ihn auch gleich auf einem Stein. Schnell trat sie zu ihm hinüber, strich ihm sanft über den Kopf und ließ ihn dann auf ihre Hand klettern.
Nicht weit entfernt standen ein paar Büsche, das beste zum Verbergen, was in der Nähe war. Ileana ging hinüber, kroch mit Keno zusammen hinein, und legte sich mit dem Falken im Arm eingerollt auf den Boden.

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Llynia stimmte ihm zu, das sie in Sichtweite bleiben sollten und überließ es dann ihm, jemandem Bescheid zu sagen, was sie vor hatten.
Am besten sagte er am Feuer Bescheid, da saßen Karen mit PM und Avilinia und auch Zentiara und Nay waren dort.

Als er näher trat bekam er zwangsläufig mit das die Hexe und die Asiatin sich über Satoru unterhielten und das die junge Frau gar nicht wusste was passiert war. Zu erst sagte er an niemand bestimmte gewandt. Llynia und ich werden uns etwas um das Lager herum umsehen, bleiben aber in Sichtweite. Dann blickte er sich nach Llynia um, weil er sie gerade jetzt an seiner Seite brauchte, suchte kurz ihren Blick und wandte sich mit leiser Stimme an Nay .[ color=#0000FF“]Ja er ist tot... er wollte die Lampe, die... Miyavi gefunden hat einem der Schwarzen bringen... ich wollte ihn aufhalten und... hatte keine Wahl als mich dem Kampf mit ihm zu stellen und ihn... zu töten.[/color] Ein Teil von ihm wollte noch hinzufügen das es ihm Leid tat, doch das wäre nur die halbe Wahrheit. Er hatte nicht gern getötet und würde diesen schrecklichen Augenblick wohl nie vergessen, aber er hatte leben wollen und keine Wahl gehabt... und er würde es wieder tun. Wann immer das nötig war. Dennoch lag tiefes Bedauern und Traurigkeit in seinem Blick als er Nay ansah und sich dann langsam um wandte um zu gehen.
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Miriel hatte die Tage,die sie noch in der Siedlung verbrachten,dazu genutzt, Aidan noch das ein oder andere Mal zu necken,wenn sich die Gelegenheit bot,und mit ihm zu Lachen,aber auch,um mit ihm zu reden und seine Nähe zu genießen.Immer wieder gesellten sie sich jedoch auch bewusst zu den anderen,um mit ihnen zu sprechen,sie noch besser kennen zu lernen und einfach die Beziehungen etwas zu vertiefen.

****

Am Morgen des Abreisetages war die ganze Gruppe bereits früh auf den Beinen und packte zügig alles zusammen,um möglichst bald weiterreiten zu können und ein Stück weiter in Richtung Zwergenreich zu gelangen.Ihr Schwert hatte sie während des gesamten ruhigen und ereignislosen Rittes wieder am Sattel befestigt und nur ab und an angesehen,wenn ihr Blick zufällig darauf fiel.Ansonsten konzentrierte sie sich auf Aidan ,dem sie immer wieder ein Lächeln schenkte,oder auf die sich kaum ändernde Landschaft um sie herum.
Bis auf wenige kurze Pausen verbrachten sie den Tag auf den Pferden,und umso erleichterter war sie,als sie schließlich in etwas Entfernung zu einer Siedlung,deren Bewohner nicht unbedingt für ihre Gastfreundschaft bekannt waren,ihr Lager wieder aufschlugen.Müde ließ sie sich von Ancaro's Rücken gleiten und streichelte über das weiche Fell des Rotfuchses,bevor sie den Gurt löste,der den Sattel auf dem Pferderücken hielt,löste und diesen dann von Ancaro's Rücken nahm.Mit einem leisen Ächzen ließ sie ihn schließlich neben Aidans Sattel auf den Boden fallen,und half dann,wie alle anderen,dabei,das Lager zu errichten.

Als Karen ein Lagerfeuer entzündet und Tee gekocht hatte,zog Aidan sie etwas zur Seite und blickte sie einen Moment lang nur an,bevor er sie in seine Arme zog.Etwas überrascht musterte sie ihn und schmiegte sich dann an ihn,die Arme um ihn herum legend,und schwieg einen Moment lang.Er schien ihr irgendetwas sagen zu wollen,fand aber wohl nicht die richtigen Worte dafür,daher wollte sie ihm noch etwas Zeit lassen,auch wenn sie sich darüber wunderte,dass er so zögerte,das,was ihn offenbar bedrückte auszusprechen,zumal sie sich nicht erklären konnte,was das sein sollte.
Schließlich löste sie sich doch wieder ein bisschen von ihm,die Hände jedoch auf seinem Rücken liegen lassend,und sah ihn fragend an.[ color=#9900CC]“Bedrückt dich etwas,Aidan?“[/color] hakte sie leise und sanft nach,während sie leicht über seinen Rücken streichelte...


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Llynia trat mit Nick zum Feuerplatz hinüber. Als sie das Thema mitbekam, bei dem es in dem Gespräch dort ging, ahnte sie schon, daß es den Schotten sehr treffen würde.
Schon blickte er sich fast hilfesuchend zu ihr um, und sie trat schnell neben ihn und griff tröstend nach seiner Hand, während er Nay eine kurze Erklärung abgab.

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Natürlich bemerkte Miriel das etwas nicht in Ordnung war, das verriet schon ihr musternder Blick als er sie stumm in seine Arme zog. Und doch drängte sie ihn nicht, schmiegte sich an ihn und ließ ihm einfach etwas Zeit. Doch irgendwann löste sie sich etwas, ließ die Hände jedoch auf seinem Rücken und strich sanft darüber, während sie zielsicher danach fragte ob ihn etwas bedrückte.
Er biss sich auf die Lippe, schluckte und nickte dann zögernd. Ich wollte... nur fragen... ich hatte nicht vor es hinter deinem Rücken... zu tun... aber... stammelte er und sah ein das es so nicht ging. Er verwirrte Miri nur, was ihr deutlich anzusehen war und das machte es auch nicht grad besser.
Er seufzte schwer, löste sich von ihr und zog sie an der Hand mit sich zu ihren Sätteln. Dann zog er das Schwert aus der Scheide und hielt es ihr hin. Ich wollte den Schmied nur fragen ob man etwas machen kann... das du das Schwert besser führen kannst... und dann hab ich zugestimmt als er anbot es sofort zu machen... Beschämt senkte Aidan den Kopf, sehr wohl wissend das er das nie hätte eigenmächtig entscheiden dürfen. Es tut mir Leid, ich hätte dich fragen müssen oder es zumindest gleich eingestehen sollen.
Sie hatte allen Grund ihm deswegen gründlich den Kopf zu waschen und wütend auf ihn zu sein und so wartete er, das Schwert ihr noch immer entgegen haltend, auf ihre Reaktion.

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Avi schenkte Pierre ein strahlendes Lächeln, als er sich zu ihnen setzte. Karen und er waren ein schönes Paar und sie freute sich, dass die beiden sich nach dem quälenden Vorfall in Androga wieder einander näherten.
Seine ernüchternden Worte machten ihr grad noch fröhliches Lächeln jedoch ziemlich zunichte.

“Dann soll es sich gefälligst auch nicht leicht anhören.“ murrte sie.
“Ich habe ja nichts gegen schwierige Aufgaben, aber dann sollen die von vornherein auch gleich so dargestellt werden.“

Avi seufzte “Ich würde ihr doch so gern helfen...“

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Belegte Brote ? Mehr nicht ? Was war denn das für ein langweiliger Gewinn ?
Joshua schnaufte hörbar. Und als der Stein von Asterius genau so flog, wie er das befürchtet hatte, nämlich mit einem satten Poff und nicht einem einzigen Hüpfer, liess er auch noch die Schultern hängen.
Domidos Gejubel, als Leas Stein so erfolgreich über das Wasser gehüpft war, war schon schlimm genug, aber jetzt auch noch das. Und dann das hämische Gelächert von Domido .
Und dann kümmerte sich nicht mal einer darum, dass er gleich weinte.
Sehnsuchtsvoll sah er zu Karen . Sie hätte ihn tröstend in den Arm genommen...

Als Domidos Stein jetzt auch noch zweimal hopste und recht weit flog, sah er sich schon verhungernd am Boden liegen. Kein Gewinner - kein Frühstück.

Domidos Erklärung bezüglich Taktik verwirrte ihn nur noch mehr. Warum sollte er auf einen Baum klettern, Honig gab es doch auch so überall. Und einen Bären holen .. nein, im Leben nicht.

Irritiert starrte er den Kobold an, bis die Worte, dass er dran sein, zu ihm durchdrangen.
Dann riss er sich von dem noch leicht roten Gesicht seines Freundes los und suchte auf dem Boden nach einem geeigneten Kiesel. Er fand einen recht flachen, der nicht so gross war und gut in der Hand lag. Nebenbei und hoffentlich unbemerkt nach er noch ein paar kleine Steinchen, die kaum auffielen in die Hand.

Tief atmete er ein, wippte ein paar Mal auf den Füssen, ging dann leicht in die Hocke und holte mit der Hand Schwung.
“HAAAAAAAAAAAAAAAAAA“ brüllte er laut und hoffte, dass die drei IHN ansahen und nicht sofort auf seine Hand achteten, aus der ja nun 6 Steine flogen.
Der flache Stein flog am weitesten und flog erfolgeich mit einem *platsch* in das kleine Rinnsal. Die anderen 5 Steine hatten jedoch 5 kleine Staubwölkchen gemacht, als sie in den Sand flogen.

“Sechs !!!!“ grinste Joshua stolz und liess den Blick triumphierend über seine Gegenspieler gleiten.
Und falls Asterius es gesehen hatte, hielt er hoffentlich den Mund.

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Nay setzte sich jetzt neben sie.
“Ja, einfach so zu Staub zerfallen. Schneller, als es in eurer Welt geschieht.“
Die Grauweltler konnten sich das vermutlich so einfach nicht vorstellen. Hier war das anders und es war normal, wenn sich niemand um die Leichen kümmerte. Und so, wie es war, war es auch gut.

“Er ist tot.“ wiederholte sie und hob den Blick, um Nay erneut anzusehen.
“Satoru war nicht unsterblich. Er stand nur unter dem Schutz einer Hexe.“ begann sie leise zu erzählen.
“Er hat damals einen dummen Fehler begangen und wäre normalerweise längst tot. Und doch sollte er die Gelegenheit bekommen, seinen Fehler wieder gutzumachen. Er wurde erweckt und dafür zu leben, dass die Drachen gerettet werden. Das war seine einzige Berechtigung, auf dieser Welt noch zu weilen.

Er hat seine Chance vertan und sich gegen alles gestellt, was richtig war. Er wusste, was richtig war und er wusste, dass seine Handlung seinen Tod herbeigeführt hätte. Wenn nicht von der Hexe ... dann von jemand anderes.“


In diesem Fall von Nick. Und sie stand in jedem Fall hinter ihm und seiner Handlung.

Nick und Llynia traten ebenfalls ans Feuer und wollten sich etwas umsehen. Sie nickte zustimmend.
Nick gab Nay noch eine Erklärung, was genauer passiert war und ging dann langsam davon.

Die junge Frau hob den Blick aus den Flammen. Sie wusste nicht, was mit Satoru geschehen war, weil sie selbst zu sehr mit Zen und der Entführung ihres Freundes beschäftigt war.
“Ihm wird nichts passieren.“ versprach sie mit immer noch leiser Stimme. “Ich sorge dafür.“
Noch klammerten sich alle an die Hoffnung, Nays Freund aus den Fängen von Azrael zu befreien und noch lebte der junge Mann. Zentiara wusste und spürte das. Und sollte der böse Magier Hand anlegen, gab es eine Lösung. Eine, die nicht jedem gefallen würde, aber eine, die nötig war.

“Versuch nicht daran zu denken, du hättest es nicht ändern können.
Nichts auf dieser Welt geschieht ohne Sinn…“


Ob die Grauweltler diesen Satz bald nicht mehr hören konnten ?
Auf Dragao gehörte er für jedes Wesen einfach dazu…
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Er sah kurz zu Lea und Asterius . Hatte sie etwa wirklich vor dem Mann zu erzählen, wie sie es machte? Das hoffte er doch nicht, sonst würde er nicht mehr so einfach gegen ihn gewinnen können und gerade das machte so einen Spaß.
Einen kurzen Moment überlegte er, ob er sich beschweren sollte, doch er überlegte es sich anders. Es wäre auch gemein gewesen, wenn er so fies zu dem Wolf wäre, nur weil er gewinnen wollte. Er freute sich bestimmt, wenn er ein paar Tricks lernen konnte.

Gerade fühlte er sich ziemlich großzügig, weil er nichts sagte und wandte sich mit zufriedenem Ausdruck zu Josh um. Der Junge wirkte allerdings, als wäre er mehr als nur unglücklich und es tat ihm schon wieder ein wenig leid. Der zufriedene Ausdruck wurde zu einem nachdenklichen Blick und er legte den Kopf leicht schräg. Es war doch nicht soo schlimm das Spiel zu verlieren oder?

Er wurde jedoch von seinen Gedanken abgelenkt, als Lea nach einem hungrigen Bär fragte. Kurzzeitig bildeten sich Falten auf seiner übergroßen Stirn und er runzelte die Brauen. “Na ja..wenn er Hunger hat, dann teile ich mit ihm. Immerhin hat er mir geholfen. Was würdest du denn tun?“ Bären waren oft eher brummig und nicht sehr hilfsbereit, doch manchmal hatte man Glück und es klappte. Und dann konnte der Bär doch auch etwas davon abbekommen…das war nur gerecht.

Lea sprach kurz mit Josh und Domido hoppste ungeduldig neben ihr auf und ab, bis sich der Junge endlich einen Stein gesucht hatte und zu einem Wurf ausholte. Gespannt beobachtete der Kobold wie der Junge gekonnt ausholte und erschrak, als er so plötzlich losbrüllte. Beinahe hätte er einen Herzstillstand erlitten, da war er sich sicher!
Jedenfalls schlug sein Herz so stark, dass er es bis in den Kopf spüren konnte und sein gesamter Körper kribbelte. Als er sich wieder umblickte konnte er gerade noch die feinen Staubwölkchen sehen, die herumwaberten. “Woooooow!“ , platzte er bewundernd heraus und klatschte erfreut in die Hände.

Im nächsten Augenblick wurde ihm jedoch klar, dass Josh damit gewonnen hatte. Blöd. Er selbst war nicht soo gut und Lea hatte gerade mal 4 Hüpfer geschafft. “Ich möchte lieber das neue Spiel lernen“ , sagte er mit schräg gelegtem Kopf und blinzelte die junge Gälin herzerweichend an. Josh sah nicht so aus, als würde er heute ein guter Verlierer sein, also versuchte er lieber nicht doch noch zu gewinnen.

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Er sah Lea mit einem schiefen Grinsen an, als sie ihn fragte, was sie dafür bekommen würde. Seine Braue zuckte und seine Mundwinkel wanderten ein wenig weiter in die Höhe. ”Mir würde sicher etwas einfallen” , antwortete er unverbindlich und mit einem Blick, der durchaus verriet, dass er den ein oder anderen Gedanken dazu hatte. Allerdings erwartete er nicht, dass Lea sich wirklich quer stellen würde, wenn er sie nett darum bat.

Fast im selben Atemzug stichelte sie bereits wieder und Asterius lachte leise auf. Da hatte sie allerdings Recht. Beim Steinewerfen war er wahrlich nicht sehr talentiert, doch mit ein wenig Übung wäre er sicherlich auch nicht so schlecht. Möglicher weise.
Domido bekam im selben Moment einen Lachanfall, der ihm leicht besorgte Falten auf die Stirn trieb. Gesund konnte das nicht sein, doch zum Glück fing sich der Kleine gleich darauf wieder – genau rechtzeitig, um Josh nicht doch noch zum weinen zu bringen.

Asterius musste an den Abend am Bach denken, nachdem si eden Zentauren entkommen waren, als der Junge geglaubt hatte ein Gesicht im Wasser zu sehen. Automatisch legte ere ine Hand auf den blonden Schopf und strich leicht darüber, zog die Hand jedoch gleich darauf wieder zurück, da der Junge werfen wollte.
Kaum dass er geworfen hatte, jubelte Josh auch schon auf, allerdings entging dem Wolf nicht, dass der Junge lediglich versucht hatte sie abzulenken. Du betrügst , dachte er und sein Blick glitt zu Lea , als wollte er sehen, ob sie es auch bemerkt hatte. Was tat man da? Ließ man es dem Jungen durchgehen oder sorgte man dafür, dass er es nicht wieder versuchte?

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Azimuth kicherte, als Tamina meinte, dass sie wusste, dass Brummbeeren brummten.
An der recht ansehnlichen Steinformation blieb auch Azimuth stehen, um sich ein paar der saftigen und süssen Beeren in den Mund zu stopfen.

“Schmarrrzbeeren?“ brummte er mit vollem Mund.
“Na, denen möchten wirrr lieberrrr nicht begegnen.“
Er wischte sich den süssen Saft von den Mundwinkeln und sah Tamina mit einem ernsten Blick an.
Tief atmete er ein, bevor er zu seiner geräuschvollen Erklärung ansetzen wollte.

“Brrrumbeerrren heissen so, weil sie wirklich brrrumen. Achte mal drrrauf!“
Er hatte eine ganze besonders dicke Brombeere in der Hand und hielt sie hoch. Die noch eingeatmete Luft wollte er gerade dazu verwenden, um einen tiefen und langen Brummton zu erzeugen da ...

...brummte die Beere...

Azimuth vergass, auszuatmen und starrte die Beere an. Sein Gesicht verfärbte sich wegen der angehaltenen Luft immer mehr in kräftiges Rot.

Also ... ER brummte da nicht. Und die Beere brummte auch nicht.

Was...

brummte...

dann ?????????

Keuchend liess Azimuth die Luft aus den Lungen und lauschte dann. Das Gebrumme kam von ... hinter ihm. Der Busch jedoch war neben ihm. Und hinter ihm war ...

eine Höhle ... Naja, ein paar aufeinanderliegende Felsbrocken, aber mit etwas Fantasie, von der der kleine Fratz durchaus soviel hatte, dass es für eine ganze Koboldfamilie reichte, wurde daraus eine tiefe, dunkle und nie endende Höhle.

... aus der es jetzt brummte. Tief und laut.

...und aus der Schritte kamen. Kräftige Schritte. Zerstörerische Schritte. Klauen, die auf Stein trafen und tiefe Ritzen hinterliessen.

Eine Gänsehaut raste ihm über den ganzen Körper. Azimuths Finger zerquetschten vor lauter Schreck die Brombeere und der dunkellilafarbene Saft lief über seine Finger, die Hand und schliesslich auch den hochgehaltenen Arm.

“Oh ... meine ... Akasha.“ flüsterte er kurz vor einem Panikanfall.

Das, was da brummte, musste und konnte nichts anderes als ein Bär sein. Ein ausgewachsener natürlich. Ein männlicher und starker. Einer, der wütend war, weil man ihm seine Beeren stehlen wollte.

Azimuth schluckte trocken.

“Lauf ... “ krächzte er und hatte das Gefühl, seine Füsse wären ebenfalls aus Stein und er konnte sich nicht von der Stelle rühren. Niemals mehr - vermutlich - wenn da hinter ihm gleich der Bär auftauchte und ihn mit einem einzigen Schlag zu Koboldmus auf den Steinen zerquetschte.

“LAUUUUUUUUUUUUUUUFFFFFFFFF ... “ kreischte er dann, als sie Schritte immer näher kamen.

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Was für ein jämmerliches Gequäke riss sie denn da aus dem Schlaf?
Schon wieder Menschen ... nie konnte ein armes kleines Bärenmädchen mal in Ruhe schlafen, wenn die Mama auf Futtersuche war.

Das kleine Bärenmädchen riss das Maul auf und gähnte herzhaft, bevor es sich auf die Füsse bemühte und unwillig hinter dem dicken Heimatfelsen herausspazierte. Dabei hinterliess es mit den dicken Tatzen tapsende Geräusche.

Vor der Höhle stand etwas, dass nicht grösser war als sie. Eher kleiner... und es zitterte und blutete aus der Hand.
Darum schrie es so.
Das Bärenmädchen richtete sich auf, breitete die Vorderbeine aus und wollte den kleinen Schreihals tröstend umarmen.
Mama machte das ja auch immer so, dass sie sich dann ganz fest an sie drückte, um ihr Wärme, Nähe und Sicherheit zu geben.

Mit weit aufgerissenem Mäulchen brummte das Bärenmädchen so freundlich, wie es ihr möglich war und stapfte auf den Schreihals zu....
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Re: DRAGAO LAGRIMA - Neue Hoffnung

Beitrag von Sionnach » 4. Juni 2010, 18:29

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Ich mag deine Ideen. Da bin ich sicher. Leise lachend wandte sie den Blick rasch von As weg, bevor zu deutlich abzulesen war, wie sicher sie sich dessen war.
Lieber schnappte sie sich den vom Teilen mit Bären philosophierenden Kobold und kitzelte ihn ordentlich am Bauch, bis sie schließlich neben dem sich kringelndem Kobold auf dem Boden saß.
Na, hauptsache dein Bär hat nicht eher Appetit auf Koboldspeck.

Erst bei Joshs trommelfellverstörendem Schrei richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Jungen. Wie konnte so viel laut in so wenig Person passen? Immer wieder erstaunlich.
Sechs?! Ein wenig irritiert blickte sie auf die sofort wieder verpuffenden Staubwölkchen, die so gar überhaupt nicht hintereinander passen wollten. Mal davon abgesehen, dass Steine auf Sand ja nun nicht wirklich hoppsten.
Irgendwas war seltsam und zwar am meisten, dass As sie ansah als wäre er grade im den Fingern in der Keksdose erwischt worden. 5 Minuten vor dem Abendessen.
Vage skeptisch musterte sie den Jungen, ohne zu schaffen zu durchschauen WAS genau sie grade verpasste.
Na klar. Sie drehte den Kopf zu Domi und nickte.
Aber, ich brauche ein bisschen, ich muss erst was fertig machen. Vielleicht geht ihr inzwischen Abendessen? … Ich ruf gleich.

Aus dem Sitzen hochblinzelnd, streckte sie die Arme hoch und ließ sich von As auf die Beine ziehen.
Hilfst du mir?
Sie bückte sich hob einen kleinen sehr runden Stein auf, den sie in die Luft warf und wieder aufschnappte.
Als erstes brauche ich ein Beil…
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Domido sah Lea kurzzeitig mit ziemlich großen Augen an, nachdem er es geschafft hatte sich wieder von ihrer Hand zu entkugeln und zu Atem zu kommen. Koboldspeck? Was sollte denn das heißen?
Er sah an sich hinunter und zupfte an seinem Hemdchen, dann grinste er sie jedoch an und zuckte die Schultern. “Ich hab ja nicht so viel Speck, auf die Idee würde er also nieeemals kommen.“ Da war er sich sicher. Sehr sicher sogar und ebenso ziemlich stolz.

Im nächsten Augenblick schlug die junge Frau auch schon vor, dass er mit Josh essen gehen sollte und er zog kurz die Nase kraus. Das bedeutete ja, dass er die belegten Brote machen musste. Lea ist eben schlau , stellte er abermals fest, nickte dann jedoch, da er einfach nicht anders konnte, wenn das Abendessen lockte.
“Komm!“ Er packte den Jungen am Arm und zog ihn mit zum Feuer, wo Karen, Pierre und Avi bei einer Tasse Tee saßen und Nay und Zentiara sich unterhielten. Er erkundigte sich kurz, was der Junge essen wollte und machte sich dann daran ein paar Brote zu schmieren.

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Er war sich sehr sicher, dass Lea seine Ideen mögen würde und das sagte sein Blick auch deutlich. Doch er führte es nicht weiter aus, dafür waren zu viele Ohren in der Nähe.
Mit einem Lächeln beobachtete er, wie sie sich auf den Kobold stürzte und ihn kitzelte. Das kleine Kerlchen schaffte es doch immer wieder sie von allem abzulenken, egal wie drückend die Stimmung auch gewesen war.
Leicht schüttelte er über diesen Gedanken den Kopf. Er musste schnellstens lernen seine Gedanken bei sich zu behalten und nicht bei jeder Gelegenheit in düstere Regionen abzudriften. Das würde ihm irgendwann noch zum Verhängnis werden.

Lea schien nicht zu wissen, was an dem Bild, das sich hier bot, falsch war, doch das machte nichts. Er hatte beschlossen, dass es nichts ausmachte, wenn Josh ein mal damit durchkam. Immerhin hatte Domido auch nichts bemerkt und würde sich auch nicht darüber aufregen können.
Gleich darauf verschwanden die beiden Kleinen auch schon in Richtung des Feuers und er blickte ihnen kurz nach, bevor er sich wieder Lea zuwandte.

Er nahm sie am Handgelenk und zog sie auf die Beine, leicht nickend.
“Natürlich helfe ich dir.“ Er sah sich kurz um, als suchte er etwas, legte dann jedoch den Kopf schräg. Ein Beil? Wozu brauchte sie das? Und hatten sie soetwas überhaupt?
Nun gut, sie fanden sonst auch alles in diesen Wundertaschen. Also ging er und holte Lea ihre Tasche. „was hast du vor?“ , fragte er sie und reichte ihr den Behälter.

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Mit krauser Nase sah sie zu wie die beiden so ungleichen Freunde Richtung Feuer flitzten und entschied nicht weiter über das Spiel nachzudenken. Das wichtigste war, dass noch immer alle fröhlich waren und sowohl Junge als auch Kobold sahen doch recht gutgelaunt aus.

Na dann, sich beiläufig den Sand abklopfend stand sie wieder auf ihren eigenen zwei Beinen. Was suchst du? Gleichzeitig mit der Frage, nahm sie ihre Tasche von As an und hängte sie sich um, mit einer Selbstverständlichkeit, die es ihr gar nicht einfiel sich zu wundern warum er wusste, dass sie ihre Tasche – oder eher – etwas daraus brauchte.
Anschließend untersuchte sie die Gepäcktaschen nach dem kleinen Beil, welches sie mit sich führten, für den Fall das Feuerholz mal nur „am Stück“ zu finden war.
Och, ich hab gehört Frauen finden Holzfäller attraktiv und wollte es mal ausprobieren. , scherzte sie leichthin, schüttelte aber schon dabei den Kopf.
Ich brauche 5 oder 6 Astgabeln. Möglichst in etwa gleichgroß.
Nach genau solchen Ausschau haltend wühlte sie ihren Oberkörper in den nächsten Busch der so aussah als wäre er groß genug für ihre Zwecke.
Und dann … -sagte vermeintlich der Busch- … brauchen wir noch zwei Stöcke, so etwa Unterarm lang… Kurzfristig verstummte sie und konzentrierte sich auf das Hacken und an Ästen zerren. HAAAH! und kam triumphierend, wenn auch ordentlich zerzaust aus dem Busch wieder hervor, mit einer V-förmigen Astgabel in der Hand, von der sie noch im Weiterreden die Blätter abrupfte.
Und noch einen L förmigen Stock. Sie malte die Form in die Luft.
Vielleicht finden wir ja die Stöcke ohne sie schlagen zu müssen.
Danach schauend suchte sie unterwegs zum nächsten größeren Busch, den Boden ab.
Du bist wirklich süß mit Josh . Sie warf ihm einen schnellen Seitenblick zu, bückte sich dann aber um einen Ast aufzuheben und nach kurzer Begutachtung als zu morsch zu befinden und wieder wegzuwerfen.

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”Was ist los?” , fragte er Lea , als sie den beiden Kleinen nachblickte. Irgendwie wirkte sie nicht sonderlich begeistert. “Stimmt etwas nicht mit den Kleinen?
Eigentlich seltsam, wie schnell sich solch ein Begriff auch gedanklich festsetzte. Und wie leicht einem so etwas über die Lippen kommt.

Kurzzeitig wirkte er ein wenig verwirrt, doch ihm fiel rasch wieder ein, was sie wohl meinen konnte. “Ich habe nichts gesucht. Ich habe nur kurz nachgedacht, wo deine Tasche geblieben sein könnte.“ Er zwinkerte ihr zu und an seinen Augen war zu erkennen, dass seine Aussage der Wahrheit entsprach.

Sie nahm ihre Tasche entgegen, ging aber dennoch zum Gepäckhaufen. Gut, sein Gedanke dazu war also nicht ganz korrekt gewesen – aber es hätte durchaus sein können, dass die Zaubertasche wie immer beinhaltete, was man benötigte.
Noch immer waren ihm diese Beutel ein wenig suspekt, man konnte sich viel zu sehr darauf verlassen und wer wusste schon, was aus der Magie dieser Beutel wurde, wenn er in falsche Hände geriet.

Er verbat sich weiter zu denken. Hatte er nicht zuvor noch gedacht, dass er sich davon abhalten sollte weiterhin so zu denken und sich so leicht ablenken zu lassen?
Ihr Scherz entlockte ihm ein leichtes Lachen. Holzfäller waren attraktiv? Was genau diese Berufsklasse attraktiver machte als andere Männer würde er nicht so schnell verstehen, doch das spielte keine Rolle. Viel wichtiger waren ihre Pläne.
“Warum… was genau hast du eigentlich vor?“ , fragte er völlig verwirrt, während sie bereits in dem Busch verschwand, um kurz darauf mit passendem Holz wieder aufzutauchen.

Was sie alles sagte verwirrte ihn jedoch mehr, als dass es ihm half und so folgte er ihr einfach und hob immer dann ein Holz auf, wenn er glaubte, dass es vielleicht passen könnte – wofür auch immer.
Etwas überrascht blieb er allerdings stehen, als sie meinte, er sei süß mit Josh . Fragen tanzten in seinen Augen und er legte den Kopf leicht schräg. “Was habe ich denn getan?

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Langsam beschlich Tamina das Gefühl, dass Azimuth und sie irgendwie aneinander vorbeiredeten. Warum er allerdings Schwarzbeeren nicht begegnen wollte, verstand sie nicht, denn immerhin stand er ja vor ihnen und stopfte sich gerade welche in den Mund. Fast schien es so, als meinten sie das Gleiche, kannten es aber unter einem anderen Namen, denn als er eine besonders dicke Beere hochhielt und meinte, dass sie brummen würden....

Tamina lauschte eigentlich nur Azimuth zuliebe, doch dann.... Erstaunt und verwundert hörte sie wirklich ein Brummen. Was daran jedoch so ungewöhnlich war, es schien nicht von der Schwarzbeere zu kommen, was ohnehin albern war. Und auch aus Azimuths Richtung kam es nicht, jedenfalls nicht direkt... mehr so von hinter ihm. Es wurde lauter... bedrohlicher. Tamina erstarrte. Sie kannte dieses Brummen und sie wusste, man lebte entschieden länger, wenn man ihm nicht begegnete. Also zumindest nicht unbewaffnet. Dass sie keiner Sinnestäuschung erlag, zeigte Azimuths Reaktion und auch Tamina erstarrte augenblicklich. Doch im Gegensatz zu ihm blieb sie wie versteinert stehen und reagierte nicht auf sein Kreischen, denn vor einem Bären davonzulaufen, war so ziemlich das Dümmste, was man tun konnte. Niemand traute es ihnen zu, doch sie waren trotz ihrer Körpermasse blitzschnell und durch Flucht konnte man ihnen nicht entkommen, im Gegenteil, man reizte sie nur noch mehr.

Nein, nicht davonlaufen. , keuchte sie, selber von Panik erfüllt.

Da wollten sie nichts anderes, als lediglich ein paar Beeren sammeln und wurden von einem wilden Bären überrascht. Noch sah sie ihn nicht, doch sein Brummen war laut und das Schrammen seiner scharfen Krallen, die über das Gestein rutschten, ließ ihr das Blut in den Adern gefrieren.

Auf den Boden... schnell. , stieß sie hervor, griff nach Azimuth, der jetzt wie Espenlaub zitterte und zerrte ihn um. Dann warf sie sich über ihn und bedeckte seinen und ihren Kopf mit den Händen, während der Korb ein paar Schritte davontrudelte.

Nicht aufsehen, nur nicht aufsehen... und still, ganz still.

Taminas Stimme zitterte und war kaum mehr als ein Flüstern, doch sie versuchte, so ruhig wie möglich zu liegen. Sie hatten nur eine Chance, der Bär durfte sich von ihnen nicht bedroht fühlen. Sollte er allerdings hungrig sein....

Das Brummen war nun fast direkt neben ihnen. Vor Angst wurde ihr übel und als sie eine Berührung seiner Krallen in ihrem Nacken verspürte, wurde ihr vor Schreck schwarz vor den Augen.


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Bitte?

Hatte er sich verhört oder bot Taria ihm tatsächlich an, seine Wache zu übernehmen, falls er zu müde sein sollte, nachdem er das gerade zu ihr gesagt hatte. ER und MÜDE... das ging ja nicht mal in einem Gedanken einher. Menschen... was taten sie nicht alles, um von ihren eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken. Dabei waren sie es, die schwach und oftmals hilflos und somit auf andere Wesen angewiesen waren. Sie hörten schlecht, sahen im Dunkeln eh kaum und bewegten sich zumeist so tolpatschig und laut durch den Wald, dass man sie in drei Tagesmärschen Entfernung bereits ausmachen konnte. Allein diese Gruppe hier hinterließ eine so breite Spur, dass man sie noch Jahre nachverfolgen konnte. Mindestens.

Pikiert blickte Morthond auf die junge Menschenfrau herab.

Du scheinst über Elfen nicht sehr viel zu wissen. Wir benötigen nicht soviel Schlaf, wie ihr Menschen und sind überhaupt wie geschaffen... nein, fast vorbestimmt, zu Wachen und zu Jagen. , belehrte er Taria in einem für ihn ungewöhnlich gutmütigen, doch gönnerhaften Ton. Noch. Im Gegensatz zu euch. , schob er nach. Aber danke, ICH benötige von dir keine Hilfe.... Ob es andersherum nötig war, würde sich zeigen. Er würde Taria im Auge behalten und wenn sie dann einschlief....

Nun, er wäre dann wohl der Einzige, der seinen Spaß dabei hatte. Eigentlich war ihm die junge Frau zu Anfang nicht unsympathisch gewesen, doch nach der Sache im Hof des Gasthauses in Androga, wo sie sich in die Auseinandersetzung zwischen diesem Robin , der wie so oft sonstwo steckte, eingemischt und ihn mit der Waffe zum Aufgeben gezwungen hatte, hielt er Abstand zu ihr und beachtete sie kaum oder nur, wenn es erforderlich war, so wie bei den Meisten aus dieser Gruppe.

Feyon meldete sich zu Wort und meinte, dass Taria wohl geübt im Wachen sei, weil sie lange Zeit allein gewesen sei und überlebt hatte. Für Morthond lag auf der Hand, dass sie lediglich Glück gehabt hatte. Doch der Vorschlag auf einen Becher des würzigen Kräuteraufgusses, dessen Duft gerade zu ihnen herübergetragen wurde, ließ ihn dessen Vorschlag zustimmen. Und er war hungrig, was er aber nie zugeben würde. Schon seit Tagen versuchte er zu ergründen, woher die Essensvorräte, die irgendwie nie zu versiegen schienen, stammten, denn außer ihm, der ab und zu für Kerrêl auf die Jagd ging, schien das von den anderen niemand zu tun. Nun ja, und von einem brot-, schinken und käsespendenden Tier hatte er auch noch nichts gehört.

Eine gute Idee. , meinte er zu dem Mann und strebte kurz darauf zum Feuer.

Edle Herrin, währet Ihr so gütig, mir neben Eurer Gunst auch einen Becher dieses so köstlich duftenden Getränks aus Euren liebreizenden Händen zu gewähren?

Er hatte sich vor Karen leicht verneigt und lächelte sie dann amüsiert an. Sollte noch einmal jemand sagen, Dunkelelfen wären nicht umgänglich und besäßen keinen Humor. Was konnte er denn dafür, wenn die anderen zu stumpfsinnig waren, ihn zu erkennen?

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Uh, jetzt hatte sie den Prinzen wohl beleidigt stellte Taria, nur innerlich grinsend, fest, als er mit einem deutlich pikierten Bitte? auf ihr Angebot reagierte. Das leichte glitzern in den Augen von Feyon entging ihr nicht und es machte ihn ihr direkt sympathisch, das er sich über die Situation zu amüsieren schien. Auf jeden Fall nahm er sich als Elf nicht so wichtig und schien nicht auf die Menschen herab zu sehen, wie man es den Elfen oft nachsagte. In der Annahme sie wüsste nichts über Elfen, belehrte Morthond sie im gönnerhaften Ton und Taria verkniff es sich nicht, ganz offen mit den Augen zu rollen. Das er mit im Gegensatz zu euch nicht sie speziell sondern die Menschen meinte, war ihr bewusst und im Grunde konnte sie ihm nicht einmal widersprechen, dass die Menschen was ihre Sinne betraf den Elfen und auch ihr unterlegen waren. Auf seine Feststellung das ER ihre Hilfe nicht bräuchte, zuckte sie die Schultern und murmelte leise, wohl wissend das Elfen sehr gute Ohren hatten. Wir werden sehen.

Feyon schien es ihr auf jeden Fall zuzutrauen das sie eine Wache übernahm, ohne die Befürchtung das sie einschlief und die Gruppe damit in Gefahr brachte und seine Erklärung die er dafür fand, war zum Teil ja auch zutreffend. Sie nickte dem Elf mit einem lächeln zu und dachte darüber nach, ob es nicht an der Zeit war etwas offener zu werden und auch dem Rest der Gruppe von ihren Fähigkeiten zu erzählen. Nun, so ganz sicher war sie sich nicht, obwohl sie zumindest bei Feyon das Gefühl hatte auf Verständnis treffen zu können.

Der Elfenprinz ging auf den Vorschlag einen Tee zu trinken sofort ein und auch aus Tarias Sicht sprach dem nichts entgegen. Ja trinken wir einen Tee und auch gegen etwas zu Essen hätte ich nichts, stimmte sie ebenfalls zu und folgte den beiden Elfen zum Feuer.
Mit einer leicht hochgezogenen Braue, beobachtete sie Morthond wie sich der Elfe fast einen abbrach um einen Becher Tee zu erbitten und grüßte ihrerseits nur mit einem nicken in die kleine Runde ums Feuer. Dann griff sie sich einen Becher, füllte ihn mit Tee und meinte zwinkernd zu dem Elfen. [color=#FF6600“]Keine Sorge, du verbrennst dir nicht die Finger wenn du dir den Tee selbst eingießt, der Krug ist nicht heiß.[/color]
Darum bemüht ihrer Gesichtszüge unter Kontrolle zu behalten und nicht breit zu grinsen, setzte sie sich und nahm sich noch ein Stück Brot und etwas Schinken zu ihrem Tee dazu.

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Karen sah Avilinah zunächst etwas verständnislos an, aber als diese dann ihre Kommentare näher erläuterte, nickte Karen und dachte über diese neue Erkenntnis nach. Tamina traf Azrael nicht nur in der Vergangenheit sondern auch in der Zukunft......, da war etwas daß sie erst überdenken mußte. Aber sie nickte nochmals und sagte “Ja... ich würde ihr auch gerne helfen... aber ich weiß nicht wie..., wahrscheinlich helfen wir ihr im Augenblick am Besten wenn wir sei einfach ihren Weg gehen lassen... , . Aber gerade dieser Weg war es ja was ihnen allen solche Sorgen machte....

Pierre war ans Feuer gekommen antwortet auf Avi’s halb scherzhaft, halb ernst gemeinte Frage und Karen lächelte ihm liebevoll zu. Er war in nachdenklicher Stimmung und seine Antwort zeugte von seiner tiefvewurzelten Melancholie, die ihr selbst nicht fremd war. Zu Aviliniahs Antwort mußte sie aber dann leicht lachen.... diese Fee war bezaubernd in ihrer natürlichen, ehrlichen und so wunderbar lebensbejahenden Art.

Morthond, Feyon und Taria die zuvor etwas abseits miteinander gesprochen hatten, kamen ans Feuer und gewisse Spannungen waren beinahe mit Händen zu greifen. Morthond bat auf beinahe altertümliche Art um einen Tee und Taria wies ihn ironisch zurecht. Karen sah von einem zum anderen, ihr entging aber auch nicht das immer wieder aufflackernde Glitzern in Feyons Augen. Sie griff nach der Kanne, schenkte Tee in einen Becher, stand sogar auf und meint in exakt dem selben Tonfall wie Morthond selbst... “.. möge der Tee Eurer hochwohlgeborenen Majestät munden....“ , dann machte sie noch einen beinahe formvollendeten, wenn auch nur angedeuten Hofknicks wie in Filmen aus früheren Tagen, während sie daraufhin in ein leises, amüsiertes Lachen wechelte und dem Prinz zuzwinkerte, ihm damit zu verstehen gab, daß sie verstanden hatte daß er es - diesmal - durchaus scherzhaft gemeint hatte. Sie bedachte aber auch Taria und Feyon mit einem amüsierten und verstehenden Lächeln, schenkte nochmals einen Tee ein und gab ihn Feyon .. auch Euch mein edler Herr wird ein Becher dieses wohlduftenden, herrlichen Getränks sicher munden und Euerem Wohlbefinden schmeicheln.. . Sie grinste, schüttelte leicht den Kopf und setzte sich dann zwanglos wieder hin und trank ihren Tee, sagte dann noch. So und nun machen wir es uns alle gemütlich und essen was ... und damit brachte sie die ganze Situation wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Sie griff sich ebenfalls ein Brot und grinste noch zu Pierre hinüber, der diese ganze Szene sicher aus einem ganz eigenen Blickwinkel beurteilen würde.

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Feyon ging mit den beiden zum Feuer und sah zu wie Morthond versuche zu scherzen, was nicht bei allen auch so ankam, auf Tarias Kommentar schüttelte er gleichzeitig den Kopf, mußte aber auch leicht lachen. Gutmütig legt er ihr die Hand auf den Arm, während er Karens Blick auffing und ihr zugrinste. Menschen, Elfen und überhaupt alle Leute waren echt manchaml kompliziert.
Karen reichte auch ihm mit überspitzt gezierten Worte einen Tee und Feyon antwortet auf den Scherz eingehen “Mylady.. es ehrt mich aus Euren Händen diesen Trank zu empfangen ... „ und er verneigte sich auf höfische, elegante Weise, gepaart mit seiner üblichen in jeder dieser Bewegungen enthaltenen Ironie vor ihr, während er ihr da bei aber von Herzen zulächelte. Sie hatte eine so warmherzige Art mit den Menschen und auch den Elfen und jedem anderen umzugehen daß es eine Freude war und sie war ehrlich in dem was sie tat und sagte.

Wie auch sie setzte er sich dann unvermittelt wieder völlig entspannt, das Ganze war ja nur ein Schauspiel, wie jedes höfische Getue und nahm neben Taria Platz. Sich der jungen Frau zuwendend, nahm er Karens Vorschlag auf und meinte er “Ja.. ich hab auch Hunger.. .“ und nahm sich ebenfalls Brot und Käse und gleich noch einen Apfel dazu. Während er aß blickte er immer mal wieder zu Taria und fragte dann “Wie kam es eigentlich, daß Du solange allein unterwegs warst.... ?“


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Langsam wanderten ihre Augenbrauen etwas nach oben,während sie Aidan's gestammelter Antwort lauschte,die sie eher verwirrte als das sie erklärte,warum er so bedrückt wirkte. Was wolltest du nicht hinter meinem Rücken tun? , rutschte es ihr heraus, bevor sie es verhindern konnte, und blinzelte ihn an.Was genau er damit meinte erschloss sich ihr in dem Moment noch überhaupt nicht, sie konnte nur mit Sicherheit sagen, dass er Angst vor ihrer Reaktion hatte, was auch immer er getan hatte. Statt einer Antwort löste er sich allerdings mit einem schweren Seufzer von ihr und griff nach ihrer Hand, um sie zurück zu den Sätteln zu ziehen, wo er ihr Schwert aus der Scheide zog und es ihr hinhielt.

Noch immer irritiert über die ganze Situation blickte sie kurz von dem Schwert in sein Gesicht, bevor sie sich wieder auf das Schwert konzentrierte, das in der Länge und der Breite unübersehbar verändert war, und hörte dabei seiner Erklärung zu. Mit etwas gemischten Gefühlen betrachtete sie das Schwert genauer. Es war das selbe Schwert, das ihr Vater ihr mitgegeben hatte, damit sie sich verteidigen konnte. und das sie nur mit einiger Mühe und ohne Zielsicherheit geführt hatte, nur eben...etwas leichter und kürzer. Langsam griff sie danach und nahm es ihm aus der Hand, merkte deutlich den Unterschied im Gewicht und betrachtete es noch einen Moment lang, bevor sie sich wieder Aidan zuwandte, der den Kopf gesenkt hatte. Es...ist kaum zu glauben... meinte sie leise und unterdrückte das leichte Zucken um ihre Mundwinkel herum. Er musste schließlich nicht gleich wissen, dass sie ihm seine eigenmächtige Entscheidung, ihr Schwert ohne ihre Zustimmung ändern zu lassen, nicht übel nehmen konnte. Auch wenn sie es gerne vorher gewusst hätte - immerhin war es das Schwert ihres Vaters und damit eine direkte Verbindung zu ihrer Familie - wusste sie, dass er es nur getan hatte, um es ihr einfacher zu machen, mit dem Schwert umzugehen.

...ich kenne dich so lange...und trotzdem schaffst du es immer wieder, mich zu überraschen... fuhr sie dann, mühsam ein Lächeln unterdrückend fort und sah dann wieder auf das Schwert. Was denkst du denn,was ich jetzt tue? Nach kurzem Zögern musterte sie ihn wieder und ließ es nun doch zu, dass sich ein Grinsen in ihrem Gesicht breit machte. Dass ich jetzt, wo ich das Schwert endlich richtig heben kann, es gleich an dir ausprobieren will, um dich für deine Entscheidung zu bestrafen? Leise kichernd beobachtete sie, wie sein Gesichtsausdruck sich änderte und schüttelte dann den Kopf. Dafür liebe ich dich zu sehr... beruhigte sie ihn lächelnd und ließ das Schwert sinken. [ color=#9900CC]Trotzdem hätte ich es lieber vorher gewusst, aber ich denke, das weißt du... Genauso wie ich weiß, dass du es mir nur einfacher machen wolltest, mit dem Schwert zu kämpfen...[/color] Sie drehte sich kurz zu ihrem Sattel, um das nun handlichere Schwert wieder in die Scheide zu stecken, und trat dann wieder zu Aidan , ihre Arme um ihn legend. Berichte mir das nächste Mal einfach von deiner guten Idee, damit ich dir meine Zustimmung geben kann und du keine Angst mehr vor meiner Reaktion haben musst.. schlug sie ihm leise vor und zwinkerte ihm zu...


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Kopfschüttelnd fing sie ihren Blick, mit einem kleinen Seufzen wieder ein. Nein, alles in Ordnung mit ihnen und ich hoffe das bleibt auch so. Es ist mir nur aufgefallen oder eher wiederaufgefallen wie klein Josh eigentlich noch ist, als er grade beinah zu Weinen angefangen hätte. Kurz sah man Sorge sich über ihre Züge legen. Er war so klein und sie mussten mit solchen Dingen wie Zentaurenangriffen rechnen. Sicherlich hatten sie entschieden ihn mitzunehmen und das mochte seine Richtigkeit haben, dass zu glauben war sie ja gerne bereit, aber es änderte nichts daran, dass ein Kind hier eigentlich nichts zu suchen hatte.
Ich hoffe nur, er übersteht das alles ohne Schaden zu nehmen. Vor allem hier. Sie deutete vage auf ihre Herzgegend.
Eines von tausenden von Dingen, um die man sich hier sorgen konnte.

Sie nickte nur verstehend, dazu dass er nach ihrer Tasche gesucht hatte, widmete sich mit einem Blick zum sich zunehmen verdunkelndem Himmel, lieber ihrer Suche. Wenn es zu dunkel wurde, dann würde es heut nichts mehr werden mit dem Spiel ausprobieren. Trotzdem, musste sie das nicht daran hindern weiterzuscherzen.
He, was gibt es denn da zu lachen? Glaubst du etwa nicht, dass es eine Konkurrenz sein könnte. Tzz tzz tzz, ob du dir da so sicher sein kannst?! Na ja, konnte er sicherlich, ganz ernsthaft betrachtet wusste er das auch, aber genau deswegen konnte man damit herum albern.

Ich … muss eine Art Parcours bauen. Zwei der Stöcke die As aufgehoben hatte, waren gut für ihre Zwecke zu gebrauchen und auch die restlichen Astgabeln, waren – vermutlich zu Lasten der Büsche – schnell gefunden. Sie überlegte und stellte fest, dass es nicht so leicht war ein Spiel zu erklären, ohne es demonstrieren zu können, wenn man sich sicher sein konnte, dass das Gegenüber überhaupt keine Vorstellung hatte. Es ist schwer zu erklären. Es ist ein Ballspiel… keine Ahnung ob ihr hier was ähnliches kennt.

Bei seiner erstaunten Frage, warf sie den unpassenden Stock den sie gerade in der Hand hatte wieder in das dürre Gras, richtete sich auf und sah ihn von der Seite an. Getan, kann man nicht sagen, du hast einfach eine liebe Art mit ihm umzugehen. Wie sollte man etwas in Worte fassen, was sich nur in Kleinigkeiten äußerte, die einen Eindruck bildeten? Rastlos wirkend, sah sie weg und suchte weiter. Hattest du schon mit Kindern zu tun? … Sie warf über die Schulter einen Blick zu ihm zurück. Ich meine … schließlich warst du auch noch ein Kind… wie es scheint.

Nach einigem Suchen entdeckte sie einen gekrümmten Ast der genügend fest schien um seinen Zweck zu erfüllen. Gut den nehmen wir auch mit.
Sie schlugen den Weg zum Feuer ein, wo vermutlich auch auf Grund der sinkenden Temperaturen, die meisten versammelt waren.
Ein Lachen mehr schlecht als recht unterdrückend, hielt sie an um Karens sehr höfische Ansprache und Feyons zu beobachten. Warum nur hab ich grade das Gefühl uns hätte wer ein Schloss geklaut. zwinkerte sie hinüber, während sie sich einen Platz suchten, um sich weiter ihrer Bastelei zu witmen.

Kannst du bitte die Stöcke anspitzen, so dass man sie in die Erde stecken kann? Sie deutete auf die Astgabeln und einzelnen Stöcke, die inzwischen vor ihnen lagen und wühlte aus ihrer Tasche eins der zerrissenen Kleidungsstücke hervor, dass sie in dünne Streifen zu reißen anfing.
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Er nickte langsam und verstehend, als Lea meinte, dass es lediglich am Alter des Jungen gelegen hatte und sie hoffte, dass er alles unbeschadet überstehen würde. In vielerlei Hinsicht.
“Mach dir keine Sorgen. Ich denke..er wird es überstehen. Es gibt kaum jemanden, der in dieser Welt nicht mit dem Tod in Berührung gekommen ist.“ Einen kurzen Augenblick schwieg der Wolf. !“Noch dazu..wäre es für diese Überlegungen mittlerweile sicher zu spät. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es gut für ihn wäre, wenn wir ihn zurückschichen.“
Besonders glücklich war er auch nicht darüber, dass sie den Jungen mitgenommen hatten, denn Kinder gehörten nicht auf ein Schlachtfeld – und er war sich noch immer sicher, dass ihre Suche sie letztendlich auf eines führen würde – doch es war damals beschlossen worden ihn mitzunehmen und er akzeptierte diesen Beschluss.

Asterius zuckte kaum merklich die Schultern und sah Lea mit schräg gelegtem Kopf an. “Denkst du, dass es der Konkurrenz gut tun würde?“ , stellte er eine nicht ganz ernst gemeinte Gegenfrage. Wenn man es jedoch genau bedachte, musste er zugeben, dass es durchaus angebracht war zu fragen. Bei einem Duell hatten die Wenigsten eine Chance gegen einen Werwolf, selbst wenn er als Mensch kämpfte.

Fragend hob er jedoch eine Braue, als sie erklärte, dass sie einen Parcours bauen musste. Er verstand nicht, worauf dieses ganze Spiel hinauslaufen sollte, vielleicht war es aber auch ganz gut so, so konnte er ihr wenigstens nicht dazwischen pfuschen oder etwas verraten.
“Dann lasse ich mich eben einfach überraschen“ , meinte er mit einem leichten Lächeln und zwinkerte ihr zu. Er war schon gespannt darauf, was sie mit den Kleinen vor hatte.

Sie erklärte ihm gleich darauf, was sie mit seinem Umgang mit Josh gemeint hatte und er legte nachdenklich den Kopf auf die Seite. Er wusste noch immer nicht recht, was sie meinte, denn er war sich nicht bewusst irgend etwas besonderes getan zu haben, doch es war im Grunde auch nicht wichtig. Wenn sie fand, dass er gut mit dem Jungen umging, war ihm das schon genug.
“Wie meinst du das? ‚Mit Kindern zu tun’? Du meinst..wie Josh ? Ob ich mit ihnen gespielt habe, Kinderspiele wie Kieselwerfen?“ Ein fast traurig zu nennendes Lächeln trat auf sein Gesicht und er schüttelte leicht den Kopf. “Nein. Jedenfalls nicht, dass ich mich erinnern könnte.“

Als sie am Feuer ankamen nahm Feyon gerade einen Becher Tee von Karen an und Asterius grinste leicht. Irgendwie wollte diese Art sich auszudrücken nicht recht zu der Grauweltlerin passen, doch vermutlich nur, weil er es anders von ihr kannte.
Er wusste zwar nicht, wie es dazu gekommen war, dass sich alle nun verhielten, als wären sie in einen Ballsaal gestolpert, doch es zeigte, dass die Vorkommnisse der letzten Tage langsam wieder ein wenig verarbeitet waren und die gute Stimmung nicht endgültig hatten zerstören können. Beruhigend, wenn man ihn fragte.

Neben Lea ließ er sich gleich darauf auf den Boden nieder und nahm den ersten Stock zur Hand. “Wie weit müssen sie in den Boden gesteckt werden?“ , fragte er und zeigte mit dem Finger etwa 5 cm, den Blick fragend auf sie gerichtet.
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Er sah zu Avi , die verlangte, dass diese Dinge dann auch schwer zu klingen hatten und lächelte sie leicht an. “Wenn es so wäre, würde sisch wo’l kaum me’r jemand an diese Dinger ’eran wagen. Und das wäre se’r schade, meinsd du nischd?“ , antwortete erlangsam und trank einen weiteren Schluck Tee.

Morthond, Taria und Feyon tauchten gleich darauf ebenfalls am Feuer auf und der Elf sprach Karen an. Im ersten Augenblick war Pierre fast ein wenig erstaunt über diese förmliche Anrede, doch auch er verstand schnell, dass es lediglich ein Scherz war.
Leise seufzte der Franzose auf und beobachtete, wie die Grauweltlerin auf das Spiel einging. Sie hätte sich gut auf einem Fest meiner Familie gemacht , schoss es ihm völlig unvermittelt durch den Kopf. Er vermisste die Zwänge des Adels nicht wirklich, doch manche Dinge fielen ihm noch immer schwer und manchmal sehnte er sich fast ein wenig nach all den Regeln. Wenn jede Bewegung vorgeschrieben war, blieb wenig Raum für Fehler oder Unsicherheiten. Ob es am elfischen Hof ähnlich war, wie in ihrer Zeit noch manchmal in den alten Adelshäusern?

Er schüttelte den Gedanken ab und griff ebenfalls nach etwas Brot, um endlich mal etwas zu essen. Feyon fragte gerade Taria , weshalb sie so lange allein unterwegs gewesen war und er blickte ebenfalls kurz zu der jungen Frau, bevor er sich jedoch wieder Karen zuwandte. “Wo’er kennsd du disch mid..den ’öfischen Gepflogen’eiten aus? Dawon gelesen..?“

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Zentiara bestätigte ihre Frage, dass er einfach so zu Staub zerfallen war, schneller, als es in ihrer Welt der Fall war. Auch bestätigte sie ihr, dass Satoru tot war, setzte zu einer Erklärung an wie Nay zuerst dachte, doch die Hexe erzählte ihr eine kurze Zusammenfassung davon, was es mit Satorus sterblicher Unsterblichkeit auf sich hatte. Die Frau sprach leise, erklärte das die einzige Berechtigung des Kriegers auf dieser Welt, in dieser Zeit, zu sein, gewesen war das er es als Chance nutzen sollte um den Drachen zu helfen, dass er das nicht getan hatte, und dass er gewusst hatte, dass seine Handlung seinen Tod herbeiführen würde. Von der Hexe selbst oder von jemand anderem

In dem Moment trat Nick zu ihnen, er hatte scheinbar gehört wovon sie sprachen. Er bestätigte nochmal das der Krieger tot war, dass er die merkwürdige Lampe hatte stehlen wollen und einem der Schwarzen bringen, und dass er ihn hatte aufhalten wollen und keine andere Wahl gehabt hatte als gegen ihn zu kämpfen und ihn zu töten. Mit großen Augen sah sie zu dem Schotten hoch, während der Wirrwarr an Gefühlen in ihr es ihr unmöglich machte, etwas zu denken. Unglaube, Verwirrung, Trauer, Mitleid mit Nick, es überschritt ihre Vorstellungskraft sich vorzustellen, wie das für ihn sein musste. Sie wusste nicht was sie sagen sollte, was gab es da schon zu sagen? Der junge Mann wandte sich ab, Llynia war zu ihm getreten, und sie würde wohl am ehesten Nick beistehen können.

Ihr Blick senkte sich wieder aufs Feuer, nur um sofort wieder zurück zu Zentiara zu kehren, als diese meinte, dass ihm nichts passieren würde, dass sie dafür sorgen würde. Sie meinte Myv, dass war Nay klar, aber sie fragte sich, wie die Hexe dass so sicher sagen konnte. Kannst Du das? fragte sie leise, eigentlich keine Antwort erwartent. Sie konnte Myv nicht befreien, aber dafür sorgen, dass ihm nichts passierte? Wie sollte das gehen?
Die Traurigkeit in ihrem Blick vertiefte sich bei Zentiaras nächsten Worten. Wie sollte sie denn bitte nicht daran denken, wenn er ihr jeden Moment den sie länger ohne ihn war mehr fehlte? Wie, wenn die Angst um ihn so allgegenwärtig war? Und wie wollte Zentiara wissen, dass sie es nicht hatte ändern können? Leicht schüttelte sie den Kopf. Glaubst Du das wirklich? Glaubst Du wirklich, dass wir nicht beinflussen können, was passiert? Nays Stimme war leicht bitter geworden. Wenn alles vorbestimmt wäre, dann bräuchten wir keine Entscheidungen mehr treffen, und trotzdem entscheiden wir jeden Tag so Vieles. Das Vieles einen Sinn hat was passiert, mag ja sein, aber ich werde nicht daran glauben, dass alles schon vorgeschrieben ist. Es würde so vieles Sinnlos machen.

Ihr Blick kehrte zurück zu den Flammen, die munter auf und ab züngelten. Kurz schloss sie die Augen, verdrängte das aufsteigende Gefühl, dass das hier alles zu viel für sie war, und riss sich wieder zusammen.
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Re: DRAGAO LAGRIMA - Neue Hoffnung

Beitrag von Sionnach » 4. Juni 2010, 19:56

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Er war aufgebracht über das Verhalten des Greifschützen und er konnte durchaus verstehen, dass es Ryanna nicht anders ging. Natürlich war es jedem selbst vorbehalten sich eine Meinung zu bilden, doch war es nicht selten ratsam, diese nicht immer offen zu zeigen. Besonders dann nicht, wenn man mit einer höher gestellten Person sprach. Und diesen Status hatte die Feuerelfe nun einmal aus den verschiedensten Gründen.
Und was tut dein ‘bester Mann’? Er beleidigt den Prinzen ihres Volkes. Sehr eindrucksvolle Demonstration seines Respektes. Warum versucht er nicht gleich mit einer Keule auf den steinernen Körper der Drachengöttin einzuschlagen? Solch ein Vorgehen hätte sicher die selbe Wirkung.

Er seufzte innerlich auf. Vielleicht hatte er das Ganze falsch angefangen. Fakt war, dass Aron ihn bis vor einigen Tagen nie enttäuscht hatte und durchaus Talente besaß, die er in Zukunft noch brauchen konnte. Allerdings musste er noch einiges lernen, was Respekt und Folgsamkeit anging. Doch das würde sich noch beheben lassen.
”Steh auf!” , fuhr er den Greifschützen an und wartete, bis sich dieser erhoben hatte. Ganz gerade schaffte der Mann es nicht zu stehen, doch er biss die Zähne zusammen und statt zu flehen zog er es vor zu schweigen. Glück für ihn.

Er gab dem Mann Anweisung sich zurückzuziehen und sich für einen neuen Auftrag bereit zu machen, dann wandte er sich wieder Ryanna zu, die noch immer vor Wut zu kochen schien.
”Er wird eine Weile unterwegs sein, wenn er meinen Auftrag erfüllen möchte.. Und auch für dich habe ich eine Aufgabe.” Er war gespannt darauf, wie sie sich dabei schlagen würde.

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Natürlich war es längst zu spät Josh wieder wegzuschicken und vermutlich auch falsch, aber sich deswegen keine Sorgen zu machen, als ob das so einfach möglich wäre. Es ist eine Schande… Ihr Blick gilt über die wilde, karge und doch auf eine fremde Art schöne Umgebung, den Himmel, der jetzt im Sonnenuntergang in allen Farben von meergrün bis ins dunkelste violett schimmerte. Es ist so wunderschön hier und so viel Raum, so weit Platz genug für alle. Ich werde nie verstehen, warum jemand seine Macht nutzt, um all das mit Leid und Tod zu vergiften. Was geht in so jemandem vor? Fragend sah sie den Mann an, ohne eigentlich wirklich eine Erklärung zu erwarten, es war weder zu erklären noch mit einem normalen Geist zu begreifen.
Es ist einfach nicht richtig!

Die Hände in die Hüften gestemmt baute sie sich mit blitzenden Augen vor ihm auf. Na ja, gut vermutlich würde das eindrucksvoller wirken, wenn sie nicht nur bis knapp über die Schultern gehen würde, aber das war… oh Moment das war doch zu ändern … sie kletterte auf einen kleinen platten Fels und richtete sich auf. Schon besser! Also: Du versuchst doch nicht mir zu drohen oder? Das klappt nicht! Weil erstens lass ich mir nicht drohen und zweitens würdest du nie versuchen mich mit Gewalt zu halten. Und drittens… Damit sprang sie vom Stein wieder runter und knuffte ihn vorsichtig. … kann ja schließlich kein Mann was dafür, dass ich so absolut unwiderstehlich bin. Das hatte jetzt nicht nur einen lachenden sondern auch einen gehörig ironischen Unterton.
Aber gut… wenn du darauf bestehst werde ich mich auf Männer beschränken die es mit dir aufnehmen können. Ich wüsste da schon wen… Nicht im mindesten ernst gemeint, aber ihn ein bisschen aufzuziehen war besser als in Grübeleien zu versinken.

Warum eigentlich konnte sie es nicht mal lassen Fragen zu stellen, für die sie sich im nächsten Augenblick auf die Zunge hätte beißen wollen, weil sie merkte ihn traurig zu machen. Ja, schon. Du… wirst ja vermutlich nicht der einzige gewesen sein, der schon als Kind… zu Pandoras kam. Und Kinder spielen nunmal. Sie strich mit dem Handrücken über seine Wange, um diesen traurigen Blick aus seinen Augen zu verbannen.
Außerdem… es muss sich doch jemand um die Kinder gekümmert haben. Und wenn es nur darum ging was ihr Leben als Wolf bedeuten würde.

Die einzelnen zerschnittenen Streifen wickelte fest, um einen der Steine die sie aufgesammelt hatte, immer rund und rund, um daraus einen Ball zu formen. Ja, soweit ist gut…und die Astgabeln müssen mit beiden offenen Enden in die Erde. Und nachher muss man versuchen den Ball da durch zu treffen… Sie richtete eine davon verdeutlichend auf. Es wird einfacher zu erklären, wenn es erst mal fertig aufgebaut ist.
Sie verknotete die losen Enden so fest wie irgend möglich, in der Hoffnung der improvisierte Ball würde sich nicht sofort wieder auflösen und begann damit den zweiten Stein zu umwickeln.
As? Aufblickend sah sie ihn an und konnte einen prüfenden Blick nicht verhindern. Die dunklen Ringe unter seinen Augen sprachen ihre eigene deutliche Sprache und er war blasser als sonst. Schon gut. Sie verbiss sich die Frage, die ihr seit einiger Zeit im Kopf herumging und verschob sie wieder in den Hintergrund ihres Denkens.
Du solltest dich bald ausruhen, mo run.

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Er folgte ihrem Blick über die Ebene und seufzte leise. Sie hatte leider Recht. Dragao hätte so schön sein können, wenn die Schwarzen nicht gewesen wären. Für sie war das Land noch immer wunderschön, doch für alle, die es schon länger kannten, hatte es schon einiges an Schönheit eingebüßt.
Jahr für Jahr verlor das Land an Glanz und Zauber, wurde dunkler und trüber..bald würde nicht mehr viel mehr als Schatten und Elend übrig sein. Keine besonders schönen Aussichten.
Ihre weiteren Worte veranlassten ihn dazu die Schultern etwas zusammen zu ziehen und den Blick von einem Busch in einiger Entfernung wieder zu ihr zu lenken. “Nein, das ist es nicht. Diese Frage habe ich mir auch gestellt, doch ich komme nie zu einem Ergebnis. Manchmal denke ich..dass es nichts sein kann, das ein Mensch fähig ist zu tun. Es muss..mehr dahinter stecken. Fragt sich nur, was es ist.“ Kurzzeitig wirkte es, als wäre er mit den Gedanken ganz woanders, doch dieser Eindruck verflog fast im selben Augenblick wieder. “Wenn es so weit ist und wir die Chance bekommen..werden wir diese Frage beantworten lassen.“ Und sollten die Magier selbst es nicht tun, konnten es vielleicht die Drachen.

Lea baute sich vor ihm auf und er hob abwartend eine Braue. Im nächsten Moment kletterte sie auf einen recht flachen Fels, um sich abermals aufzubauen. Das allein hätte schon gereicht, um ihm ein doch sehr amüsiertes Glitzern in die Augen zu treiben, doch ihr Tonfall und ihre Worte halfen dabei natürlich auch eindrucksvoll nach.
Nur mit Mühe schaffte es der Wolf nicht zu grinsen, als sie aufzählte, warum es nicht klappen würde ihr zu drohen. Alle Punkte waren noch recht erheiternd und noch dazu durchaus realitätsnah, ihr letzter Satz veranlasste ihn dann aber doch dazu kurzzeitig unwillig die Brauen zu runzeln. Er konnte nur hoffen, dass sie damit nicht Kithras gemeint hatte, denn auch wenn ihre Worte nur im Scherz gesagt waren, so erinnerte ihn das an den Körpertausch mit dem Wolf und daran, dass dieser Straßenköter Lea besser nie wieder zu nahe kam.
“Nun...dann kann ich wohl von Glück sagen, dass ich nicht versucht habe dir zu drohen“ , erwiederte er vielleicht ein klein wenig zu langsam, zwinkerte ihr aber dennoch zu und strich mit einer Hand über ihre, ohne sie jedoch zu ergreifen und ihr von ihrem erhöhten Platz hinunter zu helfen. Selbst herauf geklettert bedeutete, dass sie den Weg runter auch kannte.

Einen kurzen Augenblick lang schmiegte er seine Wange in ihre Hand, als sie darüber strich und schüttelte dann mit dem Kopf. “Natürlich war ich nicht der Einzige. Es gab viele..’junge Rekruten’ im Schloss, doch es ist etwas anderes, ob du als Bauernsohn aufwächst oder zum Soldaten ausgebildet werden sollst.“ Manchmal war es sogar für ihn selbst noch erschreckend, dass er von seiner Zeit bei Pandoras von einer Art Ausdbildung zum Soldaten sprach. Im Grunde war er ein Killer, kein Soldat. Doch diese Ausdrucksweise machte es leichter.
Pandoras hält nichts von Gefühlen und er hält nichts von Kindern. Es blieb keine Zeit für Spiele..und wenn gespielt wurde, dann nach seinen Regeln. Nichts..das ich ein Kinderspiel nennen würde.“ Es war immer irgendwie mit Schmerz oder Leid verbunden gewesen, wenn sie etwas gespielt hatten und auf eine seltsam abstoßende Weise begann man irgendwann einen gewissen Ehrgeiz zu entwickeln und diese Spiele fast schon zu genießen.

Kurz blickte er auf die Astgabel in seinen Händen und verinnerlichte, was sie gesagt hatte, dann nickte er. “Leihst du mir dafür deinen Dolch?“ , bat er sie und streckte die Hand in ihre Richtung aus.
Bei ihrer Frage hob er fragend den Kopf ein wenig an, doch sie fragte nicht weiter. Feine Fältchen bildeten sich auf seiner Stirn, glätteten sich aber gleich darauf wieder und er lächelte sie warm an. “Das werde ich tun.. Mach dir keine Gedanken. Mir geht es gut.“
Ein leichter Lufthauch ließ ihn frösteln und er tastete nach den Schnüren am Halsausschnitt seines Hemdes, um es weiter zu schließen, dabei stieß er gegen das Medaillon, das er noch immer trug. Vorsichtig öffnete er die Kette und rückte etwas dichter zu Lea , um es ihr umzulegen und in ihrem Nacken zu verschließen. Vorsichtig zog er ihre Haare unter der Kette hervor, dann rückte er wieder etwas von ihr ab und lächelte. “Ich danke dir. Sehr sogar.“

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Mühsam genug beherrschte sie sich. Sie selbst mochte Aron einigermaßen ungestraft beleidigen, nun nicht gänzlich ungestraft, aber es war in jedem Fall eine ganz andere Sache, derart den Thronfolger der Elfen zu schmähen. Mochte sie sein was auch immer gerade aus ihr wurde, sie würde dennoch immer eine Elfe sein, auch wenn sie sich deren Gerichtsbarkeit und Gemeinschaft entzogen hatte.
So sah sie die Schmerzen des Mannes nicht gänzlich ohne Genugtuung, zog sich aber ein wenig zurück. Nur um für den Fall, dass er weiter solche Reden schwang, nicht doch noch in Versuchung zu geraten ihm das ein für alle Male auszutreiben. Eine fehlende Zunge würde doch seinen Nutzen für Pandoras nicht zu sehr einschränken, oder?

Aber da er dahingehend schwieg, ging sie das weitere Gespräch nichts mehr an und sie starrte blicklos aus einer der Fensteröffnungen. Sie wusste noch immer nicht, was der Greifenreiter zu Morthonds kleiner Gespielin gesagt haben mochte und war so auf Mutmaßungen angewiesen, welche Schwierigkeiten, sich daraus ergeben mochten. Andererseits war die Kleine ja vielleicht klug genug zu erkennen, dass es besser für sie war still zu halten, um nicht aus Versehen die Aufmerksamkeit des Magiers auf sich zu lenken.

Erst als der Magier sie ansprach wandte sie sich um, noch immer unterschwellige Wut in den Augen, die zu mildern Pandoras Worte oder doch zumindest Wortwahl nicht zu mildern im Stande war. Eine Aufgabe, die du mir befehlen willst zu erfüllen? Die Falte zwischen ihren Augen wurde zunehmend steiler und es kostete sie Mühe wenigstens in Worten und Haltung eine Illusion von Entspanntheit zu wahren.
Ich bin keine von deinen Bediensteten. Oder sollte sich das in deinen Augen geändert haben? Viel dagegen tun könnte sie nicht sollte er darauf beharren. Aber auch ein Magier oder vielleicht gerade ein Magier sollte sich bewusst sein, dass jedes Handeln Konsequenzen mit sich brachte.
Nicht das sie etwas dagegen hatte etwas zu tun zu bekommen, aber es war und blieb ihre Entscheidung, hoffte sie doch sehr.

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Es war mehr als deutlich, dass Ryanna innerlich vor Wut kochte. Und wer konnte es ihr verdenken? Denn statt sich zu entschuldigen hatte Aron die Chance genutzt und war verschwunden, so schnell er konnte. Es war eben nicht nur ein Vorurteil, dass Feuerelfen aufbrausender und..feuriger waren als ihre Artgenossen.
Ein durchaus erheiternder Gedanke, wie er innerlich für sich festhalten musste.

Die Art, in der Ryanna ihm dann allerdings antwortete, gefiel ihm schon weitaus weniger. Was glaubte sie denn, was ihre Aufgabe hier war? Shön auszusehen und lediglich den Posten einer Gespielin für gewisse Stunden zu bekleiden? Wenn sie darauf gesetzt hatte, enttäuschte sie ihn doch sehr.
”Du bist keine Bedienstete” , bestätigte er mit deutlicher Kühle in der Stimme. ”Doch ein Platz an meiner Seite verpflichtet dich zu Loyalität und dazu meine Wünsche zu erfüllen. Wenn du dazu nicht bereit bist – geh.” Er wies in eine Richtung, in der sich in der Dunkelheit leicht die Wölbung eines hinab führenden Ganges abzeichnete. Offenbar eine Treppe.

”Du enttäuschst mich, Ryanna . Noch vor wenigen Tagen branntest du geradezu auf eine Beschäftigung und nun..? Erspar mir deine Launen und entscheide dich, was du tun willst.” Seine Augen verengten sich. ”Und sprich nie wieder in diesem Ton!”

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Mehr… immer steckte hier mehr hinter allem. Hinter dem weswegen sie hier waren, hinter Tamina , hinter As selbst, den Magiern, ein unbestimmtes inneres Gefühl sagte ihr auch hinter den Drachen. Nur war dieses mehr war und wie man damit klar kommen sollte, dass sagte einem Niemand hier. Aber vielleicht war es auch besser, mehr zu wissen hatte es bisher nur komplizierter gemacht. Ich weiß nicht ob ich es dann überhaupt noch wissen will.

Ich will nur, dass es im Guten endete und wir dann alle noch zusammen sind. Sie lachte leise. Ein großer Wunsch für so wenig Worte, oder?
Sie winkte ab, jetzt war erst mal wichtig einen ganz einfachen Wunsch für einen Kobold zu erfüllen.

As streckte ihr seine Hand entgegen und sie landete auf dem Boden in dem Eindruck es vielleicht doch ein wenig übertrieben zu haben. Also, legte sie den freien Arm um ihn und zog ihn mit einem „Ach komm“- Blick, rückwärts Richtung Feuer weiter. Aber weißt du was noch mehr Glück ist: Es gibt ohnehin niemand anderen, den ich wollen würde. Also bist du völlig konkurrenzlos. Na, ist das nichts?

Natürlich. Sie reichte ihm ihren Dolch, aber statt in ihrem Bemühen fortzufahren betrachtete sie nachdenklich sein Profil, nachdem sie ihre Hand gesenkt hatte. Der Widerschein des flackernden Feuers malte ein seltsam tanzendes Bild aus Licht und Schatten in sein Gesicht. Rekruten? Es war ihr schon länger klar, dass er nur nicht so einfach von Begriffen loskam, die ihn sein ganzes bewusstes Leben begleitet hatten und auch wenn sie da einige wesentlich drastischere Begriffe benutzt hätte ließ sie diesen unkommentiert stehen. Aber trotzdem, so sehr sie es hasste, so heiß auch die Wut in ihr brannte, über die Art des Magiers sich einfach Leben zu stehlen und sie zu zerbrechen blieb dennoch auch immer die Frage, wäre das alles nicht geschehen, wäre Asterius dann heute überhaupt jemand, der in der Lage wäre das alles hier zu überstehen? Wäre er „nur“ ein normaler Mann, wäre sie dann noch am Leben oder hätte der Zentaure dann ihrer beider Ende bedeutet? Aber auch wenn es so wäre, würde es sein Schicksal akzeptabler erscheinen lassen, all das Leid weil sie jetzt hier einen Kämpfer brauchten? Wenn es so wäre, dann hätte das Schicksal etwas gut zumachen, was es nie wieder aufwiegen konnte. Seine Stimme holte sie aus ihren Überlegungen zurück und trug einen fragenden Ausdruck auf ihr Gesicht.
Was für Spiele? , hörte sie sich fragen bevor sie es verhindern konnte. Es war - nein Neugierde konnte man es nicht unbedingt nennen – es war die Art von Antrieb, die Menschen in Horrorfilmen, auch dazu brachte in den Keller zu gehen obwohl sie wussten, dass dort das Monster lauerte, ein urinstinktiver Fehlschluss, der die Menschheit glauben ließ, es gäbe nur das Unbekannte zu fürchten.

Ach was, keine Gedanken. Ich hab nur Angst, dass du mir einschläfst bevor ich dazu komme meine Schulden abzuarbeiten. Schelmisch lachend sah sie ihn an. Selbstverständlich, war sie dennoch besorgt, aber dass er zu deutlich zu Schau getragene Sorge nicht vertrug, darüber hatten sie erst gestritten und sie sah keinen Grund einen Streit zu wiederholen – wenn es noch so viel Neues gab über das man Streiten konnte.
Sie hielt ganz still als er ihre Kette wieder um ihren Hals schloss, um so deutlicher spürte sie das leise Kribbeln, das von seinen Fingern auf sie überging, als er ihren Nacken streifte und ein vollkommen unangebrachtes Gefühl von Verlust bemächtigte sich ihrer als er wieder abrückte und die Wärme, die seine Nähe mit sich gebracht hatte wieder verflog. Einen unbewussten Laut von sich gebend, glitten ihre Fingern über die Oberfläche ihres Anfängers, es war nicht abzustreiten, dass es angenehm war, das vertraute Gewicht wieder zu spüren, und sie suchte mit eindringlich schimmernden Augen, den Weg in seine, bevor sie fast verlegen wirkend die Lider niederschlug. Ich werde immer einen Weg suchen bei dir zu sein… und wenn es mehr nicht sein kann dann, kann ich wenigstens so versuchen dir, deiner Seele, ein bisschen Zuflucht zu geben. Das ist wenig genug…

Mit leisem Räuspern, wickelte sie weiter ihre Leinenstreifen umeinander, um nicht aufsehen zu müssen und erkennen zu lassen, dass ihre Augen brannten. Sie durfte darin nicht schwach sein, weil es das nur noch schwerer für ihn machen würde und es nunmal nichts war worauf sie Einfluss hatten.
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Lea schien nicht zu gefallen, was er gesagt hatte und er konnte es ihr nicht verübeln. Im Grunde ging es ihm nicht anders mit der ganzen Situation. Es war ermüdend, ständig und immer nur auf weitere Hinweise zu stoßen, wie es ausgehen könnte, wenn sie sich richtig entschieden. Und was geschah, wenn etwas schief ging? Wenn sie nur ein einziges Mal die falsche Abzweigung nahmen?
Innerlich aufseufzend schüttelte er den Gedanken ab. Das würden sie noch früh genug erfahren und im Grunde genommen wussten sie es doch ohnehin. Wenn sie sich falsch entschieden, scheiterten sie. Die Magier würden den Kampf gewinnen und das Land wäre dem Untergang geweiht.

Doch wie immer riss sein Gegenüber ihn aus diesen trüben Gedanken und Asterius fand sein Lächeln, wenn auch nur ansatzweise, wieder. “Ein großer Wunsch für wenig Worte. Und dennoch der Einzige, der diese Aufgabe gerecht wird, findest du nicht?“
Ob es überhaupt gut gehen könnte, wenn sich jemand etwas Anderes wünschte? Ob nicht vielleicht Taminas Wunsch nach einem Leben mit Azrael bereits alles ins Wanken brachte? Oder Kithras’ Gesinnung? Denn immerhin war der Wolf auch ein Teil dieser Gruppe, wenn auch nur aus Sicherheitsgründen.

Er konnte ihren Blick durchaus deuten und sein Lächeln vertiefte sich wieder ein wenig. Er wusste ja, dass es völlig albern war und sie sich nicht auf jemand anderen einlassen würde, dennoch schmerzte allein der Gedanke und die Tatsache, dass sie, vielleicht unbewusst, auf Kithras verwiesen hatte.. machte das Ganze nicht besser. “Das ist durchaus noch glücklicher, da hast du Recht.“ Er nahm ihre Hand und hauchte einen Kuss auf ihren Handrücken, als eine Art Zeichen dafür, dass er den Spaß durchaus als solchen verstanden hatte.

Konzentriert begann der Wolf zu arbeiten und schnitzte die Astgabeln so an, wie sie gesagt hatte, darauf achtend, dass nicht zu viel ab kam, damit das Spiel auch wirklich funktionieren konnte.
Einen kurzen Moment lang hielt er inne, als ihre Frage laut wurde, dann fuhr er jedoch mit seiner Arbeit fort. Langsamer und genauer, fast als wollte er sich damit von anderen Gedanken oder Taten ablenken.
“Spiele..die für dich vermutlich..keine mehr sind. Etwas wie..unter welchem Namen kennst du es? Eine Art Schatzsuche im Moor. Es gab verschiedene Gruppen, weil wir zu viele waren, um einen Ausbilder zu haben und wirklich gut zu sein. Die Gruppen haben gegeneinander gespielt. Einer aus jeder Gruppe wurde ausgesucht und..ins Moor gebracht.“ Er hielt einen Augenblick inne, Bilder flammten vor seinem geistigen Auge auf, sein Herz begann schneller zu schlagen.

Er trat, biss, spuckte und knurrte, doch sie ließen ihn nicht los. Mit roher gefallt hielten ihn zwei erwachsene Wölfe gepackt, lachend und schadenfroh. Der Junge wand sich in dem Griff der Erwachsenen und versuchte sich zu befreien, doch es half alles nichts. Die Hände umfassten seine Fuß und Handgelenke nur fester oder zogen nach links oder rechts, bis sie ihm einen schmerzerfüllten Schrei entlockten und er für einen Augenblick in sich zusammen sank.

“Das könnt ihr nicht! Lasst mich los! LASST MICH LOS!“ , brüllte der Junge voller Panik und versuchte abermals sich zu befreien. Doch es war zwecklos.
Ein neues Gesicht tauchte über ihm auf, kurzes dunkles Haar, helle blaue Augen und ein boshaftes Grinsen auf dem schmalen Gesicht. “Das wirst du gleich sehen..“ Der Wolf hob die Hände, in denen er einen Jutesack hielt und als der Junge noch schrie und verzweifelt versuchte sich zu befreien wurde es bereits dunkel um ihn herum und kurz darauf fand er sich auf den Kopf gedreht im Inneren des Sacks wieder.

Er knurrte aufgebracht und versuchte sich umzudrehen und sich gegen die Wand des Behältnisses zu werfen, zu kratzen oder sich anders zu befreien, doch er hatte keinen Raum, um sich zu drehen oder überhaupt irgendwie zu bewegen.
Er spürte, wie er hochgehoben wurde, der Geruch von Greif stieg ihm in die Nase und er hielt die Luft an in dem Versuch das Tier nicht auf sich aufmerksam zu machen. Das würde seinen Tod bedeuten. Das Herz schlug ihm bis zum Hals und erste Tränen traten ihm in die Augen. Er war doch erst 13! Noch viel zu jung, um zu sterben.
Sein Gefägnis wackelte, dann schlug er hart gegen die Flanke des Greifen, ein Reiter stieg auf und gleich darauf erhoben sie sich in die Luft. Der Sog, der dabei enstand war stark und einen Augenblick lang glaubte er zu fallen. Asterius kniff die Augen zusammen, immer darauf wartend jeden Moment auf den Boden zu schlagen und dort zu zerbersten. Doch das geschah nicht. Statt dessen spürte er die Kälte des nächtlichen Windes.

Er atmete unruhig ein und aus, versuchte irgendwie doch seine Position ändern zu können, doch immer wenn er es tat, machte der Greif einen Schlenker und machte alles wieder zunichte. Irgendwann spürte er, wie es steil bergab ging und Panik wallte abermals in ihm auf. Er begann zu schreien, doch natürlich reagierte der Greifenreiter nicht. Irgendwann wurde sein Fall gebremst, jedoch nur kurz, dann spürte er abermals wie er fiel. Drei, vier, fünf Sekunden, vielleicht ein wenig länger. Und im nächsten Moment shclug er mit einem lauten Platschen auf dem Boden auf. Er war im Moor.
Wasser sprudelte ins Innere seines Gefängnisses und begann in seine Kleider zu kriechen, ihm das Atmen zu erschweren, da er mit dem Gesicht nach unten lag, und ihn langsam aber sicher hinab zu ziehen.


Asterius schluckte und schüttelte die Erinnerungen mit einer unwirschen Handbewegung ab. “Die Gruppen wurden losgeschickt denjenigen aus ihrer Mitte zu suchen. Wer zuerst gefunden wurde..überlebte.“ Sein Blick verdunkelte sich einen Moment und er spürte abermals die Enge in der Brust, die er damals gespürt hatte, doch dieses Gefühl verflog nach wenigen Augenblicken wieder.

Ihre Worte zum Amulett ließen ihn abermals lächeln und veranlassten sein Herz schneller zu schlagen, diesmal aus positivem Grund. Sie war der einzige Lichtblick in seinem Leben und er wusste, dass die Vollmondnächte nur deshalb so schlimm wurden, weil auch der Wolf um ihre wohltuende Wirkung wusste. Und allein das machte ihn stärker, ließ ihn bereit sein das auf sich zu nehmen...und auch mehr, wenn es sein musste.
Du bist immer bei mir“ , sagte er leise und legte eine Hand auf seine Herzgegend. Eine unbestreitbare Tatsache, für die er mehr als dankbar war.

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Nein, die Finger brannte er sich gewiss nicht, wenn er sich selber einen Becher des Kräuteraufgusses einschenkte.

Ich danke dir, edle Herrin.

Freundlich lächelnd und mit einer erneuten, wenn auch sehr knapp bemessenen Verneigung bedankte er sich bei Karen , die das kleine Spiel mitspielte und ihm und dann auch Feyon liebenswürdiger Weise einen Becher einschenkte.

Ob Taria sich überhaupt in den Gepflogenheiten höfischer Konservation auskannte? Vermutlich nicht, wenn sie so lange allein ge- und überlebt hatte. Ähnlich war es wohl Roux ergangen, deren wacher Geist das jedoch wieder ausglich. Eigentlich behahmen sich die beiden Frauen fast lobenswert, wenn er an das unnütze Geplapper einiger anderer dieser Gruppe dachte, die obendrein die Fähigkeit besaßen, sich damit zielsicher von einer Bredouille in die nächste zu bringen. Kurz blickte er sich um. Während Roux sich gerade von Kerrêl löste, mit dem sie sich sicher für den Einbruch der Dunkelheit verabredet hatte und lansgam zum Feuer herüber kam, war die beerensuchende Göre Tamina mit ihrem oftmals schon unerträglich und nervtötend schwafelnden Koboldfreund Azimuth wohl noch mit dem Aufscheuchen von Brombeeren beschäftigt und noch nicht zurück.

Morthond hatte sich neben den anderen niedergelassen und griff nun ebenfalls nach Brot und Schinken, als Roux sich zu ihm gesellte und sich selber bediente.

Woher stammt eigentlich dieses Essen, das obendrein frisch und schmackhaft ist. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir einem Händler begegnet sind. , wandte er sich erneut an Karen .

Sie WAREN keinem Händler begegnet, das wäre ihm mit Sicherheit nicht entgangen.

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Zwei Menschen waren es sogar. Na wenigstens kreischte der zweite nicht so. Das war entsetzlich in den Ohren.
Allerdings schienen die beiden gerade gestorben zu sein. Jedenfalls fielen sie einfach so um.

Schnaufend liess sich das kleine Bärenmädchen wieder auf alle Vieren plumsen und stapfte mit schlurfenden Schritten auf die beiden zu.

Sie hob die rechte, ganz ansehnliche Pranke und stupste den Menschenhaufen an. Dann senkte sie den Kopf und schnoberte mit der Nase in den langen dunklen Haaren.
Rochen wie Mensch halt. Tote Menschen rochen erst, wenn sie länger lagen. Die waren warm und rochen frisch und lebendig.

Ja, und nun ?

Energisch stupste sie den Menschenhaufen noch mal an. Erst sanft mit einer Pfote, dann heftiger und dann schliesslich mit beiden Pfoten immer und immer wieder.

Dabei gab sie kurze Brummlaute von sich.

Los, aufstehen und spielen , sollte das heissen. Die waren noch warm, die lebten. Und dann konnten sie doch auch mit ihr spielen!!!

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Keno stieg auf die von Ileana hingehaltene Hand und liess sich von ihr zu den Büschen tragen. Als sie ihren im um ihn legte, schmiegte er sich mit halbgeschlossenen Augen an den warmen Menschenkörper.

Und dann ging er wieder los, der grausige Schmerz der Verwandlung. Gut, dass er als Falke nicht so schreien konnte, wie er es als Mensch tun würde…
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…und als er seinen menschlichen Körper wiederhatte, verkniff er sich jeglichen Laut.
Schwer atmend lag er zusammengekrümmt am Boden und spürte die Katzenpfote an seinem Arm.
“Ileana…“ flüsterte er leise und sehnsuchtsvoll. Er hatte die Augen noch geschlossen und wenn es nach ihm ginge, würde er sie eine ganze Weile nicht mehr öffnen wollen.

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Tamina wollte nicht flüchten…. warum denn nicht ? Immerhin war da ein Bär hinter ihnen. Ein riesiger und ausgewachener, der vermutlich bärenmässigen Hunger hatte.
Gerade wollte wenigstens Azimuth sein Leben retten und flüchten, als Tamina auf ihn sprang und ihn zu Boden warf. Ihre Hände waren irgendwie auf seinem Gesicht und verhinderten so, dass er etwas sah.

Azimuth keuchte auf. Jetzt sagte sie auch noch, dass er nicht gucken sollte!! Na, er wollte doch sehen, wer sein Leben auslöschte…

Der Bär kam näher und es roch sehr nach ihm. Azimuth versuchte, unter den Fingern von Tamina etwas zu erkennen, als der Bär sie schon mit den Pfoten anstupste und es sich fast wie ein Erdbeben anfühlte, so heftig stiess der mit den Tatzen nach ihnen.

Allerdings …

“Tamina…“ flüsterte er. “Das ist noch ein ganz kleinerrrr.“[/Farbe]
Er schob ihre Hände von seinem Kopf und stellte sich auf die Beine. Der Bär, auch wenn er noch klein war, war grösser als er.

“Wirrr sollten zurrrrückgehen.“ schlug er vor und ging schon mal einen Schritt rückwärts.
“Lass Bärrren und Beerrren Bärrren und Beerrren sein und … uns lieberrr Eierrr klauen.“
Vögel waren nicht so gefährlich, wie Bären.


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Wenn nicht dieser Wunsch, welcher dann sonst. Aber würde allein das Wünschen genug Kraft bedeuten, auch das richtige zu tun um den Wunsch wahr werden zu lassen? Es konnte nicht werden, wenn sie nicht daran glaubten, aber war der Umkehrschluss daraus, wenn sie nur genug glaubten würden sie schon einen Weg finden? Letztlich war es egal, denn es war und blieb das einzig mögliche es mit aller Kraft zu versuchen.
Die Antwort würde dann die Zukunft geben.

Das war doch kein Spiel, das war Mord. Wenn ihr auch die Zusammenhänge aus den wenigen Worten, die er machte nicht einsichtig wurden. Es reichte dennoch um Grauen zu beschwören.
Es war entsetzlich, abscheulich.
As war in irgendwelche Tiefen seiner Erinnerung verstrickt mit denen er innerlich rang. Den Ball hatte sie zur Seite gelegt, um beide Hände frei zu bekommen und um ihn zu legen. Tha gu math, mo run. , murmelte sie als sie einen, für ihn, viel zu flatterhaften Herzschlag erspüren konnte. Na das hast du ja mal wieder toll hinbekommen! Wie beruhigend streichelte ihre Hand immer wieder seinen Rücken hinauf und hinunter, bis er wieder ins hier und jetzt fand.
ER verwandelt sie also nur, um sie gleich wieder ermorden zu lassen… das ist doch pervers. Abscheu und Wut beherrschten sie ebenso, wie Unglaube und tiefe Traurigkeit.
Es wäre besser für Pandoras zu beten, zu den Drachen oder zu irgendeinem Teufel, ganz egal welches höhere Wesen, ihn noch erhören mochte, dass sie nicht ausgerechnet sie irgendwo während dieser Suche etwas fand, seinem Wirken ein für alle Male einen Riegel vorzuschieben. Es würde keinen einfachen Abschied für ihn bedeuten, fürchtete sie. Augenblicklich verspürte sie gar nicht übel Lust, ihn am eigenen Leib spüren zu lassen was für Schmerz er verbreitete.
Es tut mir leid, das ich dich verletzt habe, mo run. Das alles zerrte nach wie vor so sehr an ihm. Aber, vielleicht ist es nicht schlecht darüber zu reden. … Es macht nichts besser, aber es hilft …irgendwie.
Glaub mir.
Der letzte Satz war schon weniger als gewispert. Das klang so dumm wenn man es sagte und sie hatte es doch selbst erst bei ihm gelernt. Dennoch war es wahr… irgendwie eben.
Hast du die… Mit der Hand strich sie sanft über seine Brust, wo sie die Narben unter seinem Hemd verborgen wusste. … von sowas?

Sie fing As Hand von seiner Brust ein und schmiegte ihr Gesicht, mit einem tiefen Lächeln, in seine Handfläche und küsste sein Handgelenk. Es war unnötig ihm zu versichern, dass sie ihn ebenso immer im Herzen trug, dass versicherte eben dieses schon dadurch, dass es sich aufführte als sei darin ein kleiner Vogel gefangen der hektisch flatterte. Mo ghrian.

Ein wenig wiederstrebend ließ sie ihn los, nahm stattdessen den Stock zur Hand, der als Schläger gedacht war und begann auch dort das kurze Ende zu umwickeln.
So aber nun lass uns mal sehen, dass wir fertig werden, sonst kriegen wir Ärger mit Domi … und danach schauen wir mal weiter…

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Nachdem sie sich gesetzt hatte fragte Pierre sie woher sie sich mit höfischen Gepflogenheiten auskannte und sie sah ihn erst verblüfft und dann lachend an “Das da grad eben? Na.. ich hab genügend Filme gesehen und ja.. genau ... davon gelesen... „ . Sie grinste ihn an “.. aus meinem Leben kenn ich es sicher nicht ...und ob das Geplänkel eben einem wirklichen Herrschaftshaus oder Hof standhalten würde, wage ich auch zu bezweifeln, ich glaub ich wäre da eher eine schweigende Zier ... „ . Sie kicherte leise ...
Pierre machte aber einen sehr nachdenklichen Eindruck und sie fragte ihn leise .. “Alles in Ordung soweit.... ?“

Morthond fragte sie dann etwas später nach den nie endenden Essenvorräten und sie sah ihn erstaunt an. Sie hatte angenommen jeder in der Gruppe hat das schon mitbekommen, antwortete dann aber “Nein es war kein Händler hier ... ich denke diese ständig vorhanden Vorräte haben wir anfangs Zerafina und jetzt Zentiara zu verdanken, genauso wie die Tatsache daß wir eigentlich immer was zum Anziehen in unseren Beuteln finden... . Ich war anfangs auch sehr erstaunt und es geschieht sehr leise, wie selbstverständlich, nie übertrieben, aber es immer was da ....“ . Karens Blick wanderte nachdenklich zu der Hexe, es war nie so wirklich darüber gesprochen worden ... “.. das ist so wie mit Zentiaras wiedergefundenem Kaffeebeutel....“ .
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Re: DRAGAO LAGRIMA - Neue Hoffnung

Beitrag von Sionnach » 4. Juni 2010, 20:21

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Er brauchte einen kleinen Moment, um sich völlig von den Erinnerungen zu lösen, die unaufhaltsam auf ihn einströmten und das mit einer Heftigkeit, dass es selbst ihn überraschte. Er hatte all diese Dinge nicht vergessen oder verdrängt, doch er hatte sie irgendwo in den Hintergrund gedrängt und gehofft, dass sie noch lange dort bleiben würden.
Nun war es jedoch anders und er konnte nichts dagegen machen. Vielleicht war es aber auch gut so. Es war wie mit dem Aufeinandertreffen mit Pandoras . Natürlich war es für Nick nicht die optimalste Begegnung und es machte den Wolf ein wenig nervös, dass der Magier den Mann bisher nicht zu einem Spiel zu sich geholt hatte, doch so hatte er wenigstens einen Grund gehabt ein klein wenig von dem zu offenbaren, was er wusste. Ganz ohne Anreiz fiel ihm das noch immer sehr schwer.

Seine Gedanken schweiften abermals ab und kurz hob er den Blick, als wollte er sich nach dem Grauweltler umsehen. Pandoras tat für gewöhnlich nichts ohne Grund und deshalb wunderte es ihn, dass der Magier noch nichts unternommen hatte. Oder sagte Nick auch nur deshalb nichts, weil er noch immer wütend über ihr Misverständnis war?
Asterius seufzte leise. Falls dem so war, war es die denkbar schlechteste Reaktion, denn selbst wenn der Mann ihm noch immer böse war, so hing sein Leben davon ab, dass er sich nicht allein mit diesem Problem herumschlug. Allerdings hielt er ihn eigentlich nicht für so töricht das zu versuchen – nicht einmal aus gekränktem Stolz.

Langsam löste er sich aus seinem Gedankenwirrwarr und kehrte zu Lea zurück, die ihre Arme um ihn gelegt hatte. Kurz lehnte er sich ein wenig mehr an sie, richtete seinen Oberkörper gleich darauf jedoch wieder auf und schüttelte langsam den Kopf. “Nein..im Grunde genommen..“ Kleine Falten bildeten sich auf seiner Stirn. Wollte er den Magier etwa auch noch verteidigen?
“Nein.. du hast Recht. Es ist pervers. Für ihn war es eine Art Auswahlverfahren. Diejenigen, die auf der Kippe standen...wurden ins Moor gebracht. Es hing von ihrem Umfeld ab, ob sie überlebten und eine neue Chance bekamen. Nur die stärksten waren brauchbar für ihn.“ Er hob leicht fröstelnd die Schultern. Schon mit 13 war er negativ aufgefallen.. was wohl gewesen wäre, wenn sie ihn nicht gefunden hätten? Hätte er sich befreien können?
“Ich weiß..dass es keine Entschuldigung ist..und ich möchte ihn auch nicht verteidigen, aber..es ist schwer das Ganze..aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Selbst wenn man es erleben musste.“ Er hob den Blick und sah sie an, die deutliche Hoffnung n den Augen, sie würde vielleicht wenigstens ein wenig verstehen, dass er den Magier nach all den Greueltaten noch immer irgendwie nicht komplett als Monster sehen konnte, wenn dieser Teil auch überwog. Es war wohl wie mit Kindern, die von ihren Eltern geschlagen wurden – irgendwann versuchten sie diese dazu zu bringen, um überhaupt noch Zuwendung zu bekommen.

Leicht schüttelte er bei ihren Worten mit dem Kopf. “Nein. Es gibt nichts zu entschuldigen. Es ist..Teil meiner Vergangenheit und etwas, das er tut. Jedes Detail kann euch helfen..es wird Zeit, dass ihr..vielleicht ein wenig mehr erfahrt. Auch wenn es nur Dinge sind, die er seinem eigenen…'Gefolge’ antut.“
Er legte sanft seine Hand auf ihre. “Ich weiß, dass es..helfen kann. Aber..es ist nicht leicht einen Anfang zu finden.“ Er lächelte leicht und senkte den Blick auf seine Brust. “Nicht nur. Einige sind von diesen..Spielen. Andere von Kämpfen, Vollmondnächten oder Bestrafungen.“ War es seltsam, wenn jemand das so einfach aufzählte? Vielleicht, doch so ging es am Leichtesten.

Sanft strich er mit den Fingern durch ihr Gesicht, ließ die Hand aber sinken, als sie sich von ihm löste und griff ebenfalls nach einem neuen Stock. “Du hast Recht. Lass uns das Spiel fertig stellen..bevor es zu dunkel dafür wird.“ Lange würde es nicht mehr hell sein oder dämmrig.

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Karen hatte wohl Recht. Es war vielleicht doch ein wenig zu übertrieben gewesen, selbst für das höfische Leben. Dennoch hatte es seltsam vertraut angemutet, wenn eben ein wenig überspitz.
Ein leichtes Lächeln umspielte seine Mundwinkel und aus sanft leuchtenden Augen blickte er die Frau an. “Du wäresd in einem passenden Kleid..wunderschön“ , meinte er leise. Er konnte sie sich sehr gut darin vorstellen und auch wenn das Leben als Adeliger viele Nachteile hatte, so waren die Feste oft doch durchaus schön gewesen – aus Sicht eines Mannes, der sich freiwillig entschied teil zu nehmen und eine Frau über das Parkett führen konnte, die er liebte. Jedenfalls stellte er es sich so vor. Und wer wusste schon, was die Zukunft brachte? Vielleicht würden sie irgendwann die Möglichkeit dazu bekommen.

“Oui, mir ge’d es gud.“ Er schenkte ihr abermals ein Lächeln und leerte dann seinen Becher, bevor er kurz zu Lea und Asterius sah, die sich ein paar Schritte weiter gesetzt hatten und irgend etwas vorzubereiten schienen. Fragend blickte er hinüber, sah dann aber wieder zu Karen und Morthond . Ja, ihre Verpflegung verdankten sie wohl den Hexen.
“Wielleischd würde es uns aber auch nischd schaden..wenn wir uns an der Jagd wersuchten?“ Fragend sah er zu dem Elfen hinüber. Vielleicht half ihnen das ihre Waffen besser kennen zu lernen und ihre Fähigkeiten im allgemeinen zu verbessern?

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Feuer und Öl zu verbinden, konnte unmöglich zu r Beruhigung einer Situation führen, sondern nur dazu, dass die Flammen noch höher schlugen.
Zornbebend verschränkte sie die Arme vor dem Körper und musterte den Magier ohne auch nur eine Spur von Furcht zu zeigen. Loyalität kann man nicht befehlen. , versetzte sie nicht minder kalt. Man konnte sie erzwingen sicher, doch dann war sich auch nichts wert. Und wenn du nach wie vor daran zweifelst, dass mich dir gegenüber loyal verhalte, dann rate ich dir die letzten Tage noch einmal genau zu überdenken. Eine solche Unterstellung verletzte ihren Stolz zutiefst und ließ sie innerlich auch einen Schritt zurückweichen. Wie weit sie auch ging, schien doch nie genug zu sein.
Zwing mich deine Wünsche bedingungslos zu erfüllen, dass du das kannst weiß ich. Und dann? Was hast du davon?

Die Flamme, die sie derzeit antrieb wurde kalt und gefährlich kaltes Feuer spiegelte sich genauso in ihrem Blick. So ließ sie von niemanden mit sich umgehen, dementsprechend unbeeindruckt sah sie ihm in die blau blitzenden Augen.
Enttäuschung. Ja das kann ich gut nachvollziehen. Sie dachte nicht daran sich zu rechtfertigen oder erklären, natürlich wollte sie nicht nur herumsetzen und in den Nebel starren, genau das hatte sie schließlich selbst gefordert, dennoch war es etwas anderes ob er ihr etwas antrug zu tun oder es vorschrieb.
Ich antworte nur so wie ich angesprochen wurde. Loyalität und Respekt, beides funktionierte eben nur wechselseitig.
Natürlich war es nicht unbedingt klug einen Magier, besonderes einen mit derart impulsivem Charakter so vehement zu widersprechen, aber was blieb ihr übrig, wenn sie jetzt keine Grenzen aufzeigte, dann wäre sie bald nicht mehr als einer dieser Schatten hier.

Stumm blickte sie den Gang hinunter, auf den Treppenabsatz und dann wieder zu dem Magier. Die Anspannung ließ ihren Atem schneller gehen und ihre Brust sich merklich heben und senken.
Gut. Ich werde gehen. Sie wandte sich um und ging den Gang in entgegengesetzer Richtung hinab, drehte sich aber nach 2 Schritten noch einmal um.
Wenn dir wieder eingefallen ist, was du mich für wert befindest, findest du mich auf meinem Zimmer. Damit wandte sie sich schwungvoll ab.
Ach verdammt, warum auch musste sie ausgerechnet diesen Magier lieben.

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Manchmal wäre Avi froh, wenn jeder die Gedanken des anderen lesen könnte, dann müsste man nicht so viel erklären… So konnte sie nur hoffen, dass Karen sie verstanden hatte.
“Ich frage Tamina einfach mal, wie wir ihr helfen können. Ist doch das einfachste, oder?“

Wobei das ja vermutlich wieder nur so klang, als wäre es das. Die kleine Fee rollte mit den Augen. “War das schon immer so?“

Pierres Antwort war eine gute Erklärung auf die Frage, warum nicht auch schwer klang, was schwer war.
“Du hast Recht.“ gab sie zu. “Es muss wohl so sein, auch wenn es blöd ist.“

Karen scherzte mit den anderen und es war lustig mit anzusehen, wie sich alle – selbst der hochnäsige Elfenprinz – so gut verstanden.
Essen war eine gute Idee und irgendwo würde sicher auch für sie ein Eckchen Brot abfallen.
Als sich die anderen jedoch wunderten, warum ihre Beutel immer irgendwie gefüllt waren, grinste sie breit.

“Ihr sollt doch auch die Drachen retten und nicht um euer blankes Überleben kämpfen, dann haben wir doch alle keine Zeit mehr für unsere eigentlichen Aufgaben.“

Was wäre, wenn sie keine Hexe mehr in ihrer Mitte hatten, war allerdings auch eine gute Frage. Avi legte die Stirn in Falten und überlegte, diese Frage einmal an Zentiara zu stellen, sobald sie sie eine Minute allein erwischte…

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Da hörte sich doch alles auf! Was glaubte diese..diese Elfe eigentlich, was sie da gerade tat? Und mit wem sie sprach, vor allem?!
Seine Miene verfinsterte sich und die Schatten um ihn herum begannen sich ebenfalls zu verdunkeln. Ein tiefes Grollen ließ die Luft erzittern und deutlich spürbar machte sich explosionsartig Kälte breit.
Gerade wandte sich Ryanna endgültig zum gehen, Pandoras verschwand in der Dunkelheit und tauchte fast im selben Augenblick direkt vor ihr auf. Nicht so kräftig, als dass es sie umwerfen würde, doch kräftig genug, um durchaus zu schmerzen, schlug er ihr mit der flachen Hand ins Gesicht.

Es war nicht ratsam ihn zu erzürnen und das würde sie am eigenen Leib spüren, wenn sie nicht sehr schnell einen anderen Ton anschlug. ”Pass auf, was du sagst!” , fuhr er sie wütend an und fasste sie am Handgelenk, in seinen Augen stand die blanke Wut und jeder, der ihn auch nur ein klein wenig einschätzen konnte wusste, dass es nur einen Wimpernschlag zur falschen Zeit bedurfte, um auch das letzte Bisschen Geduld in ihm verpuffen zu lassen.

”Ich habe dir noch überhaupt nichts befohlen, also kein Grund dich aufzuführen wie die Prinzessin der Elfen persönlich. Du bist freiwillig hergkommen und du verlangtest eine Aufgabe, also akzeptiere sie, wenn ich sie dir gebe!” Seine Stimme war kühl und schneidend und der Griff um ihr Handglenk wurde ein wenig fester.
”Meine Gefühle für dich werden dich nicht schützen, Ryanna . Gefühle sind zweitrangig und wenn sie meine – oder deine – Konzentration negativ beeinflussen, sind sie unbrauchbar. Vergiss besser nie, mit wem du sprichst.”
Ruckartig ließ er sie los und trat zur Seite. Für den Moment hatte er genug von einer launischen Elfe. Sie sollte sich besser schnell zusammen reißen und sich endgültig entscheiden, was sie wollte. Sie waren nicht ebenbürtig, jedenfalls nicht, wenn es darum ging, wer Befehle zu befolgen hatte, und würden es nie sein, je schneller sie das begriff, desto besser für sie.

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Irritiert zuckte sie zurück, als er sich doch recht abrupt wieder aufrichtete, vor allem da seine Bewegung eine Sekunde zu vor noch gegenläufig gewesen war. Augenblicklich erschienen fragende Runzeln auf ihrer Stirn. Was sollte denn das werden? Im Grunde was?
Ohne wieder näher zu rücken wartete sie mit schräg gelegtem Kopf ab. Es war schwierig ihn in dieser Stimmung einzuschätzen.
Im nächsten Moment wich der grübelnde Ausdruck, schlichtem Entsetzen. Oh mo chreach. Manchmal war sie eben doch zu naiv oder zu sehr verwurzelt in ihrer beschützten Welt, um die ganze Tragweite dessen was sie zu hören bekam zu ermessen, sofort zu verstehen, dass ihm so etwas angetan worden war er es nicht nur miterlebt sondern am eigenen Leib erfahren hatte.
Fast zaghaft streckte sie die Hand wieder zu ihm aus.

* ..und ich möchte ihn auch nicht verteidigen* und dennoch tust du genau das. Wie sollte man sowas verstehen? Bevor sie auch nur dazu kam diese Frage für sich fertig zu formulieren, trafen sich ihre Blicke. Sie sah die Bitte darin und konnte gar nicht anders als dem nur mit Wärme zu begegnen.
Wie konnte sie erwarten, dass er alles so einfach abstreifen konnte. Da war nichts gewesen, keine Erinnerung, keine Zuneigung, nichts von all dem ohne das man eigentlich nicht existieren konnte. Wenn man nichts hatte, dann versuchte man auch aus dem nichts irgendetwas zu machen, nur um nicht unterzugehen und vermutlich war das eigentlich das schlimmste was der Magier tat, tausendfach, verkümmerte Seelen. Aber nicht diese, nicht solange sie irgendeine Chance hatte dagegen anzugehen. Das ist vorbei, du brauchst das alles nicht mehr. Es kann dir nichts mehr anhaben. Sich doch wieder zu ihm lehnend nahm sie seinen Kopf zwischen ihre Hände, damit er nicht etwa auf die Idee kam wieder den Blick zu wenden. Nur alte Schatten, mo run. Tha?

Ob diese Dinge ihnen wirklich helfen konnten? Wer konnte das schon wissen. Das würde sich zeigen, wenn er sich irgendwann wirklich dazu durchringen konnte. Sie zweifelte nicht an seiner Absicht, daran dass es der Wahrheit entsprach, darüber sprechen zu wollen. Aber ob er es wirklich konnte, nun das würden sie sehen. Und wenn nicht. Vorwerfen würde sie ihm, dass gewiss nicht.
Wenn du den Anfang nicht findest, dann fang eben mit dem Ende an. Lächelnd zuckte sie die Schultern, es konnte einfacher sein einfach wirr drauf los zu reden und ordnen konnten sie das später immer noch.
Weißt du… egal was sie verursacht hat. Jede von ihnen sagt eigentlich nur, dass du es geschafft hast. Was es auch war… du hast es überlebt, jedes einzelne. Allein deswegen, waren sie nichts als ein Beweis von Stärke.

Sie schloss die Augen bei der Berührung seiner Finger in ihrem Gesicht. Ich liebe dich so sehr...

Sie war fast fertig. Es fehlte eigentlich nur noch: Die holte Feder und Tinte hervor und malte einige Sichelmonde auf den einen und einige Sonnen auf den anderen Ball.
Na dann mal los. Sie sammelte die fertigen Tore und Markierungen ein, stemmte sich hoch und direkt hinter ihrem Platz eine kleine Route in dem erfreulich nachgiebigen weil sandigen Boden.
FERTIG! Domi? Josh?

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Leas Worte waren nur leise und zur Abwechslung war er vielleicht sogar ein klein wenig froh darüber, dass er den genauen Wortlaut nicht kannte. Er wollte nicht, dass sie Mitleid mit ihm hatte, dass sie ihn bedauerte und als das sah, was er im Grunde irgendwo war - schwach.
Er wollte nur, dass sie wusste, was geschehen war, damit es sie nicht mehr überraschen und sie manche Reaktionen vielleicht besser nachvollziehen konnte. Doch sie sollte kein Mitleid, unter keinen Umständen. Vielleicht Mitgefühl, doch er wollte nicht mit diesem seltsamen Blick angesehen werden, der ihm deutlich machte, wie wenig er allein wirklich ausrichten konnte. Dass er trotz all dieser Dinge in manchen Dingen noch immer sehr menschlich war, allerdings in der negativsten Möglichkeit dieses Wortes.

Leise aufseufzend griff er nach ihrer Hand, die sie nur zaghaft wieder in seine Richtung streckte. Was erwartete sie? Dass die Erinnerungen den Wolf wieder stärker machten? Vielleicht war es so, das wusste er nicht, doch zum Glück machten sie ihn nicht stark genug, um einen ernsthaften Angriff zu wagen.
Kurze Zeit herrschte Stille zwischen ihnen und er befürchtete fast, zu viel gesagt zu haben. Doch dann sprach sie weiter und nahm seinen Kopf zwischen ihre Hände. Aus leicht schimmernden Augen sah er sie an. Sein Herz klopfte noch immer ungewohnt schnell und das leichte Kitzeln in seiner Brust verriet, wie unsicher er war. Nur alte Schatten.. , bestätigte er leise und versuchte sich an einem leichten Lächeln.

Sie hatte Recht. Und er wusste es. Das alles brauchte er nicht mehr. Damals war es ihm auf eine seltsame Weise wichtig gewesen, er hatte nicht sterben wollen, er hatte Anerkennung gewollt und eine Weile war es ihm sogar möglich gewesen sich selbst zu ignorieren, um zu funktionieren, wie es erwartet wurde. Doch allein das zeigte doch einiges - er war nicht so. Er hatte ein Gewissen und er wusste, dass es falsch war.
Leider war ihm nicht möglich zu sagen, was genau ihn das hatte erkennen lassen, denn immer wenn er Kithras ansah, musste er wieder daran denken. Es war mehr als deutlich, wie sehr der andere Wolf nach Aufmerksamkeit lechzte, er hätte wohl alles getan, nur um einen Tritt von Pandoras zu bekommen.

Ich weiß nicht.. Er legte den Kopf leicht schräg und drückte kurz ihre Hand. Aber..mit dir fällt es mir weniger schwer. Vielleicht..finde ich den Anfang. Im Grunde war der erste Schritt bereits gemacht, nun musste er nur einen weiteren Weg finden und die richtigen Worte, um seine Gedanken irgendwie auszudrücken.
Ich liebe dich auch.

Gemeinsam mit Lea erhob er sich, um zu sehen, was die Kleinen zu dem Spiel sagen würden. Für den Moment hatten sie genug über seine Vergangenheit geredet. Zu viel davon würden weder ihr noch ihm gut tun.

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Er hatte mit Josh am Feuer gesessen und amüsierte sich köstlich, während die Erwachenen ihr kleines Spielchen spielten. Gut gelaunt futterte er nebenbei seine Brote und unterhielt sich mit Josh , immer in dem Versuch herauszufinden, wie er es geschafft hatte, dass sein Stein ganze 6 Mal gesprungen war. Das hatte bisher nichtmal der schlaueste Kobold geschafft!

Als Lea sie schließlich rief sprang er auf und lief zu ihr hinüber, den seltsamen Parcours betrachtend, den sie aufgebaut hatte. Und was spielen wir jetzt? , verlangte er zu wissen und hibbelte von einem Fuß auf den anderen.

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Nay wollte wissen, ob sie ihren Freund wirklich schützen konnte. Zentiara nickte. “Ja.“ antwortete sie ebenso leise, “das kann ich und werde es tun, wenn es nötig ist.“

Für die Grauweltler war es schwer, zu begreifen, dass hier in dieser Welt einiges anders war, als sie es kannten und vor allem glauben konnten oder wollten.

“Nichts ist vorgbestimmt. Niemand weiss wirklich, was geschieht.
Eure Entscheidungen sind das Schicksal dieser Welt. Aber so unerklärlich es auch sein mag, jede einzelne noch so kleine Handlung ist ein kleiner ins Rollen gebrachter Stein. Eine Kettenreaktion. Und irgendwo in diesem Universum ist eine Kraft, die diese Steine lenkt. Aber ihr müsst sie ins Rollen bringen, immer wieder, sonst ist nichts zum lenken da.“


Zentiara streckte die Hand aus und strich sanft über Nays Arm.
“Vertrau mir und den Drachengöttern, und behalte deinen Glauben, sonst ist alles umsonst … alles.“

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Je heftiger der sicher riesige Bär, dessen Atem sie bereits im Genick und in den Haaren spürte, sie anstieß und an ihr rüttelte, umso mehr erstarrte Tamina zur Bewegungslosigkeit. Nicht einmal ihre Augenlider zuckten. Vielleicht verschonte sie das Tier, wenn sie sich tot stellte und sie flehte zu Taris , dass es nicht hungrig sein mochte. Doch Azimuth schien das anders zu sehen, er spielte nicht nur mit seinem, sondern auch mit ihrem Leben, als er sich rührte, aufsah und kurz darauf zu reden begann.

Und das auch noch laut!!! Zumindest kam es ihr so vor.

Tamina blieb fast das Herz stehen... als sie endlich die Bedeutung von Azimuths geflüsterten Worten erfasste. Dennoch vergingen einige Augenblicke, bis auch sie den in ihren Armen vergrabenen Kopf hob und wagte, aufzublicken. Und tatsächlich, es war ein kleines, hübsches Bärenjunge, das sie beide aus neugierigen Augen ansah.

Aber warum sagst du das denn nicht gleich?

Sich aufsetzend wischte sie sich den Angstschweiß aus dem Gesicht und musterte das Tier, das überhaupt keine Angst zu haben schien. Dann sah sie sich sorgfältig um, doch von der Mutter war keine Spur zu sehen. Möglicher Weise war sie jagen und hatte ihr Junges im Schutz des Steinhaufens, der eine kleine Höhle gebildet hatte, zurückgelassen.

Ich will aber nicht, Eier können wir auch morgen noch suchen gehen. Wir haben gesagt, wir bringen Beeren mit und diese hier sind besonders süß.

Das Bärenjunge ebenso, wie die Schwarzbeeren... fand sie jedenfalls.

Pass auf, du behältst die Umgebung im Auge und sagst Bescheid, wenn du das Muttertier hörst oder siehst. Derweil sammele ich uns schnell die Beeren und dann verschwinden wir von hier.

Ein nicht ganz ungefährlicher Vorschlag, doch Tamina hatte sich nun einmal in den Kopf gesetzt, die anderen mit Schwarzbeeren zu überraschen. Also stand sie auf, nahm den beiseite gerollten Korb und fing an, die dunklen Früchte von den dornenbewehrten Ranken zu pflücken.

Du kannst mir aber auch mit helfen, dann geht es schneller. , schlug sie ihrem kleinen Freund vor.

Das Bärenjunge schien damit nicht einverstanden zu sein, denn ständig stubste es sie an, dass sie sich mehrfach mit ihren Händen in den Dornen verfing. Angestrengt sammelte sie weiter und versuchte, das Tier ab und zu beiseite zu schieben.


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Sie hatte nur ein Junges in diesem Jahr, doch das war hungrig für zwei. Mama Bär musste weit laufen, um endlich ein ein angeschlagenes Reh zu finden, das nicht mehr schnell genug war, um ihr zu entkommen. Die nähere Umgebung der Beerenhöhle wurde mittlerweile von Wild jedweder Art gemieden und um Futter aufzutreiben, waren immer längere Wege erforderlich. Bald schon würde es Zeit sein, sich einen neuen Lagerplatz zu suchen. Aber nicht heute.

Das Reh war tot und Mama Bär stillte zuerst den eigenen Hunger, bevor sie sich mit dem restlichen Kadaver auf den Rückweg zu ihrem Jungen machte.

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Die Verwandlung begann, und wie immer spürte Ileana Robins Schmerzen, die er dabei verspürte, auch wenn er versuchte, es nicht zu zeigen.

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Gildin kuschelte sich an Robin . Am Liebsten hätte sie geweint, als er sehnsüchtig ihren menschlichen Namen flüsterte. Aber das blieb ihr als Katze verwehrt, und so drückte sie nur ihr Köpfchen gegen die Wange ihres Geliebten

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Aus Schwarzen, vom Schein des Feuers leicht leuchtend scheinenden Augen sah sie zu Zentiara hoch, als diese ihre leise Frage doch beantwortete. Die Hexe konnte und würde also eingreifen falls Myv etwas drohte. Dankbarkeit und Erleichterung durchströmten sie, doch kurz wurde ihr Blick auch fragend. Das Wie? das ihr auf der Zunge gelegen hatte, schluckte sie jedoch wieder herunter, auch wenn sie selbst nicht wirklich wusste, warum. Stattdessen kam nur ein leises aber von Herzen kommendes Danke über ihre Lippen.

Still lauschte Nay dann Zentiaras Erklärung, auch wenn es ihr zuerst etwas schwer viel, ihr zu Folgen. Nach und nach verstand sie es dann zwar, und das nichts vorbestimmt war, war wiederum beruhigend, aber dennoch... Können wir denn dann überhaupt beeinflussen wie etwas ausgeht? Natürlich, in dem wir die richtigen Steine anstoßen, aber können wir sie auch beeinflussen sobald sie rollen? Oder sind wir ab da darauf angewiesen, dass diese Kraft und wohl gesinnt ist und sie schon richtig lenkt? Das war doch schon etwas wage, und keine wirklich beruhigende Vorstellung.
Zentiara bat sie dann förmlich auf sie und auf die Drachengötter zu vertrauen, und ihren Glauben nicht zu verlieren, da sonst alles umsonst wäre, und strich dabei sanft über ihren Arm. Erst blickte Nay sie an. Das werd ich nicht, Zentiara. Aber immer darauf zu vertrauen, dass wir das Richtige tun, und dass schon irgendwer dafür sorgen wird, dass es gut ausgeht... Sie zuckte nur mit den Schultern, dass war nicht nur schwierig, sondern so gut wie unmöglich, sie waren Menschen, und sie wussten, dass sie Fehler machen konnten. Aber dann darauf vertrauen, dass eine Kraft das richtete? Oder bestannt darain der Glaube, den alle hier immer ansprachen? Dann würde es wohl für sie alle aus der Grauen Welt noch ein hartes Stück Arbeit werden, den so zu erlernen... Zumindest für sie sicher.

Während sie nachgedacht hatte, hatte ihr Hand fast von selbst zu dem kleinen Lederbeutel gefunden, den sie umhängen hatte, und in dem sich Akashas Schuppe befand. Ihr fiel ein, dass außer Myv, niemand von ihr wusste, und das es vielleicht irgendwann wichtig sein würde, wenn noch jemand anderes aus der Gruppe von ihr wusste. So streifte sie sich das Lederband an dem der Beutel hing, über den Kopf, und öffnete ihn, so das für Zentiara die Schuppe zu sehen war. Erinnerst Du Dich an die Traumebene bei Gilmith im Moor? Ich hatte dort eine Begegnung mit Akasha.. Zum Abschied hat sie mir die Schuppe geschenkt. Als ich aufgewacht bin lag sie in meiner Hand... Sanft strich sie mit der Fingerspitze über die Schuppe, während ihre Gedanken zu dem Traum zurückkehrten, zu der Schönheit aber auch dem Tod den die Drachengöttin ihr gezeigt hatte. Dann sah sie wieder Zentiara an. Ich dachte es ist vielleicht wichtig, dass es noch jemand weiss...

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Sehr plötzlich wallte Kälte auf und fast im selben Augenblick löste sich die Gestalt des Magiers vor ihr aus der Dunkelheit. ‚
Viel zu überraschend, als dass sie dem Schlag noch hätte ausweichen können. Aber sie hätte niemals überrascht sein dürfen, ihr Kopf flog zur Seite und der Schmerz lies ihr ein leises Zischen entfahren. Schmerz kannte sie, er ließ sich ertragen und verging, viel mehr brachte es sie auf, dass er sich das Recht nahm sie wie ein unartiges Kind zu ohrfeigen. Ihre Hand die sofort zum Gegenschlag hochgefahren, fing der in der Luft ab und hielt sie am Handgelenk gefangen. Am ganzen Leib vor Wut bebend starrte sie den Magier finster an.
Es war dünnes Glas auf dem sie sich bewegte und ein Fehler ihn zu reizen.
Langsam hob sie die freie Hand an und fuhr mit der Fingerspitze über ihren Mundwinkel. Der süße, metallische Geschmack hatte längst verraten, dass ihre Fingerspitze rot gefärbt sein würde wenn sie die Hand senkte. Fast nachdenklich sah sie auf das Blut verrieb es zwischen zwei Fingern, während sie schon beinahe teilnahmslos wirkend, anhörte was er sagte.
Nur das fast rhythmische Beben, dass ihre Gestalt wieder und wieder durchlief, verriet das die Anspannung längst nicht verklungen war, sondern im Gegenteil, das es sie alle Beherrschung kostete, sich ungeachtet jeder Konsequenz auf den Magier zu stürzen.
Erst als er schwieg und zur Seite trat sah sie auf, äußerlich bis zur Unbeweglichkeit gefasst. Du wolltest eine Kämpferin, frei, eigenständig und ungebunden… und nun tobst du weil du genau das bekommen hast? Ihre Stimme war ruhig und spiegelte nichts von dem dunklen Glosen in ihren Augen wieder, was dort unvermindert tobte.
Es stimmt, ich bin freiwillig hier und das allein sollte genug sagen. Aber es ändert nichts daran, dass deine Worte wie ein Befehl klangen, wie auch immer sie gemeint waren. Wenn es nicht so war, dann entschuldige ich mich… dafür.

Schutz habe ich keinen gefordert, durch und vor nichts, so wenig wie ich irgendein Gefühl von dir gefordert habe oder du gegen meinen Willen von mir fordern könntest.
Mein Gefühl hält mich hier, aber es hat keine Macht mich zu schwächen.
Aber eben das, genau das was er ihr vorhielt, was nicht sein durfte, hinderte sie daran sich unwissend einem Befehl des Magiers beugen zu können, nicht bevor sie wusste ob sie die Forderung erfüllen konnte, denn sie war und blieb ein Kind Silias .
Vielleicht hätte sie vor einer halben Stunde noch genau das zu können, aber jetzt brachten seine eigenen Worte sie dazu diesen Schritt nicht zu gehen.
Und genau darum, kann ich dir nur zu meinen Bedingungen folgen und das wird niemals blind sein. Du bist der Herr dieses Schlosses und mein Geliebter, als beides respektiere ich dich. Aber, Pandoras , du bist nicht mein Befehlshaber. Je weiter sie sprach desto mehr kehrten Ruhe und Bestimmtheit wieder in ihr ein. Darüber hat es von Beginn an, keinen Zweifel zwischen uns gegeben und du hast es gebilligt.
Nun mehr nur noch sehr ernst, sah sie den Magier an.

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Während er Nay mit wenigen Worten erklärte was mit Satoru geschehen war, spürte er wie sich Llynias Hand in seine schob und es tat gut ihre Nähe und Wärme zu fühlen. Die Asiatin sah ihn mit großen Augen an und er konnte nur ahnen welche Flut an Gefühlen das eben gehörte wohl in ihr auslöste. Auf jeden Fall fand er etwas wie Mitgefühl in ihrem Blick, ehe er sich dann abwandte. Mehr gab es hierzu wohl nicht zu sahen, nichts würde das ganze besser oder leichter machen, für niemanden, und so entfernte er sich mit Llynia langsam von Feuerplatz um, wie geplant, ein paar Schritte mit ihr um das Lager herum zu gehen.

Eine Weile liefen sie schweigend nebeneinander her, er brauchte einen Moment um die Erinnerung wieder in einen dunklen Winkel seiner Gedanken zu verdrängen, dann zog er Llynia zu einem Felsbrocken auf den er sich setzte und dann einladend neben sich klopfte das die Elfe es ihm nach tat. Nick blickte zu der untergehenden Sonne die den Himmel in ein buntes Farbenspiel tauchte und schüttelte leicht den Kopf. Ich... habe mir... als Junge oft vorgestellt einer der Helden zu sein... wie sie in den Büchern vorkommen... die ihren Gegner meist furchtlos entgegen treten und immer einen Weg finden... egal wie aussichtslos die Lage auch erscheint. Er lächelte ein wenig verlegen über dieses Eingeständnis und zuckte dann leicht die Schultern, das wünschten sich wohl die meisten Junge. Als ich hier her kam... dachte ich das ich längs erwachsen wäre... aber... ein Stück weit war ich noch immer dieser Junge. Vielleicht war das auch nötig um hierher kommen zu können... nur um dann hier erneut erwachsen werden zu müssen.
Es kam ihm vor als wäre es eine Ewigkeit her das er voller Neugier nach Dragao gekommen war und anfangs die Dinge doch mit eher kindlichem Staunen betrachtet hatte, trotz der Aufgaben für die Zarafina sie hierher geholt hatte. Doch die Realität und die Gefahr, der sich sich alle hier stellen mussten, hatte ihn längst eingeholt und spätestens als er in die sterbenden Augen des Kriegers gesehen hatte, war der Junge in ihm verschwunden... auf schmerzhafte Weise zum Mann geworden.
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Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.


Während Karen auf das seltsame gebahren des Elfenprinz einging und ihm, mit für sie eher untypischen Worten, einen Becher Tee reichte, regierte dieser weder mit einem Blick noch mit Worten auf ihren Hinweis. Dafür spürte sie Feyons Hand auf ihrem Arm und blickte den Elfen, der sie kopfschüttelnd aber lachend ansah, etwas überrascht an. Da bekam auch Feyon schon ein Becher Tee angeboten, mit nicht weinger seltsamen Worten und reagierte entsprechend auf Karen . Das schien sowas wie ein Spiel zu sein, so wie es die Kinder die sie machmal beobachtet hatten, gespielt hatten und in denen sie getan hatten als wären sie Elfen, Greifenreiter oder sonst etwas, was sie nicht waren, aber versucht hatten nachzuahmen.

Karen beendete das Spiel dann, indem sie alle wieder ganz normal zum hinsetzen und essen aufforderte und sogar Morthond kam dem nach. Feyon hatte sich seinem Platz neben ihr gewählt, nahm sich etwas zu essen und blickte dann während er aß immer wieder zu ihr. Als der Elf sie dann offen und ganz direkt danach fragte, warum sie solange allein unterwegs gewesen war, war sie froh noch den Mund voll zu haben und sich noch für einen Moment vor der Antwort drücken zu können. Sie blickte ihn an um zu zeigen das sie seine Frage vernommen hatte, kaute dann fast bedächtig zuende und seufzte leise, als sie sich zu einer offenen Antwort entschlossen hatte.
Auf den ersten Blick mag es nicht so aussehen, aber ich bin anders als die... anderen Menschen, begann sie leise und blickte dabei ganz kurz zu Morthond , der das, obwohl er mit Kithras geredet hatte, auch nicht zu wissen schien. Wieder zu Feyon blickend, zuckte sie etwas hilflos mit den Schultern, da ihr alles was ihr an weiteren Erklärungen durch den Kopf gingen, eher wie ein um den heißen Brei herum reden erschien.
Mein Vater... ist ein Werwolf... und das meine Mutter überlebt hat und es mich gibt... war wohl nicht geplant, brachte sie es dann mit der schlichten Wahrheit auf dem Punkt und wartete mit angehaltenem Atem auf die Reaktion, nicht nur von Feyon .
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Re: DRAGAO LAGRIMA - Neue Hoffnung

Beitrag von Sionnach » 4. Juni 2010, 22:16

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Llynia ging schweigend neben Nick her, sie spürte, daß er einen Moment brauchte, um sich wieder etwas zu fassen.
Nach einer Weile zog er sie zu einem großen Felsblock hinüber, und sie setzte sich neben ihn.
An Nicks Schulter gelehnt, lauschte die Elfe seinen Worten und überlegte dann, was sie antworten sollte.
Ich habe auch immer davon geträumt, mein Zuhause zu verlassen und Abenteuer zu bestehen. Oder das ein Prinz kommt und mich mit in sein Königreich nimmt! begann sie dann.
Du warst vielleicht nicht so furchtlos, wie du gehofft hast, aber du hast deinen Weg gefunden, und hast gesiegt. Satoru war inzwischen unser Feind, und er hätte uns sehr schaden können!

Llynia lächelte ihren Schotten mit einem Augenzwinkern an.
Und ist es in den Büchern nicht auch so, daß der Held die schöne Frau bekommt? Nun ja, mein Prinz hat mich zwar nicht abgeholt, aber gefunden habe ich ihn trotzdem!

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Es war schon beinahe Erleichterung, die sie empfand als er ihre ausgestreckte Hand ergriff. Wenn er so war, in dieser seltsamen Stimmung, dann viel es ihr schwer ihn einzuschätzen, was er empfand, was er brauchte, ob eine Berührung es besser oder eher schlimmer machen würde.

Aber auch alte Schatten waren eben noch immer Schatten. Vergessen konnte man so etwas ohnehin nie, aber vielleicht irgendwie zurücklassen, eben dann wenn es genug Licht gab, um sie verblassen zu lassen.
Hart genug war es alle mal und sie glaubte nicht, dass er schon vorher bereit gewesen war sich mit all dem auseinanderzusetzen. Sowas brauchte Zeit und Abstand und Sicherheit und vielleicht auch den einen oder anderen Schubs. Liebevoll erwiderte sie sein Lächeln. Na wenn es nicht mehr ist was du brauchst, das sollte kein Problem darstellen.

Aber jetzt konnte er sich erst einmal ein wirkliches Spiel ansehen.
Während sie wartete, dass die Kleinen herüberkamen, fing sie das Gespräch zwischen Nay und Zentiara auf, die auf der anderen Seite des Feuers beieinander saßen.
Keine Ahnung wie es dazu gekommen war, aber auch dabei ging es um das Schicksal. Nachdenklich legte sie den Kopf schräg, bei den Einwänden der Chinesin. Sie nahmen Einfluss immer wieder doch neue Entscheidungen. Wenn sie merkten, dass ein Stein in die falsche Richtung rollte, so konnte ein neuer Stein, seine Richtung ändern, in dem Moment wo die beiden sich trafen.
Nichts anderes war hier passiert, schon dadurch das sie hierher gekommen waren, waren eine ganze Menge Steine, den schon rollenden nachgeschickt worden.
Noch einen winzigen Moment, sah sie länger zu den beiden so grundverschiedenen Frauen, wie ein Veilchen und eine Orchidee, bis ein, wie ein Fisch an der Angel zappelnder Kobold sie wieder ablenkte.
Sie wartete mit der Erklärung, bis auch Josh zuhören konnte. Also gut. An diesem Stab ist der Start… der andere das Ziel. Jeder bekommt einen Ball und der muss mit dem Schläger durch die Törchen geschossen werden. So… mit dem Stock, der jetzt zu einem Schläger aufgewertet worden war, beförderte sie den Ball zwischen einer der Astgabeln hindurch.
Immer abwechselnd und es darf kein Tor ausgelassen werden… wenn man an einem Tor vorbeischlägt muss man den Ball erst wieder zurückschaffen und durch das Törchen. Man darf den Ball des anderen auch mit dem eigenen Ball zur Seite schubsen. Wessen Ball zu erst am Zielstab ist, hat gewonnen. , damit hielt sie den beiden den Schläger hin.
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(@Mause und Wölfi Krocket kennt ihr doch sicher oder?)


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Karen erschien ihm verwundert über seine Frage, bestätigte ihm aber, dass ihm die Anwesenheit eines Händlers nicht entgangen war. Es hätte ihn auch sehr gewundert, wäre es anders gewesen. Allerdings war er jetzt sehr erstaunt, als die Grauweltlerin ihm erklärte, woher das ständig vorhandene Essen stammte. Allerdings war ihm das kaum anzumerken.

Ach. , fasste er ihre Eröffnung zu einem für ihn typischen Resümee zusammen. Ebenso bezeichnend sauste eine Augenbraue gen Haaransatz, was schon einem Überraschungsausbruch gleichkam. Auch er blickte kurz zu Zentiara hinüber und versuchte sich vorzustellen, wie ein Leben ohne Jagd, Früchtesammeln und Ackerbau aussehen mochte. Auf letzteres konnte er gern verzichten, er hatte sich bis jetzt auch nicht darum gekümmern, Früchte sammelten eh die Frauen... aber nie wieder jagen zu gehen, das Durchstreifen der Wälder, das Aufspüren und sich leise Annähern an das Wild bis hin zum tödlichen Schuss... das alles machte einen nicht geringen Teil seines Lebens aus, das er auch als Thronfolger nie vorgehabt hatte, sich nehmen zu lassen. Und nun kam diese Gruppe daher, die es sich zur Aufgabe gestellt hatte, die Drachengötter zu befreien... und wurde von einer Hexe begleitet, die das alles überflüssig machte?

Morthond wusste nicht, wie er mit dieser Eröffnung umgehen sollte. Aber eines stand für ihn sofort fest, gefallen tat ihm diese Entwicklung nicht, sie schien sein Leben langweiliger und irgendwie ärmer zu machen. Elfen, die nicht mehr jagen mussten...sollten...durften........ unfassbar und UNMÖGLICH!!!

Sein Blick glitt zu Roux , er fasste kurz nach ihrer Hand und drückte sie, zeigte ihr ein wenig von der Unsicherheit, die ihn erfasst hatte. Wie langweilig würde es werden, wenn sie aus den Beuteln ein Reh oder ein halbes, gerade getötetes Wildschwein zogen, um Kerrêl damit zu füttern? Morthond schüttelte sich kaum merklich, als der Grauweltler mit dem seltsamen Namen und der noch seltsameren Aussprache ihn anredete. Pierre-Marie fragte doch tatsächlich nach Karens Ausführungen, ob sie jagen gehen wollten?

Wozu, wenn keine Notwendigkeit dafür besteht? Eure Beutel geben alles her, was wir an Nahrung benötigen. Wir gehen nicht aus Lust am Töten auf die Jagd, sondern zur Nahrungsbeschaffung. Oder ist es in eurer Welt anders? , fragte er zurück.

Vorstellen konnte Morthond sich das nicht, doch nachdem, was Lea ihm bereits über die Grauwelt erzählt hatte, wer wusste schon, was dort tatsächlich möglich und üblich war? Er könnte fragen, doch irgendwie wollte er es gar nicht wissen. Und als sei das nicht an unangenehmen Neuigkeiten genug, folgte schon die nächste in Form eines bisher wohl unausgesprochenen Geheimnisses... von Taria .

Morthonds Verblüffung war echt und er verbarg sie nicht.

Noch ein Wolf... na wundervoll.

Und was folgte als nächstes? Was war das hier für eine Gruppe, die eigentlich Dragao von der Herrschaft der schwarzen Magier befreien wollte und in Wahrheit eine Ansammlung von Kreaturen genau dieser beiden war?

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Noch immer irritiert, hatte Miriel auf das Schwert geblickt, das er ihr, statt der fälligen Antwort darauf was er nicht hinter ihrem Rücken hatte tun wollen, hingehalten hatte. Nach einem kurzen aufblicken betrachtete sie es genauer, während er nun endlich erklärte was er getan hatte und es fiel ihm dabei so schwer wie noch nie, einzuschätzen was sie davon hielt.

Das Schweigen, das nun herrschte, wirkte auf Aidan erdrückend und auch als Miriel endlich langsam nach dem Schwert griff, blieb sie noch immer stumm. Als sie dann doch endlich sprach zuckte Aidan leicht zusammen und er konnte sich gut vorstellen, das es für Mriel kam zu glauben war, was er sich da erlaubt hatte. Zögernd blickte er auf, sah in ihr ernstes Gesicht und wusste nicht ob er erleichtert sein durfte, das sie nicht zornig wirkte, vielleicht war sie ja auch einfach nur unendlich enttäuscht von ihm, was noch schwerer zu ertragen war.

Miriel ergriff erneut das Wort und er senkte wieder den Blick, kaute auf seinen Lippen herum und zuckte mit den Schultern, als sie fragte, was er den dachte das sie jetzt tun würde. Sie gab ihm auch gleich eine mögliche Antwort vor, doch ihre Stimme klang dabei, als würde Miriel grinsen und so blickte er erneut zögernd auf. Jetzt sah er das Grinsen auch und ebenso das fast belustigte Funkeln ihrer Augen und sein Gesichtsausdruck änderte sich von schuldbewusst und reuevoll, zu irritiert-überrascht, und langsam dämmerte ihm, das sie nicht wütend und auch nicht enttäuscht von ihm war. Und schon gar nicht ernsthaft ihr Schwert an ihm testen wollte, was er auch nicht wirklich geglaubt hatte.
Ihr kichern machte deutlich das er wohl gerade nicht sehr intelligent aus der Wäsche kuckte und ein kleines hoffnungsvolles Lächeln erschien auf seinem Gesicht, bei ihrer Erklärung das sie ihn dafür auch viel zu sehr liebte.

Aidan nickte zu Miris Worten, das sie es dennoch lieber vorher gewusst hätte und er das aber wisse, sie erkannte aber auch seine Beweggründe an. Es tut mir wirklich Leid das ich dich nicht gefragt hab, das... war nicht meine Absicht... die einfach vor vollendete Tatsachen zu stellen, versicherte er ihr und sah zu wie sie das Schwert wieder verstaute.
Erleichtert atmete er auf als Miriel ihn nun ihn die Arme nahm und schloss für einen Moment die Augen. Das verspreche ich dir, so was wird nicht wieder vorkommen, erwiderte er ihr und ein befreites Lächeln lag um seine Mundwinkel als er ihr zwinkern erwiderte. Dann raunte er ihr noch ein leises Danke, zu, für ihr Verständnis und ihre Liebe.
Ich liebe dich übrigens auch, kam er dann darauf zurück, das sie ihn zu sehr liebte um ihr Schwert an ihm zu testen und fügte erneut zwinkernd hinzu. Und zum testen von deinem Schwert steht ich dir gern zur Verfügung... zu Übungszwecken.

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Feyon hörte dem weiteren Gespräch über den Proviant und Zentiaras Zauberei schwiegen zu, im Moment war er mit Essen beschäftigt und für ihn war dieser Umstand ja nichts Neues. Ihn wunderte eigentlich daß dieser Umstand Morthond erst jetzt aufgefallen war. Sein Blick ging leicht schmunzelnd zu Zentiara .

Auch Taria aß zunächst bevor sie ihm antwortete, dann tat sie das aber mit Ehrlichkeit und auch einer gewissen Unsicherheit in der Stimme. Jetzt mußte Feyon erst noch zwei Bissen von seinem Brot nehmen bevor er antworten konnte. Das überraschte ihn nun doch. Morthond war mit seinem Kommentar etwas schneller und draufhin sagte Feyon dann “.. sie hat gesagt, ihr Vater war ein Werwolf ...., sie hat nicht gesagt, sie selbst wäre ein Wolf... „ . Er schluckte den letzten Bissen hinunter und schaute dann zu Taria, ein, zweimal setzte er an etwas zu sagen, aber er brauchte noch einen Moment des Nachdenkens und schaute ins Feuer, Bilder liefen vor ihm ab, schreckliche Bilder, aber auch schöne, kraftvolle, ein Bild setzte sich langsam zusammen... “.. ich geb zu .. ich bin überrascht .... und ... ich denke ich verstehe jetzt auch was Dich in die Einsamkeit getrieben hat.... „ . Er sah Taria einige Momente genau an, sah ihr in die Augen und nickte. Das Mädchen hatte ein hartes Los und ihre Mutter nicht minder, aber sie hatte den Übergriff des Werwolfs überlebt. Welch schrecklich innere Qual mußte die Mutter mitgemacht haben und doch hatte sie ihre Tochter großgezogen, das bewies große innere Größe und Liebe... “.. es erklärt einiges was mir an Dir aufgefallen ist.... – Hat man Dich vertrieben deshalb...? „ . Er sah Taria offen an, sie war keine Werwolf, daß hätten sie schon bemerkt, an ihr war auch nichts Falsches oder Verschlagenes, sie war geradlinig und direkt, nicht offen, eher zurückhalten aber wenn sie sprach, sprach sie klar und direkt. Leise lächelte er ihr zu.... “...ich hab schon einige Wölfe gesehen und auch einige von ihnen getötet.... , es ist ein Wunder daß einer von ihnen etwas Gutes erschaffen konnte, aber das ist wohl vor allem Deiner Mutter zu verdanken..., sie muß eine mutige, starke Frau sein!“ . Nachdenklich trank er von dem Tee.


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Taria zuckte bei Morthonds Worten leicht zusammen, denn obwohl sie geglaubt hatte auf solche Reaktionen gefasst zu sein, tat es ihr weh. Ein Teil von ihr wollte auch sofort aufbegehren, Morthond am liebsten anschreien das sie kein Wolf war, doch sie blickte ihn nur kurz an und senkte wortlos wieder den Blick. Er dachte eben wie die meisten und da machten es keinen Unterschied ob es ein Mensch, Elf oder etwas anderes war, man wurde an seiner Abstammung gemessen und ihre machte sie zu einem Monster.

Feyon hatte im Gegensatz zu dem Elfenprinz erst einmal geschwiegen und seine ersten Worte, die er an Morthond richtete, ließen sie den Kopf wieder heben und ihn fast ungläubig ansehen. Ihre Blicke trafen sich für einen Moment, doch dann wandte Feyon den Blick ohne etwas zu sagen zum Feuer und schien ein paar Augenblicke lang in seine Gedanken zu versinken. Dann fing er an zu reden und wandte sich ihr langsam wieder zu so das ihre Blicke sich erneut trafen und sie darin Verstehen und Akzeptanz erkennen konnte. Ganz leicht erwiderte sie das nicken des Elfen und schüttelte dann leicht den Kopf, als er vermutete, das man sie vertrieben hatte. Ich... bin dem zuvor gekommen, erwiderte sie leise. Und sehr wahrscheinlich hätte man sie nach dem Vorfall mit dem jungen Mann auch eher gleich getötet und nicht nur vertrieben, aber davon konnte und wollte sie hier am Feuer nichts erzählen. Der Gedanke ließ einen gequälten Ausdruck in ihren Augen erscheinen und sie senkten kurz dem Blick bis sie hoffte ihn verdrängt zu haben.
Als sie wieder aufsah, lächelte Feyon ihr zu und sie traute ihren Ohren kaum, als sie hörte was er dann sagte, als er es etwas Gute und ein Wunder nannte... und damit wirklich sie zu meinen schien und es berührte sie tief was er zu ihrer Mutter sagte.

Für den Moment nicht fähig etwas darauf zu erwidern, blickte sie ins Feuer und spürte wie eine Träne über ihre Wange lief, aber es war keine der bitteren Tränen die sie so manches mal geweint hatte. Und als sie jetzt an ihrer Mutter dachte, war da nicht wie so oft in letzter Zeit der Gedanke daran, das sie ihr nicht hatte sagen wollen von wem sie abstammte, vorherrschend, sonder die Erinnerung an ihre Liebe und Fürsorge mit sehr sie immer für sie da gewesen war. Ich bin kein Wolf, murmelte sie leise und dachte daran was sie zu Kithras gesagt hatte, bei ihrem nicht ganz so erfreulichen zusammentreffen im Stall in Androga, das sie ein Kind Dragaos war.
Mit einem leisen Danke, blickte sie noch einmal zu Feyon und es gelang ihr ihm ein kleine Lächeln zu schenken, wenn es auch nicht ganz frei von Traurigkeit war.

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Er hätte Seher werden sollen, denn er hatte genau diese Reaktionen von Feyon , dem ach so verständnisvollen Silberelfen erwartet. Ebenso, wie die der nun gekränkt und verletzt wirkenden Taria . Wie blauäugig waren die Mitglieder dieser Gruppe eigentlich? Und wenn Taria so ungefährlich war, warum stand sie dann nicht zu ihrer Herkunft?
Die eine war das Liebchen von Azrael , die nächste das von Pandoras , auch wenn Ryanna nicht direkt zu ihnen gehörte. Drei Wölfe liefen nun mit ihnen, denn egal, ob die junge Frau sich nun dazuzählte, sie war einer, ob sie es wahrhaben wollte, oder nicht. Nun ja, selbst Roux als Greifenreiterin dürfte jeder, der nicht eingeweiht war, spontan als Feindin brandmarken. Und war nicht sogar ein Zentaur bei der Gruppe gewesen?

In der einen Hand ein Stück Brot und in der anderen den Becher mit Kräuteraufguss haltend, sah er Taria an, die sich ihrer Herkunft wegen zu schämen schien.

Himmelsilianochmal.... so langsam platzte sogar ihm der Kragen. Und nur, weil er diese ihnen gerade eröffntete Tatsache nüchtern sah, war er kein Unhold, wie Tarias vorwurfsvolle Blicke ihm vorwarfen.

Natürlich hat sie gesagt, dass ihr Vater ein Wolf war, aber sie SEIN Kind. Was von ihm in sie übergegangen ist und mitgegeben wurde, wissen weder du noch ich. Aber harmlos wird es sicher nicht sein und niemand kann sagen, wie sich das mit ihr noch entwickeln wird. Vielleicht muss sie nur ein bestimmtes Alter erreichen, bevor sie uns eines Nachts bei wunderschönem Vollmond die Kehle aufschlitzt. Kannst du mit Bestimmtheit sagen, dass das nicht passieren wird?

Nein, Feyon sollte schon realistisch bleiben, das konnte er nicht.

Und du, sieh mich nicht so an, als hätte ich dich ein Scheusal genannt. Ich sagte lediglich, dass du ein Wolf seiest und irgendwie bist du das nun einmal für mich, wenn dein Vater das war, was du gerade sagtest. So liebenswürdig deine Mutter auch gewesen sein mag, aber auch sie wird nicht verhindert haben können, dass etwas von deinem Vater in dir ist. , wandte sich Morthond nun an Taria. Und sieh mich nicht so vorwurfsvoll und enttäuscht an. Wenn du nicht willst, dass man dich genau dafür hält, nämlich einen Wolf, warum verrätst du das erst jetzt und dann so? Warum schämst du dich dafür?

Warum haben alle in dieser Gruppe ein Problem damit, ihre eigenen Geheimnisse preiszugeben, sofern sie wichtig für alle sind?


Morthond war genervt. Was für Überraschungen packte der oder die Nächste noch aus?

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Llynia hatte sich während sie zuhörte gegen ihn gelehnt und Nick schmiegte nun seine Wange an ihr immer so herrlich duftendes Haar und lauschte seinerseits ihren Worten. Nachdem was er inzwischen alles von ihr wusste, konnte er gut verstehen, das sie davon geträumt hatte, aus den Zwängen die ihr Leben bestimmt hatten auszubrechen und sich Abenteuer oder einen Prinzen der sie von dort mitnahm, gewünscht hatte.
Als sie weiter sprach nickte er leicht, nein er war wirklich nicht furchtlos und keiner der Helden aus einem Buch, die gab es eben wirklich nur in den Büchern. Dennoch hatte er sich dem Kampf gestellt, denn eine andere Wahl hatte er nicht gehabt und er murmelte ein leises Ja ich weiß, zu ihrer Feststellung das der Krieger inzwischen ihr Feind gewesen war und ihnen hätte sehr schaden können. Ob er seinen Weg dabei schon gefunden hatte, da war er nicht ganz sicher, aber er hatte das Gefühl das er in die richtige Richtung ging.

Er schmunzelte bei der Frage, ob der Held in den Büchern nicht immer die schöne Frau bekam und zwinkerte ihr zu als er leise Meistens schon, erwiderte. Das Schmunzeln vertiefte sich zu einem liebevollen Lächeln, als sie erklärte ihren Prinzen gefunden zu haben, auch wenn er sie nicht abgeholt hatte. Und ich habe die schönste Frau bekommen... auch wenn ich nicht der furchtlos Held bin, stellte er fest und war sich sicher das er das auch nicht sein musste. Ich liebe dich meine Schöne, raunte er, sein Lippen bereits dicht an ihren und legte all seine Liebe in den Kuss den er ihr dann gab.

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Taria war berührt von dem was er gesagt hatte, das wollte er so gar nicht, er hatte nur gesagt was er gedacht hatte und erwiderte ihr Lächeln ruhig und sehr freundlich , senkte dann aber den Blick um ihr Zeit zu geben sich zu fassen. Irgendwann würde sich vielleicht noch einmal ein Gespräch über das alles ergeben in weniger großer und prominenter Runde.

Morthond reagierte wie erwartet etwas sauer und ungehalten auf seine Worte... Feyon trank ruhig nochmal einen Schluck Tee, damit hatter er gerechnet und meinte nach einem kurzen Moment des Nachenkens.. „Doch ... ich denke daß kann ich mit Sicherheit sagen... denn wenn Taria auch nur im geringsten bemerken würde, daß sie sich verändert würde sie gegangen sein oder ... es uns jetzt.. da wir um ihre Vergangenheit und Herkunft wissen sagen... „ . Er legte den Kopf etwas schief und meinte “Erzählst Du uns wirklich all Deine Geheimnisse ..., es ist doch zu verstehen daß sie das nicht sofort und jedem davon erzählt .. ich könnte mir vorstellen Zentiara wußte von diesem Umstand und wer weiß vielleicht noch jemand aus dieser Runde, der schon mehr mit ihr zusammen war, der sie einfach... besser kennt... und vielleicht hätten auch wir es wissen können, wenn wir uns die Mühe gemacht hätten öfter mit Taria zu sprechen ?“ . Er sah Taria beinahe entschuldigend und Morthond durchaus offen an, verstand schon worauf der Prinz hinaus wollte, andererseits war es ziemlich sicher daß auch der Prinz seine Geheimnisse und höchst eigenen Pläne hatte, die er nur höchst ungern mit ihnnen teilen würd und bat um Verständnis für die junge Frau. Er war sich sicher, wenn es eine Gefahr gegeben hätte, dann hätte sie an erster Stelle dafür gesorgt, diese Gefahr von der Gruppe fernzuhalten. Woher er dieser Sicherheit hatte? So genau wußte er das selbst nicht .... , aber er verlies sich allzuoft auf seine innere Stimme. Gleichzeitig war er mit sich selbst unzufrieden, er kannte immer noch einige in dieser Gruppe viel zu wenig.... und es war wichtig seine Gefährten zu kennen, vor allem in der Stunde der Gefahr.

Nun sprach Morthond Taria direkt an und Feyon sah von ihm zu der jungen Frau. Er würde ihr gerne helfen, andererseits war ihm klar daß sie da selbst rauskommen mußte, wolle sie das Vertrauen und den Respekt des Prinzen erwerben. Feyon verlies sich in vielem auf sein Gefühl und das trog ihn selten, aber für Morthond würde es da andere Argumente brauchen. Die Art wie Morthond nun Taria anging gefiel ihm nicht ,aber er war sich recht sicher daß Taria darauf reagieren konnte, wohl vielleicht sogar in gewohnterer Manier als auf sein Verständnis. In einem hatte Morthond allerdings recht. Taria mußte sich nicht schämen, sie konnte nichts dafür so gezeugt worden zu sein und doch war doch nur allzu verständlich daß sie nicht gerne und vor jedem darüber sprach.




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Karen hörte den Gesprächen zu, sagte aber wenig. Als Pierre vorschlug jagen zu gehen, schaute sie allerdings ziemlich erstaunt hoch und ihn an. Er wollte.. jagen gehen? Wie das plötzlich? Dann schaute sie zu Morthond, der allerdings nun von Taria und Feyon abgelenkt wurde. Karen hatte von der Vorgeschichte Tarias auch noch nichts gewußt und sah sich die junge Frau etwas genauer an, hörte ihr, Feyon und Morthond zu, sagte aber nichts, hörte aber gespannt zu. Kurz schaute sie zu Pierre mit der stummen Frage ob er es gewußt hatte und überlegte gleichzeitig ob es Konsequenzen für sie alle hatte. Im Moment dachte sie aber ähnlich wie Feyon, aber auch was Morthond sagte war nicht völlig von der Hand zu weisen.


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Für Zentiara war es mittlerweile selbstverständlich, zu helfen, wo es ging. Vor wenigen Wochen scherte sie sich nur um sich und ihr eigenes Vergnügen und heute gab sie es auf. So war die Welt im Wandel.

Ob die Gruppe beeinflussen konnte, wie die ganze Sache hier ausging, wollte Nay wissen.
“Ja, natürlich. Nur ihr. Je nachdem, was ihr tut, löst ihr doch Folgereaktionen aus. Tut ihr etwas nicht, bleibt die Reaktion aus. Tut ihr etwas zu heftig, verändert sich alles andere. Ob dies alles jedoch so sein soll, wissen wir nicht.“

Sie nicht und auch nicht Zerafina . Oder die Alte sprach nicht darüber. Zuzutrauen wäre es ihr ja...

“Die Kraft der Drachengötter ist auf eurer Seite.“ lächelte sie dann. “Sie tun das Wenige, was sie noch können...

Aber ihre Kraft ist auch an die der Schwarzen gebunden. Leider. “
Das Lächeln schwand aus ihrem Gesicht.

“Vielleicht ist etwas, dass aus eurer Sicht falsch ist, ja das Richtige ? Und das, was richtig erscheint, ist falsch?“
Ja, diese Worte konnten verwirren, sollten sie aber nicht, aber wie sollte sie es anders beschreiben?
“Niemand sorgt dafür, dass alles gutausgeht. Es liegt nur in eurer Hand ... und vielleicht noch in anderen Händen, von denen wir noch gar nichts wissen.“

Zentiara biss sich auf die Lippen. Sie verwirrte nur noch mehr, wenn sie weitersprach.

Nay zeigte ihr jetzt eine Drachenschuppe.
“Ich war noch nicht bei euch, als ihr geträumt habt, aber Zerafina hat mir davon erzählt.“
Erfreut betrachtete sie die blaue, glänzende Schuppe, die zwar trocken war, aber dennoch aussah, als ob sie nass wäre und frisch aus dem Wasser kam.
“Siehst du ... das ist die Kraft der Drachengötter.“ lächelte sie.
“Zeig sie nicht den Kobolden, sie reissen sie dir aus der Hand... Akasha ist ihre Göttin. Sie würden sich die Beine ausreissen, um an solch ein Stück zu kommen.“

Zentiara grinste spitzbübisch. “Damit hättest du sie durchaus in der Hand .... Sie und vielleicht jene, die noch auf dieser Welt leben, die der Unmut schon zerfressen hat. Vielleicht brauchen wir sie einmal.“

Dass Nay sie gut aufheben sollte, brauchte sie nicht extra zu erwähnen.

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Gildin schmiegte ihren Kopf gegen seinen und für ein paar Minuten liess er seiner sehnsuchtsvollen Trauer freien Lauf.

Nach ein paar Minuten hatte er sich jedoch wieder gefasst und kletterte auf die Füsse. Die Katze hatte er auf dem Arm und mit fast versteinertem Gesichtsausdruck näherte er sich wieder der Gruppe, die sich scherzend und unterhaltend um das Feuer versammelt hatte.

Taria unterhielt sich mit den Elfen und Robin zögerte, sich seinem Widersacher zu nähern. Er vermied Streit lieber und der hochnäsige Elf schien es immer wieder auf solche Situationen anzulegen.

Taria erzählte den anderen gerade von ihrer Vergangenheit und Robin blieb zunächst etwas hinter den beiden Elfen entfernt stehen. Taria hatte ihn jetzt bestimmt schon entdeckt oder gerochen. Morthond war nicht davon begeistert, dass in Taria ein Wolf steckte. Wer wusste schon, wann der Elf eines Nachts den Dolch zog, um sie zu beseitigen ? Und wann ihn ? Wann stopfte er Gildin in einen Sack und brachte sie dennoch zu seinem Vater ?

Robins Augenbrauen zogen sich missmutig zusammen. Er begann den Elfen zu hassen für das, was er war und was er plante.

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Josh hatte Leas Worte beim Wurf des Steines ja doch irgendwie beherzigt. Und die Aussicht, dass sie ihnen ein neues Spiel beibringen wollte, entschädigte ihn schon fast für den möglichen Verlust. Allerdings wollte er trotzdem gewinnen in der Hoffnung, dass Lea dann trotzdem das neue Spiel zeigte, weil sie selbst verloren hatte.

Domido würde sein Essen mit einem Bären teilen. Joshua nicht. Der Bär würde alles bekommen, weil er laut schreiend weglaufen würde. Aber Kobolde waren eben anders...

Sein Wurf jedenfalls erzeugte beim Kobold deutlich sichtbares Erstaunen. Joshua grinste noch breiter.
Er und Asterius hatten gewonnen und das neue Spiel würde es auch geben. Erfolg auf ganzer Linie, denn auch Asterius sagte keinen Mucks. Das war ja einfach ... keiner hatte was gesehen und er hatte gewonnen.
Schummeln war toll.

Lea schickte sie nun Abendessen und Domido zerrte ihn schon mit sich.
“Aber ich hab gewonnen, ich kriege Säntwitsches!!!“ nörgelte er. Selber Brot schmieren ? Nnnnnnnnööö...
Domido zeigte sich einsichtig und fragte, was er wollte. Na also ... das lief ja wirklich wie am Schnürchen. Ob sein geschnitzter Holzdrache ihm Glück brachte ?

Domido hielt ihm ein Brot hin, dass er gedankenverloren kaute. Auf die Frage, wie er das mit dem Stein geschafft hatte, grinste er nur und nuschelte etwas von „ Menschengeheimnis .“ Es gab ja schliesslich auch genug Koboldgeheimnisse. Und wieso man einen Stein über Wasser hüpfen lassen konnte, war ihm auch noch ein Rätsel.

Leas lauter Ruf riss beide aus ihren gemeinsamen Spekulationen und so flitzen die beiden zu dem bereits gesteckten Parcours.
Mit grossen Augen sah er auf die Stöcke, die in den Boden gesteckt waren.

“Was ist DAS denn?“ fragte er erstaunt.
Lea erklärte dann aber auch gleich, worum es ging, zeigte es und hielt ihm einen der Äste hin.
Kurz sah er zu Domido und schob seinen Ball mit dem Fuss gegen den Stock. Mit konzentriert halb-herausgestreckter Zunge holte er mit dem Schläger Schwung und traf den Ball erst nach dem dritten Versuch. Der Ball rauschte am ersten Tor vorbei, durchquerte aber korrekt das zweite Törchen und blieb dann zwischen dem 2. und dritten Tor liegen.
“Ich hab getroffen, kann ich weitermachen?“ fragte Josh mit einem unschuldigen Blick.
Hatte bestimmt keiner gesehen, dass er das erste Tor gar nicht erwischt hatte.

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Morthond Reaktion auf Feyon kam wenig überraschend, aber es gefiel Taria nicht, wie er den Elfen anging nur weil er ihr Verständnis entgegen brachte. Doch Feyon reagierte völlig ruhig darauf und sie war überrascht wie gut er sie einschätzen konnte und wie weit er ihr doch zu vertrauen schien. Sie wäre wirklich längst nicht mehr hier wenn sie befürchten müsste eine Gefahr für die Gruppe zu sein. Und das er dem Elfenprinz vorhielt, sicher auch Geheimnisse zu haben, die er nicht zu teilen bereit war, war wohl mehr als berechtigt, allein wenn man daran dachte das er sich aus irgendwelchen Gründen mit Kithras abgab.
Ja, einige wissen es schon länger, bestätigte sie die Vermutung von Feyon das es vielleicht schon jemanden in der Gruppe gab, der über sie Bescheid wusste. Einer davon war gerade näher gekommen und das sie Robin bemerk hatte zeigte nur ein ganz leichte drehen ihres Kopfes und der Hauch eines Lächelns das kaum merklich über ihre ernste Miene huschte.

Dann wandte sich Morthond direkt an sie, etwas anderes hätte sie auch gewundert und sie wischte energisch die Träne von ihrer Wange als er sie anfuhr ihn nicht so anzusehen. Dachte er wirklich das nur weil er es nicht ausgesprochen hatte, sie nicht wusste das er sie für ein Scheusal hielt!? Sie biss sich auf die Zunge um nicht damit heraus zu platzen, das es keinen Vollmond brauchte um ihm die Kehle aufschlitzen zu können, ihm zu drohen würde das ganze nur verschlimmern.
Und dummerweise hatte der verfluchte Elf auch noch Recht damit, das ihr Vater ihr einige seiner Wolfsanlagen vermacht hatte, was sie wirklich zumindest ein Stück weit zum Wolf machte. Aber das waren hauptsächlich ihre hervorragenden Sinne, die bessere Wundheilung und ausgeprägtere Instinkte als sie die Menschen hatten.
Dann fuhr er sie auch noch an das sie ihr Geheimnis erst jetzt und auf diese Art preis gab und jetzt kam doch ein leises drohendes knurren über ihre Lippen, das sie jedoch sofort wieder zum verstummen brachte. Auch die Aggressivität die sich manchmal zu schnell an die Oberfläche kämpfte, war wohl ein Erbe ihres Vaters, aber sie hatte es unter Kontrolle... bis auf das eine mal als der junge Mann sie mit Gewalt hatte nehmen wollen.
Ich bin KEIN Wolf, stellte sie erneut und sehr deutlich klar. Trotzdem hast du Recht, ich trage auch etwas von seinem Erbe in mir, gab sie zu was nicht zu bestreiten war und füge noch hinzu. Aber ich besitze nicht die Eigenschaft das ich zum Wolf oder Werwolf werden kann. Das war Morthond sicher nicht genug, aber sollte er doch selbst herausfinden was sie konnte oder nicht und sie sah ihn jetzt fast trotzig an.
Würdest du es stolz herum erzählen, wenn du von einem... Monster abstammst? stellte sie einen Gegenfrage, als er wissen wollte warum sie sich für das was sie war schämte. Sicher war es nicht ihre Schuld, aber dennoch machte es ihr eben zu schaffen, aber wie sollte das ein so stolzer und edler Prinz schon verstehen.
Morthonds letzter Satz ließ sie einen leisen abfälligen Laut ausstoßen, natürlich waren seine Geheimnisse nur für ihn wichtig und es deswegen legitim das er sie verschwieg, für wie dumm hielt er den Rest der Gruppe eigentlich.
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“Gleich ??? Hab ich doch ... gleich, als ich es wusste.“ gab Azimuth als Antwort und grinste.
Das Grinsen verging ihm allerdings, als sie vehement darauf pochte, doch noch diese dusseligen Beeren zu sammeln.

“Du spielst mit unserrrem Leben, wenn die Mutterrr von dem Flohpelz wiederkommt.“ versuchte er sie zu warnen, aber Tamina pflückte schon eilig drauflos. Skeptisch verzog sich sein Gesicht.
“Meinst du nicht, dass du Azraels Geduld damit ein wenig zu sehr strapazierst?“

Der Magier hatte zwar gesagt, er schützte sie, aber sie musste sich ja nicht absichtlich jeder Gefahr vor die Füsse werfen. Schon gar nicht, wenn es ein Bär war.

“Helfen und gucken gleichzeitig - das geht nicht.“
Azimuth hatte die Hände vor der Brust verschränkt und betrachtet Tamina .

“Vielleicht warrrnt und das ja auch. Die Pfotenschläge heissen: Schnell weg, Mama kommt.“ mutmasste er dann und blickte immer wieder hin und her.

Der kleine Bär brummte unwillig und Azimuth dachte gleich, dass das seine Mutter war.

“Der Bäääärrrrr“ zischte er warnend und nahm schon mal die Fluchtposition ein.

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Re: DRAGAO LAGRIMA - Neue Hoffnung

Beitrag von Sionnach » 4. Juni 2010, 22:48

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Er war sich nicht ganz sicher, ob es überhaupt möglich war, doch es erschien ihm fast, als wäre sie nur noch wütender geworden. Nun gut, sie war eine Feuerelfe und dieses impulsive Verhalten lag ihr wohl im Blut, doch seltsamer Weise besänftigte es ihn fast schon, dass sie rein reflexartig die Hand gehoben hatte, um ihn ihrerseits zu schlagen.
Glück für ihn, dass er schnell reagieren konnte und so ihr Handgelenk zu fassen bekam, bevor sie wirklich ernsthaft daran denken konnte. Vielleicht aber auch Glück für sie, das würde sich noch zeigen.

Langsam entließ er sie wieder in die Freiheit, den Blick seiner kalten Augen weiterhin wachsam auf sie gerichtet. Sie war mehr als nur wütend und er hätte gern gewusst, zu was sie alles in der Lage war, wenn sie dermaßen in Rage geriet, doch dann wollte er wenigstens selbst dafür verantwortlich sein. Und momentan hatte Aron ungewollt mehr dazu beigetragen als er selbst. Keine befriedigende Ausgangssituation.

Bei ihren ersten Worten nickte er langsam. ”Du hast Recht. Ich wollte eine Kämpferin, frei, eigenständig und ungebunden. Doch momentan erscheint es mir mehr danach, als hätte ich ein verstimmtes Hausweib bekommen. ICH bin es nicht, der dein Volk, deinen Prinzen und dich selbst beleidugt hat, also mäßige deine Launen und lass deinen Zorn an dem aus, der dafür verantwortlich ist.” Das würde er nicht noch einmal sagen. Sie konnte von Glück reden, dass sie überhaupt noch die Möglichkeit bekam sich zu äußern.

Langsam nickte er abermals bei ihren Worten. ”Natürlich. Du kannst und sollst mir nicht blind folgen, doch was du tatest war unangemesse. Du hast nicht gefragt welcher Art dein Auftrag war, denn nicht mehr als die Information darüber, dass ich gedenke dir einen zu erteilen, hast du bisher erhalten. Also rede dich nicht raus.”
Seine Mundwinkel hoben sich leicht. ”Komm zur Vernunft, zügle deinen Zorn und überleg dir, wie du zukünftig mit deinen Launen umgehen willst. Danach komm zu mir, vielleicht unterbreite ich dir dann meinen Vorschlag darüber, wie du deine Zeit hier sinnvoll nutzen kannst.” Er wandte sich ab, um zu gehen. Nun lag es an ihr.

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Was war denn nun schon wieder los? Fragend sah sie sich zu Morthond, Taria und Feyon um, in dem recht aussichtslosem Versuch zu verstehen was vorging. Der Dunkelelf wirkte sichtlich befremdet und wenn sie auch nicht verstand was der Auslöser gewesen war, spiegelte sich doch Verständnis in ihren Augen, denn sie konnte jede Verärgerung im Punkt Geheimnisse mehr als gut verstehen.
Nachdenkend ging ihr Blick von dem Elfen zu Robin, der stumm und irgendwie lauernd am Rand stand. Sie konnte den Mann nicht einschätzen, weil er bis auf die unschöne Szene im Gasthof, eigentlich kaum mal auf sich aufmerksam machte und weil er etwas Düsteres ausstrahlte, mit dem sie schlecht umgehen konnte.
Aber fest stand, diese ganze Geheimniskrämerei gefiel ihr auch nicht. Bisher hatte kein Geheimnis ihnen etwas Gutes gebracht. Angefangen bei Satoru bis jetzt zu Tamina . Geheimnisse waren Gift und nach allem was sie nun schon von den Schwarzen hatten „erleben dürfen“, war klar dass es für die ein gefundenes Fressen wäre, da war es doch besser direkt mit Geheimnissen aufzuräumen. Oder nicht?
Waren auch das solche Steinchen von denen Zentiara gerade gesprochen hatte?
Aber über ein Geheimnis, was nicht ihres war konnte sie nun mal auch nicht bestimmen und damit waren ihr die Hände gebunden. Aber hoffen durfte man doch… vielleicht würden sie es ja irgendwie doch noch schaffen, dass Misstrauen zwischen ihnen zu verringern.
…wenn du von einem... Monster abstammst? …holten Tarias Worte sie aus ihren sehr eigenständig herumphilosophierenden Gedanken. Womit dann auch, wenn auch nicht der Grund für den Unwillen des Elfen, doch wenigstens das Thema, klar war.
Trotzdem, die junge Frau sollte besser auf ihre Wortwahl achten. Mit einem finster, blitzendem und nicht zuletzt irgendwie verletztem Blick, zu Taria , drehte sie dem Feuer schwungvoll wieder den Rücken zu. So monströs schienen ihr ja anwesende Wölfe bisher nicht gewesen zu sein.

Außerdem wollte Josh eine Frage beantwortet haben und Kind und Kobold scharrten leicht mit den Hufen weil sie anfangen wollten.
Das… ist Kroket. Zumindest heißt es bei uns so…. aber da es hier das erste ist – glaub ich – dürfte ihr ihm sicher einen eigenen Namen geben.
Sich ein Lächeln verbeißend beobachtete sie Joshs Schlagversuche. Eben nicht so leicht wie es aussah.
Ich glaub für den Anfang zählt ihr besser nicht wenn ihr den Ball nicht trefft.
Als der Junge aber traf, dann aber mit Schwung, nur leider durch das falsche Törchen. Oh, du versuchst doch nicht zu fuschen! Scherzhaft drohte sie dem Jungen unter Lachen mit dem Finger. Gefuscht wird nicht. Schon gar nicht bei Freunden.

Erst ist Domi dran und wenn du wieder dran bist musst du den Ball erst zurückschlagen und durch das erste Törchen.

Sie zeigte mit dem Finger noch mal die Reihenfolge der Törchen und die waren ja nicht umsonst so versetzt gesteckt, dass man eben nicht mit einem Mal weiter als ein Tor kommen konnte, sonst wäre das Spiel schneller wieder vorbei.
Nimm nicht ganz so viel Schwung beim nächsten Mal. Wirst sehen du kriegst den Bogen schon noch raus.
Sie nahm den Schläger und reichte ihn Domi . Der nächste bitte!
Sicherheitshalber brachte sie sich aus Schlägerreichweite und stellte sich wieder neben As und legte ihre Arme um ihn. Verstehst du jetzt warum es einfacher war das Spiel in schon aufgestellt zu erklären?

Und was machen wir beiden jetzt… oder willst du dich von mir im Kroket besiegen lassen?


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Nick antwortete auf Llynias Frage, ob nicht die Helden immer die schönen Frauen bekämen, mit einem Meistens schon! , und die Elfe versank in seinen dunklen Augen, während sein Schmunzeln sich in ein liebevolles Lächelnd verwandelte.
Sie strahlte bei seinen Worten, und als seine Lippen sich den ihren näherte, und er ihr sagte, daß er sie liebte, strich sein Atem sanft über ihren Mund.
Ein Kribbeln breitete sich in Llynia aus, als Nick ihr einen langen Kuss gab.

Ich liebe dich auch, mein Prinz aus dem fernen Schottland! erwiderte sie etwas atemlos, als sich ihre Lippen wieder voneinander trennten.

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Er hatte sich vorgenommen, den Silberelfen zu respektieren und vielleicht irgendwann einmal so etwas wie Kameradschaft, so es das denn zwischen Silber- und Dunkelelfen geben könnte, aufzubauen. Doch im Augenblick war er ziemlich weit davon entfernt, denn schon wieder verstand er den Mann nicht. Feyon war klug, er handelte mit Bedacht und wägte alle Seiten ab, die guten UND auch die schlechten. Zumindest meinte Morthond, ihn so einzuschätzen, was andererseits in der Kürze der Zeit, die sie sich persönlich kannten, auch zu Fehleinschätzungen führen konnte. Und genau das könnte passiert sein. Feyon war ein Elf, ein Silberelf... allein diese Tatsache sollte ihn klüger erscheinen lassen. Etwas sträubte sich in Morthond zu glauben, dass der Mann die Gefahr nicht sah, nicht sehen wollte, die auch mit Taria innehalb der Gruppe wohnte, solange sie dazugehörte. Sie mochte ja lieb und nett sein, aber auch sie war tagsüber oft verschwunden, ging nicht selten ihrer eigenen Wege und niemand wusste wirklich, was sie in dieser Zeit tat. Und was morgen sein würde, konnte nicht einmal Zentiara sagen, denn dann wüssten sie alle, was ihnen und ihrem Land die Zukunft bringen würde. Dann bräuchten sie nicht mehr überlegen, sondern nur noch handeln.

Vielleicht gar nicht so schlecht... für die Drachen und für Dragao. Blieb aber Wunschdenken und so einfach war es gewiss nicht.

Morthond erwiderte ruhig den Blick des Elfen, fast hätte er sogar aufgelacht, denn spontan stellte sich sein unerschütterlicher Gleichmut wieder ein und so beließ er es bei einem amüsiertem Zucken seiner Mundwinkel.

Dein Vertrauen in diese Gruppe ist anscheinend sehr groß. Ich will das auch nicht in Abrede stellen und behaupten, dass es schlecht ist... aber ob es tatschlich richtig und angebracht ist, wird nur die Zukunft selber zeigen. Ich bewahre mir mein Misstrauen, bis ich eines besseren belehrt werde. Nichts für ungut, jeder sollte seine eigene Meinung haben und vertreten dürfen. Und sie muss auch nicht jedem gefallen, das ist sowieso unwichtig. Aber ich hoffe für dich und für uns alle, dass dein Vertrauen nicht enttäuscht wird.

Und was meine Geheimnisse angeht, nun, solange sie für diese Gruppe von Belang sind, habe ich nichts zu verbergen. Ich meinte, dass es nicht um persönliche Dinge geht, sondern nur um das, was diese Gemeinschaft betrifft. Doch wenn du etwas wissen willst, kannst du oder jeder andere mich gern danach fragen.


War das versöhnlich genug? Eigentlich war er es nicht gewohnt, sich um die Befindlichkeiten anderer zu kümmern. Doch Morthond stellte fest, dass es ihm dabei nicht schlechter erging, als vorher. Dann blickte er Taria an, die meinte, sich gegen seine Worte rechtfertigen zu müssen. Eine Weile musterte er die junge und recht hübsche Menschenfrau, die ein nicht sehr schönes Erbe mit sich herumtrug. Fast erwartete er, dass sich ihr Gesicht in das eines Wolfes verwandelte, nur einen kurzen Moment lang, um den anderen die unabänderliche Tatsache seiner Worte vor Augen zu führen. Leider erfüllte sich sein Wunsch nicht. Schade eigentlich.

Ich verstehe dich nicht. Wenn schon einige aus dieser Gruppe Bescheid wissen, warum bist du dann so bekümmert? Niemand hat dich doch bisher davongejagt und alle scheinen dir zu vertrauen. Ich denke nicht, dass sich nun etwas daran ändern wird.

Und was ihn allerdings wirklich sehr verblüffte... redeten sie nicht alle miteinander? Wieso wussten einige über Taria Bescheid und andere nicht? Was war das für eine Gemeinschaft, die einige ihrer Mitglieder ausgrenzte, wenn es um so wichtiges ging? Dass man ihm mit Misstrauen begegnete... nun, das störte ihn weniger, er war nicht hier, um sich zu verbrüdern oder Freundschaften zu schließen. Er betrachtete sich als Angehöriger einer Zweckgemeinschaft, nichts anderes. Allerdings versüßte Roux ihm diese Zeit gerade sehr.

Morthond gab Taria Recht.

Nein, du bist im Augenblick kein Wolf und ich hoffe für dich, dass du es auch nie sein wirst.

Und doch trug sie die Anlagen in sich und niemand wusste, ob es Pandoras nicht doch einmal in den Sinn kommen würde, sie als Wolf oder als Mensch zu benutzen, sollte er von ihr erfahren. Und niemand könnte etwas dagegen tun, nicht Feyon, nicht Zentiara... und er schonmal gar nicht.

Und dann... lachte er wirklich auf.

Ich stamme von König Tseroth ab, er ist mein Vater und es gibt wohl einige, die ihn für das halten, was du ein Monster nennst. Allerdings weiß ich es besser und ja, ich bin stolz darauf.

Das beantwortete zwar nicht unbedingt Tarias Frage, doch da diese sich von vorn herein für ihn nie gestellt hatte, konnte er sie sowieso nicht beantworten und spekulieren lag ihm nicht. Er hielt sich lieber an Tatsachen.

Morthond blickte auf das Brot und den Becher in seinen Händen. Irgendwie war ihm der Appetit vergangen, wieso, konnte er sich nicht erklären. Dennoch zwang er sich, den Kräuteraufguss zu trinken. Das Brot jedoch legte er wieder zurück.

Ich gehe auf Kundschaft, damit niemand von außen diese Gruppe stört oder angreift, während sie schläft.

Wie das von innen her sein würde... nun ja. Nicht seine Sache.

Noch einmal drückte er Roux's Hand, sah ihr kurz in die Augen und erhob sich dann. Sie war klug genug, sich ihre eigenen Gedanken zu machen und sollte ihr etwas an seiner Meinung missfallen haben, würde sie es ihn sicher wissen lassen... und sogar dürfen.

Morthond erhob sich, verzichtete allerdings auf Schwert und Armbrust, denn er wollte wendig bleiben. Sein Dolch und seine Sinne waren ihm Waffen genug. Als er an Robin vorbei kam, maß er ihn mit einem langen, nicht zu bestimmenden Blick, der von Eines Tages kriege ich dich und dann bist du tot. bis Du bist mir sowas von egal, ich mach ja doch, was ich will. alles bedeuten konnte. Ohne jedoch das Wort an ihn zu richten, ging er weiter und wählte einen kraftsparenden Laufschritt, der ihn dennoch recht schnell von der Gruppe fortbrachte, um diese später weiträumig zu umrunden.



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Tamina blickte auf, als Azimuth irgendwann in seinen mit Vorwürfen, Tatsachen und Erkenntnissen gespickten Reden auf die Mutter des Bärenjungen kam. Sofort sah sie sich aufmerksam um, doch nichts wies auf die Bärin hin und sie konnten die Landschaft recht gut überblicken. Allerdings wurde es langsam dämmerig und allzu lange sollten sie wirklich nicht mehr hier bleiben. Zum Glück wuchsen die Schwarzbeeren hier sehr reichhaltig in Zahl und Größe, so dass sich ihr Korb schon recht gut gefüllt hatte. Mittlerweile hatte das Bärenjunge aufgehört, auf den Boden zu trommeln, ihr rechtes Bein umfangen und leckte über das weiche Leder ihrer Hose. Das Kerlchen war einfach zu putzig und jede Beere, die sie ihm in das süße Maul steckte, entlockte ihm ein wohliges Brummquäken.

Du solltest mich nicht so erschrecken, die Bärin ist doch gar nicht da.

Noch einmal blickte sie sich um, keine Bärin, keine Gefahr. Dass Azimuth allerdings von Azrael anfing, war keine gute Idee. Der Magier hatte verlangt, dass sie weniger an ihn denken sollte und da gelang es ihr einmal, erinnerte ihr kleiner Freund sie prompt an ihn. Was er jetzt wohl gerade tat? Dachte er an sie, lachte er sie vielleicht aus oder erinnerte er sich an ihre gemeinsamen Stunden in seiner Halle, als sie....? Tamina fühlte, wie ihre Wangen heiß wurden und ein kleines verliebtes Lächeln stahl sich in ihre Züge. Versonnen erstarrte sie für einen kurzen Moment, fühlte wieder ihre Hand in seiner und den sanften Kuss darauf. Leise seufzte sie auf, als ihr Herz sich voller Sehnsucht regte und die ruhenden Schmetterlinge in ihrem Bauch aufscheuchte.

Azrael hat sowieso keine Zeit, er muss sicher einen neuen Trank brauen.

Leider. Allerdings, ein wenig schadenfroh war sie schon, nur wusste sie nicht, ob sie ihm in seinem Bestreben, Dragao vollkommen zu beherrschen, wirklich etwas verdorben hatte. Sie könnte ganz intensiv an ihn denken, an seine Hände, seine Lippen, seinen Körper.... oh oh, nein, besser nicht. Und der Korb war auch endlich gefüllt.

Na komm, du Hasenfuß, gehen wir zurück. Es wird bald dunkel und so gut ist unser Gehör nicht, dass uns die Bärin nicht noch überraschen könnte. , lenkte Tamina ein, befreite sich von dem kleinen Bären und streckte Azimuth die Hand hin.

Sie waren schon ein Stück gegangen, als es kurz hinter ihnen fast schon vertraut aufbrummquäkte. Tamina sah Azimuth an, Azimuth sah sie an und sie wussten beide, wer ihnen da folgte.

Und jetzt?

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Gildin kuschelte sich an Robin , um ihn so gut sie konnte zu trösten. Aber was konnte sie als Katze schon anrichten?
Sie selber brauchte seine Nähe als Trost genauso, wie er die ihre.

Irgendwann erhob Robin sich mit Gildin auf dem Arm, und ging zum Lagerfeuer zurück, blieb aber erst noch stehen und betrachtete die Anwesenden.
Der Elfenprinz kam an ihnen vorbei und die Katze ließ ein kurzes lautes Fauchen hören, als er Robin anblickte.
Sobald sie wieder verwandelt war, musste sie mit Zentiara sprechen, über die Erpressung der Feuerelfe, das der Prinz dabei mitgewirkt hat, und dem Juwel, der aus Pandoras Ring gefallen war.

Gildin begann in Robins Armen zu zappeln und drängte zum Lagerfeuer hin.

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Bei dem was zwischen Morthond und Feyon noch gesagt wurde hielt Taria sich raus, Feyon kam ganz gut allein mit seinem Prinzen zurecht. Aber bei Morthonds Worten Und was meine Geheimnisse angeht, nun, solange sie für diese Gruppe von Belang sind, habe ich nichts zu verbergen. fiel ihr das schweigen nicht leicht. Das er sich mit Kithras , der nicht verheimlichte das er der Gruppe lieber schadete als half, einließ, war sehr wohl von Belang für die Gruppe und sie glaubte nicht das er auf eine Nachfrage was er mit dem Wolf zu besprechen hatte, ehrlich antworten würde, zumindest war das ihre Überzeugung.

Dann wandte sich Morthond wieder an sie und fast hätte sie bitter aufgelacht, als er meinte sie nicht zu verstehen und fragte was sie bekümmerte. Natürlich hatte sie bisher niemand davon gejagt und würde es wohl auch jetzt niemand tun, aber das ihr Geständnis von jetzt nichts änderte, widerlegte er selbst doch eindrucksvoll.
Es hat sich bereits etwas geändert, oder misstraust du mir nicht seit du meine Abstammung kennst, stellte sie fest und fügte mit einem Blick in die Runde noch hinzu. Und sicher ist auch der ein oder andere jetzt unsicher wie weit man mir wirklich trauen kann, du selbst hast doch aufgezählt welche möglichen Gefahren von mir ausgehen könnten. Und auch seine Worte das sie zwar jetzt kein Wolf war und er hoffte das es so bliebe, machte doch seine Zweifel darüber, erneut deutlich.

Was er dann auf ihre Frage, ob er es stolz herum erzählen würde von einem Monster abzustammen, lachend erwiderte, gab ihr das Gefühl das er sie zwar als Gefahr ernst nahm, aber nicht als Mensch oder was immer er jetzt in ihr sah und es verletzte sie, doch der Elf wäre der letzte dem sie das auch zeigen würde. Sie warf ihm einen unwilligen Blick zu und wandte sich dann wortlos ab.

Ja sollte er doch auf Kundschaft gehen, dann musste sie seine Gegenwart nicht länger ertragen und es ersparte ihr sich einen anderen Platz zu suchen. Sich in sich selbst zurück ziehen starrte sie in Feuer und ließ das Essen das noch vor ihr lag unberührt, der Elf hatte ihr den Appetit gründlich verdorben.
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Seine Arme hatte sich um Llynia gelegt und als sich ihre Lippen trennte hielt er sie weiter sanft fest und seine Augen strahlten als sie ihm ebenfalls sagte das sie ihn liebte. Und auch wenn er kein Prinz war, mochte er es wie sie ihn ihren Prinzen aus dem fernen Schottland nannte, auch wenn das ein klein wenig die Sehnsucht nach seiner Heimat in ihm weckte. Doch das konnte den schönen Augenblick nicht verderben, auch weil er wusste das Llynia diese Sehnsucht kannte und verstand.

Eine Weile hielt er sie noch im Arm, fuhr mit den Händen sanft über ihren Rücken, bevor er sich wieder von ihr löste, für mehr war hier in Sichtweite des Lagers, nicht der richtige Ort. Lass uns noch ein paar Schritte gehen und dann zum Feuer zurückkehren um etwas zu essen, schlug er vor und erhob sich wieder.
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“Krokett?“ wiederholte Joshua den Namen des neuen Spieles.
“Klingt eher, wie etwas zu essen.“ kicherte er dann.
Nach seinen Schlagversuchen meinte Lea , dass die Schläge erstmal nicht zählten, wenn er nicht treffen würde.
“Zählt der Schlag auch wenn ich den Ball nicht treffe???“ Das ... das war unfair. Nicht treffen war doch kein Schlag.

Leider hatte Lea gesehen, dass sein Ball nicht durch das erste Tor gerollt war.
“Fuschen? Schummeln ? Ich ? Niemals !!“ Doch sein rot anlaufendes Gesicht strafte seine Worte Lügen.
Darum schwieg er lieber und liess sich den Schläger protestlos aus den Händen nehmen und starrte auf den Boden. Allerdings linste er schon nach wenigen Sekunden, wie Domido sich bei dem neuen Spiel machen würde...

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Nay verstand Zentiara immer weniger. Das was sie jetzt sagte, war zwar verständlich für sie, war sogar im gewissen Sinne das, woran sie selbst glaubte... Aber in ihren Ohren wiedersprach es sich vollkommen mit dem was die Hexe ihr noch ein paar Minuten vorher erklärt hatte. Das versteh ich alles... Aber ich glaube das es ganz am Anfang ein Missverständniss zwischen uns gab. Du hast gesagt, alles was passiert, hätte einen Sin... Für mich bedeutet das, dass es vorbestimmt ist was passiert. Was bedeutet einen Sinn haben für Dich? Fragend sah sie Zentiara an.
Das die Drachen auf ihrer Seite waren, wusste und vor allem glaubte Nay, doch das war nicht ihre Frage gewesen. Sie legte leicht den Kopf schief, als Zentiara sagte, dass die Kraft der Drachen leider auch an die der Schwarzen gebunden war. Wie meinst Du das? fragte Nay.

Ihr Blick wurde dann jedoch leicht verzweifelt bei den nächsten Worten der Hexe, die sie nur immer mehr verwirrten. Und sich dann vorallem schon wieder irgendwie wiedersprachen. Aber.. Du hast doch grad gesagt, dass es eine Kraft gibt, die die Steine lenkt...? Irgendwie hatte sie langsam das Gefühl, dass sie zu müde war um den Sinn hinter den Worten der Hexe zu finden.

Als Nay ihr Akashas Schuppe zeigte, breitete sich ein erfreueter Ausdruck über Zentiaras Gesicht aus. Auch Nay lächelte und nickte leicht, als die Hexe meinte dass das die Kraft der Drachengötter sei, und dann hinzufügte, dass sie sie nicht den Kobolden zeigen sollte, die würden sie ihr aus der Hand reissen. Bei Domi glaubte sie das jetzt nicht so, aber bei Azimuth... Nay wusste es nicht, dafür kannte sie den Kobold nicht gut genug, aber sie würde das Wissen um die Schuppe wohl eh erstmal für sich behalten.
Ihr Gesichtsausdruck wurde ernst als sie Zentiara weiter zuhörte. Sie wollte niemanden in der Hand haben, weil sie etwas hatte, was andere begerten oder bewunderten. Sie davon überzeugen, dass die Drachen doch noch Einfluss hatten, das schon.. Aber jemandem in der Hand halten... das war nichts was sie wollte.
Vorsichtig schloss sie den Beutel wieder und hängte ihn sich wieder um, ehe sie Zentiara wieder ansah. Weiss wirklich niemand wo Akasha ist? Fragte sie leise.

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Feyon hörte Morthond zu und sagte dann “... mein Vertrauen in die Gruppe insgesamt ist groß .. wenn es das nicht wäre, wäre ich nicht bei ihnen geblieben und auch mir ist es nicht leichtgefallen gewisse Dinge hier zu akzeptieren... „ . Er überlegte einen Moment “..wir sind sehr schnell, sehr viele geworden und wir alle kenn uns nicht so wie wir es sollten.... , aber wenn wir nicht lernen uns zu vertrauen, haben wir schon verloren... „ . Feyons Gesicht war ernst als er das sagte, aber nicht verärgert. Er wirkte eher ein klein wenig müde und nun sehr in sich gekehrt. Morthond sprach dann mit Taria und verlies dann das Feuer.

Feyon sah ihm hinterher, blickte kurz zu Roux und dann ins Feuer. Die letzten Worte gingen ihm noch durch den Kopf, die Morthond über seinen Vater gesagt hatte und seine eigenen Gedanken wanderten nach Deragond und von dort unweigerlich nach Hause, ans Meer. In diesem Augenblick bekam er wirkliches, tiefes, sehnendes Heimweh nach dem Meer, dem Silberwald und nach ... Einsamkeit und Ruhe ....

Er hatte fertiggegessen und blickte kurz zu Zentiara die sich in einiger Enfernung mit Nay unterhielt. Taria hatte sich sichtbar in sich zurückgezogen und Feyon konnte verstehen daß für sie das Gespräch erstmal beendet war. Er wandte sich ihr aber zu und legte ihr ganz kurz die Hand auf die Schulter... “.. es wird schon werden... .“ . Nach einem Moment des Schweigens sagte er dann noch leise “... vielleicht können wir beide uns später einmal noch ein wenig unterhalten.. „ .

Dann stand er auf und nickt in die Runde... “.. ich sehe mal eben nach den Pferden.... „ . Dass dies nur eine Höflichkeitsfloskel war, war ihm und auch den anderen am Feuer klar. Er lächelte noch kurz und ging dann zunächst wirklich zu den Pferden, streichelte Lyx, der sofort hernagetrabt gekommen war, über die Nüster und flüsterte ihm einige Worte zu. Das Pferd hörte noch einen Seufzer des Elfen und graste dann friedlich weiter. Feyon ging zu den Taschen um sich frisch zu machen nach dem Ritt, ihm war nach kühlem, klaren Wasser im Gesicht und etwas entfernt hatte er einen kleinen Bach ausgemacht, den er aufsuchte...



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Taria tat ihm leid, wie sie von diesem ekelhaften Elf so abwertend behandelt wurde. Wie sanftmütig und verständnisvoll war da doch der andere Elf ( Feyon )
Gildin zappelte in seinen Armen und er liess sie auf den Boden, nachdem er sie sicherheitshalber noch festgehalten hatte, als der widerliche Elf davongestapft war.
Robin hatte Morthonds Blick mit regungslosem Gesichtsausdruck erwidert. Weder hatte er weggesehen noch hatte er ihn provozierend angesehen.

Jetzt schien die Athmosphäre am Feuer aber entspannter werden zu können und so folgte er Gildin .

“Auf den kann man auch gut verzichten.“ sagte er leise und sah kurz noch in die Richtung, in der Morthond verschwunden war. Dann setzte er sich neben Taria .
“Leider hat er vermutlich die gleiche Bestimmung, wie wir alle hier...“

Der Silberelf zog sich zurück und nun sass er mit ein wenig Abstand zu den anderen mit Taria etwas abgeschieden, so dass niemand ihre Worte hörte, wenn er etwas leiser sprach.

“Man könnte einander ganz offen vertrauen, wenn es nicht ein paar in dieser Gruppe gäbe, die genau dieses Vertrauen nicht verdient haben oder es missbrauchen würden, wenn sie dazu aufgefordert würden. “
Und Morthond zählte er als einen von ihnen. Gleiches galt für Kithras und auch Tamina musste man in dieser Reihe aufzählen, denn sie stand unter der Fuchtel des Schwarzen Magiers.

Fast wie tröstend legte er einen Arm um die junge Frau, die schon vorhin mit der Fassung gerungen hatte.
“Ich vertraue dir ... und Gildin und Ileana tun es auch.“ versicherte er ihr leise und zog sie ein wenig an sich.

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Tamina schien sich immer mehr mit dem Bärenmädchen zu verbrüdern. Das flauschige Ding da wurde einmal das personinfizierte Böse, es tötete, wo es seine Pranken hinschlug. Und keiner konnte ihm weismachen, dass sich der kleine Fratz in 2 Jahren daran erinnerte, dass Tamina ihn mit süssen Beeren gefüttert hatte.

“Sie KÖNNTE aber jederrrzeit dasein.“ widerprach Azimuth, als Tamina mahnte, dass er sie nicht so erschrecken sollte.
Und bei der Erwähnung ihres „Beschützers“ wurde sie schon wieder rosig im Gesicht und lächelte verträumt vor sich hin.
Azimuth hingegen rollte mit den Augen.
“Hörrr doch mal auf, an den zu denken.“ bat er mit übertrieben flehentlicher Stimme.

Endlich war der Korb voll und man konnte in Richtung Lager zurück.
“HASENFUSS ???? Ich ... pffffffffffffffffffft... bin doch kein Hasenfuss.“ grummelte Azimuth, als sie von dem Steinhaufen weggingen. Taminas Hand ergriff er trotzdem. Es war immer so schön so ...

Nach wenigen Metern brummte es quäkend und beide blieben stehen.

“Na DAS hast du ja wunderrrbarrr hinbekommen.“ Azimuth löste sein Hand aus Taminas und hob sie vorwurfsvoll und anklagend gen Himmel.
“Und wie werrrden wirrr dieses Prrrroblem jetzt wiederrr los?“
Noch immer vorwurfsvoll schaute er sie an. ER hätte den Bären ja zu Azrael gejagt. Da hätte er rundumschlagen können, sobald er gross ist. Aber Tamina , mit dem Herz so gross wie das ganze Tränenmeer musste ja den Feind auch noch füttern.

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Je mehr sie zu erklären versuchte, desto mehr brachte sie Nay durcheinander, so kam es Zentiara jedenfalls vor.

“Einen Sinn haben bedeutet, dass alles, was passiert, etwas bewirkt. Es ist nur nicht vorbestimmt oder vorhersehbar. “ versuchte sie, das kleine Missverständnis aus der Welt zu schaffen, um vermutlich mit dem vorherigen Satz schon wieder ein neues geschaffen zu haben, wenn man von Nays Gesichtsausdruck ausging.

“So verrückt es sich anhören mag, auch die schwarze Magie bewirkt etwas. Und genau das werden die beiden Schwarzen verhindern wollen. Die Lampe zum Beispiel ... sie ist aus dem Reich der Toten. Wir haben offenbar Glück, dass Azrael sie noch nicht vermisst. Sie offenbart etwas, wenn wir das Richtige tun. “
Zentiara antwortete geduldig auf Nays unendlich erscheinende Fragen. Aber es war notwendig, damit die Auserwählten verstanden.

“Die Kraft der Drachengötter ist nur noch gering und schwindet noch immer, wenn auch langsam. Sie können nicht so viel tun, wie sie gern würden. Sie lenken ... ja ... aber nicht ständig und nicht jedesmal, dazu reicht die Kraft nicht. Nur wenn etwas droht, völlig schiefzulaufen, dann greifen sie ein klein wenig ein.“
Bei so viel Wissen konnte man schon mal etwas vergessen.

Nachdem sie beide die glitzernde Schuppe versonnen betrachtet hatten, packte Nay sie wieder sorgfältig ein.

“Akasha ist in den Träumen derer, die sie gern haben. Im Moment ist das ausreichend. Wo sich ihr Körper befindet, weiss leider nicht mal Zerafina . Wir werden ihn finden... wenn die Zeit dazu gekommen ist.“ versicherte sie ihr mit einem leichten Lächeln.

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Er war ja kein Unhold. Und auch wenn er es manchmal gerne wenigstens ein klein wenig mehr wäre, so konnte er es doch nicht tun. Josh sah ein wenig so aus, als würde er ohnehin auf seinen Gewinn bestehen. Und immerhin hatte der Junge ihn in einem fairen Duell geschlagen und für einen Ehrenmann gehörte es sich, die Schuld einzulösen, die er sich aufgebürdet hatte. Und immerhin waren sie ehrenhafte Kobolde und..Kinder.
Er grinste leicht und verschlang sein eigenes Abendessen.

Gespannt war er allerdings auch auf das, was Lea da für sie gebaut hatte und über seine Spannung vergaß er vollkommen auf den Rest der Gruppe zu achten und dem Gespräch zu lauschen. Eingemischt hätte er sich wohl nicht, doch es war immer spannend Geheimnisse zu erfahren.
Manche Menschen waren nämlich nicht dafür gemacht welche zu bewahren. Die waren nicht so wie Kobolde. Kobolde waren hervorragende Geheimniswahrer. Sie konnten Geheimnisse so gut wahren, dass niemand auch nur auf die Idee kam, dass sie vielleicht auch nur das geringste Bisschen wussten. So wie er. Er konnte sehr gut Geheimnisse bewahren.

Interessiert lauschte er den Ausführungen über das Spiel, dass Lea ihnen beibringen wollte. Es klang wirklich, als könnte es Spaß machen. Er spürte das leichte Kribbeln in seinem Inneren, das ihm deutlich sagte, dass er gern protestiert hätte, weil Josh anfangen durfte. Das war gemein! Der Junge hat vorher schon gewonnen, warum durfte er dann auch noch anfangen?
Gerade wollte er den Kopf drehen und sich beschweren, da holte der Junge bereits aus und schlug ein, zwei Mal daneben. Domido begann schon wieder leicht zu grinsen, als Josh aber doch traf. Der Ball flog an dem ersten Tor vorbei und durch das zweite hindurch. Josh wollte auch sofort weiter machen und Domido stampfte leicht mit dem Fuß auf. Ja, schummeln ist gemein , nickte er zustimmend zu Leas Worten und nahm den Stock zur Hand.

Breitbeinig stellte er sich vor den Ball, beugte sich etwas vor und klemmte die Zunge zwischen die Zähne. In gleichem Rhytmus wie er Schwung holte, wackelte er mit dem Hintern und schlug nach dem Ball. Beim ersten Versuch wirbelte er nur Staub auf, beim zweiten Versuch erwischte er den Ball noch ein wenig, doch er rollte nur vier Fuß weit und blieb dann etwa zwei Meter vor dem Törchen liegen.
Oooohh , machte er enttäuscht und gab den Schläger an Josh weiter.

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Er beobachtete amüsiert, wie Josh und Domido alles stehen und liegen ließen, sobald Lea sie auch nur im Ansatz gerufen hatte. Sie schienen wie auf glühenden Kohlen gesessen zu haben. Manchmal war es wirklich erfrischend die Kleinen zu erleben. Sie waren immer so, wie sie eben waren, ein wenig zu aktiv, aber herzensgut und immer für ein Spiel zu haben.
Er hoffte nur, dass sich das nicht ändern würde. Leas Besorgnis hatte ebenfalls Sorgen in ihm geweckt und es tat ihm schon jetzt leid, was den Kleinen noch alles passieren könnte. Doch sie würden alles dafür tun, dass sie diejenigen sein würden, die immer in Sicherheit waren. Irgendwie würden sie das schon machen..sie mussten.

Er riss sich aus seinen Gedanken los, gerade noch rechtzeitig, um die Erklärung zu Leas Spiel zu hören und nickte während sie erzählte, als wollte er ihr bestätigen, dass sie sich verständlich ausdrückte. Allerdings wusste er noch nicht recht, warum auch Erwachsene ihre Zeit des Öfteren mit solchen Spielen verbrachten, so viele ernste Dinge, wie es zu erledigen gab.
Auch seine Aufmerksamkeit wurde von dem Gespräch am Feuer abgelenkt, doch er versuchte nicht zu genau hinzuhören. Es war ihm aus irgendeinem Grund ein wenig unangenehm, wenn Taria von ihrer Herkunft erzählte. Es war fast so, als wäre er selbst dafür verantwortlich. Natürlich konnte er nichts dafür, doch es war seltsam jemanden zu hören, der seine Art als Monster bezeichnete. Denn auch wenn er deren Überzeugung nicht teilte, blieb er noch immer ein Wolf.

Ein wenig unbehaglich wechselte er von einem auf den anderen Fuß, als Lea ihre Arme um ihn legte. Sanft legte er seinerseits eine Hand auf ihre Hände und beobachtete weiter die Kleinen beim Spiel.
Vielleicht hättest du doch etwas sagen sollen.. , höhnte es in seinem Inneren leise, als er zu Josh sah. Der Junge schien kein besonders großes Problem damit haben zu betrügen..auch wenn es nur ein Spiel war. Das tat man nicht. Wer bei Spielen betrügt, betrügt auch anders , kam es ihm in den Sinn, was er schon oft gehört hatte und er schüttelte leicht den Kopf.
Ich denke..wir sollten aufpassen, dass die Kleinen auch die Regeln befolgen. Und anschließend..verliere ich gern ein Spiel gegen dich. Er lachte leise auf und strich mit den Fingerspitzen über ihren Handrücken. Hast du das Spiel..oft in deiner Heimat gespielt?


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Er hatte sich seit ihrer Ankunft am Rastplatz im Hintergrund gehalten. Wie immer hatte er nicht viel gesprochen und es war auch niemandem aufgefallen. Warum auch? Es scherte sich ohnehin niemand darum, was mit ihm war und das war auch ganz gut so und seinen Plänen durchaus zuträglich.
Ein feines Lächeln umspielte seine Lippen, als er sich unter einem der Büsche fast zu einer Kugel einrollte, das Kinn auf seine Hände gelegt und den Blick darunter hervor auf die Personen gerichtet, die das Lager nach und nach verließen.

Oh ja, sie werden es nicht lernen. Nie. Sie behaupten es immer und immer wieder und doch tun sie es jedes Mal aufs Neue. Und immer dieselben, sie sind dümmer, als ich dachte, allesamt. So dumm, so naiv, dummmenschlich naiv.

das Gespräch am Feuer lenkte ihn von seinen Gedanken ab und er legte den Kopf etwas auf die Seite. Das Prinzchen störte sich an Tarias Andersartigkeit und das Weib nutzte die Gelegenheit, um abermals so mitleidheischend und kummervoll vor Publikum ihre tragische Lebensgeschichte zu unterbreiten. Fehlte nur noch, dass sie wieder davon zu jammern anfing, wie grausam das Schicksal doch gewesen war, indem es sie zu einem Mord gezwungen hatte.
Kithras lachte leise auf und bettete sein Kinn abermals auf seine zusammen gelegten Hände.

Hach, war das Leben ein Spaß.

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Er saß zusammen mit den Anderen am Feuer und sah Morthond einen kleinen Augenblick lang fast ein wenig überfordert an, als dieser ihm sagte, dass sie in seine Welt nur zur Beschaffung von Nahrung jagten. Aus einem anderen Grund hatte er es eigentlich auch nicht tun wollen, allerdings hatte er nicht bedacht, dass es im Grunde genommen nicht nötig war. Sie hatten alles, was sie benötigten.
Dass es in seiner Welt durchaus eine Art Sport war gewisse Tierarten zu jagen und zu erlegen und dass es Teilweise keine Jagd mehr war, sondern sinnloses und blutrünsiges Abschlachten, erwähnte er besser auch nicht.
Non..isch...dachte nur, es würde wielleischd auch edwas Wrisches..sur Abwechslung..gans gud wäre...? Ein wenig unsicher sah er zu dem Elfen, senkte kurz darauf aber den Blick. Da hatte er ja gründlich in das Fettnäpfchen getreten..und das mit ziemlich viel Schwung.

Die Diskussion rund um Taria entbrannte und PM hielt sich dabei im Hintergrund. Auf der einen Seite, weil er glaubte, dass es reichte, wenn von jeder 'Seite' ein Vertrater mitsprach und auf der anderen Seite, weil er selbst ein wenig zu überrascht war, um sofort zu wissen, was er von diesem Geständnis halten wollte oder sollte.
Natürlich hatten sie bereits zwei Wölfe in ihrer Runde, doch Asterius war im Grunde keiner im eigentlichen Sinne und Kithras war nur bei ihnen, damit sie ein Auge auf ihn haben konnten. Wo steckt der eigentlich schon wieder? Taria dagegen war..bisher unscheinbar gewesen. Und das sprach eigentlich für sie. Sie hatte niemandem etwas getan, im Gegenteil und eigentlich gab es keinen Grund ihr zu misstrauen. Allerdings war es dann doch ein wenig bedenklich, dass sie sehr viel Zeit mit Kithras verbracht hatte, gleich zu Beginn ihres Aufenthaltes bei ihnen. Warum hatte sich das wohl geändert?

Er beschloss, dass es nicht schaden konnte, wenn er sie fragte. [colorFF0000] Taria ? Darw isch disch edwas wragen?... Warum..'asd du su Beginn so wiel Seit mit Kithras werbracht? Isch meine..'atte es edwas mid deinem Water su tun oder..einwach nur, weil er dir ..nett erschien? [/color] Wie manipulativ der Wolf sein konnte, wussten sie wohl alle gut genug.
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Re: DRAGAO LAGRIMA - Neue Hoffnung

Beitrag von Sionnach » 4. Juni 2010, 23:20

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Nick hatte seine Arme um Llynia gelegt, und sie schmiegte sich eine Weile einfach an ihn, genoss seine Nähe und die Geborgenheit.
Als er sich erhob, und vorschlug, noch ein bisschen zu gehen und dann ans Lagerfeuer zurück zu kehren, nickte die Elfe und stand ebenfalls auf. Sie ergriff die Hand des Schotten, während sie neben ihm herging.
Meinst du, man kann vor Liebe auch zerspringen? fragte sie leise und zwinkerte ihn an.

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Gildin sprang zum Feuerplatz hinüber, schnurrte allen Anwesenden einmal an den Beinen entlang und betrachtete dann interessiert das ausgebreitete Essen.
Um sich selber etwas zu nehmen, was sie zu gut erzogen, wusste sie doch, daß es Leute gab, die es absolut nicht mochten, wenn Tiere ans Essen gingen.
Stattdessen schnürte sie wieder zu Robin hinüber, der sich gerade neben Taria gesetzt hatte, und sprang der Jungen Frau auf den Schoss.
Die Katze stupste ihr mit dem Kopf unters Kinn und maunzte leise.

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Azrael hatte die letzten drei Tage und Nächte fast ausschliesslich in seinem Keller und dem Raum verbracht, in dem er seine Tränke braute.
Am Ende des dritten Tages stand er vor einem gläsernen Krug, der über einer kleinen Flamme köchelte.
Die Flüssigkeit darin war blassblau und kleine glitzernde Partikel schwirrten träge darin herum.

Auf Azraels Gesicht breitete sich ein grausames Lächeln aus.
“Diesmal wird sie dich nicht zerstören.“ sprach er und sein schallendes Lachen tönte durch den Raum.

Fast zärtlich strich er mit den Fingern über den heissen Krug. “Bald ist es soweit“ flüsterte er. “Zu voller Grösse wirst du ihn erheben. Stolz und mächtig wird er über das Land ziehen und ein jeder wird wissen, dass er vom grossen und mächtigen Azrael geschickt wurde, um Unheil zu verbreiten.
Kraft wird er sammeln auf seinem Weg … Kraft aus Verderben und Tod. “


Azraels Stimme klang fast wie ein Gebet.

“Mit jeder Vernichtung wird er wachsen. Als kleines schwaches Wesen wird er erwachen und wenn er am Ziel seiner Reise angekommen ist, wird jeder, der ihm begegnete, den Tod als äusserst süsse Erlösung empfunden haben. Doch der Weg seiner Opfer wird lang und schmerzhaft sein. Er jedoch wird daran wachsen und seine Gier auf mehr wird geschürt, bis er über sich hinauswächst und am Ende … “

Azrael trat ein paar Schritte von dem gläsernen Krug zurück. Fast andächtig betrachtete er die Flüssigkeit und sprach die letzten Worte aus.
“… wird er mir den Sieg bringen.“

Der Magier atmete tief durch und langsam breitete sich ein selbstgefälliges und äusserst zufriedenes Lächeln auf seinem Gesicht aus.
“Der Rest wird ein Kinderspiel.“

Hämisch in sich hineinlachend verliess er den Raum und schloss ihn sorgfältig hinter sich ab.
Jetzt hatte er sich eine entspannende Nacht verdient.

Gähnend betrat er sein Schlafgemach und noch während er auf das Bett zuging, zog er erst Mantel, dann das tiefschwarze Hemd und schliesslich auch Schuhe und Hose aus, um sich dann mit einem genüsslichen Ton rückwärts auf die grosse Bettstatt fallen zu lassen.
Eine Weile betrachtete er die holzvertäfelte Decke und blickte dann kurz auf den leeren Teil neben sich auf dem Bett.

Nach einem kurzen Schnaufen drehte er sich auf die Seite und zog die Decke über sich.
Das zufriedene Grinsen schob sich noch auf sein Gesicht, bevor er die Augen schloss, noch einmal gähnte und wenig später eingeschlafen war.

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Ja, wenn man das Spiel richtig kann zählt es auch wenn man daneben schlägt. Aber keine Bange ich hab doch grad gesagte, bis ihr es richtig könnt zählte es nicht. , erklärte sie Josh nochmal. Aber wenn sie ehrlich war, glaubte sie nicht das es besonders lange dauern würde bis die beiden den Bogen raushatten.

Josh lief augenblicklich in schönstem tomatenrot an, so dass sie sich schon sehr bemühen musste eine neutrale Miene zu wahren. Natürlich wolltest du das nicht. Beiläufig während sie sich schon zu Domi umdrehte, fuhr sie fort: …wäre ja auch sonst kein echtes Gewinnen.

Bevor sie zu irgendeiner Antwort für As ansetzen konnte oder nein… eigentlich mehr genau in dem Moment wo sie das tat, führte der Kobold den ersten Schlagversuch aus, so dass sie hustend den Mund wieder schließen musste, bis der Staub sich legte. Ok, der Sicherheitsabstand könnte größer sein.
Als der Staub sich gelegt hatte, sah sie forschend zu ihm auf, bevor ein schon fast freches Grinsen siegte. Hmmm, na gut. Und was möchtest du gerne verlieren? , flüsterte sie mit schalkhaftem Glitzern in den Augen.
Fast wie von selbst lehnte ihr Kopf sich an seiner Schulter an, als direkte Reaktion auf streichelnde Finger auf ihrem Handrücken, während sie mehr oder minder aufmerksam Domidos Schlagversuche verfolgte. Kobolde waren süß. Dieser noch mal im speziellen, aber eigentlich sollte jeder einen eigenen Kuschelkobold haben. Mach dir nichts draus… wirklich das lernt man schnell. Ihr alle beide… ganz sicher.

Hatten sie besonders oft Kroket gespielt? Glaube sie gar nicht mal. Gerne ja… aber so wie vieles anders auch. Na ja, es schien mir sinnvoller als ihnen vorzuschlagen Verstecken zu spielen … hier draußen und ich dachte es ist vielleicht was Neues. Ich hab es schon gemocht, aber Kind sein in unserer Welt besteht eigentlich nur aus Zeit zum Spielen. Und ihrem Blick konnte man deutlich entnehmen, dass sie eigentlich der Meinung war, dass es auch so sein sollte.
Bis man so alt ist in die Schule zu kommen, aber auch dann bleibt noch viel Zeit zum Spielen. … Na ja so ist es zumindest in meinem Land. , schränkte sie ein weil ihr einen frühere Diskussion mit Myv einfiel.

Und… ich hatte eben auch das Glück immer jemanden zu haben, mit dem ich solche Spiele machen konnte… allein geht das schlecht. Sie zuckte die Schultern und suchte ihr Heil in der Ablenkung, ehe ihr Denken sich trüben konnte. Vielleicht sind Schotten auch nur besonders auf Spiele mit Schläger und Ball geeicht. Na ja konnte er jetzt zwar nicht unbedingt verstehen, aber der Verdacht konnte einem schon kommen!

Sag mal wie schaut es mit meinem Wetteinsatz aus? Hast du Hunger? Sie zwar nicht unbedingt Hunger, dafür aber Durst, dass war ihr seit der kleinen Staubattacke deutlich bewusst. Aber sie war auch nicht den ganzen Tag gelaufen und so wie Josh und Domi bisher schlugen hatte sie schon das Gefühl, das könnte sich noch etwas hinziehen.
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Ein leise Geräusch, das sehr nach *Hrmpf* klang, kam ihr über die Lippen. Der absolut einzige Grund, warum dieser Greifenreiter nicht die längste Zeit geatmet hat, ist mein Respekt für dich. Ansonsten hätte er seine Beleidigungen keine 2 Minuten überlebt.
Ich frage mich immer noch wie du es mit Untergebenen aushälst die derart frei von jeder Form angemessenen Benehmens sind.

Unangemessen? Wenn sie sich dagegen verwahrte, in Befehlston angesprochen zu werden? Viel mehr schien es ihr doch da unklug sich so im Ton zu vergreifen, wenn deutlich war, dass sie ohnehin schon wütend war.
Es gab einen gewissen Grad von Zorn, in der sie weder Schmerzen, noch Verletzungen fürchtete und sogar ihren eigenen Tod riskieren würde, ein Zustand nahe an Raserei und einer zu dem sie die Grenze irgendwann nicht mehr zu wahren können fürchtete. Mehr als alles sonst fürchtete.
Wenngleich sie diese Furcht vor keiner lebenden Seele bekennen würde.
Aber deswegen war ihr Selbstbeherrschung so überaus wichtig und sie schalt sich selbst eine Närrin, dass es ihr derzeit so schwer fiel daran festzuhalten.

Dementsprechend und nur deswegen, beherrschte sie jetzt jede weitere Reaktion auf Pandoras Vorwürfe. Wenn jemand nun nicht über Launenhaftigkeit klagen durfte, dann ja wohl der Magier. Fast schon wieder amüsiert kräuselten sich ihre Lippen, bevor ihr Gesicht sich zu elfisch glatt wandelte.
Nun, dann… bitte. Du hast meine volle Aufmerksamkeit. Unverwandt blickte sie zu dem Magier, auch wenn der ihr nun den Rücken zukehrte. Dummerweise war ihre Ausgangsposition mit diesem Wutanfall nicht unbedingt besser geworden.

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Jetzt nickte Nay leicht auf Zentiaras Worte. So verstand sie das alles schon eher, da hatten sie wohl wirklich zwei verschiedene Ansichten des Begriffes gehabt. Sie lauschte weiter den Erklärungen der Hexe,dass auch die Schwarzen, wenn auch ungewollt, ihren Teil beitrugen, wie zum Beispiel mit der Lampe, die aus dem Land der Toten stammte. Nay seufzte leise. Sie würden den Namen der Lampe herausfinden müssen, und dazu ins Land der Toten gehn. Sie wünschte sich, sie könnten ihn irgendwie anders herausfinden.

Auch was Zentiara dann sagte, verstand Nay, aber es war dennoch immernoch nicht ganz die Antwort auf ihre Frage. Doch sie beliess es dabei, war sie doch zu müde um diese kompliziert Unterhaltung heute vollends zu verstehen.
DIe Hexe meinte dann, das die Wasserdrachin in den Träumen derer war, die sie mochten, aber das niemand wusste, wo ihr Körper war. Ein recht naiver, und doch so hoffnungsverheisender Gedanke kam ihr in den Sinn, und sie sprach ihn aus, obwohl sie eigentlich die Antwort wusste. Wäre es möglich das Akasha nicht versteinert ist, sondern sich nur versteckt, im Meer zum Beispiel? fragte sie sehr leise, den Blick in den Flammen des Feuers versenkt.

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Robin und Gildin kamen ans Feuer und während die Katze kurz bei allen Anwesenden vorbei ging, kam Robin zu ihr und meinte das man auf den Elfen gut verzichten konnte. Als er sich neben sie setzte wandte Taria ganz leicht den Kopf und bemühte sich um ein kleines Lächeln für ihn und nickte auch leicht zu seiner Vermutung das Morthond wohl aber die selbe Bestimmung wie der Rest der Gruppe hatte, was natürlich bedeutete das sie versuchen mussten mit ihm auszukommen.

Den Blick wieder dem Feuer zugewandt kraulte sie Gildin , die auf ihren Schoß gehüpft kam und sie leicht anstubste, durch ihr weiches Fell. Als sie eine Hand auf ihrer Schulter spürte, sah sie auf und blickte in Feyons freundliches, aber irgendwie auch etwas müde wirkendes Gesicht. Auf seine leisen Worte, das es schon werden würde erwiderte sie leise, Ich hoffe es, und nickte zustimmend, das sie beide später noch nochmal reden konnten, dem stand aus ihrer Sicht nichts entgegen.
Sie blickte Feyon noch kurz nach als er dann zu den Pferden ging, konnte verstehen das er etwas Abstand suchte und wand sich dann wieder Robin zu, der gerade meinte das man einander ja offen vertrauen könnte, wenn da nicht einige wären die es nicht verdienten oder missbrauchen würden und sie ahnte das er auf jeden Fall Morthond und Kithras damit meinte.

Nur zu gern ließ sie es zu das Robin seinen Arm um sie legte und als er sie an sich zog lehnte sie sich gegen ihn und erwiderte mit einem dankbaren Lächeln, als er ihr sein und Ileanas Vertrauen aussprach. Und ich vertraue euch beiden!
Taria entspannte sie etwas, den Robins und Gildins Gegenwart taten ihr gut und sie begann die Katze mit dem Schinken zu füttern, den sie sich vorhin genommen hatte.

Der Grauweltler mit der seltsamen Aussprach ( PM ), bat sie dann, sie etwas fragen zu dürfen, fuhr auf ihr nicken auch gleich fort und seine Worte schafften es mit Leichtigkeit die Anspannung in ihr wieder hochkommen zu lassen. Im ersten Impuls wollte sie ihm mit einer Gegenfrage antworte und fragen, warum er nicht auch Morthond danach fragte. Aber das mochte viele Gründe haben, möglicherweise wusste er gar nicht das der Elfenprinz sich mit dem Wolf abgab und vielleicht beruhte die Frage nicht auf Misstrauen gegen sie, sondern einfache auf Neugierde.
Irgendwie... war es wohl beides, gab sie zögernd Antwort und suchte nach Worten das verständlich zu erklären, wobei sie kurz witternd den Kopf hob und dann in die Richtung sah aus der Kithras Witterung kam.
Ich habe beide Wölfe gleich als solche erkannt... und es hat mir zuerst Angst gemacht, aber dann... für gewöhnlich kommt man ihnen nicht so nahe oder hat Gelegenheit mit einem zu reden... und ich denke es war mein Wolfsinstinkt der mich ihre Nähe suchen ließ und da einer ein Weibchen... Ups, so sollte sie Lea wohl besser nicht nennen, ging ihr sofort auf, als das Wort leider schon über ihre Lippen war und sie korrigierte sich rasch. ...eine Gefährtin hat... hab ich mich auf Kithras eingelassen und... ich wusste anfangs nicht wie bösartig er ist.
Er hatte sie nie belogen und sie hatte es im Grunde rasch bemerkt... aber ihr wölfischer Instinkt hatte sie das eine Weile einfach ignorieren lassen weil er ein starker begehrenswerter Partner war und wenn sie ehrlich war bereute sie es auch jetzt nicht, das sie sich mit ihm gepaart hatte, auch wenn sie es wohl nicht noch einmal tun würde, auch wenn es auf einer Seite bedauerlich war.
Jetzt weiß ich es... er tut ja auch alles das es niemand hier vergisst wem er treu ergeben ist... und geh ihm lieber aus dem Weg.
Sie hatte jetzt vielleicht nicht alles gesagt, aber doch so ehrlich wie möglich geantwortet.
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Er beobachtete, wie Lea Josh abermals erklärte, dass die Schläge nicht zählten, solange sie das Spiel nicht richtig beherrschten. Glück für den Jungen, gleichzeitig fragte er sich jedoch auch, ob ihre Wortwahl so klug war. So wie er den Jungen einschätzte, würde er sich sicher fast beleidigt fühlen, dass sie sagte, er könne es nicht.
Leicht amüsiert kräuselten sich seine Mundwinkel und er lehnte kurzzeitig seinen Kopf an ihren. “Zählen bei mir die Fehlschläge dann auch nicht, solang ich das Spiel nicht beherrsche?“ , murmelte er leise in ihr dunkles Haar und sein Unterton verriet, dass ihm das Ganze auf eine seltsame Art Spaß machte.

Domido versuchte es dem Jungen nachzumachen und holte schwungvoll aus, um den Ball durch das erste Tor zu befördern. Seine erster Schlag ging jedoch daneben und er wirbelt jede Menge Staub auf. Viel besser wirst du dich auch nicht schlagen , stichelte es in seinem Inneren und er zuckte leicht mit den Schultern. Dann war es eben so.

Was ich verlieren möchte?“
Er dachte einen Moment lang nach und piekte sie dann leicht mit dem Daumen unterhalb des Brustkorbs. “Vielleicht..ich weiß nicht. Was würde dir gefallen? Wenn ich verliere, könnte ich dich massieren?“
Darin könnte er durchaus gut sein. Er hatte Kraft und er konnte mittlerweile recht gut einschätzen, wie weit er gehen durfte, ohne ihr wehzutun. Und nach einem so anstrengenden Tag würde es ihr sicher gut tun.
Auf ihr Versprechen, dass auch er es schnell lernen würde, nickte er langsam. Eigentlich zweifelte er nicht daran und selbst wenn er sich als völlig untalentiert beweisen würde, so war es kein Weltuntergang. Es gab weitaus Wichtigeres als ein Ballspiel zu gewinnen.

Sie erzählte von ihrer Heimat und davon, dass Kindsein in ihrem Land viel Zeit für Spiele beinhaltete. Sein Blick glitt abermals zu Josh . Er fragte sich, wie der Junge gelebt hatte. Der Bauernhof war ein relativ sicherer Platz gewesen, er hatte nicht so gewirkt, als wäre er seit der Geburt des Kindes angegriffen worden, das bedeutete also, dass der Junge noch nicht viel vom Krieg mitbekommen hatte. Und falls doch, dann wusste er nur aus Erzählungen, was vor sich ging. Vielleicht war sein Leben ähnlich gewesen wie Leas und er hatte viele Spiele gelernt und das Ernstsein noch nicht lernen müssen. Er wünschte es ihm.
“Bis man...zur Schule kommt?“ Er sah ein wenig fragend aus bei diesem Wort. Schulen gab es auf Dragao nicht, jedenfalls nicht in dem Sinne, wie sie es meinte. Natürlich gab es Gelehrte und einige Völker, in denen Kinder unterrichtet wurden, lesen und schreiben lernten, doch diesen Begriff gab es nicht.

Kurz huschten ihre Gedanken zu ihrem Bruder zurück, das war deutlich zu spüren und ihre Worte sagten das auch, doch er schwieg dazu lieber. Er wollte nicht in alten Wunden bohren, das war nicht sein Recht und es gab auch keinen Grund dazu.
Lieber nahm er den nächsten Faden auf, den sie ihm, fast schon wie eine Rettungsleine, zuwarf. “Das ist eine sehr gute Idee. Aber ging es nicht eigentlich um Frühstück?“ , fragte er mit einem leichten Schmunzeln, drehte sich zu ihr um und stahl sich einen kurzen Kuss von ihren Lippen, bevor er sich dem Feuer zuwandte.

Morthond war mittlerweile gegangen, doch Robin und die Katze, sowie Karen, Pierre und Taria waren noch dort und unterhielten sich. Seine Brauen zogen sich leicht zusammen, als er die Worte der jungen Frau hörte. Hatte sie gerade tatsächlich Weibchen gesagt und dabei über Lea gesprochen? Und was hieß überhaupt, sie hatte sich nur deshalb mit Kithras und nicht mit ihm eingelassen?
Mehr als nur überrascht sah Asterius die junge Frau an, halb ungläubig, halb verlegen, gleichzeitig aber auch verwirrt und ein wenig erschreckt. Er wusste nicht, ob Lea die Worte ebenfalls hatte verstehen können, doch falls ja, würde sie sicher eifersüchtig werden..abermals. Allerdings ließen die Worte der jungen Frau durchaus darauf schließen, dass die Eifersucht der Gälin nicht völlig unberechtigt gewesen war.

Er schüttelte den Gedanken ab und umfasste Leas Hand mit seiner. Er hätte ohnehin kein Interesse daran, sich mit irgend jemandem ..einzulassen. Diese Aussage verirrte ihn nun doch sehr.
Dementsprechend fiel auch sein Gesichtsausdruck aus, als er sich nun mit seiner Gefährtin , wie er gedanklich für sich selbst betonte, in der Nähe des Proviants nieder. “In Ordnung...möchtest du Tee?“


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Er war gespannt auf Tarias Antwort und hoffte sehr, dass sie ihm seine Frage nicht übel nahm. Er meinte es nicht böse, doch er konnte sich einfach nicht vorstellen, aus welchem Grund man sich mit einer Person wie Kithras freiwllig abgeben konnte.
Er war böse, von Grund auf, und er gab es auch offen zu, schien sogar auf eine sehr seltsame Art Stolz zu empfinden. Stolz darauf, was er alles angerichtet hatte und Stolz darauf, was er noch zu tun gedachte.
Bei diesem Gedanken lief ihm ein kalter Schauer über den Rücken. Das war wohl das Schlimmste, das passieren konnte. Dass jemand Morde plante und stolz darauf war.

Taria begann zögernd zu erzählen und Pierre nickte langsam. Dass die Wölfe für Tiere oder Menschen mit besseren Sinnen durchaus leicht erkennbar war, hatte er sich schon gedacht und sie bestätigte es auch gerade. Allerdings war er sich sicher, dass es Lea nicht gefallen würde als Weibchen betitelt zu werden und der Franzose musste zugeben, dass es eine durchaus seltsame Art war jemanden zu beschreiben. Besonders für jemanden, der sich so wehement von den Wölfen loszusagen versuchte.

Er verwarf den Gedanken jedoch, denn Tarias Wortwahl hatte ihn viel zu sehr verwirrt. “Was meinsd du mid..eingelassen?“


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Lachend überstreckte sie ihren Kopf nach hinten, um aufzuschauen. Ich werd doch nicht so leichtsinnig sein, dir Freischläge zuzusichern und dann stellst du dich hinterher als Krocket-Naturtalent raus und ich steh da… Nein, erst mal sehen wie du dich so machst, einmal pro Tag gegen dich verlieren ist genug Schaden für mein Ego. Nein, das war natürlich nicht ihr Ernst, sie war durchaus realistisch genug zu wissen, dass sie in der allermeisten Fällen keine echte Chance gegen ihn hatte, aber gerade dass beflügelte ihren hin und wieder leicht korkenzieherartigen Humor zu solchen Aussagen und wenn der Ton in As Stimme nicht ganz trog, dann sah auch er die humorige Seite des ganzen.

Waah! Aus der Kind und Kobold-Beobachtung aufgeschreckt zuckte sie zusammen. Nicht pieken… sonst piek ich zurück. , drohend wackele sie mit dem Finger vor seiner Nase herum. Aber seine Idee stimmte sie doch sofort wieder merklich versöhnlich.
Gefallen, gar kein Ausdruck. Sie gab ein leises Girren von sich und schmiegte sich an seine Seite.
Wenn ich gewusst hätte, dass ich dadurch an Massagen kommen kann, dann hätte ich viel eher für so ein Spiel gesorgt. Ganz sicher sogar. Erstens weil so häufig wie irgendwelche Muskeln an ihr verspannt waren seit sie hier waren, sie manchmal schon gar nicht mehr sicher war wie sie sie normal anfühlen mussten und zweitens, bedeutete das sehr viel, sehr intensive Berührung und eben davon würde sie bei ihm ohnehin nie genug bekommen.
Ok… einverstanden. Und wenn die Beiden das Spiel heute nicht mehr herausrücken? Vielleicht, war da ja noch ein bisschen Verhandlungsspielraum…

Eine Schule… Das war mal wieder so normal, dass sie nun nicht darauf gekommen wäre überhaupt zu fragen ob es hier so etwas gab. Also: Man lernt lesen und schreiben, zu rechnen. Später … über die Geschichte unserer Welt, über Geographie, Biologie… alles was… gemein hin angenommen wird, es sei wichtig für ein Leben in unserer Welt. Jedes Kind geht dahin. Mit 6 Jahren kommt man bei uns zur Schule und hört irgendwann kurz vor dem Erwachsen werden oder so grade erwachsen auf. Alle Kinder aus einem Ort gehen in eine Schule und sind da nach dem Alter in Klassen aufgeteilt. War das jetzt so das Wichtigste gewesen? Sie glaubte schon, oder?
Ihr schon wieder nachdenklicher Blick hing an Josh und ihre Gedanken in ihrer eigenen Kindheit fest.
Es machte sie beklommen, wenn sie sich vor Augen hielt…

Ohh, Kuss! Schööön! Etwas überrumpelt erwiderte sie den Kuss fast erst al ser sich schon wieder von ihr zurückzog. Heeee! So war das aber nicht gedacht… doofe Unaufmerksamkeit! Na ja, würde sie später dafür sorgen dieses Versäumnis wieder auszugleichen. Eigentlich … ging es um Sandwiches… Frühstück hattest du gesagt. Wenn du aber lieber bis morgen früh warten möchtest?! Sie machte eine Geste, die sich sehr eindeutig, wie „Wie du willst, mir ist es recht“ las, auch wenn sein Protest wohl nicht ernsthaft gemeint war.

Mit einem Blick zurück überzeugte sie sich davon, dass die Kleinen gut beschäftigt waren und sie konnten gut einen Platz finden, von dem aus sie weiter ein Augen und Ohr auf sie haben könnte, für eventuelle Regelstreitigkeiten.
Als sie sich endgültig dem Feuer zuwandte, hatte As sie schon bei der Hand genommen und trug ein Gesicht zur Schau, dass in der Vielfältigkeit der darin zugleich gezeigten Gefühlslagen schon fast Rekord verdächtig war. Nun ihrerseits irritiert, ließ sie ihren Blick schweifen, ohne aber irgendetwas auszumachen, dass auch nur den Ansatz einer Erklärung lieferte, für sie sah alles noch exakt so aus wie eben. Ein Feuer, die zu erwartenden Leute drumherum, viel Steppe, ein paar Büsche, Pferde und einiges an Kleinigkeiten, die aufzuzählen nun müßig wäre. Was ist los?

Einen Teller zu sich heran angelnd und potentielle Sandwichszutaten darauf versammelnd, hockte sie sich hin. Ja, bitte! Was möchtest du essen? Ich hätte, Braten, Tomate. Käse. Oook, nicht die Riesenauswahl, ich frage lieber anders: Möchtest du irgendwas davon nicht?
Sie zog das Brett mit dem Brot zu sich heran und machte sich daran, Scheiben abzuschneiden.
Wenn wir von meiner Kindheit sprechen wie grade: Ich hatte alles wovon du gar nichts hattest, oder dich erinnern kannst… manchmal hab ich schon fast ein schlechtes Gewissen deswegen. Sie hatte sehr leise gesprochen und ohne aufzusehen. Es war bestimmt nicht logisch, aber dennoch fühlte sie sich so, immerhin führte es ihm doch den Gegensatz nur noch deutlicher vor Augen.

Sich leise räuspernd war f sie ihm einen entschuldigenden Blick zu.

Äähm… möchte noch jemand Brot… oder Sandwiches?
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Als sie los liefen achtete Nick nicht nur darauf, das sie dabei das Feuer weiterhin sehen konnten, sondern auch darauf das man sie trotz des dämmrigen Lichts das bereist vorherrschte von dort aus sehen konnte.
Hmmm... brummte er nachdenklich auf Llynias Frage, wobei ein fröhliches Funkeln in seinen Augen zu sehen war. Zum Glück nicht, lachte er dann leise und zwinkerte ihr ebenfalls zu.
Das weiß ich auch ganz genau, flüsterte er ihr leise zu und hauchte eine Kuss auf ihre Ohrspitze, bevor er erklärte. Weil ich sonst nämlich schon längst zersprungen wäre... weil deine Liebe mich so sehr ausfüllt, das ich oft das Gefühl habe vor Glück platzen zu müssen.
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Taria seufzte leise, bei PMs Nachfrage was sie mit eingelassen meinte, lächelte den Mann dann aber leicht verlegen und entschuldigend an, weil es ja nicht an ihm lag. Vielmehr musste sie wieder einmal erkennen, wie ungeschickt und ungeübt sie darin war sich mit jemand zu Unterhalten.
Ich... war neugierig auf den Wolf... wir waren jagen und ich... wollte mehr über ihn erfahren... ich dachte ich könnte etwas von ihm lernen... das mir hilf mich selbst besser zu verstehen... versuchte sie dann aber doch zu erklären was sie gemeint hatte, war aber nicht sicher ob es wirklich verständlich war. Und das der Wolf dann in ihr auch das erste mal das Verlangen nach körperlicher Vereinigung geweckt hatte und sie dem auch nachgegeben hatte, ließ sie dabei lieber ungesagt, das war auch nichts was hier irgendjemand anging.
Taria blickte kurz auf als Asterius und Lea zum Feuer kamen, ganz offensichtlich um etwas zu essen, wobei der Gesichtsausdruck des Wolfes irgendwie recht seltsam und leicht irritiert wirkte. Aber vielleicht hatte er das Wort Weibchen mitbekommen, doch dann würde seine Miene sicher eher verärgert wirken, nahm sie an. Innerlich die Schultern zuckend wand sie sich wieder PM zu, fast schon mit einer erneuten Nachfrage rechnend.
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Jaja. hatte Tamina noch äußerst ausführlich auf Azimuth s Bemerkungen bezüglich der Bärenmutter und ihres Denkens an Azrael geantwortet, als ihr kleiner Freund ihre Hand nahm und sie endlich hatten losgehen können. Nur dass ihnen das Bärenjunge folgen würde, das hätte sie wirklich nicht erwartet. Ratlos blickte sie sich jetzt um, sie konnten das süße Kerlchen doch nicht einfach mitnehmen? Mal davon abgesehen, dass alle anderen sicher etwas dagegen hatten, berechtigter Weise, wie sie ja einsah, musste sie damit rechnen, dass sie so auch das Muttertier in ihr Lager lockte. Und sie wäre sicher sehr aufgebracht, wenn sie ihr Junges bei ihnen fand.

Geh zurück, du kannst nicht mitkommen. , redete sie auf das Bärenjunge ein, das mittlerweile herangehoppelt war und sich an ihr Bein klammerte.

Ratlos blickte sie zu Azimuth.

Wieso ich? Ich kann doch auch nichts dafür. Sieh dir das Tier an, ich habe nichts gemacht und es will einfach nicht wieder fort. Ob seine Mutter es verlassen hat?

Wenn das der Fall war, konnten sie es nicht zurücklassen, andere Tiere würde es töten, schon bald. Oder es würde elendig verhungern.

Tamina zuckte zusammen, als urplötzlich ein lautloser Schatten neben ihnen auftauchte und sie den Dunkelelfen erkannte. Himmel Taris nochmal, dass der sich aber auch immer so anschleichen musste. Konnte der nicht laut gehen, wie jedes andere halbwegs normale Wesen auch? Er hätte wenigstens pfeifen oder singen können. Stattdessen tauchte er aus dem Nichts auf und erschreckte anständige Leute.

Selbst Azimuth starrte Morthond unwillig an.

Was soll das? , verlangte der Elf in seiner hochnäsigen Art zu wissen und deutete auf den kleinen Bären.

Eigentlich sollte sie ihn gar nicht beachten, er hatte ihr überhaupt nichts zu befehlen. Doch dann besann sie sich, er war wohl der Einzige, der ihnen aus dieser verzwickten und nicht ungefährlichen Situation heraushelfen konnte. Also schluckte Tamina ihre Abneigung gegen den Prinzen herunter und erzählte kurz, was passiert war. Morthond hörte schweigend zu, dann nahm er das Bärenjunge auf den Arm und wies sie knapp an, schleunigst ins Lager zurückzukehren. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, ging er davon und war schon bald in der zunehmenden Dunkelheit ihren Blicken entschwunden.

Ich mag ihn trotzdem nicht. Und ich mag Leute nicht, die sich so anschleichen. , sagte Tamina leise zu Azimuth, denn sie war sich nicht sicher, wie lang die spitzen Ohren des Mannes wirklich waren.

Dennoch folgten sie seiner Anordnung und beeilten sich, zur Gruppe zurückzukehren.

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Nay verstand jetzt, wie das mit dem „ Sinn “ gemeint war. Dass sie bei der Erwähnung des Landes der Toten seufzen musste, konnte die Hexe nachvollziehen. Niemand hielt sich dort gern länger auf, als unbedingt nötig und vermied, überhaupt in die Nähe zu gehen.

Nay sprach dann ihren Wunschtraum aus, aber Zentiara musste mit dem Kopf schütteln.
“Leider nein. Sie hätten sie dort längst aufgespürt. Versteckt hat sie sich, bevor der steinerne Fluch sie erreichte, soviel ist klar. Aber wo ... “ Sie würden sie finden. Und sie würden Hinweise bekommen ... von Wesen, von denen sie es weder vermuteten noch erwarteten oder gar erhofften.

“Schlaf ein wenig.“ riet sie der jungen Frau.
“Wir haben morgen noch einen anstrengenden Reisetag vor uns.“

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Domido fand also auch, dass er schummelte. Mist. Joshua fühlte sich mächtig ertappt und das rot wollte aus seinem Gesicht gar nicht mehr weichen. Mehr aus den Augenwinkeln als direkt sah er zu, wie Domido den Schläger nahm und den Ball schliesslich auch traf. Er blieb jedoch nicht weit vor dem Tor liegen.

Lea versicherte nochmal, dass die nicht treffenden Schläge noch nicht zählten und auch, dass er das so ja nicht wollte.

Domido gab ihm jetzt den Schläger und er baute sich vor seinem Ball auf, um ihn zurück vor das erste Tor zu schiessen.
Ob er dabei Domidos Ball treffen und wegbefördern konnte ? Joshua grinste kurz und schob dann mehr den Ball in die gewünschte Richtung, als dass er ihn schlug. Allerdings sah er jetzt mit bangem Blick zu Lea auf.

“Uuuups...“ machte er und hoffte, dass sie es durchgehenlassen würde.

Der Ball blieb fast direkt vor Domidos Ball liegen, ohne ihn jedoch zu berühren. Würde Domido jetzt schiessen, würde er wohl eher seinen, also Joshuas, Ball durch das Tor kicken und vermutlich selbst davor liegenbleiben.

Zögernd hielt er dem Kobold den Schläger hin.

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Gildin schnurrte den Sitzenden um die Beine und Robin musste grinsen. Sie wusste genau, wie sie erfolgreich um Futter bettelte. Und als sie sich auf Tarias Schoss gesetzt hatte, bettelte sie dort weiter. Sein Grinsen wurde zum schmunzeln und während er die Katze beobachte, die jetzt mit Schinken gefüttert wurde, streichelte er Taria tröstend über den Arm.

Der schlacksige Mann ( PM ) stellte ihr nun eine Frage, deren Antwort ihn auch brennend interessierte.
Ein Wolf erkannte einen anderen also, selbst wenn es nur ein kleiner Teil wie bei Taria war. Robin ging bei ihren Worten durchaus davon aus, dass sie nicht wusste, wie hinterhältig Kithras war. Vermutlich war sie anfangs - genau wie er auch - davon ausgegangen, dass alle in dieser Gruppe reinen Herzens waren und allein für die Rettung ihrer Götter kämpften.

Doch immer mehr kristallisierte sich heraus, dass es auch andere Interessen gab. Und irgendwann würde es zu einem heftigen Problem werden, es lag auf der Hand. Und einer davon würde entweder Kithras oder Morthond sein. Wer die andere Hälfte war, darüber wollte er nicht nachdenken.

Bei Taria bestand sicher nicht die Gefahr, dass sie - wie Kithras - auf der Seite von Pandoras stand. Morthond konnte er in dem Punkt nicht einschätzen, ob er sich einem der beiden Magier zuwenden würde, nur um sich und sein Volk und seine Familie in einen besseren Stand zu erheben.

Eingelassen ... das war ein Wort, dass mehr aussagte, als es auf den ersten Blick schien und Robin fürchtete mehr, als dass er ahnte, WAS genau da zwischen den beiden gelaufen war.

“…und hat es dir etwas gebracht?“ warf er die Frage ein, die natürlich nur auf das bessere Verstehen ihres Ichs hinzielte.

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Ein fröhliches Funkeln tauchte bei Llynias Frage in Nicks Augen auf, und sie blickte lachend zu ihm auf, während sie zuhörte.
Ganz genau das fühle ich auch! antwortete die Elfe dann.
Und ich habe doch so etwas noch nie erlebt, deshalb wollte ich mich nur vorsichtshalber vergewissern. Denn ich möchte noch eine lange Zeit mit dir verbringen, ohne zu zerspringen!

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Er musterte die Feuerelfe einen kurzen Augenblick lang eingehend, dann nickte er langsam. Natürlich wusste er, dass sie sich solche Beleidigungen für gewöhnlich nicht bieten ließ und auch, dass Aron von Glück reden konnte überhaupt noch zu leben, doch machte das die ganze Geschichte nicht besser. Er war nicht der Greifschütze und er würde sich einen solchen Ton nicht noch einmal von ihr gefallen lassen. Blieb zu hoffen, dass sie das verstanden hatte und in Zukunft berücksichtigen würde.

Er straffte sich innerlich. Es wurde Zeit, dass er wieder an andere Dinge dachte und wie es den Anschein hatte, war sie ebenfalls dazu bereit. Sinnlose Diskussionen brachten ihnen nichts und weder er noch sie neigten dazu ihre Zeit mit solchen Dingen zu verschwenden.

Er hatte sich mittlerweile abgewendet, doch auch ohne sie anzusehen wusste er, wie schwer es ihr fiel sich zu beherrschen. Leicht amüsiert verzogen sich seine Mundwinkel und seine Meinte entspannte sich deutlich.
Dementsprechend entspannt wirkte er nun auch, als er sich wieder zu Ryanna umwandte. Wollte er ihr nun noch seinen Vorschlag unterbreiten? Nun, für gewöhnlich hätte er es gelassen, doch er wusste, wie viel Überwindung es sie gekostet hatte sich zusammen zu reißen, um ihn überhaupt dazu auffordern zu können – er sollte sie nicht zu sehr provozieren.

”Nun gut..ich weiß um deine Abneigung den Wölfen gegenüber, doch ich glaube, dass genau diese Haltung hilfreich sein könnte. Sie werden von anderen Wölfen ausgebildet, bisher hat sich dieses System bewährt. Um manche Besonderheit kümmere ich mich persönlich. Eine solche Besonderheit habe ich in Darius gefunden. Er ist ein..ich sage mal..durchaus interessanter Wolf.” Der Magier begann zu lächeln. ”Er kam erst vor etwa zwei Wochen zu uns und brachte schon als Mensch..interessante Eigenschaften mit.” Sein Lächeln wurde ein wenig breiter. ”Vielleicht zu viele. Ich würde gern sehen, ob du es schaffst ihn wieder ein wenig..menschlicher zu machen, damit er wenigstens für ein fünf Minuten Gespräch geeignet ist. Ich gebe so ungern Anweisungen, wenn ich weiß, dass mein Gegenüber nur auf das nächste Stück Frischfleisch wartet und im Grunde nicht zuhört, was gefordert wird. Bist du bereit es zu versuchen?”

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So intensiv waren seine Gefühle auch noch für keine andere Frau gewesen, doch auch wenn Llynia wusste das sie nicht die erste Frau in seinem Leben war, wollte er das jetzt nicht sagen. Keine Angst, wir werden beide heil bleiben und noch viel Zeit zusammen haben, versicherte er ihr nur erneut, auch wenn er im Grunde nicht wusste wieviel Zeit ihnen gegeben sein würde. Keiner von ihnen wusste ob nicht im nächsten Augenblick einer der Schwarzen auftauchte, oder ihre Schergen sie überfallen würden und...
Nick verbot sich selbst den Gedanken weiter zu denken, wollte Llynia und auch sich selbst, nicht diesen Augenblick verderben. Dennoch blickte er sich erst wachsam um ehe er seiner Elfe einen weiteren zärtlichen Kuss gab.

In einem Bogen hatten sie das Lager etwa zur Hälfte umrundet und Nick lenkte ihre Schritte jetzt wieder Richtung Feuer und deutete dabei zu Josh und Domi die ein Spiel spielten das ihm sehr vertraut war. Das hab ich auch oft gespielt... nicht nur als Kind, erklärte er und ahnte wer den beiden das Spiel gezeigt hatte.
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Es hing von vielem ab, wie lange Llynia und Nick ihre Liebe geniessen konnten, daß war der Elfe nur zu bewusst. Jederzeit konnte wieder so etwas geschehen, wie mit Satoru oder den Zentauren.
Llynia war sich sicher, daß auch Nick daran dachte, aber es nicht aussprechen wollte, und so sagte auch die Elfe nichts dazu.
Ja, und wir werden die Zeit geniessen, was auch geschehen wird! erwiderte sie nur und ging neben dem Schotten her, während sie das Lager weiter umrundeten.

Als sie Domido und Josh bei einem seltsamen Spiel sahen, hielt Nick kurz an.
Vielleicht magst du ja eine Runde mit den beiden spielen! schlug Llynia vor, als er meinte, er habe das Spiel früher auch viel gespielt.

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Re: DRAGAO LAGRIMA - Neue Hoffnung

Beitrag von Sionnach » 5. Juni 2010, 14:45

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Er schüttelte leicht den Kopf, als Llynia vorschlug das er ja eine Runde mit den beiden spielen könnte, denn auch wenn er schon Lust darauf hätte, würde es wohl den beiden Kleinen den Spaß verderben. Lieber nicht, erwiderte er darum und erklärte, recht leise das die beiden es nicht zufällig hörten. Sie lernen es grad erst und sind noch nicht sehr geschickt darin, da macht es keinen Spaß gegen jemand zu spielen der es kann und dadurch gewinnt. Außerdem sah er auch nur die beiden Bälle mit denen Josh und Domi spielten und man müsste dann wohl erst noch einen weiteren basteln.
Aber vielleicht ergibt sich irgendwann einmal die Gelegenheit das ich dir das Spiel beibringe, schlug er seinerseits vor und meinte dann nachdenklich. Oder ich könnte dir Dame oder Solitär zeigen... das sind Brettspiele... hmmm... das sagt dir jetzt wohl nicht viel. Aber beide Spiele ließen sich leicht improvisieren, mit Schach würde das schwieriger werden, wobei er darin auch ein eher miserabler Spieler war.
Aber vielleicht gehen wir jetzt auch erstmal was essen, kommentierte das knurrenden seines Magens, das in dem Moment zu hören war.
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Re: DRAGAO LAGRIMA - Neue Hoffnung

Beitrag von Sionnach » 5. Juni 2010, 14:51

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Er lachte ebenfalls leise auf, als sie die für sie schlimmstmögliche Szene in den buntesten Farben ausmalte und das auch noch so grell, dass es unmöglich wahr werden konnte. Doch wahrscheinlich war genau das der Grund, weshalb ihrer beider Laune weiterhin gut blieb und er nicht begann sich Sorgen darüber zu machen, dass er versagen könnte.
Immerhin war das Steinewerfen auch nicht sooo schlecht für ihn ausgegangen. Und plötzlich ist ein faires Spiel unwichtig? Hauptsache der Sieg ist dein. Sehr gut, Asterius. Innerlich aufknurrend brahcte er die Stimme zum Schweigen. So war das nicht.
Sein Grinsen wurde wieder etwas breiter, als sie ihm damit drohte zurück zu pieken. Oh nein, das kann ich natürlich nicht riskieren. Als wollte er ihr das beweisen, zog er seine Hand zurück und hielt sie etwas hoch. Er mochte diese Momente sehr, sie waren völlig anders als er das Leben kannte, viel freier und sie taten unheimlich gut.

Hmmm...was passiert, wenn sie es nicht wieder an uns abgeben? Das ist eine gute Frage. Ich fürchte..dann werden wir uns anders einigen können. Er lächelte abermals, sicher würde sie einige Argumente finden, weshalb er sie doch massieren musste.

Lea begann ihm den Begriff Schule zu erklären und schon nach den ersten Sätzen war auf seinem Gesicht die Erkenntnis zu sehen, die ihn wie ein Raubtier aus dem Hinterhalt angefallen hatte. Ah..gut. Ja, natürlich..das gibt es hier auch. Nicht für ganze Orte, doch manche Kinder lernen auch hier lesen und schreiben. Ich bin mir sicher, dass Morthond es kann. Die meisten Elfen können es. Er nicht und bei Josh würde er fast darauf tippen, dass für den Jungen andere Dinge wichtig gewesen waren.


Sandwiches, Frühstück..kann man sie nicht zum Frühstück essen? , fragte er nicht ganz ernst gemeint, zuckte aber mit den Schultern. Aber natürlich darfst du auch sehr gern heute Abend Sandwiches machen. So ist es ja nicht. Er zwinkerte ihr zu und strich leicht mit den Fingersüitzen über ihren Nacken.
Gemeinsam mit ihr ging er dann zum Feuer hinüber und setzte sich neben ihr ins Gras. Ihr Blick war nach einem Blick zu ihm irritiert und sie sah sich um, schien jedoch nicht wirklich erfolgreich nach dem Grund seiner aktuellen Verwirrung gesucht zu haben. Ich habe..ein paar Gesprächsfetzen von Taria und Pierre aufgeschnappt , erklärte er so leise, dass es niemand mitbekommen würde. Es war leicht..verwirrend.

Sie angelte ein Paar Nahrungsmittel heran und er schüttelte den Kopf, als sie fragte, was davon er nicht haben wollte. Er mochte alles davon, fragte sich allerdings, ob alles zusammen wirklich schmeckte. Doch das würde er dann wohl gleich sehen..
Bei ihren Worten griff er jedoch ihre Hand und drückte sie leicht, ihren Blick suchend und abermals leicht den Kopf schüttelnd. Nein. Das brauchst du nicht..es ist nicht deine Schuld und...ich kenne all das vielleicht nicht, doch ich lerne es kennen, weil du es erlebt hast. Das ist doch nichts Schlechtes. Er hauchte einen Kuss auf ihren Handrücken und lächelte sie sanft an.

Dass allerdings niemand auf ihre Anfrage nach Abendessen reagierte, war allerdings doch ein wenig komisch.
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Re: DRAGAO LAGRIMA - Neue Hoffnung

Beitrag von Sionnach » 5. Juni 2010, 14:53

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Jaja ... das hiess was anderes. Auch und gerade bei Kobolden. Tzzzz....
Dass Taminas Befehle an das Bärenkind alles andere als erfolgreich waren, das hätte sie sich doch aber selbst auch denken können.

“Du hast es gefütterrrt, du musst es loswerrrden.“ murmelte er, als sie sich auch noch darüber beschwerte, dass SIE das Bärenjunge abschieben sollte.

Die Lösung kam in Form eines - ungeliebten - Elfen . Was in Dreiazraels Namen wollte DER hier ? Schon wieder Stunk machen ?
Azimuth baute sich zu vollster Koboldgrösse auf, als Morthond fragte, was das werden sollte. Bevor er was sagen konnte, erklärte Tamina die Situation und der Elf schnappte sich das Bärenjunge und trug es einfach davon.

“Mit einerrr Handvoll Brrrrummbeerrren wärrren wirrr ihn auch losgeworrrden.“ grummelte Azimuth und stapfte mit Tamina zum Lager zurück.
“Werrr mag den schon. Ausserrr Kithrrras und dieserrr Grreifenrreiterrin und sein Vaterr und ... das sind schon viel zu viele.“

Am Lagerfeuer, wo auch einige der anderen sassen, liess er sich auf den Boden plumsen. Gabs hier auch mal was zu essen ?
Immer nur arbeiten, arbeiten, arbeiten... da ging ein Kobold ja noch kaputt....

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Re: DRAGAO LAGRIMA - Neue Hoffnung

Beitrag von Sionnach » 5. Juni 2010, 14:54

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Während sie zum Lager zurückgingen, ließ Azimuth grummelnd seinen azimuthschen Unmut über den Dunkelelfen heraus und zählte auf, wer Morthond überhaupt leiden mochte. Doch außer dessen Vater Tseroth , den Tamina noch schrecklicher als seinen Sohn fand, Kithras , mit dem der Elf irgendwie was zu tuscheln hatte und Roux fiel ihrem Freund niemand weiter ein. Tamina schon.

Seine Mutter. Sie liebt ihn gewiss.

Tamina konnte sich das nicht anders vorstellen. Nur - genau wusste sie es nicht, woher auch. Dennoch war sie fest davon überzeugt, denn jede Mutter liebte ihr Kind, egal wer oder was es war und was aus ihm geworden war... irgendwann. Auch Azrael s Mutter hatte ihren Sohn geliebt und würde es auch heute noch tun, denn... sie tat es ja auch.

Azimuth und sie hatten das Lager erreicht und fast alle Gefährten saßen am Feuer und nahmen eine kleine Abendmahlzeit zu sich. Mehr oder weniger, also, die einen mehr und die anderen weniger. Während Azimuth sich irgendwo dazwischen auf den Boden setzte und begierig nach dem Essen blickte, ging sie zu Karen und reichte ihr den Korb mit Früchten.

Es ist nicht viel, aber sie sollten für alle reichen, wenigstens für eine Handvoll. , meinte sie nur zu ihr und bekam dafür ein freundliches Lächeln geschenkt, welches sie zaghaft erwiderte.

Auch zu Pierre-Marie , der unmittelbar neben Karen saß, blickte sie kurz. Sie sollte mit ihm reden, immerhin trug er irgendwo Isaiah in sich, zumindest, was von ihm übrig geblieben war und sie sollte den Magier vor Azrael warnen. Dringend. Dieses Spiel, was er mit der Tochter des Grauweltlers und ihm selber getrieben hatte, war nur ein simpler Vorgeschmack von dem gewesen, was Azrael wirklich mit seinem alten Erzfeind vorhatte. Und nur, weil er ihn nicht ständig quälte, hieß das nicht, dass die beiden in Sicherheit waren und es ausgestanden war. Nur wie kam man an einen Magier heran, der in einem anderen Mann steckte? Ob sie einfach fragen sollte?

Tamina schwankte und verschob es auf später.

Während Karen die Schwarzbeeren in die Mitte stellte, sodass sich jeder davon nehmen konnte, zog sich Tamina ein Stück zurück. Sie war nicht hungrig, nachdem sie sich den Bauch mit den süßen Beeren vollgeschlagen hatte und sie scheute sich davor, sich mitten unter die anderen zu setzen. Noch immer hatte sie die Reaktion auf ihr Geständnis nicht verwunden und blieb lieber allein, wenn auch stets in der Nähe. Auch jetzt setzte sie sich so auf den Boden, dass sie der Schein des Feuers gerade noch erreichte und sie nicht ganz im Dunkel verschwand.

Tamina schlang ihre Arme um die aufgestellten Beine und legte ihre Wange auf ihre Knie. Ihr Blick verlor sich in den hell auflodernden Flammen und sie begann, sich mit offenen Augen davonzuträumen. Der Gedanke an ihre Mutter, die sie nie kennengelernt hatte und von der ihr Vater ihr so gut wie nichts erzählt hatte, hatte sie traurig gemacht und sie sehnte sich nach Azrael, ohne es zu wollen. Wie so oft entwickelten ihre Gefühle ein Eigenleben, das zu steuern sie nicht wirklich in der Lage war. Sein Schlafgemach tauchte auf, sie saß neben ihm auf seiner großen Bettstatt mit den weichen Laken und er schlief tief und fest mit einem zufriedenem Lächeln in seinem schönen Gesicht.

Der Ausdruck in ihrem Gesicht wurde zärtlich und liebevoll betrachtete sie ihn, während ihre Sehnsucht sie innerlich wieder einmal zu zerreißen drohte.

Regen und Meer
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Re: DRAGAO LAGRIMA - Neue Hoffnung

Beitrag von Sionnach » 5. Juni 2010, 14:56

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Robins Gegenwart und das seine Hand trösten über ihren Arm strich, gaben ihr das Gefühl beschützt zu sein und auch Gildin auf ihrem Schoß, vermittelte ihr das Gefühl nicht mehr allein zu stehen.

Leas Frage ob jemand Brot wollte, bezog Taria nicht auf sich, schließlich lag vor ihr ein Brett auf dem Brot und Schinken lag, wobei sie letzteren weiter an die Katze verfütterte. Auch hatte sie keine Ahnung was Sandwiches waren, wollte aber auch nicht dumm nachfragen.

Robins Frage, ließ sie sich nochmals von PM ab und ihm zuwenden und irgendwie hatte sie das Gefühl ihr Freund ahnte das da noch mehr war als das was sie erzählt hatte.
Mehr als nur Schwierigkeiten, antwortete sie spontan mit einer Gegenfrage, fügte dann aber zögernd hinzu. Ein wenig schon. Wahrscheinlich war es nicht Kithras Absicht gewesen, aber er hatte ihr wirklich geholfen, mehr über sich selbst zu erfahren, in mancherlei Hinsicht. Doch näher wollte sie darauf nicht eingehen, zumindest nicht hier und jetzt.

Inzwischen waren auch Tamina und Azi wieder zurück und die junge Frau reichte Karen ein Körbchen mit Beeren die diese dann für alle zum Zugreifen zu den anderen Lebensmitteln stellte. Taria mochte die süßen Beeren sehr gern und schickte Tamina die sich gleich wieder etwas zurück zog, ein leises Danke nach, ehe sie sich eine Handvoll nahm.
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Re: DRAGAO LAGRIMA - Neue Hoffnung

Beitrag von Sionnach » 5. Juni 2010, 14:57

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Mütter liebten immer, egal, wie hässlich, blöd oder gemein jemand war. Da hatte der olle Elf Glück, dass er seine Mutter hatte.
Am Lagerfeuer sah er jetzt erstmal zu, dass er satt wurde. Als Tamina sich etwas an den Rand setzte und fast mit der Dunkelheit verschmolz, ahnte er, was ihr durch den Kopf ging und überlegte noch, ob er sie davon abbringen sollte oder lieber nicht.

Die Entscheidung fiel zunächst zugungsten des Essens aus...

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Re: DRAGAO LAGRIMA - Neue Hoffnung

Beitrag von Sionnach » 5. Juni 2010, 14:58

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Sie hätte ihn wer weiß wie lange so ansehen können, sein ebenmäßiges Antlitz mit dem leichten Lächeln betrachten und den unbekleideten, leicht muskulösen Oberkörper, an dem es sich so gut ruhte und die Halsbeuge, in die sie so gern ihr Gesicht vergrub, um seinen Geruch in sich aufzunehmen. Er lag völlig entspannt da, die dünne Decke bedeckte ihn nur halb. Eine Hand hatte er unter seinen Kopf geschoben, die andere lag völlig ruhig auf seinem Bauch.

Tamina betrachtete Azrael versunken und atmete tief ein, um ihrer aufschäumenden Gefühle Herr zu werden und ihn nicht zu wecken. Sie sollte ihn schlafen lassen, um ihn nicht zu verärgern, weil sie sich hierhier gestohlen hatte....


Tamina war aufgestanden, es zog sie nach draußen und sie gab dem nach, um nicht doch noch die Dummheit zu machen und Azrael zu wecken. In das helle Leinenkleid gehüllt, barfüßig und mit wehenden Haaren eilte sie leichtfüßig die Galerie entlang, nachdem sie das Schlafgemach verlassen hatte. Die breite Treppe führte nach unten, doch sie wählte nicht den Ausgang aus dem Hauptportal der Halle, sondern ging jetzt in den hinteren Bereich, wo sie noch nie gewesen war. Kurz lauschte sie, weil sie sich beobachtet fühlte, doch sie konnte niemanden erkennen und keine Geräusche, kein Zischen und auch keine wispernden Stimmen drangen an ihr Ohr. Nur ab und zu meinte sie einen leichten Lufthauch zu vernehmen, als striche etwas dicht an ihr entlang.

Aufmerksam blickte sie sich um und erkannte bei einem Blick aus den bodentiefen Fenstern einmal mehr, wie schön es in Tyrion einst gewesen sein musste, bevor Azrael in seinem rasenden Zorn alles zerstört hatte. Und warum? Wegen einer Frau. Soweit konnte einen das Leid und die Qual also treiben, wenn man ein geliebtes Wesen verlor und die Trauer in Hass und Wut umschlug.

Durch eine beim Öffnen leise knarzende Tür gelangte sie schließlich in ein Nebengelass. Auch hier überdeckte alles der Atem der Zerstörung, wie in der ganzen Stadt. Lediglich Azraels Halle selber, die er später neu errichtet hatte, stach von allem ab. Und doch zog es sie genau hierher, warum, konnte sie sich nicht erklären, zumal das Gefühl, dass sie doch nicht so allein war, wie es schien, sich zu verstärken begann, je weiter sie ging. Und doch war es anders, als Azraels dienstbare Geister sie umringt hatten, bevor er sie zurückbefahl.

Tamina verlangsamte ihre Schritte und sah sich um. Suchend. Als warte sie auf etwas... oder jemanden?

Neugierig trat sie näher....
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Re: DRAGAO LAGRIMA - Neue Hoffnung

Beitrag von Sionnach » 5. Juni 2010, 15:00




Aus jeder kleinen Ritze strömten winzige blaue Lichtpunkte, die erst langsam an den Wänden entlangschwirrten und dann immer näher kamen. Vorsichtig und neugierig zugleich schienen sie um Tamina herumzuschwirren, berührten sie aber nicht. Die ersten Leuchtpunkte setzten sich auf ihre Schultern und auf ihren Kopf und jetzt schimmerte sogar Tamina leicht bläulich.
Sie spürte nicht, das
etwas sie berührte, das Leuchten tat nicht weh, verströmte aber eine leichte Wärme.

Plötzlich klang ein leises, freundliches Lachen von irgendwoher und die Lichtpunkte, die eine ganze Weile um Tamina herumgeschwirrt waren, formierten sich zu einer körperähnlichen Form.

Hab keine Angst , flüsterte es in Taminas Kopf und schliesslich wurde aus dem blauen schimmernden Licht eine greifbare Gestalt.

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“Du bist Tamina , nicht wahr? Ich bin Saphira, keine Angst, ich tu dir nichts.“ sagte sie mit einer weichen, warmen und wohlklingenden Stimme.
“Ich bin eins der zwei Wesen im Lande der Toten , vor denen du dich nicht fürchten musst.“ versicherte sie Tamina lächelnd und ging ein paar Schritte auf sie zu.
“Wie … wie bist du hier hineingekommen?“

Auch wenn die grossen Fenster hinter ihr weit offen waren und der Wind die langen Gardinen sanft zum wehen brachte, war dieser Raum von aussen nicht zugänglich. Niemand konnte hineinsehen oder hineingehen. Und sie ... sie wollte hier gar nicht heraus.



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