Librios Kapitel V - Das Erwachen der Schatten

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Epikur
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Re: Librios Kapitel V - Das Erwachen der Schatten

Beitrag von Epikur » 12. Juni 2019, 22:38

Fürst von Silver Rock
Seufzend kam der junge alte Mann im Lager des Schwarzen Reiches an. Ein Adjutant kam und stellte ihm einen Schemel hin, damit er von Bjarni absteigen konnte. Er strich dem Eisbären einmal über die Schnauze, dann führte ein Knappe den Eisbären weg. Er richtete seine Handschuhe, dann lief er los, vorbei an den salutierenden Soldaten, begleitet von den Adjutanten und den Offizieren.
" Die Armee ist einsatzbereit. Wir haben genug Soldaten um die Weißländer zu vernichten." Der Fürst sah den jungen Adjutanten an. Er kam aus der Grafschaft Papiria, ein modellhafter Student des Fürsten von Zaran Gosso und seine Augen und Ohren. Ein Spion, der ihn überwachen sollte. Wenige Meter später waren sie im großen, weißen Zelt mit der Silberspitze angekommen. Der Fürst setzte sich ausatmend auf den bequemen Sessel und griff nach dem Glas mit Wasser daneben.
" Wir sollten angreifen. Jetzt. Wir haben unsere... Geheimwaffe." der junge Mann grinste siegessicher.
" Sie werden überrannt werden."
" Ich habe den Fürsten fünf Stunden gegeben. Wir greifen nach Ablauf an." Der junge Offizier stellte sich vor den Fürsten.
" Warum warten? Jetzt sind sie ahnungslos und unvorbereitet. Sie würden nicht überleben." Der Fürst beobachtete den Offizier mit ruhigen, braunen Augen.
" Ich habe gelernt, Guillaume nie zu unterschätzen. Hermann ist leicht zu durchschauen, aber er gibt sich auch keine Mühe irgendetwas im Dunklen zu lassen. Seine Veteranen werden die vorderste Front sein und den Weg für Guillaumes Kavallerie ebnen." Er nahm noch einen Schluck, dann stellte er den Becher hin.
" Eine der wichtigsten Elemente im Krieg ist Information. Wenn Ihr besser bei den Lektionen über den Großvater des Fürsten von Whiterun aufgepasst hättet, wüsstet Ihr das." Der Offizier schwieg, mit dunklen, unzufriedenen Augen. Der Fürst sah die anderen Offiziere an.
" Fünf Stunden. Wir wissen nur, was uns die Schwarzen Kraken berichtet haben. Und das ist, dass Guillaume und Hermann hier sind und scheinbar weniger Soldaten haben." Er sah sich um.
" Wir brauchen mehr Informationen." Er entließ die Offiziere, der junge Offizier ging als letzter. Er sah unzufrieden aus. Doch er gehorchte. Der Fürst seufzte. Die Wachen schlossen den Eingang. Nun war er allein.
" Erwachet, Winde des Ostens. Hört den Ruf eures Meisters." Ein Wind stob auf und wenige Augenblicke später stand ein komplett in weiß gekleideter Mann neben ihm. Einzig die braunen Augen waren zu sehen.
" Der Wind hört den Ruf." die Stimme war unnatürlich verzerrt.
" Geht in das Lager des Feindes und beobachtet. Alles was ihr sehen und hören könnt. Wir brauchen so viele Informationen wie möglich. Ihr habt vier Stunden."
" Der Wind gehorcht." Ein weiterer Windstoss und der Mann war verschwunden. Der Fürst schenkte sich Wein ein. So also würde es enden.

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Epikur
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Re: Librios Kapitel V - Das Erwachen der Schatten

Beitrag von Epikur » 29. Juni 2019, 22:36

Hermann von Schwarzenstein

Angespannt starrte der riesige Fürst von Schwarzenstein auf den Rücken des Silbernen Fürsten. Die Rüstung glitzerte und funkelte in der Sonne, offenbarte so den Spottnamen, den der mächtigste Vasall des Schwarzen Königs in Whiteshire hatte. Fürst Funkelkleid. Ein kindlicher, lächerlicher Name. Doch jeder, der den Fürsten kannte, wusste, dass hinter den flickernden Steinchen ein herausragender Wille steckte. Ein Wille, der nicht zu unterschätzen war. Der Fürst schnaufte, dann drehte er sich mit einer schnellen Bewegung um und sah auf das Geschenk. Ein unschuldiges kleines Paket, das in die große Pranke des Bauernfürsten passte. Er öffnete es sanft, beinahe zärtlich. Heraus kam ein kleiner Ritter aus Holz, stolz auf seinem Riesenwisent, auf seinem Schild das Zeichen des Hauses Schwarzenstein. Für einige Sekunden sah der grobe Fürst den Ritter an. Für einen Augenblick war es, als wäre alles vergessen. Nur die Zukunft zählte. Dies würde sein Enkel sein. Eines Tages würde er reiten und das Wappen des Hauses in die Schlacht führen. Und er sollte ihn lehren. Wie er den Kriegshammer führte. Soldaten befehligte. Bis er seinen Sohn das Amt übergeben würde und sich zurückziehen sollte. Dies war alles nicht möglich wenn er hier starb. Er würde seine Familie niemals wiedersehen. Nicht seine Frau, nicht seinen Sohn, nicht seinen Enkel. Nicht seinen besten Freund.
Was Ovidio wohl gerade dachte? Er würde enttäuscht sein. Eine Träne schlich sich aus seinen Augen.
Der Moment war verflogen.
Vor seinem inneren Auge sah er den Fürsten von Rabensburg, tot, ermordet. Der freundlichste Mensch den er kannte, derjenige, der alles Gute im harten, gnadenlosen Osten verkörperte. Tot. Sein Gesicht verzog sich zu einer Grimasse, Wut stieg auf, alles in ihm spannte sich an. Sein Blick fiel nach Osten, in die weite Weiße der Lawine, die gekommen war. Sollten sie kommen. Sie sollten branden an den Felsen des Ostens. Ein Knackgeräusch riss ihn zurück in die Realität. Er öffnete seine Faust. Der Ritter war zerbrochen, seine Lanze entzwei und die Beine des Wisents gespalten. Sanft legte er die Figur zurück in die Schachtel und orderte seinen Adjutanten herbei, der das Geschenk in das Lager brachte. Er drehte sich zu Guillaume und Zodan um. Die Augen rot vor Wut und Trauer.
" Ein Versuch." sagte er abwesend auf die Frage von Guillaume, ehe er zu seinem Riesenwisent zurückkehrte und ins Lager zurückbrachte. Er ließ offen, ob er meinte, es wäre ein Versuch, um doch noch Frieden zu erreichen oder ihn weiter zu provozieren. Der Wind setzte an und fegte ahnungsschwanger über die Ebene.

Masamune


Der alte Mann sah sich um. Es waren keine magieblockierenden Barrieren angebracht worden. Entweder wussten ihre Entführer nicht, wen sie hier vor sich hatten oder sie waren so selbstsicher, dass sie sie nicht brauchten. Oder sie wussten nicht, wie sie Barrieren errichteten. Barrieren waren das Spezialgebiet der Hochelfen. Er hatte es erforscht und wusste damit umzugehen. Seine Siegel waren eine Möglichkeit, dass auch andere Völker diese Magie verwenden konnten. Sie waren noch auf hoher See, würde er hier Magie wirken, könnte das ihren aller Tod bedeuten.
" Hör zu Naemy. Kurz bevor wir landen, gebe ich dir ein Zeichen. Dann werde ich dir einen großen Schub reine Magie geben, die du dann durch die Planken in die Taue lenken musst. Taue sind aus Pflanzenfasern, es sollte etwas knifflig werden, doch ich werde dich leiten. Lass sie brechen und befreie unsere Kameraden. Danach werde ich unsere Bewacher ablenken und du kannst sie mit den Tauen fesseln. Es wird mich sehr viel Konzentration kosten und ich werde angreifbar sein für Attacken. Ich brauche dich als meinen Schild. Kann ich mich auf dich verlassen?"

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Re: Librios Kapitel V - Das Erwachen der Schatten

Beitrag von egNaemy » 1. Juli 2019, 21:53

Naemy Grünblatt

Naemys Grinsen wurde im Verlaufe des Gesprächs immer breiter. Der Plan gefiehl ihr. Sehr. Sie spielte bereits jetzt nervös mit ihren Fingern vor lauter Vorfreude. Ohja. Diese Idioten von Entführern mochten vielleicht beinahe unbesiegbare Krieger sein, doch sie hatten ihre Rechung ohne die Wächter gemacht. Als ob sie es denen so einfach machen würden! Sie kicherte leise auf und widmete ihre volle Aufmerksamkeit wieder Masamune und dem Plan. "So machen wir es!"
:dance1: sapere aude

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Re: Librios Kapitel V - Das Erwachen der Schatten

Beitrag von Janna » 1. Juli 2019, 22:35

Cailín
Auf das Erwachen folgte unmittelbar eine große Angst. Eine Angst, die sich wie ein Sturm im ganzen Körper verbreitete und nicht so leicht niederzukämpfen war. Cailín war verwirrt. Sie konnte den fremdartigen Geruch, der ihr in die Nase stieg nicht einordnen und auch das Auf- und Abschwanken des Bodens konnte sie sich im ersten Moment nicht so recht erklären. Doch als sie sich umsah und ihre Kameraden erkannte die alle, bei guter Gesundheit und vollständig zu sein schienen, gelang es ihr die Angst niederzukämpfen und Cailín wurde klar, dass sie sich auf einem Boot befinden mussten. Nein, kein Boot sondern etwas viel Größeres. Ein richtiges Schiff. Davon, und auch vom großen weiten Meer, hatte die junge Frau bis zu diesem Moment nur durch Erzählungen gehört. Und jetzt waren sie plötzlich hier gelandet. Wie war das möglich? Zwar schienen alle Wächter unverletzt zu sein, dennoch war ihre Lage sehr prekär. Gefesselt, umgeben von merkwürdigen Speeren und noch viel merkwürdigeren Kreaturen. Königswinter und Maltadren-Jünger – Cailín verstand nicht worum es hier jetzt ging. Eben wollten sie noch die Wolfselfen retten und nun mussten sie gegen dieses Fischwesen ankommen. Die Mienen ihrer Begleiter zeugten ebenfalls nicht von großer Hoffnung. Der Versuch gegen die Fesseln anzukämpfen war nutzlos, und trotzdem versuchte sie es immer wieder, während die Stunden dahinsiechten und ihre Lage nicht gerade besser wurde. Ihre Gedanken glitten zurück zu dem Albtraum, in dem sie vor kurzem Gefangen war. Was, wenn der Traum kein Traum war sondern eine Vision? Es gab nicht viel, womit sich Cailín von diesem unerfreulichen Bild ablenken konnte, und sie hatte den Eindruck, den anderen Wächtern ging es ähnlich.

Gradá

Mit einem Schlag war Gradá wach. Mit Entsetzen stellte er fest, dass er gefesselt war. In einer recht unbequemen Position noch dazu. „Was zur Hölle…?!“ entfuhr es ihm. Er erkannte auf den ersten Blick, dass ihre Lage nicht besonders gut war, doch die nächsten Minuten offenbarten, dass sie es hier mit äußerst gefährlichen Gegnern zu tun hatten die sie auf keinen Fall unterschätzen sollten. Der Tag dümpelte vor sich hin und auch wenn Gradá es sich nicht gerne eingestehen wollte kamen sie einer Lösung nicht besonders nahe… Ob das an dem Albtraum lag der ihnen allen noch in den Gliedern stecken zu schien?
Sie waren schon viele Stunden unterwegs gewesen, als Masamune und Naemy zu tuscheln begannen… Der Tigraner spitze seine Ohren, natürlich wollte er sofort erfahren, was die beiden vorhatten.
"Worte und Zauber waren ursprünglich ein und dasselbe. Auch heute besitzt das Wort eine starke magische Kraft."

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Re: Librios Kapitel V - Das Erwachen der Schatten

Beitrag von Liandri » 18. Juli 2019, 20:55

Anor / Adrian / Tuor / Nihilus - Auf dem Schiff
Die Stunden gingen dahin, ohne dass wirklich etwas aufregendes geschah. Anor und die anderen lagen weiter gefesselt in der Mitte des Schiffdecks, umgeben von fremdartigen Männern, die sie so stur beobachteten, als hinge ihr Leben von dieser Mission ab. So wie Anor diese fischige Kreatur einschätzte, war das gar nicht mal so abwegig.
Als der Abend einsetzte und ihr erster voller Tag auf dem Schiff sich dem Ende neigte, wurden Fackeln angezündet und ihnen wurden karge Mahlzeiten bereitet, die sie wegen der Fesseln nur mühsam zu sich nehmen konnten.
Nihilus beobachtete verstohlen alles, was um ihn herum geschah. Man hatte ihm die Maske abgenommen, weshalb er sich seltsam nackt vorkam. Das hinderte ihn aber nicht daran, alles genau unter die Lupe zu nehmen. Das Schiff war eine Bark mit Gaffelsegeln, was ihm ein exotisches Aussehen verlieh. Bis auf die Hochelfen nahm keine andere Rasse diesen Segeltyp her. Allerdings war dies auch kein Schiff der Sidhe, denn diese waren... eleganter in Form und Ausarbeitung.
Der restlichen Besatzung entnahm er, dass es sich um ein Piratenschiff oder um angeheuerte Söldner handeln musste, denn die Besatzung war den Maltadren gegenüber fast genauso skeptisch wie die Wächter selbst.
Was Ariel für ein Wesen war vermochte er nicht zu bestimmen. Er hätte aber darauf wetten können, dass es ein Mensch war, der Schwarzmagisch oder mittels Hexerei verändert wurde.
"Wenn ich mich nicht irre... Ist Königswinter von hier ungefähr drei Tagesreisen zu Schiff entfernt. Wenn wir uns etwas einfallen lassen wollen, sollten wir also schnell sein." murmelte er den anderen zu.
Hach, heute ist wieder so ein Tag, an dem man rumsitzt und denkt:
"Hach, wieder so ein Tag, an dem man rumsitzt und denkt..."

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Re: Librios Kapitel V - Das Erwachen der Schatten

Beitrag von Liandri » 17. August 2019, 21:21

Guillaume von Vitry
Das alles war ein gigantischer Fehler. Das wusste Guillaume. Und er war sich sicher, dass auch Hermann das wusste. Der Fürst von Vitry hielt einen Augenblick inne und schloss die Augen. Sich mit Silver Rock anzulegen war mit Sicherheit keine Sache, mit der man Leichtfertig umgehen sollte. Ganz im Gegenteil! Sie hatten es hier wahrscheinlich mit dem gefährlichsten aller Fürsten aus dem schwarzen Reich zu tun. Er schüttelte den Kopf. Logisch wäre es gewesen, die Sache hinauszuzögern und insgeheim Verstärkung anzufordern. Die Fußtruppen aus Vitry konnten binnen Wochenfrist hier sein. Die Soldaten des Königs mit etwas Glück wesentlich schneller.
Das Problem war nur, dass sie die Sache schnell bereinigen mussten, da sonst ebenjener König Wind davon bekam. Und zu diesem Zeitpunkt wäre er sicher nicht erpicht auf einen Krieg mit dem schwarzen Reich.
Wieder schüttelte er den Kopf. Als er aus dem Zelt getreten war, hatte er Zodan zu sich gerufen. Der junge Knabe stand gerade vor ihm und blickte entschlossen zu Guillaume hoch. Mit seinem nach vorne gestrecktem Kinn, das ihm ein trotziges Aussehen verlieh, ähnelte er erstaunlich stark seinem Vater.
"Du wirst an den Kämpfen, sollte es soweit kommen, nicht teilnehmen." sagte er, und bevor Zodan überhaupt etwas erwidern konnte, fuhr der Fürst von Vitry auch schon fort: "Ich möchte, dass du den König informierst. Er soll wissen, was hier vor sich geht. Denn wenn wir scheitern... Ist das weiße Reich verwundbarer denn je. Nimm zwei Reiter mit, die dich begleiten sollen und bringe so viele Männer des Königs mit, wie er entbehren kann. Ich möchte, dass du in einer Stunde Aufbruchbereit bist."

Danach war Guillaume zu Hermann gegangen. "Was meinst du, wie sollen wir verfahren? Sollen wir attackieren, solange wir das Überraschungsmoment auf unserer Seite haben?"
Hach, heute ist wieder so ein Tag, an dem man rumsitzt und denkt:
"Hach, wieder so ein Tag, an dem man rumsitzt und denkt..."

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Re: Librios Kapitel V - Das Erwachen der Schatten

Beitrag von Epikur » 28. August 2019, 23:34

Fürst von Schwarzenstein

Der Wind fegte durch das Lager des Weissen Reiches. Der Fürst von Schwarzenstein hatte nun schon eine ganze Weile nichts gesprochen. Fest ging sein Blick nach Osten, dort wo die weiße Lawine auf sie wartete. Sollten sie kommen! Sie würden an den Felsen des Ostens zerschellen.
Mit halbem Ohr hatte er der Unterhaltung der beiden mitangehört. Dass der junge Zodan gehen sollte, das hatte er verstanden, doch nicht wohin. Vielleicht war es besser, dann war der junge Mann ausser Gefahr und Guillaume konnte seinen Erben sicher wissen. Auf der anderen Seite konnte er so nicht seinen Ruf verbessern und das brauchte der Fürst des mächtigsten Fürstentums des Weißen Reiches. Die Grafen würden nur einem starken Fürsten gehorchen und keinem, der vor der Schlacht floh. Auf die Frage von Guillaume hin sah er wieder nach Osten und deutete mit der Hand auf die weiße Wand.
" Dort ist der Feind und dort werden wir ihn angreifen."
Erneut hob der Wind an. Unbemerkt sahen vier schwarze Augen aus dem scheinbaren Nichts umher und beobachteten. Sie sahen kampfbereite Soldaten, keine große Zahl von ihnen, die Fürsten konnten sie erspähen. Es schien Probleme zu geben, so wurde keine Schlacht geplant. Sie sahen drei Reiter davonreiten, weg in den Osten. Der Wind hob wieder an und hinterließen ein ungutes Gefühl bei den Anwesenden.

Die reitenden Soldaten blieben auch den Schwarzen Kraken nicht unbemerkt. Der Anführer beobachtete sie ganz genau und erkannte in einem der Reiter einen hohen Adligen. Er winkte einen weiteren Soldaten mit einer Armbrust heran. Sein grünes Emblem mit dem Baum und den beiden Armbrüsten zeichnete ihn als Waldwache aus, die besten Schützen des Schwarzen Reiches. Er legte an und wollte abdrücken, ehe ein weiterer Offizier erschien und dem Schwarzen Kraken etwas ins Ohr flüsterte. Der unterbrach die Waldwache und der Soldat legte ab. Es schien alles nach Plan zu verlaufen.
Währenddessen waren die Winde heimgekehrt und flüsterteten ihrem Herren zu. Der Fürst von Silver Rock hörte zu. Und nickte.
Er rief seinen Adjutanten und die Generäle.
Die Schlacht sollte beginnen.

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