[RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

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Sionnach
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Re: [RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

Beitrag von Sionnach » 19. Juli 2017, 23:06

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Nun wenn es vorher geschneit hatte, dann war da wohl auch niemand sonst auf diesem Dach gewesen. Aber vielleicht dort wo das Biest dem Küster aufgelauert hatte. “Ach, ich krieg es einfach nicht sinnvoll zusammen!“ Weil sie zu wenig wussten oder weil es schon recht spät war oder eine Mischung aus beidem, war schwierig zu beurteilen, so lange es spät war und sie noch so wenig wussten.

Sie lachte auf, als Marc entschied, dass er Menschen um sich wollte die ein bisschen anders waren, betrachtete dann aber mit einiger Skepsis seine Hand die plötzlich um ihre Schulter auftauchte. “Bei dem Job dem wir seit kurzem haben, ist das wohl auch Grundvoraussetzung!“, erwiderte sie dann recht global und wand sich mit einer geschickten Drehung wieder aus dem Griff an ihrer Schulter.

Als Marc aber nun anfing die Biester aufzuscheuchen, blickte sie ihn recht entgeistert an und legte reflexartig ihre Hand an seinen Arm. “Nicht! Bitte fordere es nicht heraus!“, bat sie ihn mit leiser Stimme. Sie hatte in den vergangenen Monaten zu viel erlebt, um nicht inzwischen sehr vorsichtig solchen „Phänomenen“ gegenüberzustehen und Marc Humor teilte sie da nicht uneingeschränkt.
Ganz von der Hand zu weisen war seine Idee aber dennoch nicht. “Eine Art Zauberspruch meinst du? Das würde wenigstens erklären, warum das Ding sich jetzt erst bemerkbar macht!“, überlegte sie schon auf dem Weg zum Pfarrhaus! Eben weil jemand den Zauberspruch gesagt hatte.

Seine Beschwerde ließ sie nur mit den Schultern zucken. “So bin ich eben. Grundsolide und sterbenslangweilig. Mit überhaupt kein bisschen krimineller Energie ausgestattet!“ Mit einem „So ist das eben!“ – Gesicht wandte sie sich der Tür zu hinter der jetzt Schritte erklangen.

Gleich darauf öffnete sich die Tür und der alte Pater stand in einem karierten Bademantel in der Tür und schaute sie beide musternd über seine kleinen Brillengläser hinweg an. Schließlich blieb sein Blick an Marc hängen:

“Nanu? Was macht ihr denn um diese unchristliche Zeit vor meiner Tür, mein Junge?
Nun kommt erst mal rein, ist ja ein Wetter zum Katzen festfrieren lassen! “
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Re: [RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

Beitrag von Eriassa » 27. Juli 2017, 15:42

Damien

Jenna sah ihn skeptisch an und Damien lachte. “Natürlich sind das Steine“, bestätigte er, “aber früher glaubten wohl die Menschen an sowas.“ Er biß herzhaft in einen Salzstengel.
“Kätzchen, ich glaub nicht mal Gott, warum sollte ich DAS glauben?“ Wenn man sah, was in Kriegsgebieten alles geschah, konnte man den Glauben an Gott schon verlieren. Was aber die Fälle in dieser Stadt betraf, konnte man zumindest den Glauben an etwas weniger ‚Gutes‘ als Gott beigebracht bekommen; nur nach dem, was Tess und Lawrence über diese ‚Hexe‘ erzählt hatten.
Scott schüttelte leicht den Kopf. “Warum ausgerechnet Christen, die so viel Wert auf ihren einen Gott legen, das geglaubt haben, ist mir ein Rätsel.“ Aber die hatten ja noch andere heidnische Sachen übernommen und es dann als ‚christlich‘ verkauft. Er schüttelte den Gedanken ab.
“Was hat der gute Padre denn sonst noch so gewußt?“, forschte Damien dann weiter und schlang seine Zunge um die nächste Salzstange, bevor er sie sich in den Mund schob.
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Re: [RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

Beitrag von Draugluin » 17. August 2017, 16:01

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Marc seufzte. Sie hatten bislang auch einfach zu wenig verwertbare Informationen, um das Geschehen lückenlos und nachvollziehbar nachzuvollziehen. Aber er war sich sicher, dass es ihnen über lang oder kurz gelingen würde, diesen Fall aufzuklären.

Tess entzog sich seiner Hand und gab keinerlei Hinweis darüber, ob sie das anders sah, als er. Wieder seufzte er. War nicht unbedingt sein Tag heute...
Wenigstens schaffte er es, durch sein Monsteraufscheuchen wieder Körperkontakt herzustellen, wenn auch nur ihre Hand auf seinem Arm. Aber keine der Steinstatuen ließ sich nur seine Provokation aufscheuchen. Vielleicht hatten sie ja Recht und jemand musste etwas Bestimmtes sagen oder tun, damit Leben in die Gestalten kam, oder wie auch immer man das nennen mochte.

Marc gab einen höchst unwilligen Ton von sich, als Tess nun sich als langweilig bezeichnete.
“Blödsinn....“ murmelte er nur, weil in diesem Moment auch die Tür geöffnet wurde und der Pater vor ihnen stand.
“Guten Abend, Pater, entschuldigen Sie die späte Störung. Wir wollten noch einmal in den Turm. Den Schlüssel hatten wir vorhin schon wieder in den Briefkasten geworfen.“ erklärte er und kam sich in diesem Moment ein wenig vor, wie ein kleiner Junge nach einem Streich.

Wie seltsam musste sich das für den Pater anhören, dass sie mitten in der Nacht noch einmal in den Turm wollten.
“Ich möchte mir das da oben nochmal im Dunkeln ansehen ... “ Wahrscheinlich erklärte der Pater ihn gleich für verrückt.


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Gut, Damien schien also nicht einer von diesen armen Irren zu sein, der an Gott oder andere, unerklärliche Dinge glaubte. Sie nickte leicht und zuckte dann mit den Schultern. Gute Frage, warum man an Dinge glaubte, die mit klarem Menschenverstand nicht zu erklären waren.

Jennas Blick blieb an Damiens Zunge hängen, die sie kurz sah, während er genüsslich eine Salzstange verspeiste. Sie seufzte leise, als sie kurz daran dachte, was er mit dieser Zunge alles anstellen konnte.
Ihre grünen Augen fingen seinen Blick ein, als er fragte, was der Pater noch wusste. Dann grinste sie.
“So einiges…“ wich sie aus und schnappte sich eine Handvoll Salzstangen.
“Aber euch hat er offenbar nichts Erkenntnisverhelfendes erzählt?“ Sie liess zwei knusprige Leckereien in ihrem Mund verschwinden und zerkaute sie langsam.
Man konnte förmlich sehen, wie es in ihrem Köpfchen arbeitete, doch sie schwieg.
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Re: [RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

Beitrag von Sionnach » 11. September 2017, 19:15

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Irgendwie schien Marc heute seinen sonstigen Galgenhumor zu hause gelassen zu haben und so gab sie es mit einem Schulterzucken für den Moment auf. Die Atmosphäre auf dem nächtlichen Friedhof trug ohnehin nicht dazu bei, dass ihr besonders fröhlich zumute war. Sie hatte in den letzten 12 Monaten ganz eindeutig angefangen an Geister zu glauben.

Dementsprechend erleichtert war sie als sie in den warmen Schein der Außenlampe am Pfarrhaus traten. “Hier so mitten auf dem Friedhof zu wohnen wäre aber auch nicht meins!“, murmelte sie Marc unwohl zu ehe die Tür aufging. Na gut es war nicht wirklich mitten drauf, sondern eher am Rande und auch durch eine Mauer deutlich abgeteilt … aber trotzdem.

Das Reden überließ sie Marc als der Pater herauskam, der kannte ihn schließlich schon länger.

Pater Mallory

“Ach schon gut! Pfarrer sind da wie Polizisten. Im Zweifel immer im Dienst!“, winkte er Marcs Entschuldigung mit einem Zwinkern ab.
Als Marc ihm aber eröffnete, was er wollte zuckten seine Brauen ungläubig in die Höhe.“Jetzt auf den Turm? Ich hätte ja gedacht, dass die Tage in denen du solchen Unfug ausheckst schon eine Weile vorbei wären!“
Er schmunzelte und warf dem Jungen einen vermeidlich strengen Blick zu. “Was versprichst du dir denn nur davon?“, wollte er dann wissen, während er aber schon in den Flur zurück schlurfte und den Postkastenschlüssel vom Schlüsselbrett holte.
Im Grunde war er ja davon überzeugt, dass der Junge schon wusste wie er seinen Job zu machen hatte.
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Re: [RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

Beitrag von Draugluin » 12. September 2017, 14:11

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“Auf dem Friedhof zu wohnen hat durchaus Vorteile. Du hast die ruhigsten Nachbarn der Welt.“ entgegnete Marc trocken. Seine Nachbarn hatten auch schon zu den unmöglichsten Zeiten wilde und vor allem laute Partys gefeiert. Nicht, dass ihn das grundsätzlich störte, nur eben dann, wenn er schlafen musste, was in seinem Job leider auch am Tage nötig war. Gesagt hatte er nie etwas, Ohropax waren auch eine Lösung. Aber die brauchte man auf dem Friedhof ganz sicher nicht.

Der Pater öffnete die Tür und Marc musste über seine Antwort unwillkürlich grinsen. Natürlich war der Pater ihnen nicht böse, dass sie um diese Zeit noch etwas von ihm wollten. Auch wenn er verständlicherweise erstaunt über ihren Wunsch waren, noch einmal auf den Turm zu steigen.
“Hätte ich Unfug im Kopf, hätte ich entweder den Briefkasten aufgebrochen oder wäre außen am Turm hochgeklettert.“ grinste Marc. “Aber artig um den Schlüssel bitten …“ Er zwinkerte Tess zu und hielt die Hand auf, als der Pater mit dem Schlüssel zurück an die Tür kam. Der alte Herr hatte im Dunkeln sicher seine Schwierigkeiten, das winzige Schlüsselloch zu treffen.

Auf seine Frage erklärte er: “Es ist Nacht und ich will zum einen sehen, wie viel man von dort oben sehen kann … Vielleicht wurde Mr. Payne von hier oben beobachtet, als er zu seinem nächtlichen Spaziergang aufbrach …“ Den Rest ließ er offen.
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Re: [RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

Beitrag von Eriassa » 20. September 2017, 14:06

Damien

Damien grinste leicht, als er Jennas Blick auf die Behandlung der Salzstange sah. Dann blickte sie ihn wieder direkt an und grinste ebenfalls. Er ahnte hier schon, daß er auf seine Frage keine eindeutige Antwort bekommen würde und er sollte recht behalten.
Langsam, ohne daß das Lächeln nachließ, nickte er - ‚so einiges‘. Natürlich hakte sie nun auch bei Scott nach und kurz hing nun sein Blick an ihren Salzstangen hängen.
„Oh, er hat uns auch einiges erzählt“, übertrieb er etwas und fuhr dann ernster fort, „Du weißt aber sicher, daß ich nicht über laufende Ermittlungen sprechen kann.“ Er richtete sich auf dem Barhocker etwas gerader auf, doch kurz darauf beugte er sich wieder vor und stahl sich schmunzelnd eine Salzstange, die Jenna noch in der Hand hielt. Leiser raunte er dann fast schnurrend zu: „Wenn Du mir aber etwas verschweigst, daß bei der Lösung des Falles hilfreich könnte, dann ist das Behinderung der Ermittlungen und ich könnte Dich dafür verhaften.“ Seine freie Hand nahm ihr Handgelenk und legte Daumen, Zeige- und Mittelfinger sanft darum und bewegte sie leicht, um Handschellen anzudeuten.
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Re: [RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

Beitrag von Sionnach » 12. Oktober 2017, 16:25

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Die „ruhigen Nachbarn“ brachten Marc einen skeptischen Blick von der Seite ein während sie zwischen den Gräberreihen entlang gingen: “Und da haben dich die Vorkommnisse im letzten Jahr nicht inzwischen eines Besseren belehrt?“

Aus dem Gespräch mit dem Pfarrer hielt sie sich weitgehend heraus. Es war deutlich spürbar, dass Marc den Pfarrer schon sehr lange kannte, da sollte ruhig er erklären, was sie vorhatten.
Allerdings musste sie sich ein Lachen verbeißen, als er dem Pfarrer gegenüber erklärte, sich den Schlüssel anders beschafft zu haben, wenn er Unsinn im Sinn gehabt hätte. Da fiel es ihr doch ziemlich schwer seinem Zwinker mit einer – wenn auch gespielt – strengen Miene zu begegnen.


Pater Mallory

Über den Rand seiner Brille blickte er den Mann vor sich prüfend an: “Man musste schon immer auf der Hut sein bei euch, je unschuldiger du und deine Brüder geschaut haben, desto größer war meist, was ihr ausgefressen habt!“, kommentierte er dessen Grinsen mit einem Schmunzeln, drückte ihm aber dennoch den Briefkastenschlüssel in die Hand. So musste er nicht weiter aus der Tür hinaus, es war lausig kalt, wie meist zu dieser Jahreszeit in Chicago.

Während Marc sich den Schlüssel aus dem Kasten fischte, dachte er ernster werdend über dessen Erklärung nach und schüttelte anschließend den Kopf: “Wie sollte den der Mörder dort hinauf gekommen sein? Der Turm ist doch abgeschlossen!“ Dabei deutete er auf den Schlüssel in der Hand des Cops. “Also konnte der Mörder doch gar nicht hinauf kommen? Oder willst du etwa damit sagen ihr geht davon aus, dass einer von „uns“ den armen Mr. Payne umgebracht haben könnte?“ Also bei allem was recht war und bei allem Vertrauen in Marc als Cop. Das war absurd!
Er schüttelte erneut den Kopf.
Zuletzt geändert von Sionnach am 12. Oktober 2017, 19:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

Beitrag von Draugluin » 12. Oktober 2017, 16:39

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Jenna kniff die Augen leicht zusammen. Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass der Pater den Jungs nicht so viel erzählt hatte. Das hätte er ihr gegenüber sicher erwähnt, wenn er alles noch einmal erzählen musste.
Allerdings verdrehte sie die Augen, als Damien diese pauschale Ausreder hervorkramte, er dürfe nicht über laufende Ermittlungen sprechen.

Was hier lief, waren die Salzstangen und zwar von ihrer Hand in seine. Was er dazu noch sagte, hätte sie fast zum lachen gebracht. Noch dazu, weil er mit seiner Hand Handschellen demonstrierte.
Ein Bild schob sich vor ihr inneres Auge und es zuckte um ihre Mundwinkel.
“Darin habe ICH bessere Erfahrung, wie du weisst.“ neckte sie ihn, tat aber nichts dafür, sich aus seinem Griff zu befreien.

Sie schlug die langen Beine übereinander, legte den freien Zeigefinger an die Lippen und tat, als ob sie angestrengt nachdachte. Dabei funkelte sie Damien an. “Tja, Officer, ich glaube, das fällt in den Bereich meiner detektivischen Schweigepflicht.“ Sie blinzelte mit den Wimpern und setzte ein unschuldiges Gesicht auf.

Nur kurze Zeit später lachte sie. “Nein, ich weiss überhaupt nichts, was mit eurem Fall zusammenhängen könnte. Außer, dass der Küster tot ist. Ich weiss nur, dass lediglich der Kopf übrig geblieben ist.“ Sie verzog ein wenig angewidert das Gesicht. Die Vorstellung, von einem Menschen nur noch den Kopf zu finden, war schon schaurig und erzeugte bei ihr eine Gänsehaut.
Einer der Gründe, warum sie nie in das Morddezernat der Polizei wollte.

“Habt ihr denn schon alle Kirchenangestellten befragt?“



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Natürlich hatte er nicht vergessen, was auf dem Friedhof letztes Jahr losgewesen war. Wie konnte er auch.
“Das war eine Ausnahme.“ Wie war das, man musste nur fest genug an eine Sache glauben, dann war es auch so? Marc wollte jedenfalls, dass so etwas nie wieder vorkam und war fest entschlossen, auch alles dafür zu tun, was in seiner Macht stand.

Jetzt galt es erstmal, den Schlüssel zum Turm zu bekommen. Der Pater hielt ihm scherzhaft vor, wie harmlos er und seine Brüder aus der Wäsche geguckt hatten, wenn sie etwas ausgefressen hatten. “Hätten wir das damals gewusst, wir hätten wohl finsterste Mienen aufgesetzt.“ antwortete er und schloss mit dem kleinen Schlüssel den Briefkasten auf, um den Turmschlüssel herauszunehmen.

Die Fragen des Paters waren nachvollziehbar. Und mit der möglichen Tür wollte Marc nicht ins Haus fallen, zumal sie ja noch gar keine Beweise hatten.
“Vielleicht hat er mal die Gunst der Stunde genutzt, als der Turm für eine Besichtigung offen war. Manche Mordpläne sind von langer Hand geplant.“ Marc drehte den einfachen Schlüsseln in den Fingern. “Oder jemand hat sich einen Nachschlüssel besorgt oder ganz einfach einen Dietrich benutzt.“

Oder war ein Gargoyle, der dort oben wohnte.

Marc schüttelte den Kopf. “Nein, Pater Mallory, einer von ihnen war es ganz sicher nicht. “ beruhigte er den alten Mann und wandte sich zum Aufbruch.
“Danke, ich werfe den Schlüssel später wieder rein.“ versprach er und wollte gerade gehen, als er doch noch einmal stehenblieb. “Wer hat eigentlich alles einen Schlüssel zum Turm, Pater ?“ erkundigte er sich, bevor er Tess mit der Hand an ihrem Rücken sanft zum Gehen anschob.
“Ich melde mich, wenn ich etwas erfahren habe.“ sagte er noch zum Abschied und ging dann in Richtung Turm.

Dort angekommen öffnete er die Tür und zog eine kleine Taschenlampe aus seiner Jackentasche, mit der er den dunklen Innenraum erleuchtete. Gemeinsam erklommen sie die beiden nicht sonderlich breiten Treppen. “Vorhin waren wir auch hier.“ sagte er leise und öffnete jetzt das Fenster, um nach unten zu schauen.
“Der hier hatte Blut an den Pranken, aber das wird wohl von einer Taube gewesen sein.“ Marc liess den Blick über die Häuser und Straßen gleiten.
“Die Straßenlampen sind nicht hell genug, um viel sehen zu können. Als Nachtaktiver hat man da wohl bessere Aussichten...“
Hatte der Bursche hier gehockt und gewartet, bis Mr. Payne nach seinem Abendspaziergang wieder nach Hause gegangen war und hatte sich dann von seinem Sockel abgestoßen?
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Re: [RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

Beitrag von Sionnach » 5. November 2017, 21:42

Pater Mallory

Der Pater schnaubte gutmütig. “Tunichgute wart ihr ja doch allesamt! Ein Glück, dass doch noch was Anständiges aus euch geworden ist!“ Er garnierte seine Worte mit einem fröhlichen Zwinkern. Natürlich war das nicht so zutiefst ernst gemeint, aber es wäre auch gelogen zu behaupten er und seine Brüder wären nicht zu Unfug aufgelegt gewesen, na ja wie vermutlich die meisten Jungs.
Mit der Erklärung die er wegen des Turms bekam, gab er sich einstweilen Schulter zuckend zufrieden. Er war hier schließlich nicht der Ermittler und hoffte einfach nur, dass dieser schreckliche Mord rasch aufgeklärt wurde. “Werft den Schlüssel nachher einfach wieder ein!“, damit wollte er schon ins Warme zurück, als Marcs Stimme ihn noch einmal aufhielt. “Nun ja…“ Er kratzte sich am Kopf. “Der arme Mr. Payne hatte natürlich einen. Ansonsten noch die anderen Geistlichen: Pater Phelps und Diakon O´Leary und unsere gute Seele Mrs. Robichaux hat auch einen Schlüssel. Sonst niemand. Wenn der Organist oder die Messdiener zum Gottesdienst kommen bin ich entweder schon drüben oder sie schellen hier an. Die Zeiten wo ein Gotteshaus Tag und Nacht den Gläubigen offenstehen konnte, sind ja nun leider schon länger vorbei.“
Er verabschiedete sich noch von seinen späten Besuchern und kehrte dann zu seinem Sessel zurück.


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Eine Ausnahme konnte sie die übersinnlichen Phänomene und Wesen, von denen sie im letzten Jahr erfahren hatten, schon länger nicht mehr finden und dementsprechend zweifelnd war ihr Blick dann auch.
Während Marc mit dem Pater sprach überlegte sie, ob nicht eigentlich ein Priester genau der richtige Ansprechpartner wäre, um diese Dinge jemandem anvertrauen zu können, aber zu einem wirklichen Schluss kam sie da nicht, einem Teil von ihr schien es wohl immer noch zu fantastisch und unglaublich, dass es so etwas überhaupt geben sollte.

Als Marc das Gespräch mit dem Pater beenden wollte, spürte sie wie er sie sanft aber bestimmt zum Gehen schob, also verabschiedete sie sich ebenfalls von Pater Mallory und schlug mit Marc den Weg zum Turm ein.
Das Ding hatte innen entschieden mehr Stufen als es von außen wirkte, befand sie als sie irgendwann ein wenig außer Atem oben stand. Der Blick über die nächtliche Stadt war aber schon von hier aus atemberaubend. Chicago war sicher objektiv nicht die schönste aller Städte und ebenso dreckig wie jede andere. Aber mit der leichten Schneeschicht, die in den Lichtern der Stadt wie verzaubert glitzerte, war der Eindruck ein völlig anderer.
Sie folgte Marc zu der Fensteröffnung in der er stand und streckte den Kopf heraus. Sofort trieb der Wind ihr Tränen in die Augen. Viel erkennen konnte sie von hier von der Statue nicht. Aber klar war der war noch da - sie alle – was ja ganz gut war, sie aber nicht wirklich weiter brachte.
“Wer weiß wie diese Wesen „sehen“ oder sich orientieren!“, zuckte sie ratlos die Schultern nach Marcs Worten und zog sich wieder ein bisschen in den Innenraum des Turms zurück, um den eiskalten Windböen zu entkommen. “Wenn ein Mensch hier oben gewartet hat, bis er den Hausmeister sieht, dann wird der aber in der Zeit hier oben ziemlich festgefroren sein!“ Auch mit geschlossenem Fenster war es hier nämlich noch lausig kalt.
Sie blickte sich um, aber der Boden verschwand in der Dunkelheit und es war unmöglich auszumachen, ob hier irgendwas herumliegen mochte, was auch nur eine Spur sein könnte.
Nacheinander trat sie an jedes der Fenster und späte hinaus, aber überall waren die Wasserspeier brav an ihrem Platz, wie man es von Steinen ja nun auch erwarten könnte.
“Marc?“ Sie wandte sich wieder zu ihm um. “Hast du mal überlegt ob es auch einfach deswegen gestern passiert ist weil Halloween war? Die Nacht der Toten und so weiter. Vielleicht können diese Dinger ja auch nur dieses eine Mal im Jahr erwachen und Mr Payne hat ganz aus Versehen irgendwas getan, was den Gargoyle geweckt und ihn das Leben gekostet hat!“ Was das gewesen sein könnte, würde ihnen aber schwerfallen zu ermitteln, fürchtete sie.
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Re: [RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

Beitrag von Eriassa » 1. Dezember 2017, 17:56

Damien

So wie Jenna ihn ansah, mit diesen skeptisch zusammengekniffenen Augen, glaubte sie ihm nicht und als Privatdetektiv hatte sie sicher auch schon öfters mit der Polizei zu tun gehabt und genauso oft den Spruch mit ‚laufenden Ermittlungen‘ gehört. Vielleicht war es das, das sie Damien so ansehen und vor allen Dingen die Augen so verdrehen ließ. Aber es gefiel ihm, daß man ihr offenbar nicht alles einfach auftischen konnte.
Anscheinend konnte sie das aber nicht allzu lange aufrechterhalten, denn um ihren Mund zuckte es verdächtig und auch bei Damien war es nicht anders.
„Du hast Erfahrung, das stimmt“, gab er nickte zu, „aber ob die besser ist als meine …“ Nur war er es, der skeptisch dreinblickte. „Wir sollten es das nächste Mal mal anders herum probieren …“
Sie entzog ihm ihre Hand nicht und automatisch ging Scotts Blick auf ihre Beine, die sich übereinander legten. Auch ihm kam ein Bild vor Augen und mit einem leisen Grummeln richtete er die Augen wieder höher. Er grinste bei ihrer Antwort. „Sergeant“, korrigierte er sie zuerst mit seinem Army-Rang, dann „oder wenigstens Detective. Ich bin keiner der Bubis, die in Blues und Schirmmütze Streife laufen oder auf den Kreuzungen den Verkehr regeln.“ Aber er nickte auch. „Touché! Du hast recht.“
Schließlich zählte sie ihm auf, was sie wußte - im Prinzip das, war sie auch wußten.
Scott sah Jennas Gesicht sich verziehen. „Du hast den Kopf aber nicht gesehen oder?“ hakte er leise mit etwas Besorgnis nach. Das war wirklich kein schöner Anblick, schon gar nicht für eine Frau. Ein kleiner Schauer schien sie zu überlaufen und Damien löste seinen ‚Handschellengriff‘ und nahm ihre Hand nun richtig in seine und rieb beruhigend mit der anderen noch über ihren Handrücken. Ob es aber stimmte, daß sie nichts wußte, was mit dem Fall zusammenhängen konnte …
Dann hob er eine Augenbraue. Alle Kirchenangestellten? Wie viele konnte es da schon geben?!
„Wir haben den Pater befragt und die Frau des Toten … Wen gibt’s denn da noch?“ Sie meinte ja hoffentlich nicht irgendwelche Meßdiener, die liefen ja in Scharen herum. Oder nannte man es Rudel?
Daß sie auch noch einen Zeugen befragt hatten, verschwieg er.
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Re: [RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

Beitrag von Sionnach » 8. Januar 2018, 19:51

Damien erfuhr von einer ob der Nachfrage etwas erstaunt wirkenden Jenna, dass es nicht nur Pater Mallory gab, sondern daneben auch noch einen jüngeren Pater namens Phelps und Diakon mit Namen O´Leary gab. Daneben noch Mrs. Robichaux die Pfarrsekretärin, sowie einen Organisten, einen Gärtner und eine Putzfrau die von der Gemeinde beschäftigt wurden.
Mehr wissenswertes über den Fall war aus der jungen Frau aber nicht so ohne weiteres herauszuholen, ebenso wenig wie Damien wohl selbst ausgeplaudert hätte, was es an Details gab.
Zeit die Ermittelungen für den Augenblick erst mal zu den Akten zu legen.

Um genau zu sein so lange bis Damien vom ausdauernden Klingeln seines Handys aus dem Schlaf gerissen wurde.
03:48 Uhr informierte ihn das Display scheinbar mit einer gewissen Hähme, als er den Anruf entgegen nahm.
„Detective Scott?“, erkundigte sich eine fremde Stimme am anderen Ende der Leitung und fuhr dann fort als er dies bejaht hatte. „Officer Harris hier. Ich rufe an weil, sie in der Akte als Ermittler für diesen Mord durch Köpfen gestern geführt sind. Nun Sir, es scheint so, als hätten wir hier eine weitere Leiche für Sie!
57 Cornell Ave.“
, nannte die Stimme am anderen Ende die Adresse. „Die Kollegen erwarten Sie bereits Sir!“, informierte der Officer Damien dann noch, ehe er sich verabschiedete und auflegte.

Da Damien sich in Chicago noch nicht auskannte, stellte er erst beim Eintreffen und Aussteigen aus seinem Auto fest, dass es sich um eine recht noble Wohngegend nicht weit vom Seeufer entfernt handelte und auch nicht in direkter Nähe der Kirche lag.
Es handelte sich viel mehr um die Art von Wohngegend, wo ein Portier am Eingang des Gebäudes schon unliebsame Besucher fernhielt und wo die Miete für eins der Penthäuser weit über dem lag was er überhaupt verdiente.
Jetzt allerdings wurden Besucher und Schaulustige von Absperrband und Streifenwagen weiträumiger vom Eingang des Gebäudes ferngehalten, deren rotierende Blaulichter Damien den Weg wiesen.

Auf der Straße war aber erst einmal wenig ungewöhnliches zu entdecken, wenn man davon absah, dass der Bürgersteig mit Glasscherben übersäh war.
Gerade als er sich dem Absperrband näherte, hörte er seinen Namen rufen.


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Mitten in der Nacht, im Winter, in Chicago zu irgendeinem Tatort zu müssen, gehörte definitiv zu den Seiten dieses Jobs auf die sie getrost verzichten könnte. Na ja, kam ja nun eigentlich auch eher selten vor und im Grunde, war sie ja nun auch selber Schuld. Sie hätte ja auf die Fotos der Spurensicherung warten können, dummerweise fand ihre Intuition aber Fotos viel zu langweilig und bestand darauf sich selbst ein Bild von Dingen zu machen, ehe sie unter Umständen geruhte aufzuwachen und da dieser neue Mord offenbar vom Opfer her sehr anders war als der erste…
.. warf sie in diesem Moment frierend, die Tür ihres Autos zu und wünschte sich aus tiefstem Herzen in ihr warmes, kuscheliges Bett zurück während sie über die Straße eilte.
“Damien!“, rief sie nach dem Cop, als sie seiner gewahr wurde, um ihn auf sich aufmerksam zu machen ehe er die Absperrung erreichte. “Hi! Das trifft sich gut, dass ich dich hier draußen schon treffe. Das spart mir lange Debatten ob ich reingelassen werde!“ Sie zwinkerte ihm verschwörerisch zu.
Eine Dienstmarke hatte sie nunmal nicht und manche Officer hatten in der Beziehung mehr als nur ein wenig einen Tunnelblick und schienen auch mit Vorliebe ihr Gesicht zu vergessen, wenn es darum ging, dass sie wissen könnten, dass sie eben auch fürs CPD arbeitete. Es gab nach wie vor eine Menge Cops auf die Psychologen ebenso abschreckend wirkten wie Pest oder Cholera.
Zuletzt geändert von Sionnach am 21. Januar 2018, 22:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: [RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

Beitrag von Eriassa » 18. Januar 2018, 16:25

Damien

Am liebsten hätte Damien das Handy die Wand gefeuert, aber wenigstens war er allein; einen Quicky hatten Jenna und er noch in einer dunklen Ecke der Kneipe hinter sich gebracht. Und so mußte er ihr auch auf die Nachricht einer weiteren Leiche nicht irgendwelche Lügen auftischen.
Schnell zog er sich an, geduscht hatte er noch vorm zu Bett gehen, und auf dem Weg zum Auto inhalierte Damien rasch eine Zigarette, um in Gang zu kommen. Er gab im Auto die vom Officer genannte Adresse im Navi ein und leise pfiff er ob der gehobenen Gegend, als er den Wagen am Ziel verließ. Gegen die Kälte rieb sich die Hände. Es war schon einiges an Polizeipräsenz vorhanden und ein gelben Ban war auch da. Von Army-Zeiten noch gewohnt, sah er sich genau um und ließ den Blick auch über die unvermeidlichen Schaulustigen gleiten. Noch bevor er das gelbe Band erreicht hatte, hörte er seinen Namen und entdeckte Tess. Kurz hob er grüßend das Kinn. „Hi selber“, antwortete Scott und grinste. Er konnte sich denken, daß seine Anwesenheit Tess Debatten ersparte, aber etwas verwundert war er schon, daß Mark nicht bei ihr war. „Kein Problem, ich nehm‘ Dich mit“, gab er zurück und hielt dem am Flatterband Wache haltenden Officer seine ohnehin schon um seinen Hals hängende Marke unter die Nase. „Die Lady gehört zu mir“, sagte er nur und hob selbst das Band, um Tess durchzulassen, bevor der Officer es tun konnte.
„Hast Du schon mehr Details?“, hakte er nach und fuhr mit einem weiterem Grinsen fort, „und wo ist der große Meister?“
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When I raise my flashing sword, and my hand takes hold on judgement,
I will take vengeance upon mine enemies, and I will repay those who hate me.
Oh, Lord, raise me to Thy right hand and count me among Thy saints.

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Sionnach
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Re: [RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

Beitrag von Sionnach » 21. Januar 2018, 22:11

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Während sie die Straße überquerte bemerkte sie wie sich Damien aufmerksam umsah, auch wenn er das sehr unauffällig tat und sie machte es ihm einfach nach. Aber wenn es was zwischen den Cops, aus dem Schlaf gerissenen Anwohnern und den üblichen Schmeißfliegen an Tatorten ( Schaulustige und Reporter vornehmlich) zu entdecken gab, dann fiel es ihr zumindest nicht auf.

Scott nahm sie ohne viele Fragen zu stellen mit und hielt das Absperrband in die Höhe um sie durchschlüpfen zu lassen. Den finsteren Blick des Beamten der so keine Einwände mehr erheben konnte, ignorierte sie mit stoischer Ruhe, nur das Lächeln, was Damien eben noch abbekommen hatte, schien einen Moment zu erstarren, bis sie den Kerl hinter sich gelassen hatten. Das würde wohl nie aufhören.
Im Foyer angekommen schlug sie den Kragen ihres Mantels runter und konnte einen leisen Laut des Behagens nicht unterdrücken wieder im Warmen zu sein.
Damiens Frage entlockte ihr ein Lachen und ein Kopf schütteln, was die braunen Locken, die - ganz anders als tagsüber - ihr Gesicht umrahmten fröhlich wippen ließ: “Echt? Du glaubst doch nicht das die Jungs da draußen lieber mir Informationen geben, als einem von Ihnen?“ Ernster fuhr sie dann fort: “Bisher weiß ich nur, dass es wohl einen neuen Kopflosen gibt … bzw. einen neuen Kopf wohl eher.“ Angewidert verzog sie das Gesicht. “Aber was das Opfer mit unserem Ersten zu tun haben könnte, wenn überhaupt … oder wer das Opfer ist…“ Sie zuckte mit den Schultern. “Ich geh mal davon aus, dass die Spurensicherung schon oben ist und mehr für uns weiß.“
Vor dem Fahrstuhl informierte ein weiterer Beamter sie, dass sie ins Penthouse mussten, nach dem Damien erneut seine Marke vorgezeigt hatte.
Hinter ihm schlüpfte sie in die Fahrstuhlkabine und drückte den Knopf fürs oberste Stockwerk.
“Marc?“ Sie warf einen Blick auf ihre Armbanduhr. “Ich denke der kommt etwas später nach. Der hatte ja eh schon Doppelschichten hinter sich und wir waren vorhin auch noch mal bei dieser Kirche, nachsehen ob auch alle Steine brav auf dem Dach standen.“ Klang lächerlich, wusste sie ja selbst. “Also wenn es tatsächlich ein Gargoyle ist, dann stimmt zumindest schon mal das mit dem „nach Sonnenuntergang lebendig“ nicht. War also komplette Zeitverschwendung!“
Neugierig blickte sie ihren Begleiter jetzt von der Seite an: “Ich weiß ja, warum ich sowas wie einen Gargoyle nicht ausschließen kann, aber du?
Du bist erstaunlich gelassen bei der Idee! Und du hast uns auch nicht für wahnsinnig erklärt. Warum?“
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Re: [RPG] C.O.P.S. - Cases of Paranormal Suspect

Beitrag von Draugluin » 26. Januar 2018, 14:31

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Marc konnte nur grinsen, er und seine Brüder hatten in Kindertagen eine Menge Unsinn angestellt, da hatte der Pater recht. So nahmen sie den Schlüssel und Marc nahm sich vor, am nächsten Tag mit den anderen drei Kirchenmitgliedern zu sprechen.

Auf dem Turm kamen sie nicht wirklich zu neuer Erkenntnis und weil es da oben kalt und obendrein dunkel war, verließen sie den Ort recht bald, auch wenn der Blick von oben über die verschneite und romantisch erleuchtete Stadt durchaus sehenswert war.

Ob der Mord nun daran lag, dass Halloween war, oder ob es auch an einem anderen x-beliebigen Tag hätte passieren können, konnte er nicht beantworten. Möglich wäre es und er würde sich das in seinen Kalender schreiben, damit sie nächstes Halloween gewappnet waren.

Sie waren spät zu Hause und trotz der fortgeschrittenen Tageszeit machte Marc sich noch an den Bericht. Am nächsten Morgen plante er auszuschlafen, nachdem ihm dies an diesem Tage nun nicht vergönnt war. Sein Vorgesetzter wusste Bescheid und so schaltete er mit einem zufriedenen Blick den Wecker aus, als er ins Bett ging.


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Jenna feixte, als Damien ihr in Aussicht stellte, die Spielerei mit den Handschellen einmal andersherum auszuprobieren. Sie war da in keinster Weise abgeneigt. Dass sie ihn Officer genannt hatte, diente schliesslich auch nur dazu, ihn zu necken. Leider gelang es ihr nicht, noch weitere Informationen aus ihm herauszukitzeln. Aber andersherum genausowenig.

Den Kopf hatte sie zum Glück nicht gesehen und so schüttelte sie bei seiner Frage den Kopf. Nicht, dass sie sich hätte übergeben müssen, bei dem Anblick, sie konnte schon etwas ab, aber wenn es sich vermeiden liess ... deshalb hatte sie ja unter anderem den Beruf gewechselt.
Ihr Ehrgeiz sorgte dafür, dass sie vorhatte, VOR der Polizei den Fall zu klären. Und natürlich der Stand ihres Bankkontos. Kein gelöster Fall - keine Provision.
“Den Diakon?“ Jenna schmunzelte. Den hatte sie jedenfalls schon befragt. Ebenso den anderen Pater und die Sekretärin sowie die Putzfrau. Der Totengräber war nicht vor Ort gewesen, aber den nahm sie sich für den nächsten Tag vor. Ebenso wie den Organisten und den Gärtner.

Sie wollten die Kneipe schliesslich verlassen, als Damien sie in einem vom Wirt unbeobachteten Moment noch in die Nischen vor den Toiletten zog. Sein spontaner Kuss war stürmisch und verlangend und Jenna gab ihm nach. In seinen Händen, die genau wussten, was sie brauchte, war sie wie Butter in der Sonne.

So war ihre Nacht zwar einsam, aber recht entspannt.
Ausgeschlafen und gutgelaunt fuhr sie nach einem ausgiebigen Frühstück zur Kirche, um sich um die anderen Angestellten zu kümmern, denen sie die eine oder andere interessante Information entlocken konnte.

Der Polizeifunk, den sie zwischendurch dank ihres einbehaltenen ehemaligen Polizeifunkgerätes hörte, gab eine weitere Leiche bekannt. Die Bewohner der noblen Gegend hatten mit der Kirche sicher nicht mehr zu tun, als die Spenden, die sie ab und an von ihrem gut gefüllten Bankkonto den Dienern des Herrn zugutekommen ließen, also kümmerte sie sich nicht wirklich weiter darum.



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Aus dem Schlaf gerissen wurde er letztlich doch, auch wenn es nur eine SMS war. Mit einem missmutigen Blick auf die Uhr schwang er schliesslich doch die Beine aus dem Bett. Da er wusste, dass man Damien ebenfalls informiert hatte, konnte er sich etwas Zeit lassen. Die kalte Dusche zum wachwerden war da unvermeidlich und auch den Kaffee brauchte er in Ruhe, um entspannt in die Gänge zu kommen.

Es verging noch eine ganze Weile, bis er schließlich die Tür seines gelben Camaro aufschloß. Gemächlich rollte er durch die noch immer verschneiten Straßen.
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